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Elternzeit/Vaterschaftsurlaub

15. Januar 2017 um 11:47

Mich würden mal eure Meinungen bzw. Erfahrungen zu folgendem interessiern:

Mal angenommen die Freundin eines Mannes wird unerwartet schwanger. Er, mitten im Berufsleben und schon ausgelernt. Sie, am Anfang ihrer Karriere und in der wichtigen Ausbildung.
Jetzt will man als Mann ja seiner Freundin und dem ihr so wichtigen Karriereanfang keine Steine in den Weg legen und beansprucht für sich den großen Teil derElternzeit. Was ja möglich ist.

Nun so sagt man sollte ein Kind ja mit der Mutter aufwachsen und nicht jeder Mann ist sofort für sowas bereit/geschaffen.

Ich z.b. kann mir es einfach nicht vorstellen wie es gewesen wäre, wenn meine Mutter nicht immer zu 100% für mich da gewesen wäre. 
Allerdings ist es ja auch falsch, der Freundin (und egal was passiert der Mutter seines Kindes) die Zukunft deutlich zu erschweren.

Wie steht ihr zu diesem Thema?  Habt ihr Erfahrungen?


 

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15. Januar 2017 um 20:18

Ist doch toll, dass du ihr helfen würdest. Warum nicht!
Wir sind nicht mehr im Mittelalter.

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15. Januar 2017 um 20:27

Ich denke auch, sprecht das unter euch ab, und wenn sie das auch gerne so möchte dann mach das. Ich finde engagierte Väter sexy Allerdings müsst ihr halt überlegen wie ihr es gerade in den ersten 4-6 Monaten macht falls ihr stillen wollt (was ja sehr empfehlenswert ist). Dann müsstet ihr gegebenenfalls eine Lösung mit Abpumpen finden. Aber unmöglich ist auch das nicht
Ich finde auch dass Männer und Frauen nach Möglichkeit zu gleichen Teilen an Kindererziehung, Haushalt und Gelderwerb beteiligt sein sollten. Guck mal nach Norwegen, da ist sowas schon Gang und Gäbe

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15. Januar 2017 um 20:35

Schon vor über er 30 Jahren ging meine Mutter nach 4 Monaten wieder voll arbeiten und mein Vater war bis ich drei war zu hause (er war in der Abendschule). Ich habe mir mit meinem Mann die 14 Monate elternzeit/bzw Geld geteilt. Es war super. Ich glaube sowohl mein Sohn als auch ich und mein Mann habe davon profitiert, da die Väter so ein ganz anderes Verhältnis zu den Kindern aufbauen. Das nur die Mutter dem Kind das nötige geben kann finde ich absolut Quatsch. Es ist wie du sagst, der Mann muss dazu bereit sein. Wenn er es ist, kann und wird er dem Kind genau das geben was es braucht. Zumal die Mütter wenn sie arbeiten nicht völlig abwesend sind...

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15. Januar 2017 um 22:01
In Antwort auf lioness3579

Ist doch toll, dass du ihr helfen würdest. Warum nicht!
Wir sind nicht mehr im Mittelalter.

Ja die Bedenken kommen davon, dass man immer hört, dass das Kind eine Zeit mit der Mutter aufwachsen muss. 
Generell hätte ich kein Problem damit.

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15. Januar 2017 um 22:08
In Antwort auf juppiduh

Ich denke auch, sprecht das unter euch ab, und wenn sie das auch gerne so möchte dann mach das. Ich finde engagierte Väter sexy Allerdings müsst ihr halt überlegen wie ihr es gerade in den ersten 4-6 Monaten macht falls ihr stillen wollt (was ja sehr empfehlenswert ist). Dann müsstet ihr gegebenenfalls eine Lösung mit Abpumpen finden. Aber unmöglich ist auch das nicht
Ich finde auch dass Männer und Frauen nach Möglichkeit zu gleichen Teilen an Kindererziehung, Haushalt und Gelderwerb beteiligt sein sollten. Guck mal nach Norwegen, da ist sowas schon Gang und Gäbe

Ja man fragt sich eh immer, wie in Norwegen Dinge funktionieren, die hier utopisch erscheinen.
Liegt wohl an der Luft :p
Ja stillen muss sein aber gibt es für das Baby kein Problem mit der Entwicklung, wenn die Nähe zur Mutter fehlt?
Noch bin ich nicht in dieser Situation, aber klar würde ich mich dann nicht weigern. 
Interesaiert mich einfach, wie andere dies machen oder machen würden.
 

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15. Januar 2017 um 22:09
In Antwort auf dunderdun

Ja die Bedenken kommen davon, dass man immer hört, dass das Kind eine Zeit mit der Mutter aufwachsen muss. 
Generell hätte ich kein Problem damit.

Wie schon erwähnt, das Stillen kann Mann nicht übernehmen, sonst aber eigentlich alles. Durch die aktuellen Elterngeldregeln hättet Ihr auch die Möglichkeit, beide ab Geburt / nach Mutterschutz Teilzeit zu arbeiten.

Ich finde es immer gut, wenn Eltern diesen Weg gehen und den Vater durch Elternzeit stark einbeziehen. Dann fangen nämlich die Arbeitgeber auch so gaaanz langsam an umzudenken.

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15. Januar 2017 um 22:22
In Antwort auf 3bananapancakes

Schon vor über er 30 Jahren ging meine Mutter nach 4 Monaten wieder voll arbeiten und mein Vater war bis ich drei war zu hause (er war in der Abendschule). Ich habe mir mit meinem Mann die 14 Monate elternzeit/bzw Geld geteilt. Es war super. Ich glaube sowohl mein Sohn als auch ich und mein Mann habe davon profitiert, da die Väter so ein ganz anderes Verhältnis zu den Kindern aufbauen. Das nur die Mutter dem Kind das nötige geben kann finde ich absolut Quatsch. Es ist wie du sagst, der Mann muss dazu bereit sein. Wenn er es ist, kann und wird er dem Kind genau das geben was es braucht. Zumal die Mütter wenn sie arbeiten nicht völlig abwesend sind...

Danke, genau solche Erfahrungsberichte helfen mir.
Ich höre immer die Mutter sollte das machen, aber wie so oft ist das altes Denken. 

On ich mal vor diesem Szenario stehe zeigt sich. Interessant ist es alle mal von Erfahrenen zu hören.

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15. Januar 2017 um 22:28
In Antwort auf waldmeisterin1

Wie schon erwähnt, das Stillen kann Mann nicht übernehmen, sonst aber eigentlich alles. Durch die aktuellen Elterngeldregeln hättet Ihr auch die Möglichkeit, beide ab Geburt / nach Mutterschutz Teilzeit zu arbeiten.

Ich finde es immer gut, wenn Eltern diesen Weg gehen und den Vater durch Elternzeit stark einbeziehen. Dann fangen nämlich die Arbeitgeber auch so gaaanz langsam an umzudenken.

Ok danke.
ich merke schon in welche Richtung die Meinungen belaufen. 
Freut mich ehrlich gesagt auch. Damt kann ich mich auch anfreunden.

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15. Januar 2017 um 23:42

Das Kind wächst ja nicht ohne Mutter auf. In Familien mit "klassischem" Midell sagt man ja auch nicht, dass das Kind ohne Vater aufwächst. Nähe etc kann sie ja geben, wenn sie von def Arbeit wieder daheim ist. Man muss einfach weg von diesem alten und doch sehr deutschen Denken. Erst heute habe ich wieder einen interessanten Artikel zu diesem Modell gelesen...

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16. Januar 2017 um 0:49

Ja scheint echt verbreitet zu sein.
Danke für deine Antwort.

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16. Januar 2017 um 5:57

Ein Kind braucht eine liebevolle feste Bezugsperson. Ob das jetzt Mutter, Vater oder Oma ist, ist m.E. egal, solange diese Person die Rolle gut ausfüllt.
Stillen wäre der einzige Aspekt, aber nicht jedes Kind wird gestillt, auch wenn es bei der Mama ist... Oder man behilft sich wirklich mit abgepumpter Milch, was ich mir aber im Joballtag unrealistisch vorstelle. Wann soll das die Mutter abpumpen...

So Sprüche "da Kind muss zur MUTTER" stammen noch von früheren Zeiten, wohl um auszudrücken, dass das Kind eine feste Bezugsperson braucht und die damalige "Rolle der Frau" (Kinder, Küche, Kirche) zu festigen und Selbständigkeit zu unterbinden 😉.

also mach dir keine Sorgen, in fortschrittlicheren  Kreisen ist der Mann in Elternzeit ein kleiner Held 😊.

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16. Januar 2017 um 11:50

Mein Mann und ich haben die "Rollen getauscht". Wir haben 2014 eine Tochter bekommen. Ich hatte einen neuen Job und Stand am Anfang meiner Karriere (nach Studium und langer Arbeitslosigkeit)........

Ich bin nach dem Mutterschutz (8 Wochen) wieder arbeiten gegangen und mein Mann hat 12 Monate Elternzeit genommen und danach seinen Job gekündigt, da sein Chef im keine Teilzeit anbieten wollte und konnte.... dann hat er saisonal auf Teilzeit gearbeitet und ist nun arbeitslos und sucht eine neue Teilzeitstelle bzw. möchte eine neue Ausbildung als Erzieher machen.....

Ich arbeite Vollzeit. Mein Mann versorgt die Kleine (diese geht jetzt aber in die Kita), schmeisst den Haushalt und ist zu 100 % Hausmann......

Der Papa wickelt, kocht das Esssen und bringt die Kleine jeden Abend ins Bett......
 

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16. Januar 2017 um 13:10
In Antwort auf dunderdun

Mich würden mal eure Meinungen bzw. Erfahrungen zu folgendem interessiern:

Mal angenommen die Freundin eines Mannes wird unerwartet schwanger. Er, mitten im Berufsleben und schon ausgelernt. Sie, am Anfang ihrer Karriere und in der wichtigen Ausbildung.
Jetzt will man als Mann ja seiner Freundin und dem ihr so wichtigen Karriereanfang keine Steine in den Weg legen und beansprucht für sich den großen Teil derElternzeit. Was ja möglich ist.

Nun so sagt man sollte ein Kind ja mit der Mutter aufwachsen und nicht jeder Mann ist sofort für sowas bereit/geschaffen.

Ich z.b. kann mir es einfach nicht vorstellen wie es gewesen wäre, wenn meine Mutter nicht immer zu 100% für mich da gewesen wäre. 
Allerdings ist es ja auch falsch, der Freundin (und egal was passiert der Mutter seines Kindes) die Zukunft deutlich zu erschweren.

Wie steht ihr zu diesem Thema?  Habt ihr Erfahrungen?


 

Nunja
Kannst du dich an deine ersten 1-2 lebensjahre erinnern? Wer da für dich da war ob mutter oder vater? Wohl nicht .
Es ist nun mal so das viele und das geht oft von den männern aus das alte muster im kopf haben. Frau erzieht kinder und schwingt den haushalt und mann geht von morgens bis abends arbeiten und verdient das geld.
Dazu kommt das es finanziell ( wenn frau nicht mehr als der mann verdient ) es schwer ist den mann die elternzeit zu überlassen.
Gibt auch frauen die pumpen die milch ab und gehen dann arbeiten also auch das ist eig möglich wenn man das wirklich will.

Ich finde es schön wenn das bei anderen so klappt. Aber ist wie gesagt leider oft die finanzielle frage. Und ob vater oder mutter dem kind die nähe geben- ist egal. Wichtig ist das jemand voll für das würmchen da ist und es mit liebe erzogen wird.

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