Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Entscheidungsbeistand (lang)

Entscheidungsbeistand (lang)

19. Dezember 2004 um 10:19

Hallo Ihr Lieben,

ich brauche Hilfe! Schon vor Jahren spukte der Gedanke in meinem Kopf herum, wie schön es sein muss, Kinder zu haben. Mittlerweile wird der Gedanke immer hartnäckiger, und es vergeht kein Tag mehr, an dem ich nicht darüber nachdenke. Aber ich habe Angst.


Angst, dem Muttersein nicht gewachsen zu sein, Angst auch, finanziell überfordert zu sein. Würde ein Kind jetzt in unsere Situation passen?! Für viele von euch ist das sicherlich eine Frage, die sich von selbst beantwortet: Wenn man es sich wünscht, ja! Für mich ist das nicht so einfach. Schließlich ist ein Kind kein Haustier (für euch natürlich auch nicht), für das man sich entscheidet und das man nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren abgeben könnte oder wollte, wenn etwas nicht klappt. Ich will aber, das alles klappt. Das Kind soll geliebt werden, nichts entbehren und glücklich sein dürfen. Ich möchte nicht, dass ihm etwas fehlt, sei es Liebe, Aufmerksamkeit oder auch Materielles. Ich rege mich jedes Mal auf, wenn ich mitbekomme, dass ganz junge Mädchen oder Menschen in schlechten Verhältnissen Kinder bekommen oder auch arme Menschen. Natürlich haben die auch ein Recht auf Familienglück, aber auf mich wirkt das immer so sorglos, so unbekümmert so verantwortungslos.

Im Grunde habe ich sogar Angst vor der Schwangerschaft. Ich bin ein emotionaler Mensch und bekomme allein bei dem Gedanken, dass ein kleines Menschlein in mir wachsen könnte, Schmetterlinge im Bauch. Was also, wenn ich eine Fahlgeburt hätte oder bei der Bestätigung, ich sei schwanger, den Kopf verliere und in Angst ersticke???

In meinem Kopf geht alles drunter und drüber. Das macht mich wütend und stört mich sehr, denn sonst bin ich ein Mensch, der nicht vor Entscheidungen wegläuft.

Mein Mann und ich sind jetzt fast zwei Jahre verheiratet und fast acht Jahre zusammen. Ich (24) arbeite Vollzeit, während er (noch 29) einen Minijob macht. Für ihn ist es auch schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, da er keine abgeschlossene Ausbildung hat. Das bedeutet, dass ich nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten müsste, weil es für mich auch in weniger Arbeitsstunden möglich ist, das benötigte Einkommen heranzuschaffen. Ich bin Anwaltssekretärin.

Und hier kommen schon wieder die Ängste ins Spiel. Wir haben jetzt schon so gut wie kein Geld mehr übrig, haben eine Auto gekauft, dass wir noch abbezahlen müssen. Was bedeutet das für das Kind? Können wir es uns überhaupt "leisten" Familienzuwachs zu bekommen? Wie viel (und vor allem wie lange) bekommen wir vom Staat?

Außerdem müssten wir umziehen. Wir wohnen in einer kleinen 1,5-Zimmer-Wohnung, was für uns immer ok war, wir hängen sowieso immer aufeinander. Aber ein Kind bekommen? Dafür ist die Wohnung zu klein. Also die nächste Frage: Wie sind die Wohngeldsätze? Wenn wir in eine 3,5-Zimmer-Wohnung ziehen, bekommen wir dann Wohngeld? (WBS würden wir bekommen, habe ich schon herausgefunden)

Es ödet mich an, dass ich Vollzeit arbeiten gehe und trotzdem auf den Staat hoffen muss, wenn ich mir ein Kind wünsche. Es stört mich sowieso, so bald nach der Geburt wieder so viele Stunden von meinem Kind getrennt zu sein. Andererseits: Ich liebe meinen Mann, für mich kommt kein anderer in Frage und ein Leben ohne Kinder kann ich mir nicht vorstellen. Es ist auch nicht so, dass er nicht Vollzeit arbeiten will, aber das bedeutet, geht man vom benötigten Einkommen aus, für ihn Wechselschicht, 12-Stunden-Arbeitstage, Wochenendarbeit, Nachtarbeit. Ich habe schon einmal erlebt, wie es dann ist. Das hat mir nicht gefallen, zumal ich mich für dasselbe Geld nur 8 Stunden am Tag in ein Büro setze - mit regelmäßigen, vertretbaren Arbeitszeiten. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass es mir eher zusteht, bei dem Kind zu bleiben, einfach, weil ich die Mutter bin. Obwohl ich glaube, dass er ein wunderbarer Vater wäre. Er allerdings zweifelt daran, obwohl es sein kann, dass ich ihn mit meinen Selbstzweifel angesteckt habe. Komischerweise war bei mir der Kinderwunsch schon länger da, ich wollte ihn aber nicht drängen und habe darum nichts oder fast nichts gesagt. Dann meinte er letztens, er werde ja nun bald 30 und wolle noch mit seinen Kindern toben können und einfach noch nicht zu alt sein. Er wünscht sich, dass ich demnächst die Pille absetze.

Und im Grunde wünsche ich mir das auch. Vielleicht haben einige von euch die letzte Folge von SATC gesehen, da kamen Carrie und Big wieder zusammen usw. Wenn überhaupt, waren die meisten davon gerührt, dass die beiden sich gefunden haben. Ich hingegen hatte Tränen in den Augen, als Charlotte und ihr Mann die Adoptionszusage bekamen. Im Grunde erschreckt es mich auch, dass diese Muttergefühle bei mir so stark geworden sind, damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich weiß natürlich, dass wir letzten Endes diese Entscheidung allein treffen müssen, und wenn ich nach meinem Herzen gehe, ist sie auch schon gefallen, aber mein Verstand findet immer wieder neue Schwierigkeiten. Also, könnt Ihr mir helfen? Beantwortet meine Fragen, erzählt von Euch, sagt mir, wie Ihr es machen würdet!

Danke, (allein schon, dass ich mir das mal von der Seele schreiben konnte),

Calistra

Mehr lesen

20. Dezember 2004 um 15:35

Liebe Jaba..
... ehrlich gesagt, stehe ich voll und ganz hinter deinen Worten. Ich stehe zwar auch im Berufsleben voll drin, aber dafür würde ich auch zusehen was der Staat mir bietet. Man wird an so vielen Stellen von ihm ausgebeutet, dass es nur gerecht ist sich dann die Unterstützung voll wieder zu holen.
Aber naja, ich bin halt auch noch am überlegen ob es jetzt wirklich der richtige Mom. für ein Kind ist. Einerseits hoffe ich jedesmal und andererseits galube ich, dass ich dem noch nicht gewachsen bin. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
LG Katrin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 12:11

Hallo Jaba...
bin jetzt 23 geworden.
Und wie alt bist du? Problem ist einfach nur dass mein Freund sich schon länger Nachwuchs wünscht. Ich möchte zwar auch. Habe aber auch Angst davor. Liegt vielleicht auch daran, dass wir erst eine sehr schwere Phase hinter uns haben und jetzt eigentlich der ungünstigste Zeitpunkt für ein Kind wäre. Finde ich jedenfalls. Naja, damit du es verstehst, erzähle ich dir warum.
Mein Freund hat mich vor ca. 3 Monaten fast mit einer anderen betrogen. Mehr als küssen lief da wohl nicht. Dennoch bin ich mom. sehr verunsichert. Denn ich möchte kein Kind um ihn zu halten, was ja dann so aussehen könnte.
Auf jeden Fall habe ich Angst dass ich dann nicht mehr attraktiv für ihn bin und er sich dann event. eine andere sucht. So schätze ich ihn zwar nicht ein, aber habe ja mit den Schätzungen ja schonmal daneben gelegen.
Dachte er wäre absolut unfehlbar, treu und würde mich über alles lieben. Bin deshalb auch noch sehr enttäuscht von ihm.
Habe ca. zum gleichen Zeitpunkt die Pille abgesetzt. Und warte jetzt schon zum zweiten Mal auf meine Mens, aber wohl vergeblich.
SST habe ich auch schon gemacht, aber negativ.
Naja, vielleicht hast du ja irgendeinen Tipp für meine mom. Situation.

Liebe Grüße Katrin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 12:40

Hmmm...
...bin da etwas anderer meinung. ich bin der meinung, nur wenn man es sich auch finanziell leisten kann (ohne staat), sollte man auch kinder in die welt setzen. klar kann man nicht immer wissen ob man nicht doch einmal auf staatliche hilfe angewiesen ist, aber wenn man es schon vorher weiss, dann geht es eben nicht. ist meine meinung. ich kann mir auch keine tolles auto kaufen (sorry wegen dem vergleich) auch wenn ich es noch so sehr wünsche, wenn ich die finanziellen mittel nicht habe. ok, ich kann es finanzieren....aber auf pump leben?

du bist erst 24. das ist noch sehr jung. versucht erst einmal eine finanzielle grundlage zu schaffen bevor ihr an kinder denkt.

und zu deinem freund: er schlägt sich mit minijobs durch und will ein kind? finde ich irgendwie etwas naiv, auch wenn er 30 ist. genau wie du es beschreibst: kinder sind keine haustiere, sondern eine lebensaufgabe. ich weiss nicht, ob dein freund sich dessen bewusst ist.

gruß, tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 12:48

Tag Mädels,
Eure Muttergefühle in allen Ehren, ganz ehrlich? Mir gehts genau so.

Der Unterschied jedoch ist, dass ich bevor ich dem Staat auf der Tasche liege, ich mir doch lieber was anspare. Klar möchte ich dem Kind, dieses und jenes bieten, aber ich möchte meinem Kind doch sagen woher das her kommt. Ich hätte überhaupt keinen Bock drauf meinem Kind irgendwann mal zu sagen, also das Fahrrad was Du da bekommen hast, ist eigentlich von Vater Staat.
Seltsame Argumentation zu sagen, dass der Staat so ausbeuterisch ist, dabei aber noch Unterstützung wollen? Hä? Was glaubt ihr eigentlich weswegen es dem Staat so schlecht geht? Oder was glaubt ihr wie das besser wird? Sicherlich nicht dadurch, dass so junge Frauen wie ihr (ich bin auch 24 Jahre alt, aber ich verkneife mir das eben mit dem Kinderwunsch erstmal, bis ich dem Kind aus eigener Kraft was bieten kann), euch eben auf die sozialen Leistungen des Staates verlasst, finde ich wirklich falsch!

Und mal nebenbei bemerkt, das was Mütter in dem Alter vom Staat beziehen, ratet mal, von wem die Kohle wirklich kommt? Von Dir von mir und von allen anderen, die arbeiten, das nervt mich!

Meine Schlussfolgerung daraus ist einfach, mal sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen, sich so gut es geht finanziell absichern und dann kann man auch Kinder bekommen, mir würde ja im Traum nicht einfallen, mich auf andere zu verlassen/anderen auf der Tasche zu liegen.

Schöne Grüße
*amidala*

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 12:58

Schwierig
Da du dir eh unsicher bist und die finanzielle Grundlage nicht vorhanden ist, würde ich dir raten noch ein wenig zu warten. Der Kinderwunsch in allen Ehren, aber eine gewisse Grundlage sollte schon vorhanden sein.

Bei den Zahlungen des Staates ist zwischen zwei Arten zu unterscheiden: Einerseits die Leistungen, die direkt dem Fertilitäsanreiz dienen und die auch unabhängig vom Einkommen gezahlt werden, sprich, JEDE Frau mit Kind bekommt sie und zweitens den Hilfen in Notlagen. Sie sind nicht dazu bestimmt, dass man sich einfach mal "einen Teil wiederholt". Zwar drückt der Staat hier und da mal ein Auge zu, weil letztlich dieses Ausnutzen als "besser" empfunden wird als z.B. Sozialhilfebetrug, aber letztlich ist es nichts anderes.

lg
kratzamkopp

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 13:41

Abwarten und Tee trinken,
war mein Gedanke, als ich deinen Beitrag gelesen habe. Du brauchst dir noch gar keinen Stress zu machen, denn du bist erst 24 jahre.
Selbst als ich 31 Jahre alt war, hätte ich mit einem Kind noch gar nichts anfangen können. Dass er realistisch wurde, bemerkte ich, als ich 34 Jahre alt war (naja dann hat's noch gedauert). auf jeden Fall habe ich die Zeit für mich echt gebraucht.

also in diesem Sinne alles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 13:59

Liebe Jaba,
bitte verkneife Dir doch in Zukunft Deine mehrfachen Satzzeichen, keine von uns ist blind, wir können alle lesen, spät schreibt sich mit einem ä.

Das ist einfach eine bescheuerte Argumentation. 40 ist eine absolut übertriebene Zahl und rechtfertigt in keinster Weise Soziale Leistungen vom Staat zu beziehen nur weil Madame Lust auf ein Kind hat? Klappts noch?

Ich finde es verantwortungslos Kiddies in die Welt zu setzen, bevor man seine Situation nicht im Griff hat.


"...und wenn beide irgendwann mal Mitte 40 sind und sich dann erst ihre finanzielle Lage verbessert??????????????????"

Dann habe beide etwas wesentliches in Ihrem Leben falsch gemacht. Wir haben alle die Chance unser Leben davor auf die Reihe zu kriegen! So schauts nämlich aus.
*amidala*

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:01

Aaalso,

mein Mann macht einen Minijob. Das ist soweit richtig. Nur: Das wird sich auch nicht ändern: Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat, hat er es sehr schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, in der er nicht 12-14 Stunden am Tag für unser benötigtes Budget schuffeln muß. Eine Umschulung, um doch nach an eine Ausbildung zu kommen, wurde seitens des AA abgelehnt. Der Versuch, durch Selbständigkeit eine eigene Existenz aufzubauen, scheiterte ebenfalls.

Also ist es für uns klar, dass ich die Familie ernähre und er die Frauen-Rolle übernimmt. Wir haben NICHT vor, von staatlicher Unterstützung zu leben und dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich kann in meinem Job gutes Geld verdienen und werde das auch weiterhin tun.

Der Minijob meines Mannes hat also nichts mit Naivität zu tun, sondern ist lediglich eine Notlösung. Er würde Freudensprünge machen, wenn er die Familie ernähren könnte, das kratzt nämlich schon an seinem Stolz. Leider klappt das aber nicht und so haben wir unser Konzept umgestellt. Soll ich jetzt also niemals Kinder haben dürfen, weil mein Mann keine Ausbildung hat?!

Unsicher bin ich hauptsächlich emotional. Will sagen, ich habe Angst davor, dass wir auf einmal in einer Situation stecken, mit der wir nicht klarkommen: Kind, relativ wenig Geld, keine Perspektive. Darüber mache ich mir Sorgen. Auch über meine eigenen Unzulänglichkeiten. Das sind Selbstzweifel, und die sind nicht von schlechten Eltern. Was auch das Stichwort ist: Wären wir gute Eltern? Haben wir das Recht, ein kleines Leben in diese Welt zu setzen, die uns selbst manchmal fast verzweifeln lässt? Sind die Werte, die wir zu vermitteln haben genug, um einem Menschen auf den Weg zu helfen????

Ich sehe das auch nicht so, dass wir uns noch was aufbauen können. Unser Einkommen wird nicht mehr steigen und wir werden auch nie den Punkt erreichen, an dem wir alles haben und sorglos vor uns hinleben können: Kaum ist ein neues Bett gekauft, braucht man nen neuen Kühlschrank, die Versicherung wird teurer, die Miete ebenfalls u.s.w. Das Gesparte reicht immer nur für die aktuellen Bedürfnisse und nutzt nur insoweit, als dass ich mir keine Sorgen um die Autoinspektion, die Stromendabrechnung, die Heizkosten u.s.w. machen muss.

Wie soll ich da noch was aufbauen? Wo soll sich noch was verbessern? Wenn ihrs wißt, sagts mir, dann kann ich wieder ruhig schlafen. Und was ist, wenn es erst besser wird, wenn er oder ich zu alt sind? Vielleicht auch vom Herzen her?! Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht besser werden wird, dass wir auf der Stelle treten und es bis in alle Ewigkeit so bleiben wird. Also stehe ich vor der Entscheidung: Schlucke ich meine Angst hinunter, verschließe die Augen vor dem finanziellen und menschlichen Risiko und erfülle mir meinen Wunsch oder bleibe ich Realistin, reiße mich zusammen und hoffe darauf, dass der Wunsch sich irgendwann still verhält?!

Bin gespannt auf Eure Antworten und Meinungen,

LG Calistra

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:04

In was für einem
Land würden wir leben, wenn Du die Politik machen würdest?

Wie würden sich unsere Kinder entwickeln, die es einen scheiss interessiert, wo das Geld herkommt?

Ich werde daran denken und nicht beantragen (!!!!!!!!!!!!)

Recht so?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:16

Ja, dann ist es eben zu spät...
und dann kann ich mir eben keine kinder leisten! c'est la vie.

kinder auf kosten des staates zu bekommen finde ich ehrlich gesagt das letzte, wenn ich schon vorher weiss, dass ich es mir nicht leisten kann. die soziale unterstützung des staates ist für menschen gedacht, die unverschuldet in eine zwangslage gekommen sind und nicht für menschen die meinen ihren "lebenstraum" kind zu verwirklichen, weil sie es sich selbst nicht leisten können. liebe jaba, man kann eben nicht alles im leben haben. es gibt kein anrecht auf die fianzierung eines kindes

gruß, tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:26

Sorry,...
...aber was für werte willst du kindern vermitteln? dass man sehr gut auf kosten des staates leben kann. wenn man sich schon für ein fahrrad nicht anstrengen braucht, dann auch nicht für kleidung, wohnung oder essen! wozu denn auch, der staat hat es doch, oder? na, super und dafür gehe ich in der woche 45-50 stunden arbeiten. echt klasse!

wenn ich mal ein kind habe, möchte ich ihm vermitteln, dass man sich dinge im leben erarbeiten muss und nur dann auch stolz darauf sein kann.

tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:37
In Antwort auf lorri_11961271

Aaalso,

mein Mann macht einen Minijob. Das ist soweit richtig. Nur: Das wird sich auch nicht ändern: Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat, hat er es sehr schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, in der er nicht 12-14 Stunden am Tag für unser benötigtes Budget schuffeln muß. Eine Umschulung, um doch nach an eine Ausbildung zu kommen, wurde seitens des AA abgelehnt. Der Versuch, durch Selbständigkeit eine eigene Existenz aufzubauen, scheiterte ebenfalls.

Also ist es für uns klar, dass ich die Familie ernähre und er die Frauen-Rolle übernimmt. Wir haben NICHT vor, von staatlicher Unterstützung zu leben und dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich kann in meinem Job gutes Geld verdienen und werde das auch weiterhin tun.

Der Minijob meines Mannes hat also nichts mit Naivität zu tun, sondern ist lediglich eine Notlösung. Er würde Freudensprünge machen, wenn er die Familie ernähren könnte, das kratzt nämlich schon an seinem Stolz. Leider klappt das aber nicht und so haben wir unser Konzept umgestellt. Soll ich jetzt also niemals Kinder haben dürfen, weil mein Mann keine Ausbildung hat?!

Unsicher bin ich hauptsächlich emotional. Will sagen, ich habe Angst davor, dass wir auf einmal in einer Situation stecken, mit der wir nicht klarkommen: Kind, relativ wenig Geld, keine Perspektive. Darüber mache ich mir Sorgen. Auch über meine eigenen Unzulänglichkeiten. Das sind Selbstzweifel, und die sind nicht von schlechten Eltern. Was auch das Stichwort ist: Wären wir gute Eltern? Haben wir das Recht, ein kleines Leben in diese Welt zu setzen, die uns selbst manchmal fast verzweifeln lässt? Sind die Werte, die wir zu vermitteln haben genug, um einem Menschen auf den Weg zu helfen????

Ich sehe das auch nicht so, dass wir uns noch was aufbauen können. Unser Einkommen wird nicht mehr steigen und wir werden auch nie den Punkt erreichen, an dem wir alles haben und sorglos vor uns hinleben können: Kaum ist ein neues Bett gekauft, braucht man nen neuen Kühlschrank, die Versicherung wird teurer, die Miete ebenfalls u.s.w. Das Gesparte reicht immer nur für die aktuellen Bedürfnisse und nutzt nur insoweit, als dass ich mir keine Sorgen um die Autoinspektion, die Stromendabrechnung, die Heizkosten u.s.w. machen muss.

Wie soll ich da noch was aufbauen? Wo soll sich noch was verbessern? Wenn ihrs wißt, sagts mir, dann kann ich wieder ruhig schlafen. Und was ist, wenn es erst besser wird, wenn er oder ich zu alt sind? Vielleicht auch vom Herzen her?! Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht besser werden wird, dass wir auf der Stelle treten und es bis in alle Ewigkeit so bleiben wird. Also stehe ich vor der Entscheidung: Schlucke ich meine Angst hinunter, verschließe die Augen vor dem finanziellen und menschlichen Risiko und erfülle mir meinen Wunsch oder bleibe ich Realistin, reiße mich zusammen und hoffe darauf, dass der Wunsch sich irgendwann still verhält?!

Bin gespannt auf Eure Antworten und Meinungen,

LG Calistra

Ich muss nochmal auf...
...deinen mann zu sprechen kommen. wieso hat er mit 30 jahren keine abgeschlossen ausbildung? ok, das wird sich auch nicht ändern wie du schreibst. schade, dass er da resigniert bzw. sich nicht selbst weiterbildet. es gibt viele einrichtungen die ausbildungen anbieten. wenn so seinem stolz kratzt, hätte ich schon lange mich selbst weitergebidet. habe ich auch gemacht.

ok, wenn dies nicht klappt, willst du die rolle des "ernährers" übernehmen. wie sieht es bei dir mit weiterbildung aus? dann würde auch dein gehalt vielleicht wieder steigen.

wenn du dir so unsicher bist, würde ich den wunsch erst einmal hinten anstellen.

gruß, tigerle



Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:44
In Antwort auf lorri_11961271

Aaalso,

mein Mann macht einen Minijob. Das ist soweit richtig. Nur: Das wird sich auch nicht ändern: Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat, hat er es sehr schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, in der er nicht 12-14 Stunden am Tag für unser benötigtes Budget schuffeln muß. Eine Umschulung, um doch nach an eine Ausbildung zu kommen, wurde seitens des AA abgelehnt. Der Versuch, durch Selbständigkeit eine eigene Existenz aufzubauen, scheiterte ebenfalls.

Also ist es für uns klar, dass ich die Familie ernähre und er die Frauen-Rolle übernimmt. Wir haben NICHT vor, von staatlicher Unterstützung zu leben und dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich kann in meinem Job gutes Geld verdienen und werde das auch weiterhin tun.

Der Minijob meines Mannes hat also nichts mit Naivität zu tun, sondern ist lediglich eine Notlösung. Er würde Freudensprünge machen, wenn er die Familie ernähren könnte, das kratzt nämlich schon an seinem Stolz. Leider klappt das aber nicht und so haben wir unser Konzept umgestellt. Soll ich jetzt also niemals Kinder haben dürfen, weil mein Mann keine Ausbildung hat?!

Unsicher bin ich hauptsächlich emotional. Will sagen, ich habe Angst davor, dass wir auf einmal in einer Situation stecken, mit der wir nicht klarkommen: Kind, relativ wenig Geld, keine Perspektive. Darüber mache ich mir Sorgen. Auch über meine eigenen Unzulänglichkeiten. Das sind Selbstzweifel, und die sind nicht von schlechten Eltern. Was auch das Stichwort ist: Wären wir gute Eltern? Haben wir das Recht, ein kleines Leben in diese Welt zu setzen, die uns selbst manchmal fast verzweifeln lässt? Sind die Werte, die wir zu vermitteln haben genug, um einem Menschen auf den Weg zu helfen????

Ich sehe das auch nicht so, dass wir uns noch was aufbauen können. Unser Einkommen wird nicht mehr steigen und wir werden auch nie den Punkt erreichen, an dem wir alles haben und sorglos vor uns hinleben können: Kaum ist ein neues Bett gekauft, braucht man nen neuen Kühlschrank, die Versicherung wird teurer, die Miete ebenfalls u.s.w. Das Gesparte reicht immer nur für die aktuellen Bedürfnisse und nutzt nur insoweit, als dass ich mir keine Sorgen um die Autoinspektion, die Stromendabrechnung, die Heizkosten u.s.w. machen muss.

Wie soll ich da noch was aufbauen? Wo soll sich noch was verbessern? Wenn ihrs wißt, sagts mir, dann kann ich wieder ruhig schlafen. Und was ist, wenn es erst besser wird, wenn er oder ich zu alt sind? Vielleicht auch vom Herzen her?! Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht besser werden wird, dass wir auf der Stelle treten und es bis in alle Ewigkeit so bleiben wird. Also stehe ich vor der Entscheidung: Schlucke ich meine Angst hinunter, verschließe die Augen vor dem finanziellen und menschlichen Risiko und erfülle mir meinen Wunsch oder bleibe ich Realistin, reiße mich zusammen und hoffe darauf, dass der Wunsch sich irgendwann still verhält?!

Bin gespannt auf Eure Antworten und Meinungen,

LG Calistra

Hallo?
Ich habe es jetzt bereits mehrfach betont:

Ich gehe arbeiten und werde das auch weiterhin tun. Weder ich noch etwaige Nachkommen werden auf Kosten des Staates leben!

Damit das mal erklärt und geklärt ist. Es ging mir hier um eine Entscheidungshilfe auch im menschlichen Sinne, nicht nur um die finanzielle Seite. Kindergeld bekommt z.B. jeder und es hat niemand ein schlechtes Gewissen deshalb. Das gleiche gilt für Erziehungsgeld, welches ja auch schließlich einkommensabhängig gezahlt wird. Finanzielle Unterstützung von Vater Staat erhoffte ich mir nur insoweit, als evtl. Wohngeld es uns leichter machen würde, schnell in eine größere Wohnung zu ziehen.

Es geht hier also nicht um "wie kann ich am besten schmarotzen"

So,
Calistra

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:46
In Antwort auf lorri_11961271

Aaalso,

mein Mann macht einen Minijob. Das ist soweit richtig. Nur: Das wird sich auch nicht ändern: Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat, hat er es sehr schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, in der er nicht 12-14 Stunden am Tag für unser benötigtes Budget schuffeln muß. Eine Umschulung, um doch nach an eine Ausbildung zu kommen, wurde seitens des AA abgelehnt. Der Versuch, durch Selbständigkeit eine eigene Existenz aufzubauen, scheiterte ebenfalls.

Also ist es für uns klar, dass ich die Familie ernähre und er die Frauen-Rolle übernimmt. Wir haben NICHT vor, von staatlicher Unterstützung zu leben und dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich kann in meinem Job gutes Geld verdienen und werde das auch weiterhin tun.

Der Minijob meines Mannes hat also nichts mit Naivität zu tun, sondern ist lediglich eine Notlösung. Er würde Freudensprünge machen, wenn er die Familie ernähren könnte, das kratzt nämlich schon an seinem Stolz. Leider klappt das aber nicht und so haben wir unser Konzept umgestellt. Soll ich jetzt also niemals Kinder haben dürfen, weil mein Mann keine Ausbildung hat?!

Unsicher bin ich hauptsächlich emotional. Will sagen, ich habe Angst davor, dass wir auf einmal in einer Situation stecken, mit der wir nicht klarkommen: Kind, relativ wenig Geld, keine Perspektive. Darüber mache ich mir Sorgen. Auch über meine eigenen Unzulänglichkeiten. Das sind Selbstzweifel, und die sind nicht von schlechten Eltern. Was auch das Stichwort ist: Wären wir gute Eltern? Haben wir das Recht, ein kleines Leben in diese Welt zu setzen, die uns selbst manchmal fast verzweifeln lässt? Sind die Werte, die wir zu vermitteln haben genug, um einem Menschen auf den Weg zu helfen????

Ich sehe das auch nicht so, dass wir uns noch was aufbauen können. Unser Einkommen wird nicht mehr steigen und wir werden auch nie den Punkt erreichen, an dem wir alles haben und sorglos vor uns hinleben können: Kaum ist ein neues Bett gekauft, braucht man nen neuen Kühlschrank, die Versicherung wird teurer, die Miete ebenfalls u.s.w. Das Gesparte reicht immer nur für die aktuellen Bedürfnisse und nutzt nur insoweit, als dass ich mir keine Sorgen um die Autoinspektion, die Stromendabrechnung, die Heizkosten u.s.w. machen muss.

Wie soll ich da noch was aufbauen? Wo soll sich noch was verbessern? Wenn ihrs wißt, sagts mir, dann kann ich wieder ruhig schlafen. Und was ist, wenn es erst besser wird, wenn er oder ich zu alt sind? Vielleicht auch vom Herzen her?! Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht besser werden wird, dass wir auf der Stelle treten und es bis in alle Ewigkeit so bleiben wird. Also stehe ich vor der Entscheidung: Schlucke ich meine Angst hinunter, verschließe die Augen vor dem finanziellen und menschlichen Risiko und erfülle mir meinen Wunsch oder bleibe ich Realistin, reiße mich zusammen und hoffe darauf, dass der Wunsch sich irgendwann still verhält?!

Bin gespannt auf Eure Antworten und Meinungen,

LG Calistra

Hallo Calistra!
Mische mich jetzt auch einmal in eure Runde - aber in einem friedlichen Ton

Calistra, warum denkst du, dass sich eure finanzielle Situation nicht noch verbessern wird? Wie sieht es denn mit einer Weiterbildung aus bei dir? Hast du die Möglichkeit, vielleicht dass dein Betrieb dir eine Weiterbildung zahlt und du dann später dadurch mehr verdienen kannst? Wie sieht es bei deinem Mann, z. B. mit einem Fernstudium aus? Da gibts auch Studiengänge mit zertifiziertem Abschluss, wär doch vielleicht was? Vielleicht kannst du das mitfinanzieren? So teuer sind die meisten monatlich gar nicht.

Ich bin der Meinung wie einige andere hier auch. Man muss zwar nicht reich sein, um einem Kind ein schönes Leben ermöglichen zu können, aber eine gewisse finanzielle Grundlage, unabhängig vom Staat, sollte schon da sein. Sonst habt ihr neben finanziellen Problemen auch noch zusätzlichen Stress, Druck usw. Das tut weder eurer Partnerschaft noch eurem Kind gut. Wenn ihr jetzt schon älter sein würdet, könnte ich ja sagen, ok, da gibt es wirklich keinen Ausweg, es geht nur so. Aber in eurem Alter kann man doch wirklich noch seine Zukunft in die Hand nehmen, und die Grundlagen schaffen, da bin ich überzeugt! Wenn man wirklich dahinter steht, klappt das auch.

Jedenfalls würde ich den Kinderwunsch zunächst mal hinter die berufliche Laufbahn von euch beiden stellen, da ihr für Kinder ja noch eine ganze Menge Zeit habt!
Ich halt mich jetzt mal raus aus der Diskussion mit dem Geld vom Staat, aber ich finde, man sollte sich generell nicht von anderen finanziell abhängig machen, schon gar nicht wenn es um Kinder geht. Da kann sich schnell mal ein Gesetz ändern, oder etwas gekürzt werden, und schon reicht es nicht mehr. Da würd ich nicht so darauf vertrauen.

Liebe Grüße
Brunch

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:49
In Antwort auf jaana_11887320

Ich muss nochmal auf...
...deinen mann zu sprechen kommen. wieso hat er mit 30 jahren keine abgeschlossen ausbildung? ok, das wird sich auch nicht ändern wie du schreibst. schade, dass er da resigniert bzw. sich nicht selbst weiterbildet. es gibt viele einrichtungen die ausbildungen anbieten. wenn so seinem stolz kratzt, hätte ich schon lange mich selbst weitergebidet. habe ich auch gemacht.

ok, wenn dies nicht klappt, willst du die rolle des "ernährers" übernehmen. wie sieht es bei dir mit weiterbildung aus? dann würde auch dein gehalt vielleicht wieder steigen.

wenn du dir so unsicher bist, würde ich den wunsch erst einmal hinten anstellen.

gruß, tigerle



...
...genau das meinte ich auch!

LG
Brunch

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:53
In Antwort auf lorri_11961271

Hallo?
Ich habe es jetzt bereits mehrfach betont:

Ich gehe arbeiten und werde das auch weiterhin tun. Weder ich noch etwaige Nachkommen werden auf Kosten des Staates leben!

Damit das mal erklärt und geklärt ist. Es ging mir hier um eine Entscheidungshilfe auch im menschlichen Sinne, nicht nur um die finanzielle Seite. Kindergeld bekommt z.B. jeder und es hat niemand ein schlechtes Gewissen deshalb. Das gleiche gilt für Erziehungsgeld, welches ja auch schließlich einkommensabhängig gezahlt wird. Finanzielle Unterstützung von Vater Staat erhoffte ich mir nur insoweit, als evtl. Wohngeld es uns leichter machen würde, schnell in eine größere Wohnung zu ziehen.

Es geht hier also nicht um "wie kann ich am besten schmarotzen"

So,
Calistra

Ok..
...aber ich denke, deine "menschlichen" Bedenken rühren ja auch von den finanziellen Problemen her. Du sagst ja z. B., dass du es irgendwie auch bevorzugen würdest, wenn du daheim bleiben könntest bei den Kindern, und dein Mann arbeiten gehen würde (sag mir wenn ich das falsch verstanden habe).

Warum also nicht deinen Mann aktiv unterstützen bei Fortbildung, Umschulung, Ausbildung (geht auch ohne Arbeitsamt, einfach bewerben), sei es nur moralisch oder auch finanziell? Sicher ist das in der heutigen Zeit nicht einfach, was zu finden, aber ich denke ihr seid noch jung und mit 30 sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt doch gar nicht soo schlecht...


LG
Brunch

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 14:58
In Antwort auf chance_12833326

Hallo Calistra!
Mische mich jetzt auch einmal in eure Runde - aber in einem friedlichen Ton

Calistra, warum denkst du, dass sich eure finanzielle Situation nicht noch verbessern wird? Wie sieht es denn mit einer Weiterbildung aus bei dir? Hast du die Möglichkeit, vielleicht dass dein Betrieb dir eine Weiterbildung zahlt und du dann später dadurch mehr verdienen kannst? Wie sieht es bei deinem Mann, z. B. mit einem Fernstudium aus? Da gibts auch Studiengänge mit zertifiziertem Abschluss, wär doch vielleicht was? Vielleicht kannst du das mitfinanzieren? So teuer sind die meisten monatlich gar nicht.

Ich bin der Meinung wie einige andere hier auch. Man muss zwar nicht reich sein, um einem Kind ein schönes Leben ermöglichen zu können, aber eine gewisse finanzielle Grundlage, unabhängig vom Staat, sollte schon da sein. Sonst habt ihr neben finanziellen Problemen auch noch zusätzlichen Stress, Druck usw. Das tut weder eurer Partnerschaft noch eurem Kind gut. Wenn ihr jetzt schon älter sein würdet, könnte ich ja sagen, ok, da gibt es wirklich keinen Ausweg, es geht nur so. Aber in eurem Alter kann man doch wirklich noch seine Zukunft in die Hand nehmen, und die Grundlagen schaffen, da bin ich überzeugt! Wenn man wirklich dahinter steht, klappt das auch.

Jedenfalls würde ich den Kinderwunsch zunächst mal hinter die berufliche Laufbahn von euch beiden stellen, da ihr für Kinder ja noch eine ganze Menge Zeit habt!
Ich halt mich jetzt mal raus aus der Diskussion mit dem Geld vom Staat, aber ich finde, man sollte sich generell nicht von anderen finanziell abhängig machen, schon gar nicht wenn es um Kinder geht. Da kann sich schnell mal ein Gesetz ändern, oder etwas gekürzt werden, und schon reicht es nicht mehr. Da würd ich nicht so darauf vertrauen.

Liebe Grüße
Brunch

Hallo Brunch,
das Problem ist, dass ich in einem sehr kleinen Betrieb arbeite, wo wirklich auf jeden Cent geachtet wird. Mit Schulung ist da nix zu machen. Ich versuche jetzt schon seit über einem Jahr, an eine bessere Stelle zu kommen, aber leider erfolglos. (Und dabei bin ich wirklich qualifiziert, wenn man das so sagen darf).

Man Mann traut sich ein Fernstudium oder dergleichen einfach nicht zu. Ich habe schon häufig versucht, ihn in der Richtung zu motivieren, aber er meint, er sei raus aus dem Alter und könne und wolle nicht mehr die Schulbank drücken, sondern lieber Geld verdienen. Allerdings ist er auch sehr unzufrieden mit der jetzigen Situation und würde gerne wieder Vollzeit arbeiten. Aber zu einer Weiterbildungsmaßnahme zwingen kann ich ihn (leider) nicht.

Und nu?

LG
Calistra

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:08

Stimmt nicht!
Das Erziehungsgeld ist eine Leistung des Staates die unabhängig vom Einkommen bezahlt und definitiv als Fertilitätsanreiz gezahlt wird und jedem zukommt. Dein Einwand ist so sinnig, als würdest du Amidala empfehlen die Straße nicht mehr zu benutzen, weil Vater Staat sie zahlt.

Auf der anderen Seite gibt es bestimmte Zahlungen für Notfälle, die sehr wohl ausgenutzt werden können und man kann diesbezüglich auch bestraft werden.

Außerdem: Ihr Freund hat anscheinend keinen Abschluss. Es liegt doch wohl nahe erst einmal hier anzusetzen und eben eine Ausbildung zu machen, als nach Vater Staat zu schreien.

Ein weiteres "Außerdem": Wie hättetest du argumentiert, wenn Calistra geschrieben hätte, ihr Freund würde nur zu Hause auf der faulen Haut liegen und hätte gesagt, er wolle nie wieder in seinem Leben arbeiten, weil Leute die arbeiten dämlich sind? Hättest du auch "bravo" gerufen und ihn aufgefordert sich das Geld wiederzuholen? Ich glaube kaum...

kratzamkopp

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:10
In Antwort auf lorri_11961271

Aaalso,

mein Mann macht einen Minijob. Das ist soweit richtig. Nur: Das wird sich auch nicht ändern: Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat, hat er es sehr schwer, eine Vollzeitstelle zu finden, in der er nicht 12-14 Stunden am Tag für unser benötigtes Budget schuffeln muß. Eine Umschulung, um doch nach an eine Ausbildung zu kommen, wurde seitens des AA abgelehnt. Der Versuch, durch Selbständigkeit eine eigene Existenz aufzubauen, scheiterte ebenfalls.

Also ist es für uns klar, dass ich die Familie ernähre und er die Frauen-Rolle übernimmt. Wir haben NICHT vor, von staatlicher Unterstützung zu leben und dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich kann in meinem Job gutes Geld verdienen und werde das auch weiterhin tun.

Der Minijob meines Mannes hat also nichts mit Naivität zu tun, sondern ist lediglich eine Notlösung. Er würde Freudensprünge machen, wenn er die Familie ernähren könnte, das kratzt nämlich schon an seinem Stolz. Leider klappt das aber nicht und so haben wir unser Konzept umgestellt. Soll ich jetzt also niemals Kinder haben dürfen, weil mein Mann keine Ausbildung hat?!

Unsicher bin ich hauptsächlich emotional. Will sagen, ich habe Angst davor, dass wir auf einmal in einer Situation stecken, mit der wir nicht klarkommen: Kind, relativ wenig Geld, keine Perspektive. Darüber mache ich mir Sorgen. Auch über meine eigenen Unzulänglichkeiten. Das sind Selbstzweifel, und die sind nicht von schlechten Eltern. Was auch das Stichwort ist: Wären wir gute Eltern? Haben wir das Recht, ein kleines Leben in diese Welt zu setzen, die uns selbst manchmal fast verzweifeln lässt? Sind die Werte, die wir zu vermitteln haben genug, um einem Menschen auf den Weg zu helfen????

Ich sehe das auch nicht so, dass wir uns noch was aufbauen können. Unser Einkommen wird nicht mehr steigen und wir werden auch nie den Punkt erreichen, an dem wir alles haben und sorglos vor uns hinleben können: Kaum ist ein neues Bett gekauft, braucht man nen neuen Kühlschrank, die Versicherung wird teurer, die Miete ebenfalls u.s.w. Das Gesparte reicht immer nur für die aktuellen Bedürfnisse und nutzt nur insoweit, als dass ich mir keine Sorgen um die Autoinspektion, die Stromendabrechnung, die Heizkosten u.s.w. machen muss.

Wie soll ich da noch was aufbauen? Wo soll sich noch was verbessern? Wenn ihrs wißt, sagts mir, dann kann ich wieder ruhig schlafen. Und was ist, wenn es erst besser wird, wenn er oder ich zu alt sind? Vielleicht auch vom Herzen her?! Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht besser werden wird, dass wir auf der Stelle treten und es bis in alle Ewigkeit so bleiben wird. Also stehe ich vor der Entscheidung: Schlucke ich meine Angst hinunter, verschließe die Augen vor dem finanziellen und menschlichen Risiko und erfülle mir meinen Wunsch oder bleibe ich Realistin, reiße mich zusammen und hoffe darauf, dass der Wunsch sich irgendwann still verhält?!

Bin gespannt auf Eure Antworten und Meinungen,

LG Calistra

Herzenssache
Hallo,
also wenn ich hier einige Einträge lese wird mir zugegebenermaßen echt schlecht.Wie kann man den Wunsch nach einem Kind und die Gedanken einer Frau auf so niederer Ebene diskutieren? Schon alleine das sie sich hier versucht Rat zu holen zeigt doch das sie in keinster Weise als "Sozialschmarotzer" enden will!
Zum anderen muß ich sagen das auch der finanzielle Aspekt hier viel zu einseitig gesehen wird.Soll es denn wirklich nur jeder "reichen" Frau vergönnt sein ein Kind zu bekommen?Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht was mit dem Staat passiert wenn genau aus diesem Grund in Zukunft keine Kinder mehr geboren werden? Was ist dann mit euern Renten? Seid ihr dann vieleicht "Sozialschmarotzer"?Wer zahlt in der nächsten Generation die Steuern? Was jetzt in Kinder investiert wird kommt Euch später mal zugute! aber soweit scheint euer "denken" nicht zu gehen.
Mir ist es eigentlich auch viel zuwider über den finanziellen Aspekt in Sachen "Kinderkriegen" zu diskutieren.Sollte es nicht eher eine Entscheidung des Herzens sein? Wichtig ist doch das ein Kind von Liebe gezeugt und erzogen wird.Es gibt so viele Frauen die auch erst die finanzielle Seite abgesichert haben und nun Mitte 30 vergeblich versuchen ein Kind zu bekommen.Unser Körper unterliegt leider einem gewissen Verfallsdatum - die Karriere nicht.

Also liebe Calistra hör auf dein Herz nicht auf deinen Verstand.Ein Kind zu haben ist die schönste Bereicherung im Leben die es gibt.Und kein Geld der Welt kann dir dieses Gefühl auch nur annähernd ersetzen.Und mach dir nicht jetzt schon Sorgen was alles auf dich zukommt - Wohnungswechsel,Erziehung ect.Es gibt wenn man unsicher ist immer einen Grund kein Kind zu bekommen - vieleicht ist das auch im Moment einfach dein Problem ,das du innerlich vom Herzen doch noch nicht bereit bist es zu wagen.
LG Dana

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:17
In Antwort auf edwige_12087222

Herzenssache
Hallo,
also wenn ich hier einige Einträge lese wird mir zugegebenermaßen echt schlecht.Wie kann man den Wunsch nach einem Kind und die Gedanken einer Frau auf so niederer Ebene diskutieren? Schon alleine das sie sich hier versucht Rat zu holen zeigt doch das sie in keinster Weise als "Sozialschmarotzer" enden will!
Zum anderen muß ich sagen das auch der finanzielle Aspekt hier viel zu einseitig gesehen wird.Soll es denn wirklich nur jeder "reichen" Frau vergönnt sein ein Kind zu bekommen?Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht was mit dem Staat passiert wenn genau aus diesem Grund in Zukunft keine Kinder mehr geboren werden? Was ist dann mit euern Renten? Seid ihr dann vieleicht "Sozialschmarotzer"?Wer zahlt in der nächsten Generation die Steuern? Was jetzt in Kinder investiert wird kommt Euch später mal zugute! aber soweit scheint euer "denken" nicht zu gehen.
Mir ist es eigentlich auch viel zuwider über den finanziellen Aspekt in Sachen "Kinderkriegen" zu diskutieren.Sollte es nicht eher eine Entscheidung des Herzens sein? Wichtig ist doch das ein Kind von Liebe gezeugt und erzogen wird.Es gibt so viele Frauen die auch erst die finanzielle Seite abgesichert haben und nun Mitte 30 vergeblich versuchen ein Kind zu bekommen.Unser Körper unterliegt leider einem gewissen Verfallsdatum - die Karriere nicht.

Also liebe Calistra hör auf dein Herz nicht auf deinen Verstand.Ein Kind zu haben ist die schönste Bereicherung im Leben die es gibt.Und kein Geld der Welt kann dir dieses Gefühl auch nur annähernd ersetzen.Und mach dir nicht jetzt schon Sorgen was alles auf dich zukommt - Wohnungswechsel,Erziehung ect.Es gibt wenn man unsicher ist immer einen Grund kein Kind zu bekommen - vieleicht ist das auch im Moment einfach dein Problem ,das du innerlich vom Herzen doch noch nicht bereit bist es zu wagen.
LG Dana

Liebe Dana,
danke erstmal für Deine aufbauenden Worte und für meine Ehrenrettung

Ich glaube, Du hast Recht: Ich weiß einfach noch nciht so genau, was ich will, bin noch in der Entscheidungungsphase. Aber es vergeht auch kein einziger Tag, an dem ich nicht darüber nachdenke.

Vielleicht klärt sich die Sache ganz von allein, wenn ich eines Tages eine Gewißheit in mir habe, so oder so das Richtige zu tun. Nur - dieses Nichtwissen und diese Unsicherheit machen mich ganz hibbelig.

Hachja...

LG Calistra

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:27

Kopf Hoch
Liebe Calistra,

ich kann sehr gut nachfühlen wie Du Dich fühlst, denn ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du. Außer dass mein Mann in der Lehre ist und seine Ausbildungsstelle ihn nicht übernehmen wird. Mein Mann hat noch ein Taxischein, das heißt wenn er nichts findet wird er Vollzeit Taxi fahren. Kann Dein Mann eigentlich auch machen, es gäben sehr viele Taxiunternehmen die den Kurs zahlen und dein mann muss für die eine bestimmte zeit lang fahren. Er kann es auch selber zahlen kostet auch nicht viel gerade einmal 250,00. Ich werde wenn es mal klappen sollte mit der Schwangerschaft Teilzeit arbeiten und während dieser zeit wird mein mann auf das Kind aufpassen und soviel unterschied ist auf unserem KOnto doch nicht zu sehen. Denn ich kriege gerade einmal 350,00 weniger ausbezahlt. Krieg dafür aber Kindergeld.

Du musst Dir halt ausrechnen, wieviel Du Teilzeit verdienen würdest. Erziehungsgeld würdest Du bestimmt auch kriegen.
Red doch auf Deinen Mann wegen Taxischein ein.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:31
In Antwort auf edwige_12087222

Herzenssache
Hallo,
also wenn ich hier einige Einträge lese wird mir zugegebenermaßen echt schlecht.Wie kann man den Wunsch nach einem Kind und die Gedanken einer Frau auf so niederer Ebene diskutieren? Schon alleine das sie sich hier versucht Rat zu holen zeigt doch das sie in keinster Weise als "Sozialschmarotzer" enden will!
Zum anderen muß ich sagen das auch der finanzielle Aspekt hier viel zu einseitig gesehen wird.Soll es denn wirklich nur jeder "reichen" Frau vergönnt sein ein Kind zu bekommen?Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht was mit dem Staat passiert wenn genau aus diesem Grund in Zukunft keine Kinder mehr geboren werden? Was ist dann mit euern Renten? Seid ihr dann vieleicht "Sozialschmarotzer"?Wer zahlt in der nächsten Generation die Steuern? Was jetzt in Kinder investiert wird kommt Euch später mal zugute! aber soweit scheint euer "denken" nicht zu gehen.
Mir ist es eigentlich auch viel zuwider über den finanziellen Aspekt in Sachen "Kinderkriegen" zu diskutieren.Sollte es nicht eher eine Entscheidung des Herzens sein? Wichtig ist doch das ein Kind von Liebe gezeugt und erzogen wird.Es gibt so viele Frauen die auch erst die finanzielle Seite abgesichert haben und nun Mitte 30 vergeblich versuchen ein Kind zu bekommen.Unser Körper unterliegt leider einem gewissen Verfallsdatum - die Karriere nicht.

Also liebe Calistra hör auf dein Herz nicht auf deinen Verstand.Ein Kind zu haben ist die schönste Bereicherung im Leben die es gibt.Und kein Geld der Welt kann dir dieses Gefühl auch nur annähernd ersetzen.Und mach dir nicht jetzt schon Sorgen was alles auf dich zukommt - Wohnungswechsel,Erziehung ect.Es gibt wenn man unsicher ist immer einen Grund kein Kind zu bekommen - vieleicht ist das auch im Moment einfach dein Problem ,das du innerlich vom Herzen doch noch nicht bereit bist es zu wagen.
LG Dana

Hör mal liebe Dana,
ich glaube nicht, dass die Damen (auch ich) hier Calistras Entscheidung zum Negativen beeinflussen wollten. Es geht nicht darum, kein Kind zu bekommen, weil man es sich nicht leisten kann, sondern mir geht es darum, verantwortungsvoll darüber zu entscheiden. Was bringt es mir und dem Kind denn, eines zu bekommen, wenn ich seine Bedürfnisse nicht selbst begleichen kann.

Verstehst Du?

Ich finde es unfair, wenn man ein Kind bekommt mit der Meinung, das wird schon. Nein es wird nicht, diese Entscheidung ist viel zu wichtig, als das man sie aus dem Bauch heraus treffen sollte.

Mal sehen vielleicht bin ich ja auch nur neidisch, weil ich es mir eben nicht erlaube, obwohl es mir finanziell (Gott Sei Dank) okay geht. Aber eben noch nicht so weit, dass ich sagen könnte, na dann lass mal schauen, wenn es da ist, wird sich schon eine Lösung finden. Klar gibt es eine Lösung, aber diese muss doch auch durchdacht sein. Wie Calistra sagt, es ist keine Anschaffung, es ist ein Lebewesen, und Du hast recht, ein Kind zu haben, ist auch für mich das größte, was wir Menschen zustande bringen, aber in erster Linie geht es mir nun mal darum, was ich diesem Menschen geben kann, ausser meiner Fürsorge und Liebe.

Sozialhilfe, Zuschüsse? Erstauststatung beantragen?

Ich möchte Dir nicht widersprechen, da Deine Aussage, auch in meiner Welt vollkommen richtig ist, aber man muss eben, Abstriche machen. Es gibt einen Zeitpunkt, der richtig ist, sich für ein Kind zu entscheiden. Ja glaubst Du denn tatsächlich, dass bei Calistra, der Zeitpunkt richtig ist?

Mit 24 Jahren? Einem Partner ohne regeläßigem Einkommen?
Meinst Du nicht, dass ihr Körper mindestens noch gute 10 Jahre hat, bevor er "verfällt"? (@Calistra: Hallo erstmal, das sollte nicht bedeuten, dass Du so lange warten musst).

Ich würde auf die Karriere so was von pfeifen, wenn ich mich entscheiden müsste, aber weißte, so weit möchte ich das nur ungern kommen lassen.

*amidala*
ganz emotional

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:33
In Antwort auf edwige_12087222

Herzenssache
Hallo,
also wenn ich hier einige Einträge lese wird mir zugegebenermaßen echt schlecht.Wie kann man den Wunsch nach einem Kind und die Gedanken einer Frau auf so niederer Ebene diskutieren? Schon alleine das sie sich hier versucht Rat zu holen zeigt doch das sie in keinster Weise als "Sozialschmarotzer" enden will!
Zum anderen muß ich sagen das auch der finanzielle Aspekt hier viel zu einseitig gesehen wird.Soll es denn wirklich nur jeder "reichen" Frau vergönnt sein ein Kind zu bekommen?Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht was mit dem Staat passiert wenn genau aus diesem Grund in Zukunft keine Kinder mehr geboren werden? Was ist dann mit euern Renten? Seid ihr dann vieleicht "Sozialschmarotzer"?Wer zahlt in der nächsten Generation die Steuern? Was jetzt in Kinder investiert wird kommt Euch später mal zugute! aber soweit scheint euer "denken" nicht zu gehen.
Mir ist es eigentlich auch viel zuwider über den finanziellen Aspekt in Sachen "Kinderkriegen" zu diskutieren.Sollte es nicht eher eine Entscheidung des Herzens sein? Wichtig ist doch das ein Kind von Liebe gezeugt und erzogen wird.Es gibt so viele Frauen die auch erst die finanzielle Seite abgesichert haben und nun Mitte 30 vergeblich versuchen ein Kind zu bekommen.Unser Körper unterliegt leider einem gewissen Verfallsdatum - die Karriere nicht.

Also liebe Calistra hör auf dein Herz nicht auf deinen Verstand.Ein Kind zu haben ist die schönste Bereicherung im Leben die es gibt.Und kein Geld der Welt kann dir dieses Gefühl auch nur annähernd ersetzen.Und mach dir nicht jetzt schon Sorgen was alles auf dich zukommt - Wohnungswechsel,Erziehung ect.Es gibt wenn man unsicher ist immer einen Grund kein Kind zu bekommen - vieleicht ist das auch im Moment einfach dein Problem ,das du innerlich vom Herzen doch noch nicht bereit bist es zu wagen.
LG Dana

Sorry...
...das ist zum teil stammtischgewäsch! weisst du eigentlich viewiele kinder du bekommen müsstest, damit dein rente gesichert ist? 4 kinder! vorraussetzung ist natürlich vollbeschäftigung und ein wirtschaftswachstum. der generationenvertrag funktioniert schon lange nicht mehr.

es ist dir zu wider die kinderfrage unter finaziellen aspekten zu diskutieren? klar, kinder leben auch von luft und liebe.

sicher ist das kinderbekommen eine herzensfrage, aber sorry, naives kinder in die welt setzen ohne darüber nachzudenken, wie es weiter geht, lässt eben viele im sozialen abseits stehen. von liebe alleine wird kein kind satt. und das thema liebe habe ich hier nicht angeschnitten, weil es die grundvoraussetzung ist!

wenn ich, wie es dein plan ist, schon mit anfang zwanzig ein kind bekommen hätte, dann würde ich sicherlich heute nicht so viel verdienen, da ich kein fernstudium gemacht hätte und würde vater staat auf der tasche liegen. jetzt mit 33 ist die grundlage da ein kind in die welt zu setzen und ich fühle mich auch in der lage, dass kind finaziell an nichts fehlen zu lassen. wie gesagt, liebe ist grundvoraussetzung!

tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 15:46

Danke Jaba...
.. das ist genau das gleiche was ich mir auch so gedacht habe. Ich denke schon dass das eh noch nicht geklappt hat. Ich glaube, dann würde ich irgendwas merken.
Arbeite eh schon daran, dass Vertrauen wieder aufzubauen. Ist gar nicht so leicht. Aber wir haben ja Zeit.
Bin nur so von dem mädel so enntäuscht, da sie ja wusste dass er seit 3 Jahren mit mir zus. ist und schon 2 Jahre mit mir zus. wohnt und auch solange schon verlobt ist.
Wie kann man sich, dann nur in eine Bez. reindrängeln. Versteh ich einfach nicht. Aber ihre Strafe dafür hat sie ja schon bekommen, denn er hat sich ja dafür entschieden bei mir zu bleiben
Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass es bei euch klappt. Kannst dich ja dann mal melden. Würde mich freuen.
Meld mich auch falls es aus der Bauchregion was neues gibt, früher oder später.

Bis dann dann, LG Katty

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 16:43
In Antwort auf jaana_11887320

Sorry...
...das ist zum teil stammtischgewäsch! weisst du eigentlich viewiele kinder du bekommen müsstest, damit dein rente gesichert ist? 4 kinder! vorraussetzung ist natürlich vollbeschäftigung und ein wirtschaftswachstum. der generationenvertrag funktioniert schon lange nicht mehr.

es ist dir zu wider die kinderfrage unter finaziellen aspekten zu diskutieren? klar, kinder leben auch von luft und liebe.

sicher ist das kinderbekommen eine herzensfrage, aber sorry, naives kinder in die welt setzen ohne darüber nachzudenken, wie es weiter geht, lässt eben viele im sozialen abseits stehen. von liebe alleine wird kein kind satt. und das thema liebe habe ich hier nicht angeschnitten, weil es die grundvoraussetzung ist!

wenn ich, wie es dein plan ist, schon mit anfang zwanzig ein kind bekommen hätte, dann würde ich sicherlich heute nicht so viel verdienen, da ich kein fernstudium gemacht hätte und würde vater staat auf der tasche liegen. jetzt mit 33 ist die grundlage da ein kind in die welt zu setzen und ich fühle mich auch in der lage, dass kind finaziell an nichts fehlen zu lassen. wie gesagt, liebe ist grundvoraussetzung!

tigerle

Sorry
aber Calistra will bestimmt nicht ohne darüber nachzudenken "naiv Kinder in die Welt setzen".Sonst hätte sie mit Sicherheit nicht diesen Thread genutzt um nach RAT zu fragen. Aber sie wurde meinem Empfinden nach viel zu sehr in die Ecke der "Sozialschmarotzer" gedrängt.
Von Liebe alleine wird ein Kind nicht satt da hast du vollkommen recht.Aber ich sehe das gewisse Voraussetzungen bei Calistra da sind und das sie sehr wohl bemüht ist dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Deshalb finde ich eure teilweise recht harte Argumentation hier auch völlig fehl am Platz.

Mir ist auch bewußt das 1 Kind zur Sicherung unserer späteren Bedürfnisse nicht ausreicht.Aber die Zahl derer die sich ein Kind aus finanziellen Sorgen untersagen ist nicht zu unterschätzen.Und das Wirtschaftwachstum wird auch mit Sicherheit nicht angekurpelt wenn immer weniger spätere Konsumenten gezeugt werden.Aber das gehört nicht hierher.

Und um eventl.Spekulationen gleich die Luft zu nehmen - ich bin kein "Sozialschmarotzer" - wir sind selbstständig und finanziell unabhängig - aber mir tut jede Frau leid die sich ihren Wunsch nach einem Kind durch finanzielle Barrieren verhindert.
LG Dana

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 16:52
In Antwort auf edwige_12087222

Sorry
aber Calistra will bestimmt nicht ohne darüber nachzudenken "naiv Kinder in die Welt setzen".Sonst hätte sie mit Sicherheit nicht diesen Thread genutzt um nach RAT zu fragen. Aber sie wurde meinem Empfinden nach viel zu sehr in die Ecke der "Sozialschmarotzer" gedrängt.
Von Liebe alleine wird ein Kind nicht satt da hast du vollkommen recht.Aber ich sehe das gewisse Voraussetzungen bei Calistra da sind und das sie sehr wohl bemüht ist dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Deshalb finde ich eure teilweise recht harte Argumentation hier auch völlig fehl am Platz.

Mir ist auch bewußt das 1 Kind zur Sicherung unserer späteren Bedürfnisse nicht ausreicht.Aber die Zahl derer die sich ein Kind aus finanziellen Sorgen untersagen ist nicht zu unterschätzen.Und das Wirtschaftwachstum wird auch mit Sicherheit nicht angekurpelt wenn immer weniger spätere Konsumenten gezeugt werden.Aber das gehört nicht hierher.

Und um eventl.Spekulationen gleich die Luft zu nehmen - ich bin kein "Sozialschmarotzer" - wir sind selbstständig und finanziell unabhängig - aber mir tut jede Frau leid die sich ihren Wunsch nach einem Kind durch finanzielle Barrieren verhindert.
LG Dana

Ich glaube nicht,
dass irgendjemand Calistra als "Sozialschmarotzer" bezeichnen würde. Ich bin nie davon ausgegangen, dass das ihr Ziel ist. Auch, dass sie "leichtfertig und naiv Kinder in die Welt setzt" würde ich nicht vermuten; dazu macht sie sich zu sehr Gedanken.

Die Diskussion ist erst weiter unten bei dem Beitrag von Jaba entstanden und hat eigentlich nicht mehr so viel mit dem Ausgangsthread von Calistra zu tun.

lg
kratzamkopp

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 16:53
In Antwort auf edwige_12087222

Sorry
aber Calistra will bestimmt nicht ohne darüber nachzudenken "naiv Kinder in die Welt setzen".Sonst hätte sie mit Sicherheit nicht diesen Thread genutzt um nach RAT zu fragen. Aber sie wurde meinem Empfinden nach viel zu sehr in die Ecke der "Sozialschmarotzer" gedrängt.
Von Liebe alleine wird ein Kind nicht satt da hast du vollkommen recht.Aber ich sehe das gewisse Voraussetzungen bei Calistra da sind und das sie sehr wohl bemüht ist dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Deshalb finde ich eure teilweise recht harte Argumentation hier auch völlig fehl am Platz.

Mir ist auch bewußt das 1 Kind zur Sicherung unserer späteren Bedürfnisse nicht ausreicht.Aber die Zahl derer die sich ein Kind aus finanziellen Sorgen untersagen ist nicht zu unterschätzen.Und das Wirtschaftwachstum wird auch mit Sicherheit nicht angekurpelt wenn immer weniger spätere Konsumenten gezeugt werden.Aber das gehört nicht hierher.

Und um eventl.Spekulationen gleich die Luft zu nehmen - ich bin kein "Sozialschmarotzer" - wir sind selbstständig und finanziell unabhängig - aber mir tut jede Frau leid die sich ihren Wunsch nach einem Kind durch finanzielle Barrieren verhindert.
LG Dana

Ich habe nirgends..
..calistra als sozialschmarotzer hingestellt.

ich habe ihr nur geschrieben, dass sie ihren wunsch hinten anstellen soll, wenn zur zeit die finanzielle situation so ungewiss ist und ihr tipps gegeben wie sie diese verbessern kann. weiterbildung, fernstudium, uws.

hier gab es andere damen, die ihr geraten haben, sie solle den staat in anspruch nehmen ohne eigenes dazu tun. und dagegen wehre ich mich eben!

sicher können dir frauen leid tun, die ihren kinderwunsch sich nicht erfüllen können aus finanziellen gründen oder gesundheitlichen oder partnschaftlichen, usw. jeder mensch, der einen traum hat, den er sich nicht erfüllen kann, ist vielleicht zu bedauern. aber wie gesagt: man kann vielleicht eben nicht alles im leben haben. besonders wenn es vielleicht auf kosten anderer ist!

lg

tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Dezember 2004 um 16:54
In Antwort auf runa_12850644

Ich glaube nicht,
dass irgendjemand Calistra als "Sozialschmarotzer" bezeichnen würde. Ich bin nie davon ausgegangen, dass das ihr Ziel ist. Auch, dass sie "leichtfertig und naiv Kinder in die Welt setzt" würde ich nicht vermuten; dazu macht sie sich zu sehr Gedanken.

Die Diskussion ist erst weiter unten bei dem Beitrag von Jaba entstanden und hat eigentlich nicht mehr so viel mit dem Ausgangsthread von Calistra zu tun.

lg
kratzamkopp

Genau....
...das meinte ich auch!

gruß, tigerle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Dezember 2004 um 23:24

Hallo Calistra...
Ich weiß nicht, ob du dir die Beiträge noch durchliest- bin eben erst darüber gestolpert.

Also, erstmal etwas zu mir.
Ich bin 24 Jahre alt und habe eine 22 Monate alte Tochter. Jetzt bin ich wieder schwanger (in der 14. Woche). Ich habe keine Ausbildung, meine erste habe ich abgebrochen, die zweite steht im Moment wegen der Elternzeit "still". Aber ich werde diese Lehre, zumindest in dieser Firma, nicht weitermachen. (Als Automobilkauffrau) In meiner ersten Schwangerschaft wurde ich gemobbt und mußte mich zum Schluß sogar vom Frauenarzt zwangsbefreien lassen...
Mein Mann ist 33 Jahre alt und arbeitet im öffentlichen Dienst. Wir haben also ein relativ gesichertes Einkommen. Trotzdem läuft (wegen meiner Tochter- Windeln, Klamotten etc.) hin und wieder das Konto ins Minus.
Damals, ganz ehrlich, wollte ich unbedingt ein Kind und um jeden Preis. Ich fühlte mich bereit dazu und denke, wenigstens diese "Sache" (meine Tochter) habe ich ganz gut hinbekommen.
Jetzt hingegen, auch im Hinblick darauf, dass ich- wenn das zweite Kind alt genug für den Kindergarten ist- höchtenst halbtags in irgendeinem bescheuerten Laden an der Kasse sitzen kann- denke ich: So ein Mist!
Ich werde mit 25 mein Baby bekommen und bin dann 28 Jahre alt- werde ich dann noch eine Lehre machen können? Eine, die 3 Jahre dauert?
Vielleicht. Ganz ehrlich, ich würde das gerne alles nochmal ganz anders machen.
Vor allem, da mein Mann sicher auch nicht ewig Alleinverdiener sein will. Un ich will nicht in einem Laden an der Kasse sitzen.

Okay.
Calistra, du bist noch jung, dein Mann auch.
Lasst euch Zeit. Sichert erstmal alles ab- vor allem finanziell. Und dein Mann soll jede nur erdenkliche Möglichkeit wahrnehmen, eine Ausbildung oder etwas ähnliches zu bekommen. Sieh dir die Lage in unserem Land...
Dein Kinderwunsch in allen Ehren, ich verstehe ihn vollkommen. Und ich kann dir auch nichts vorschreiben- ich kann dir nur den einen Rat geben. Sorgt für ein gemütliches, sicheres Nest in dem euer(e) Baby(s) groß werden können, davon habt ihr mehr und eure Kinder auch.

Liebe Grüße und guten Rutsch
Michelle

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen