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Entscheidung: Kind bekommen/Abtreibung

24. April 2017 um 18:02 Letzte Antwort: 25. April 2017 um 10:22

Erstmal schönen guten Abend, 

am Samstag habe ich anhand eines Testes erfahren schwanger zu sein. Heute folgte ein Frauenarzttermin für den kommenden Freitag. Anhänglich dazu machte ich zur Sicherheit noch einen Test - erneut positiv! So viel dazu. Meine letzte Periode fing am 18. März an und sämtliche Apps errechnen wohl schon die 6. Woche (ich kenn mich da null aus). 

Kommen wir nun zum Gefühlsbad:
Ich erlebe eine ständige Achterbahn. Man muss dazu sagen, dass ich die Schwangerschaft geplant hatte, jedoch nicht damit rechnete, dass es funktionieren würde. Sowieso ist im Moment alles sehr komplex bei mir. Ich bin ein absoluter Kindermensch und würde nicht mal behaupten, das Kind nicht gut genug großziehen zu können. Wie gesagt - ich wollte es. 
Jetzt bin ich mir aber unglaublich unsicher und ich schäme mich zutiefst dafür. Die Sache ist, dass ich noch einige Schäden meiner letzten (ersten) Beziehung habe, was ein absoluter Blender war. Mit dem Wort Beziehung kann und möchte ich mich mittlerweile noch nicht anfreunden, führe seit einem Jahr allerdings ein Verhältnis mit einer Person, die ich sehr gerne habe und diese der Vater wäre. Allerdings empfinde ich keine Liebe, wir haben uns in der Zeit gegenseitig tierisch aufgebaut und mir ist bewusst, dass unser Verhältnis mehr als Freundschaft ist. Dennoch kann ich es nicht an mich ranlassen, sodass ich die Gefühle empfinde, die ich zuvor bei jemandem anderen hatte. Ich benötige Zeit.. selbstverständlich. Und dennoch machte ich Zukunftspläne, war mit dem Gedanken mit ihm glücklich und empfand, mit einer großen Veränderung, dessen Wunsch ich schon lange besitze, endgültig mich auf uns und meinem gewollten Kind konzentrieren zu können. 
Ich muss dazu erwähnen: Ich werde dieses Jahr noch 20 und befinde mich zurzeit in einer Ausbildung. Für mich persönlich kein Problem, da ich zielstrebig bin. 
Nun bin ich aber komplett überfordert. Ich spiel mit Gedanken einer Abtreibung, sehe dann andere Mütter und möchte doch fortfahren. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich zu entscheiden habe und denke zutiefst beschämend, was mir absolut klar ist. In etwa: "das Kind und das Band zu dieser Person bleibt dein Leben lang, eine Abtreibung würde dir die Zeit noch geben dein Leben erstmal noch paar Jahre auszuschöpfen und trotzdem könntest du irgendwann Mutter werden". Ich bin 19, hab mein halbes Leben mit einer sozialen Phobie und einem Blender verbracht und wollte dieses Jahr glücklicher werden. Ich weiß nur nicht, ob das der Weg sein sollte. 

Ich brauche unbedingt Rat. 

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24. April 2017 um 18:16

oh mensch

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24. April 2017 um 18:22
In Antwort auf foma_11881954

Erstmal schönen guten Abend, 

am Samstag habe ich anhand eines Testes erfahren schwanger zu sein. Heute folgte ein Frauenarzttermin für den kommenden Freitag. Anhänglich dazu machte ich zur Sicherheit noch einen Test - erneut positiv! So viel dazu. Meine letzte Periode fing am 18. März an und sämtliche Apps errechnen wohl schon die 6. Woche (ich kenn mich da null aus). 

Kommen wir nun zum Gefühlsbad:
Ich erlebe eine ständige Achterbahn. Man muss dazu sagen, dass ich die Schwangerschaft geplant hatte, jedoch nicht damit rechnete, dass es funktionieren würde. Sowieso ist im Moment alles sehr komplex bei mir. Ich bin ein absoluter Kindermensch und würde nicht mal behaupten, das Kind nicht gut genug großziehen zu können. Wie gesagt - ich wollte es. 
Jetzt bin ich mir aber unglaublich unsicher und ich schäme mich zutiefst dafür. Die Sache ist, dass ich noch einige Schäden meiner letzten (ersten) Beziehung habe, was ein absoluter Blender war. Mit dem Wort Beziehung kann und möchte ich mich mittlerweile noch nicht anfreunden, führe seit einem Jahr allerdings ein Verhältnis mit einer Person, die ich sehr gerne habe und diese der Vater wäre. Allerdings empfinde ich keine Liebe, wir haben uns in der Zeit gegenseitig tierisch aufgebaut und mir ist bewusst, dass unser Verhältnis mehr als Freundschaft ist. Dennoch kann ich es nicht an mich ranlassen, sodass ich die Gefühle empfinde, die ich zuvor bei jemandem anderen hatte. Ich benötige Zeit.. selbstverständlich. Und dennoch machte ich Zukunftspläne, war mit dem Gedanken mit ihm glücklich und empfand, mit einer großen Veränderung, dessen Wunsch ich schon lange besitze, endgültig mich auf uns und meinem gewollten Kind konzentrieren zu können. 
Ich muss dazu erwähnen: Ich werde dieses Jahr noch 20 und befinde mich zurzeit in einer Ausbildung. Für mich persönlich kein Problem, da ich zielstrebig bin. 
Nun bin ich aber komplett überfordert. Ich spiel mit Gedanken einer Abtreibung, sehe dann andere Mütter und möchte doch fortfahren. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich zu entscheiden habe und denke zutiefst beschämend, was mir absolut klar ist. In etwa: "das Kind und das Band zu dieser Person bleibt dein Leben lang, eine Abtreibung würde dir die Zeit noch geben dein Leben erstmal noch paar Jahre auszuschöpfen und trotzdem könntest du irgendwann Mutter werden". Ich bin 19, hab mein halbes Leben mit einer sozialen Phobie und einem Blender verbracht und wollte dieses Jahr glücklicher werden. Ich weiß nur nicht, ob das der Weg sein sollte. 

Ich brauche unbedingt Rat. 

Vielleicht
solltest du das Kind als neuen anfang/ Lebensabschnitt sehen. Ein Kind bringt grosse Veränderungen mit sich , aber meist positiv. Warum zweifelst du, was hindert dich genau an deinem mutter glück?

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24. April 2017 um 18:27
In Antwort auf neeno3

Vielleicht
solltest du das Kind als neuen anfang/ Lebensabschnitt sehen. Ein Kind bringt grosse Veränderungen mit sich , aber meist positiv. Warum zweifelst du, was hindert dich genau an deinem mutter glück?

Ja, so dachte ich auch. Natürlich nicht der einzige Sporn gewesen, ich liebe Kinder über alles. 

Zukunftsängste, plötzlicher Zu-Früh-Tick, Angst vor wiederkehrender Frust, total komisch. 

Hab leider 2 Threads eröffnet :/

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25. April 2017 um 10:04
In Antwort auf foma_11881954

Erstmal schönen guten Abend, 

am Samstag habe ich anhand eines Testes erfahren schwanger zu sein. Heute folgte ein Frauenarzttermin für den kommenden Freitag. Anhänglich dazu machte ich zur Sicherheit noch einen Test - erneut positiv! So viel dazu. Meine letzte Periode fing am 18. März an und sämtliche Apps errechnen wohl schon die 6. Woche (ich kenn mich da null aus). 

Kommen wir nun zum Gefühlsbad:
Ich erlebe eine ständige Achterbahn. Man muss dazu sagen, dass ich die Schwangerschaft geplant hatte, jedoch nicht damit rechnete, dass es funktionieren würde. Sowieso ist im Moment alles sehr komplex bei mir. Ich bin ein absoluter Kindermensch und würde nicht mal behaupten, das Kind nicht gut genug großziehen zu können. Wie gesagt - ich wollte es. 
Jetzt bin ich mir aber unglaublich unsicher und ich schäme mich zutiefst dafür. Die Sache ist, dass ich noch einige Schäden meiner letzten (ersten) Beziehung habe, was ein absoluter Blender war. Mit dem Wort Beziehung kann und möchte ich mich mittlerweile noch nicht anfreunden, führe seit einem Jahr allerdings ein Verhältnis mit einer Person, die ich sehr gerne habe und diese der Vater wäre. Allerdings empfinde ich keine Liebe, wir haben uns in der Zeit gegenseitig tierisch aufgebaut und mir ist bewusst, dass unser Verhältnis mehr als Freundschaft ist. Dennoch kann ich es nicht an mich ranlassen, sodass ich die Gefühle empfinde, die ich zuvor bei jemandem anderen hatte. Ich benötige Zeit.. selbstverständlich. Und dennoch machte ich Zukunftspläne, war mit dem Gedanken mit ihm glücklich und empfand, mit einer großen Veränderung, dessen Wunsch ich schon lange besitze, endgültig mich auf uns und meinem gewollten Kind konzentrieren zu können. 
Ich muss dazu erwähnen: Ich werde dieses Jahr noch 20 und befinde mich zurzeit in einer Ausbildung. Für mich persönlich kein Problem, da ich zielstrebig bin. 
Nun bin ich aber komplett überfordert. Ich spiel mit Gedanken einer Abtreibung, sehe dann andere Mütter und möchte doch fortfahren. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich zu entscheiden habe und denke zutiefst beschämend, was mir absolut klar ist. In etwa: "das Kind und das Band zu dieser Person bleibt dein Leben lang, eine Abtreibung würde dir die Zeit noch geben dein Leben erstmal noch paar Jahre auszuschöpfen und trotzdem könntest du irgendwann Mutter werden". Ich bin 19, hab mein halbes Leben mit einer sozialen Phobie und einem Blender verbracht und wollte dieses Jahr glücklicher werden. Ich weiß nur nicht, ob das der Weg sein sollte. 

Ich brauche unbedingt Rat. 

"Ich brauche unbedingt Rat."

Klingt jetzt vielleicht etwas wenig einfühlsam und typisch männlich, aber:
"Man muss dazu sagen, dass ich die Schwangerschaft geplant hatte,"

"am Samstag habe ich anhand eines Testes erfahren schwanger zu sein."

Freu dich, dein Plan hatte Erfolg; andere verfolgen den selben Plan und scheitern jahrelang.

"Allerdings empfinde ich keine Liebe, wir haben uns in der Zeit gegenseitig tierisch aufgebaut und mir ist bewusst, dass unser Verhältnis mehr als Freundschaft ist. Dennoch kann ich es nicht an mich ranlassen, sodass ich die Gefühle empfinde, die ich zuvor bei jemandem anderen hatte. Ich benötige Zeit.. selbstverständlich."

Liebe ist vielfältig; auch das was du ihm gegenüber empfindest kann Liebe sein oder zumindest dazu werden.

Ein Problem gibt es vielleicht lediglich dann noch, wenn er in deinen Plan nicht eingeweiht war; dann steht dir ein schwieriges Gespräch bevor.

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25. April 2017 um 10:22
In Antwort auf carn

"Ich brauche unbedingt Rat."

Klingt jetzt vielleicht etwas wenig einfühlsam und typisch männlich, aber:
"Man muss dazu sagen, dass ich die Schwangerschaft geplant hatte,"

"am Samstag habe ich anhand eines Testes erfahren schwanger zu sein."

Freu dich, dein Plan hatte Erfolg; andere verfolgen den selben Plan und scheitern jahrelang.

"Allerdings empfinde ich keine Liebe, wir haben uns in der Zeit gegenseitig tierisch aufgebaut und mir ist bewusst, dass unser Verhältnis mehr als Freundschaft ist. Dennoch kann ich es nicht an mich ranlassen, sodass ich die Gefühle empfinde, die ich zuvor bei jemandem anderen hatte. Ich benötige Zeit.. selbstverständlich."

Liebe ist vielfältig; auch das was du ihm gegenüber empfindest kann Liebe sein oder zumindest dazu werden.

Ein Problem gibt es vielleicht lediglich dann noch, wenn er in deinen Plan nicht eingeweiht war; dann steht dir ein schwieriges Gespräch bevor.

Wo du Recht hast, hast du Recht. Ich danke dir. Diese Schwankungen hat vermutlich jeder. 

Er wusste bescheid. 

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