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Erfahrungen Abstand 1. und 2. Kind

12. April um 22:34

Hallo zusammen!
ich bräuchte mal eure Erfahrungen! Meine „Eckdaten“: Ich werde im September 37 Jahre alt (mein Mann ist 37), unser Sohn ist 7 Monate alt. 2017 hatte ich eine FG in der 9. Woche. Bei beiden Schwangerschaften hat es im 1. ÜZ geklappt. Auch wenn unser Sohn am Anfang sehr anstrengend war möchten wir mittlerweile auf jeden Fall ein zweites Kind! Eigentlich wollten wir erst Herbst 2020 mit dem Hibbeln anfangen, weil unser Sohn dann schon zwei Jahre alt wäre. Dann wäre ich aber auch „schon“ 38... und es muss ja nicht immer im 1. ÜZ klappen.
Gründe, die für uns gegen eine 2. Schwangerschaft sprechen könnten:
- ich bin durch bestehenden Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes in der 1. SS eine Risikopatientin, wurde aber auch in der 1. SS bestens betreut
- wir haben kaum Unterstützung durch Großeltern (Schwiegereltern wohnen weit weg, meine Mutter lebt nicht mehr, mein Vater hilft zwar mal, ist aber viel unterwegs)
- ich möchte wieder voll arbeiten gehen, wobei Vollzeit bei mir meistens nur bis 14 Uhr geht...

Ich hätte gerne mal Erfahrungswerte von Eltern deren Kids nicht weit auseinander liegen und die ggfs alles ohne Großeltern wuppen...

Liebe Grüße
Erdbeerchen

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13. April um 0:40

Meine Kinder sind knapp 15 Monate auseinander und ich wurde definitiv länger warten mit meinen heutigen Erfahrungen. 

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13. April um 1:32

Huhu Erdbeerchen,

unsere beiden haben 2 Jahre und 9 Monate Abstand. Das ist kein schlechter Abstand, aber hätte ich es mir aussuchen können, wären mir 2 Jahre lieber gewesen. (Das ging bei mir aber aus gesundheitlichen Gründen nicht.)

Ich bin mir sicher, dass unsere beiden gute Freunde werden, der Kleine himmelt die große Schwester an, und die große Schwester wartet sehnsüchtig darauf, endlich richtig mit ihm spielen zu können - aber für uns als Eltern ist es manchmal schon schwer den Bedürfnissen einer 3-jährigen und eines 7-Monate alten Babys gleichzeitig gerecht zu werden.

Wenn ich zurückdenke und mich an die Zeit erinnere als unsere Tochter 2 war... da war sie doch noch viel kleiner, da wäre manches mit beiden Kindern gleichzeitig etwas leichter gewesen.
Auf der anderen Seite ist sie jetzt natürlich sehr verständig und passt sogar ein bisschen mit auf ihren kleinen Bruder auf. Das wäre mit zwei nicht so gewesen.

Summa summarum - entscheidend ist wie ihr euch fühlt und ob ihr das Gefühl habt, einen kleinen oder größeren Altersabstand besser managen zu können.
Ich habe für beides schon viel pro und contra gelesen und auch gehört.

Alles, was ich empfehlen würde ist... wenn bei euch beiden der Kinderwunsch da ist, wartet nicht zu lange, nur weil es sich vielleicht vernünftiger anfühlt. Ich würde es im Nachhinein (bezogen aufs erste Kind) auch nicht mehr tun, und mein Mann auch nicht. 

Bin gespannt wofür ihr euch am Ende entscheiden werdet.

Lg

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13. April um 2:51
In Antwort auf sofiasmum_

Huhu Erdbeerchen,

unsere beiden haben 2 Jahre und 9 Monate Abstand. Das ist kein schlechter Abstand, aber hätte ich es mir aussuchen können, wären mir 2 Jahre lieber gewesen. (Das ging bei mir aber aus gesundheitlichen Gründen nicht.)

Ich bin mir sicher, dass unsere beiden gute Freunde werden, der Kleine himmelt die große Schwester an, und die große Schwester wartet sehnsüchtig darauf, endlich richtig mit ihm spielen zu können - aber für uns als Eltern ist es manchmal schon schwer den Bedürfnissen einer 3-jährigen und eines 7-Monate alten Babys gleichzeitig gerecht zu werden.

Wenn ich zurückdenke und mich an die Zeit erinnere als unsere Tochter 2 war... da war sie doch noch viel kleiner, da wäre manches mit beiden Kindern gleichzeitig etwas leichter gewesen.
Auf der anderen Seite ist sie jetzt natürlich sehr verständig und passt sogar ein bisschen mit auf ihren kleinen Bruder auf. Das wäre mit zwei nicht so gewesen.

Summa summarum - entscheidend ist wie ihr euch fühlt und ob ihr das Gefühl habt, einen kleinen oder größeren Altersabstand besser managen zu können.
Ich habe für beides schon viel pro und contra gelesen und auch gehört.

Alles, was ich empfehlen würde ist... wenn bei euch beiden der Kinderwunsch da ist, wartet nicht zu lange, nur weil es sich vielleicht vernünftiger anfühlt. Ich würde es im Nachhinein (bezogen aufs erste Kind) auch nicht mehr tun, und mein Mann auch nicht. 

Bin gespannt wofür ihr euch am Ende entscheiden werdet.

Lg

Danke für die ausführliche Antwort liebe Sophiasmum! Wir kennen uns ja aus der anderen Gruppe ja schon länger und ich finde deine Ratschläge und Antworten immer toll. Und das obwohl du selbst genug Baustellen hast!
Danke ❤️

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13. April um 9:34

Hallo Erdbeerchen, auch wir kennen uns ja bereits aus der anderen Gruppe  

Unsere Tochter wurde Ende März 2017 geboren, unser Sohn Ende August 2018. Der Abstand war bewusst so knapp geplant, weil wir uns das zwar anstrengend, aber doch - auf später bezogen - ganz toll vorgestellt haben. Der Wunsch nach einem 2. Kind war wirklich groß bei uns. Wobei ich dazu sagen muss: Der Kaiserschnitt ist sehr gut verlaufen, ich habe mich schnell erholt und war topfit. Unsere Tochter hat seit sie 6 Monate alt ist, verlässlich durchgeschlafen. Immer. Das ist bis heute noch so. Sie war nie krank und konnte sich auch längere Zeit am Stück selbst beschäftigen in ihrem Zimmer, wir hatten beim Essen nie Probleme etc. Darüber hinaus wohnen wir mit meinen Schwiegereltern im gleichen Haus und die Großeltern meines Mannes wohnen nebenan. Wir haben hier also Unterstützung.

Wir hatten das Glück, dass es bei unserem Sohn im - glaube ich - 3. ÜZ geklappt hat. Mein Mann und ich werden beide dieses Jahr 30 - hätten also nicht sooo einen Stress gehabt. 

Zu unserem Sohn: Die Geburt sowie die Woche(n) danach waren für mich traumatisch, es ist viel schiefgelaufen. Ich konnte bis heute nicht damit abschließen und es hat mich für immer verändert. Rhythmus hatten wir ja relativ bald gefunden, jedoch war er doch hin und wieder erkältet, dazu noch die Koliken und Verstopfung während der ersten Monate; stundenlanges Gebrüll beim abendlichen zubett-bringen. Dann hatte er einen verformten Kopf, weswegen wir zur Kranio-Sakral Therapie mussten. Das ist nun alles ausgestanden und hat sich zum Guten gewendet. Als es aktuell war, war es aber furchtbar für mich, man macht sich einfach ständig Sorgen. Nun kämpfen wir seit 2 Monaten mit der obstruktiven Bronchitis. Inhalationstherapie, Fahrten zu diversen Ärzten, keiner kann uns weiterhelfen. Das zehrt und ich bin am Ende meiner Kräfte, unsere Tochter läuft meist nur irgendwie nebenher, wird viel von den Großeltern bespaßt und sie machen mit ihr Ausflüge, da Ausflüge mit dem Kleinen schwierig sind. Es ist auch nicht immer einfach, die Bedürfnisse und Tagesabläufe beider Kinder zu koordinieren. Stundenlanges Stillen ist mit Kleinkind zuhause - zumindest für mich - schlicht nicht praktizierbar gewesen. Unsere Tochter liebt ihren Bruder, aber bis sie wirklich etwas mit ihm anfangen kann (er ist jetzt 7,5 Monate alt), werden noch Monate vergehen. Das erste Jahr wird sehr heftig sein. Wenn das Baby erstmal krabbeln, sitzen und später laufen kann, wird es schlagartig leichter werden. 

Was ich dir damit sagen will: Man weiß nie was man kriegt. Wäre unser Sohn das erste Kind gewesen, wäre es entweder bei einem Kind geblieben oder wir hätten einen größeren Abstand gewählt. Es gibt Tage oder Phasen, wo ich überhaupt kein Licht mehr sehe; Zeit für mich = Null. Die Partnerschaft leidet enorm. Ich möchte dich damit wirklich nicht entmutigen, aber dir ehrlich sagen wie es bei uns läuft. Aber höre auf dein Herz...wenn es euer Wunsch ist, legt los. Nicht dass ihr es aufschiebt und dann klappt es vielleicht längere Zeit nicht. Irgendwie schafft man es immer. Ich möchte und kann aber nicht dieses "alles ist so toll und idyllisch"-Bild vermitteln, denn das wäre einfach gelogen. 

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13. April um 10:07

Zilla, das ist leider wahr. Als unsere Tochter zwei war wäre super gewesen, es wäre noch ein anderes Kind da gewesen - aber als sie 14 Monate alt war, war noch nicht daran zu denken, ein weiteres zu erzeugen. Dazu war es mit ihr (obwohl sie nachts immer sehr gut geschlafen hat) zu anstrengend. Manchmal wundere ich mich auch sehr, dass wir uns noch für ein zweites entschieden haben aber der Wunsch war sehr stark und obwohl wie oft am Limit sind, bereuen wir es nicht.


Was aber auch bei uns ein Punkt ist - unsere Tochter war zwar auch anstrengend, da sie immer viel Bespaßung und Aufmerksamkeit braucht(e), aber diverse Themen gab es bei ihr nicht.
Es wurde immer brav geschlafen und sie war nie krank.

Das war dann bei Nummer 2 anders (obwohl er charakterlich ausgeglichener ist) - da gab es monatelanges abendliches Schreien, was uns fast in den Wahnsinn trieb und wir waren plötzlich ständig zu Gast bei der Kinderärztin... wären wir nicht mit Nr 1 nur zu den Vorsorgeuntersuchungen dort gewesen... Ich hätte Angst gehabt, dass man uns in der Praxis für überbesorgte Eltern hält, so oft wie wir dort vorstellig werden mussten.


Das ist eben leider das Problem, dass die Sache insgesamt so unberechenbar ist. 

Und auch wir haben Hilfe durch zwei Omas. Die eine ist fast täglich für 2-3 Stunden verfügbar, die andere 1-2 mal in der Woche für ein paar Stunden.
Offengestanden wüssten wir auch nicht so recht wie wir es ohne die Hilfe machen würden... Ich denke ohne Omas wäre es bei einem Kind geblieben. (Allerdings bin ich chronisch krank, was doch auch eine Rolle spielt - wenn man kerngesund und fit ist, sieht es doch wieder andere aus. In Phasen, in denen ich körperlich kaum beeinträchtig bin, finde ich alles nur halb so dramatisch.)

Generell bin ich der Ansicht (auch weil ich selbst Einzelkind bin), das Geschwister das beste sind, das Eltern für ihre Kinder tun können. Ich war nie und bin nicht gerne Einzelkind. Daher würde ich ganz pauschal niemandem von einem zweiten Kind abraten es sei denn es spricht etwas grob dagegen. 

Aber das mit dem Abstand muss man sich gut überlegen... es muss einem natürlich bewusst dein, dass im ungünstigsten Fall, wie Zilla sagt, das 1. Kind sehr zurückstecken muss obwohl es es selbst noch sehr klein ist.

Noch ein Beispiel dazu... als Nr2 geboren wurde dachten wir uns - ins KH, Geburt und dann lernt unsere Tochter ihren Bruder kennen.
Pustekuchen - zwei Tage Geburt und dann Neugeboreneninfektion!
Unsere Tochter musste - ungeplant - fast eine Woche bei der Oma bleiben obwohl sie noch nie dort übernachtet hatte. Das war schon ein Schock. Zum Glück war sie fast jeden Tag dort, so dass die Umgebung sehr vertraut und die Oma eine Bezugsperson für sie war.
Mit 2 Jahren und 9 Monaten ging das auch... Aber ich mag mir nicht vorstellen, wie schockierend es ein Jahr früher für sie gewesen wäre.

Aber na ja, das war jetzt unsere Geschichte... und jede ist anders.
Trotzdem sind das auch Dinge, die man bedenken sollte - gibt es jemanden, der im Fall, dass mit einem Kind etwas ist, auf das andere aufpassen könnte...? (Kann ja auch ein nettes Kindermädchen sein, zu dem man viel Vertrauen hat )

Organisatorisch sind zwei Kinder auf jeden Fall nochmal eine andere Hausnummer als eins, eine Sache, die wir auch sehr unterschätzt hatten.

Trotzdem bereuen wir die Entscheidung keinen Tag.

Ups, das wurde nochmal lang... 🙄

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13. April um 10:08
In Antwort auf shero

Meine Kinder sind knapp 15 Monate auseinander und ich wurde definitiv länger warten mit meinen heutigen Erfahrungen. 

Ich war für einen ausführlichen Beitrag heute Nacht zu müde, also jetzt:
Ich fand es einfach wahnsinnig anstrengend. Schon alleine die Schwangerschaff mit einem Baby nebenher war sehr anstrengend. Ich hatte zudem ein paar Komplikationen, lag auch in der Klinik und habe dadudadurch viel Zeit mit meinem Sohn verpasst, das hängt mir schon noch sehr nach. Ich hatte auch due ganze Kleinkindzeit durchgehend das Gefühl, beiden nicht wirklich gerecht zu werden. Dann die sehr fordernde Zeit mit einem trotzigem Kleinkind und einem eher unruhigen Baby... ich hatte ca. 3 Jahre durchgehenden, anstrengenden Stress daheim, kaum Zeit für mich, kaum Zeit für Hobbys, kaum Zeit für meinen Partner. Das war alles körperlich und geistig sehr belastend, noch dazu bin ich chronisch krank und es hat laaange gedauert bis ich mich davon wieder einigermaßen erholt habe. Ich fand die Umstellung von einem auf zwei Kinder viel schwieriger als von keinem auf eins. Zudem sie sich dann in der Anfangszeit der Kita immer schön gegenseitig angesteckt haben und wir hier lustiges Krankheits-Pingpong hatten. Teilweise gabbes Winter, da waren wir nur 1 Woche komplett krankheitsfrei... Sowas geht iwann an die Substanz, ganz ehrlich.

Von der idyllischen Vorstellung "Die können dann sooo schön miteinander spielen" würde ich mich auch verabschieden, meine sind charakterlich sehr unterschiedlich, meine Tochter ist meinem Sohn zu laut und quirlig, mein Sohn meiner Tochter zu leise und langweilig. Sehr selten, dass sie sich miteinander beschäftigt haben, wenn dann entweder nebeneinander oder gegeneinander , sie haben auch gänzlich unterschiedliche Hobbys. das wird erst jetzt nach Schuleintritt langsam besser.

Ich denke, so ein abstand von 2,5/3-4 Jahren wäre besser gewesen für alle Beteiligten. Ich meine, es ist schon schön so, aber auf eine sehr spezielle Weise 😅 und der Weg dahin war eben sehr beschwerlich, das muss man abkönnen. Ohne die Hilfe meines Mannes und meiner Familie hätte ich das nie geschaffft.

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13. April um 12:47

Ich kann die Überlegung, wenn man auf die 37 zugeht, gut verstehen.
Es gibt ja keine Garantie darauf, dass die Fruchtbarkeit noch jahrelang so hoch ist - hier im Forum sind viele Ü30, die schwer am kämpfen sind oder waren.
Zudem gibt es auch für andere Dinge nie eine Garantie.
Und ich fürchte, wenn ich ganz ehrlich sein darf... eine massive Umstellung ist ein 2. Kind immer. Das war bei uns, mit 2 Jahren und 9 Monaten Abstand auch so.

Ich glaube wirklich viel einfacher ist es erst, wenn das größere Kind in die Schule geht und schon ziemlich unabhängig ist - aber ganz ehrlich, mit so einem großen Abstand haben Geschwister oft nicht mehr ganz so viel voneinander, sie leben dann doch in sehr verschiedenem Welten, und es bleibt eben auch noch die Altersfrage.
Ich habe das 1. Kind mit 33,5 Jahren bekommen und hätte das zweite nicht mit 40 bekommen wollen (wie gesagt... wer weiß ob es dann noch so einfach klappt - die Hormonlage kann sich leider schnell verändern, wie ich auch von meiner chron. Erkrankung weiß...)

Ich will damit sagen - ich würde jetzt auch nichts überstürzen, man muss nicht extra Rekorde aufstellen, nur weil man auf 37 zugeht. Das würd ich auch nicht machen. Etwas Zeit sollte man sich und seinem Körper geben. Aber extra länger zu warten, das würde ich in dem Alter dann eher auch nicht.

Letztlich steht und fällt alles mit dem eigenen körperlichen Befinden und Energiehaushalt - wobei Schwangerschaften da halt leider auch unberechenbar sind.
Mir ging es jetzt vor und während der 2. SS wirklich gut, so viel besser als erwartet- und nun, in der Phase der Hormonumstellung nach der SS schlug meine chron. Erkrankung wieder voll zu.
War so einfach nicht vorauszusehen.
Es ist immer ein Wagnis und Abenteuer.
(Aber trotz Allem eins, das sich lohnt... denke ich für mich persönlich.)

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13. April um 13:00
In Antwort auf zilla89

Hallo Erdbeerchen, auch wir kennen uns ja bereits aus der anderen Gruppe  

Unsere Tochter wurde Ende März 2017 geboren, unser Sohn Ende August 2018. Der Abstand war bewusst so knapp geplant, weil wir uns das zwar anstrengend, aber doch - auf später bezogen - ganz toll vorgestellt haben. Der Wunsch nach einem 2. Kind war wirklich groß bei uns. Wobei ich dazu sagen muss: Der Kaiserschnitt ist sehr gut verlaufen, ich habe mich schnell erholt und war topfit. Unsere Tochter hat seit sie 6 Monate alt ist, verlässlich durchgeschlafen. Immer. Das ist bis heute noch so. Sie war nie krank und konnte sich auch längere Zeit am Stück selbst beschäftigen in ihrem Zimmer, wir hatten beim Essen nie Probleme etc. Darüber hinaus wohnen wir mit meinen Schwiegereltern im gleichen Haus und die Großeltern meines Mannes wohnen nebenan. Wir haben hier also Unterstützung.

Wir hatten das Glück, dass es bei unserem Sohn im - glaube ich - 3. ÜZ geklappt hat. Mein Mann und ich werden beide dieses Jahr 30 - hätten also nicht sooo einen Stress gehabt. 

Zu unserem Sohn: Die Geburt sowie die Woche(n) danach waren für mich traumatisch, es ist viel schiefgelaufen. Ich konnte bis heute nicht damit abschließen und es hat mich für immer verändert. Rhythmus hatten wir ja relativ bald gefunden, jedoch war er doch hin und wieder erkältet, dazu noch die Koliken und Verstopfung während der ersten Monate; stundenlanges Gebrüll beim abendlichen zubett-bringen. Dann hatte er einen verformten Kopf, weswegen wir zur Kranio-Sakral Therapie mussten. Das ist nun alles ausgestanden und hat sich zum Guten gewendet. Als es aktuell war, war es aber furchtbar für mich, man macht sich einfach ständig Sorgen. Nun kämpfen wir seit 2 Monaten mit der obstruktiven Bronchitis. Inhalationstherapie, Fahrten zu diversen Ärzten, keiner kann uns weiterhelfen. Das zehrt und ich bin am Ende meiner Kräfte, unsere Tochter läuft meist nur irgendwie nebenher, wird viel von den Großeltern bespaßt und sie machen mit ihr Ausflüge, da Ausflüge mit dem Kleinen schwierig sind. Es ist auch nicht immer einfach, die Bedürfnisse und Tagesabläufe beider Kinder zu koordinieren. Stundenlanges Stillen ist mit Kleinkind zuhause - zumindest für mich - schlicht nicht praktizierbar gewesen. Unsere Tochter liebt ihren Bruder, aber bis sie wirklich etwas mit ihm anfangen kann (er ist jetzt 7,5 Monate alt), werden noch Monate vergehen. Das erste Jahr wird sehr heftig sein. Wenn das Baby erstmal krabbeln, sitzen und später laufen kann, wird es schlagartig leichter werden. 

Was ich dir damit sagen will: Man weiß nie was man kriegt. Wäre unser Sohn das erste Kind gewesen, wäre es entweder bei einem Kind geblieben oder wir hätten einen größeren Abstand gewählt. Es gibt Tage oder Phasen, wo ich überhaupt kein Licht mehr sehe; Zeit für mich = Null. Die Partnerschaft leidet enorm. Ich möchte dich damit wirklich nicht entmutigen, aber dir ehrlich sagen wie es bei uns läuft. Aber höre auf dein Herz...wenn es euer Wunsch ist, legt los. Nicht dass ihr es aufschiebt und dann klappt es vielleicht längere Zeit nicht. Irgendwie schafft man es immer. Ich möchte und kann aber nicht dieses "alles ist so toll und idyllisch"-Bild vermitteln, denn das wäre einfach gelogen. 

Liebe Zilla,
auch dir ein herzliches Dankeschön für deine ausführliche und vor allem ehrliche Antwort ❤️❤️

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13. April um 13:08

Hallo,
so schlimm wäre es nicht, aber zum einen habe ich mein Alter im Hinterkopf. Ich habe von einigen Frauen gehört, die mit Ende 30 schon in die Menopause gekommen sind. Zum anderen hatte ich bereits eine FG. Sollte ich bei der nächsten Schwangerschaft wieder eine FG haben, verschiebt sich alles noch weiter... wir hatten auch das Glück dass es beide Male im 1. ÜZ geklappt hat, aber ich weiß dass es auch sehr oft deutlich länger dauern kann. 
Liebe Grüße

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13. April um 13:25

Danke für all eure ehrlichen Antworten 😊
als hätte unser Sohn gestern das Gespräch zwischen meinem Mann und mir belauscht ist er gestern Abend um 23 Uhr wach geworden und hat bis 03 Uhr gejammert 🙈 denke mal, die Zähne kommen so langsam.
Was definitiv sicher ist, ist die Tatsache,dass wir uns ein zweites Kind wünschen. Wir würden frühestens im Herbst mit der Planung loslegen, mal schauen wie sich bis dahin alles entwickelt.

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13. April um 14:51

Huhu

ich habe 3 Kinder und das 4. ist gerade unterwegs. Sie sind 7,5&2 Jahre und wenn ich könnte, würde ich wieder einen sehr geringen Abstand wählen 2 Jahre sind super 1,5 Jahre finde ich auch. Der Abstand mit 3 Jahren oder gar größer hat auch Vorteile aber man fängt mit allem wieder von vorne an. Die Kinder 1&2 spielen und streiten wunderbar zusammen. Während Kind 3 bei den Spielen nicht mitmachen darf (meistens). Kind 2&3 spielen auch zusammen, leider nicht so oft und toll, da Kind 3 ein kleiner Tornado ist und zb das aufgebaute Playmobil nicht bösartig zerstört. Kind 1&3 haben ja 5 Jahre Abstand und spielen quasi nicht zusammen, ab und zu im Sommer im Plantschbecken oder mal im Sandkasten. Beim malen sitzen sie oft zusammen mehr aber nicht. 

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