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Erfahrungen mit Abbruch bei genetischem Defekt

13. Juni 2016 um 21:41

Ihr Lieben, ich brauche dringend eure Hilfe. Ich bin schwanger und werde bald einen Bluttest machen. Dann werde ich erfahren, ob mein Baby eine genetisch bedingte Krankheit (Bluterkrankheit) haben wird (Mädchen) oder völlig gesund ist (Junge). Falls es ein Mädchen ist, wird es regelmäßig Medikamente benötigen, die teilweise noch nicht künstlich hergestellt werden können. Das heißt, es könnte sich mit bekannten oder noch unbekannten weiteren Krankheiten anstecken. Zudem kann es zu größeren Problemen bei der Regelblutung und natürlich auch in der eigenen Schwangerschaft kommen. Abgesehen davon, dass es immer zu inneren Blutungen kommen kann, wenn sie sich stößt.
Natürlich gibt es schlimmere Krankheiten, aber es schränkt durch die Medikamente das Leben doch sehr ein und ich weiß tatsächlich nicht, ob ich es über mich bringen könnte, so ein Leben in die Welt zu setzen. Oder es nicht in die Welt zu setzen. Ich liebe Kinder, habe bereits ein gesundes Kind und würde gerne noch einige weitere bekommen, aber momentan bin ich ziemlich am Verzweifeln. Fachleute konnten mich da bisher nicht zufriedenstellend beraten. Vielleicht hat eine von euch auch so etwas durchmachen müssen?

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14. Juni 2016 um 11:27

Hallo Unsichertraurig
Du machst gerade wirklich schlimme Zeiten durch diese Unsicherheit, ob dein Kind gesund ist oder nicht, belastet dich sicher sehr. Und dann musst du dich zusätzlich noch mit all den Fachbegriffen und möglichen Auswirkungen dieser Krankheit befassen. Das ist ganz schön viel. Ich kann dich total verstehen, dass du verzweifelt bist. So viel musst du gerade begreifen und gegeneinander abwägen.
Hat jemand aus der Familie diese Bluterkrankheit? Warum vermuten die Ärzte, dass du die Krankheit vererben könntest?
Du schreibst, dass du nicht zufrieden bist mit der Beratung der Fachleute. Was fehlt dir? Was brauchst du, um dich möglichst gut mit der Krankheit auseinandersetzen zu können?
Ich verstehe wirklich sehr gut, dass du dir Gedanken machst, wie das Leben deiner (möglichen) Tochter sein würde. Ob die Krankheit ihr Lebensglück einschränkt, wie es dir als Mutter mit all den Sorgen gehen wird. Was macht dir mehr Angst?

Wann ist denn der Bluttest? Und in welcher SSW bist du?

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit! Ich freu mich, wenn du schreibst und erzählst, wie es bei dir weitergeht!

Viele Grüße, Lavena

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14. Juni 2016 um 13:11

Die Krankheit
ist in der Familie, ich sehe auch, wie sie die Lebensqualität einschränkt. Daher die Sorgen.
Ich brauche keine Beratung zur Krankheit, sondern ich glaube, ich suche eher Ratschläge, welche Entscheidung die richtige sein könnte. Und ggf. neutrale Meinungen dazu, wie man seine Entscheidung im Falle der Abtreibung verkraftet. Oder der Nicht-Abtreibung, wenn mein Kind durch diese Krankheit leiden wird...

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14. Juni 2016 um 16:33

Betroffene können helfen
Hallo,

soviel mit bekannt ist, tritt die Bluterkrankheit nur bei Jungen auf und Mädchen sind nur Trägerinnen des Gens.

Für mich wäre das kein Grund für eine Abtreibung. Es gibt heute gute Medikamente, mit denen ein lebenswertes Leben möglich ist. Und lebenswert kann vieles sein.

Wenn Du Dein Baby erst einmal im Arm hast, wirst Du Dich fragen, wie Du jemals an Abtreibung denken konntest.

Dein Kind ist jetzt schon ein Teil von dir und wird es immer bleiben. Wenn es lebt, freust Du Dich oft; ist aber abgetrieben, denkst Du oft sehr traurig an es und wirst es schmerzlich vermissen. Daran ist nichts Schönes oder Gutes.

Die beste Lösung ist meistens, die Natur entscheiden zu lassen. Denn Du musst leben, mit Deiner (evtl.) Entscheidung zur Tötung Deines eigenen Kindes.

Bitte sprich mit ähnlich Betroffenen. Denn alle anderen können das nicht verstehen und mit Dir fühlen. Vor allem lassen sie dich nach dem SSA auch alleine. Wenn für sie wieder alles o.k. ist, fängt bei dir der Leidensweg an. Und keiner von denen kann dir helfen.

Ärzte sind der absolut falsche Berater!!!!! Die sortieren rigoros alles aus, was nur im geringsten nicht der Norm entspricht. Nach dem Motto: lieber ein gesundes Kind zu viel abgetrieben, als ein "krankes" geboren. Bei denen sind Menschen nur Kostenfaktoren.

Denk bitte gründlich nach und höre auf Dein Herz!

Ob du nun gläubig bist oder nicht: wenn sich die Menschen an die Gesetze Gottes ( Bibel ) halten würden, gäbe es weit weniger Leid auf der Erde. Dazu gehört auch, nicht zu töten.

Suche Rat bei Betroffenen!

Alles Gute für dich und dein Baby.








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14. Juni 2016 um 20:34

Hallo Lignin
Leider ist das nur das offizielle Halbwissen. Die Krankheit ist um einiges komplexer. Ich möchte das nicht alles hier auflisten, aber HIV und Hepatitis sind nur der Gipfel des Eisbergs. Denke an jede Regelblutung - jeden Monat Medikamente, mit denen man sich mit noch weiteren Krankheiten anstecken kann. Schwangerschaften sind hoch risikobehaftet und und und. Ich bin gut informiert und würde so etwas niemals leichtsinnig als einfache Wahl nehmen, sondern ich sorge mich sehr um mein Kind und würde ihm ggf. einfach sehr viel Leid ersparen. Natürlich kann man es auch schlimmer treffen, aber als gesundes Kind auch viel, viel besser.
Betroffene zu finden ist nicht wirklich einfach, eben da das Halbwissen auch unter ihnen leider der Alltag ist und daher munter Kinder in die Welt gesetzt werden, die diesen harten Weg gehen müssen.
Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden werde / würde, daher bin ich hier und suche Rat, wie ich mich entscheiden könnte bzw. freundliche Meinungen dazu, wie man einen SSA emotional verkraftet, wenn man rational dahinter steht.

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15. Juni 2016 um 11:40
In Antwort auf unsichertraurig

Die Krankheit
ist in der Familie, ich sehe auch, wie sie die Lebensqualität einschränkt. Daher die Sorgen.
Ich brauche keine Beratung zur Krankheit, sondern ich glaube, ich suche eher Ratschläge, welche Entscheidung die richtige sein könnte. Und ggf. neutrale Meinungen dazu, wie man seine Entscheidung im Falle der Abtreibung verkraftet. Oder der Nicht-Abtreibung, wenn mein Kind durch diese Krankheit leiden wird...

Ok..
...jetzt verstehe ich dich besser. Was die Krankheit mit sich bringen kann, weißt du sehr gut. Hast es ja immer vor Augen. Da brauchst du die Fachleute nicht so sehr, denn du bist ja sozusagen selbst eine Fachfrau. Du erlebst es. Weißt, welche Ängste und Unsicherheiten es mit sich bringen kann. Ärzte beschäftigen sich mit der Theorie, so könnte die Krankheit verlaufen, etc. Das Lebenspraktische, wie es ist, mit der Krankheit zu leben, können sie nicht vermitteln.
Ich kenne mich mit dieser Krankheit nicht aus, aber es klingt, als wären da einige Dinge, die dem Leben das Unbeschwerte nehmen. Ein Berg an Unsicherheit und Sorge, den du vor dir hast. Gerade weißt du ja nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist in deinem Bauch.
Aber du willst gut vorbereitet sein für den Moment, in dem du es erfährst? Hast du jemanden, der das mit dir aushält?
Ich verstehe dich wirklich gut, dass du dein Kind vor Leid schützen möchtest. Keine Mutter möchte ihr Kind so leiden sehen. Diese Ohnmacht aushalten zu müssen ist wirklich sehr schwer. Ich spüre, wie sehr du dich damit beschäftigst und dich wirklich sorgst um dein Baby!

Wann ist denn der Bluttest? Was sagt denn dein Herz zu deinem Kind?

Liebe Grüße, Lavena

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15. Juni 2016 um 18:27

Mhhhh
Leidest du oder jemand den du sehr gut kennst an der Krankheit?

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15. Juni 2016 um 21:48

In
der Familie meines Mannes sind leider einige Fälle, also ja, ich stecke da voll drin.

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16. Juni 2016 um 13:39
In Antwort auf unsichertraurig

In
der Familie meines Mannes sind leider einige Fälle, also ja, ich stecke da voll drin.

Dan sie doch an wie diese Menschen leben.
Bist du der Meinung das das kein lebenswertes leben für dein Kind ist und es nix schönes im leben haben wird oder bist du der Meinung das selbst mit dieser Krankheit deinem Kind viel freude und schönes im leben wieder fahren wird?
Das sind glaube ich die Fragen die du dir beantworten solltest. Dan kannst du mit deiner Entscheidung nichts falsch machen.

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16. Juni 2016 um 17:16

Wirklich keine leichte Entscheidung
Hallo,

es ist wirklich schwer, so wie du das beschreibst. Ich kenne anscheinend nur die landläufige Beschreibung der Krankheit.

Leicht wird es vermutlich bei beiden Entscheidungen nicht für Dich.
Wenn du einen SSA machst, musst die so lange du lebst, mit dieser Traurigkeit fertig werden. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Kann dir vorher niemand sagen, wie du das verarbeiten wirst. Du stehst auf jeden Fall mit leeren Händen und nichts, was schön ist, da.

Wenn du dein Baby bekommst, werden auch Probleme da sein, aber du wirst sehr schöne Momente und möglicherweise lange Zeiten erleben, die dir Kraft geben, mit allem anderen klarzukommen.

Ich habe gelernt, dass unser Ziel im Leben niemals die Suche nach dem leichteren Weg sein sollte, sondern wirkliche Erfüllung findet der Mensch darin, Liebe weiterzugeben.
Es kommt tausendfach zu einem zurück und erfüllt einen mit der Kraft selbst scheinbar Unmögliches zu schaffen.

Das Leben ist nicht vollkommen planbar, aber gerade das macht es aus.




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18. Juni 2016 um 21:16
In Antwort auf unsichertraurig

Hallo Lignin
Leider ist das nur das offizielle Halbwissen. Die Krankheit ist um einiges komplexer. Ich möchte das nicht alles hier auflisten, aber HIV und Hepatitis sind nur der Gipfel des Eisbergs. Denke an jede Regelblutung - jeden Monat Medikamente, mit denen man sich mit noch weiteren Krankheiten anstecken kann. Schwangerschaften sind hoch risikobehaftet und und und. Ich bin gut informiert und würde so etwas niemals leichtsinnig als einfache Wahl nehmen, sondern ich sorge mich sehr um mein Kind und würde ihm ggf. einfach sehr viel Leid ersparen. Natürlich kann man es auch schlimmer treffen, aber als gesundes Kind auch viel, viel besser.
Betroffene zu finden ist nicht wirklich einfach, eben da das Halbwissen auch unter ihnen leider der Alltag ist und daher munter Kinder in die Welt gesetzt werden, die diesen harten Weg gehen müssen.
Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden werde / würde, daher bin ich hier und suche Rat, wie ich mich entscheiden könnte bzw. freundliche Meinungen dazu, wie man einen SSA emotional verkraftet, wenn man rational dahinter steht.

Es
ist nicht wirklich entscheidend, wie Du hinter einer Abtreibung rational stehst, sondern emotional. Denn die logischen Argumente des Verstandes zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut. Das Herz hat seine Gründe wovon der Verstand nichts weiß.
VLG Yankho

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30. August 2016 um 21:06

Schwangerschaftsabbruch 22 SSW
Hallo, habe gerade deine Nachricht gelesen. Bin neu hier.
Habe vor kurzem einen Schwangerschaftsabbruch hinter mir in der 22 SSW aufgrund einer extremen fehlbildung.

Vielleicht können wir uns etwas austauschen.

Würde gerne wissen, wie du dich entschieden hast.

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5. September 2016 um 8:22

Du möchtest mehrere Kinder?
Du erwähnst nicht (oder hab's nicht gesehen), mit welchen Einschränkungen Dein Kind leben müsste, aber denke bitte daran, dass es viele Menschen gibt, die früher oder später an einem chronischen Leiden erkranken und den Rest ihres Lebens von Medis abhänging sind. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und dergleichen sind sehr häufig und wenn auch mit Mühseligkeiten verbunden, kann man sich dennoch darauf einstellen und ein schönes Leben führen.

Wenn Du aber mehrere Kinder möchtest und jedes Baby mit dem betroffenen Geschlecht abtreiben wirst, dann frag Dich doch bitte, wie sinnvoll es ist, mehrere leibliche Kinder in die Welt zu setzen. Überlege, ob allenfalls eine Adoption die bessere Lösung ist oder ob Du den medizinischen Weg gehst (IVF), wo man Dir nur Embryonen, die nicht von der Krankheit betroffen sind, einsetzt. In einigen Ländern ist dies nicht erlaubt, in anderen schon. Musst Dich halt erkundigen. Aber mehrere Abtreibungen in Kauf zu nehmen, weil Du die Krankheit für unzumutbar hältst, kann doch auch für Dich eine enorme Belastung bedeuten, mit der Du vielleicht irgendwann nicht mehr umgehen kannst.

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24. September 2016 um 16:20
In Antwort auf tinchen22032

Schwangerschaftsabbruch 22 SSW
Hallo, habe gerade deine Nachricht gelesen. Bin neu hier.
Habe vor kurzem einen Schwangerschaftsabbruch hinter mir in der 22 SSW aufgrund einer extremen fehlbildung.

Vielleicht können wir uns etwas austauschen.

Würde gerne wissen, wie du dich entschieden hast.

Ich
bin weiterhin schwanger, da wir das Geschlecht eh zu spät erfahren haben. Man hätte zwar noch ins Ausland gehen können, aber selbst in der 12. Woche finde ich, dass die Embryonen so weit entwickelt sind, dass es schon echt grenzwertig ist.
Keine Ahnung, ob ich es gemacht hätte, wenn ich es früh genug erfahren hätte, aber ich glaube eher nein.

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24. September 2016 um 16:31
In Antwort auf redpoll

Du möchtest mehrere Kinder?
Du erwähnst nicht (oder hab's nicht gesehen), mit welchen Einschränkungen Dein Kind leben müsste, aber denke bitte daran, dass es viele Menschen gibt, die früher oder später an einem chronischen Leiden erkranken und den Rest ihres Lebens von Medis abhänging sind. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und dergleichen sind sehr häufig und wenn auch mit Mühseligkeiten verbunden, kann man sich dennoch darauf einstellen und ein schönes Leben führen.

Wenn Du aber mehrere Kinder möchtest und jedes Baby mit dem betroffenen Geschlecht abtreiben wirst, dann frag Dich doch bitte, wie sinnvoll es ist, mehrere leibliche Kinder in die Welt zu setzen. Überlege, ob allenfalls eine Adoption die bessere Lösung ist oder ob Du den medizinischen Weg gehst (IVF), wo man Dir nur Embryonen, die nicht von der Krankheit betroffen sind, einsetzt. In einigen Ländern ist dies nicht erlaubt, in anderen schon. Musst Dich halt erkundigen. Aber mehrere Abtreibungen in Kauf zu nehmen, weil Du die Krankheit für unzumutbar hältst, kann doch auch für Dich eine enorme Belastung bedeuten, mit der Du vielleicht irgendwann nicht mehr umgehen kannst.

Natürlich
bläst man mit dieser Krankheit nicht 24/7 Trübsal und kann schöne Dinge machen.

Aber mein Sohn muss sich nicht einschränken. Er kann jede Sportart treiben, die er möchte. Meine Tochter nicht.
Er kann Kinder bekommen, wenn er möchte. Meine Tochter riskiert in der Schwangerschaft bzw. bei der Geburt an Blutungen zu sterben, selbst kranke Kinder zu bekommen, von denen die Jungen schon im Mutterleib Einblutungen in Gelenke bekommen können und dadurch schwere Fehlbildungen bekommen können.
Mein Sohn wird keine Zyklusprobleme bekommen. Meine Tochter muss im schlimmsten Fall mehrere Tage in jedem Monat Medikamente bekommen, bei denen sie sich mit über Blut übertragbaren Krankheiten infizieren kann.
Mein Sohn kann beliebig in den Urlaub fahren. Meine Tochter sollte aus Sicherheitsgründen (Infektionsrisiko etc) ständig gekühlte Medikamente dabei haben, was ja nun wirklich nicht problemlos möglich ist.

Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Natürlich geht es immer schlimmer, aber es würde schlicht auch einfacher gehen. Und weniger gefährlich.


Eine Adoption ist keine Option für mich, da ich leibliche Kinder möchte. Eine IVF reicht eben nicht, dafür wäre dann auch noch eine PID notwendig und zusätzlich noch Microsort, um die Chancen zu erhöhen. Das sind Kosten von ca. 30 000-40 000 pro Versuch. Zudem so nur auf Zypern möglich und ganz ehrlich ist dies weit außerhalb unserer Möglichkeiten und mit Kleinkind und Arbeit nicht wirklich praktikabel.
Außerdem sind "mehrere Abtreibungen" niemals für uns der Weg gewesen, sondern maximal diese eine.

Aber das ist jetzt alles egal, ich bekomme meine Tochter, hoffe Tag und Nacht, dass sie ein schönes Leben haben wird und aufgrund anderer Leiden meinerseits werde ich leider auch keine weiteren Kinder bekommen, da ich das nicht noch einmal aushalten könnte. Oder möchte.

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26. September 2016 um 0:19

...
Ich war 2010 schwanger und in der 13. SSW, als ich nach der Fruchtwasseruntersuchung das niederschmetternde Ergebnis bekam: Down Syndrom. Mein Mann und ich hatten nicht viel Zeit zu überlegen, denn das Kind in mir entwickelte sich von Tag zu Tag immer mehr...Letztendlich entschieden wir uns zum Wohl des Kindes (und auch zu unserem Wohl) die Schwangerschaft abzubrechen. Kurze Zeit später wurde ich wieder schwanger und brachte 9 Monate später eine gesunde Tochter zur Welt, die uns sehr viel Freude bereitet und über das schwere Schicksal, welches uns zuvor getroffen hat, hilft hinwegzukommen.
Ich lese hier nämlich immer nur Beiträge von irgendwelchen Abtreibungsgegnern oder Beiträge von Frauen, die aus finanziellen oder privaten Gründen abgetrieben haben.

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26. September 2016 um 0:27

...
Wer sagt das Kinder mit Down Syndrom kein Leben führen können? Unser Nachbarskind hat Down Syndrom und sie ist so ein glückliches hübsches Kind! Die Eltern tun wirklich alles für sie, und durch die ganze moderne Entwicklung merkt man kaum was! Ich habe extra diese Untersuchungen nicht gemacht, denn uns war klar, dass das für uns auf keinen Fall ein Abtreibungsgrund wäre. Aber wie das Schicksal so will, habe ich trotzdem ein schwerkrankes Kind (schwerster Herzfehler) auf die Welt gebracht. Man hätte den Fehler eigentlich in der 20 SSW sehen müssen. Und dann hätte der Frauenarzt dir diese Frage gestellt "Abtreibung?" Nie im LebenMein kleiner hatte zwar schon zwei schwere OPs hinter sich und eine folgt noch. Hat viele Einschränkungen, aber er ist ein so glückliches aufgeschlossenes Kind, keiner merkt ihm an was er schon alles durch gemacht hat! Kinder sind so unglaublich stark. Aber wie gesagt, das ist jedem selbst überlassen. Das ist eine sehr große Verantwortung mit der nicht jeder Klar kommt. Und da ist weiß wie schwer so was ist, ist so was auch nicht verwerflich! Man muss die Kraft und den Willen haben

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26. September 2016 um 0:36


Es tut mir sehr leid, dass Eltern derartigen Entscheidungen ausgesetzt werden. In meiner Arbeit habe ich viele behinderte Menschen kennengelernt. Sie haben eine ganz besondere Qualität. Insbesondere Kinder mit Down Syndrom. Ihre Emotionen sind unverfälscht, wenn sie musizieren, improvisieren sie.
Ich empfehle allen Menschen, die vor einer solchen Entscheidung stehen, besuchen Sie eine anthoposophische Behinderteneinrichtung mit Werkstätten, in denen diese Menschen das geboten bekommen, was sie brauchen. Schönheit und Sinnlichkeit, beim Weben mit Naturfasern, Kerzenziehen mit Bienenwachs, Kupferschmieden, bei der Verarbeitung von Heilkräutern und -Blüten.
Sie strahlen von innen. Auch haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Menschen mit Behinderung in konventionellen Heimen. Heute kam mir ein Bild vor Augen. Was macht die gezielte Abtreibung von Embryos mit diagnostizierter Behinderung mit den behinderten Menschen, die ihr Leben leben durften? Wenn sie intelligent genug sind um ihre Situation zu hinterfragen kann in ihnen die Frage entstehen: Wenn Kinder mit Behinderung abgetrieben werden, warum wurde ich nicht abgetrieben?
Diese Frage ist sehr schwierig. Wir sind nicht hellsichtig genug um den Sinn derartiger Krankheiten zu verstehen.


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26. September 2016 um 0:40
In Antwort auf waldvogelin

...
Ich war 2010 schwanger und in der 13. SSW, als ich nach der Fruchtwasseruntersuchung das niederschmetternde Ergebnis bekam: Down Syndrom. Mein Mann und ich hatten nicht viel Zeit zu überlegen, denn das Kind in mir entwickelte sich von Tag zu Tag immer mehr...Letztendlich entschieden wir uns zum Wohl des Kindes (und auch zu unserem Wohl) die Schwangerschaft abzubrechen. Kurze Zeit später wurde ich wieder schwanger und brachte 9 Monate später eine gesunde Tochter zur Welt, die uns sehr viel Freude bereitet und über das schwere Schicksal, welches uns zuvor getroffen hat, hilft hinwegzukommen.
Ich lese hier nämlich immer nur Beiträge von irgendwelchen Abtreibungsgegnern oder Beiträge von Frauen, die aus finanziellen oder privaten Gründen abgetrieben haben.

...
Ich hätte es auch so gemacht wie du. Es ist schwer sowas aber ich muss erlich sein und würde es tun damit ich mir die ganze Arbeit sparre. Vielleicht würde ich das Kind auf die Welt bringen aber es weggeben. Ich könnte es einfach nicht das Kind selbst gross zu ziehen. Es ist schön dass ihr eine Tochter bekommen habt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie gross die Angst in der zweiten Schwangerschaft war das das Kind auch behindert sein könnte. Aber Glück, habt ihr ein tolles Mädchen!

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