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Elterngeld / 2. Kind ??

9. November 2006 um 12:59

Hallo ihr,

mich würde mal interessieren, wie ihr das löst bzw. welche Gedanken ihr euch dazu macht...

wenn man das Elterngeld ja nur 12 Monate bekommt, will man doch nicht gleich wieder arbeiten gehen, wenn das Kleine erst 1 Jahr ist ? denn wo gibt man das Kind dann hin bzw. früher hatte man ja die 3 Jahre Erziehungsurlaub.

am besten wär doch, dann theoretisch dann gleich das 2. Kind zu bekommen, um dann wieder 12 Monate das Elterngeld zu bekommen ??

Aber dann ??? dann hat man 2 Kinder, das eine ist 1 Jahr, das andere ist 2, dann kann man doch erst recht nicht arbeiten gehen ???

vielleich steh ich auch nur einfach auf dem Schlauch.

wie denkt ihr darüber bzw. wie habt ihr das "geplant" ???

lg
Dalvanizia

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9. November 2006 um 15:30

In den sauren Apfel beißen
Hallo Dalvanizia,
die drei Jahre Elternzeit, in denen du dich von der Arbeit beurlauben lassen kannst, gibt es ja immer noch, nur bekommt man jetzt statt zwei Jahren Erziehungsgeld und evtl. einem dritten Jahr Landeserziehungsgeld nur noch ein Jahr Elterngeld bzw. das Elterngeld auf zwei Jahre gestreckt.
Bei der schlechten Betreuungslandschaft in (West-)Deutschland wird es wohl so sein, dass viele, die ihr Kind nicht nach einem Jahr schon in Betreuung geben können oder wollen, ohne Verdienst zu Hause bleiben und der Partner dann für das Einkommen sorgt. Und für das Geschwisterkind gäbe es ja auch nicht mehr das volle Elterngeld wie beim ersten, sondern nur noch die 300 plus Geschwisterbonus (75 glaub ich). Wenn ich das richtig verstanden habe.
Mein Mann und ich haben uns darauf geeinigt, dass ich nach der Geburt auf jeden Fall die volle Elternzeit zu Hause bleibe und dass in diesem Zeitraum dann schon das zweite Kind kommen könnte (so nach zweieinhalb Jahren etwa) und ich dann wieder Elternzeit in Anspruch nehme. Die Konsequenz ist aber, dass mein Mann, zumal wir ja mehrere Kinder haben wollen, die nächsten ca. 6 Jahre allein für die Familie aufkommen muss. Das wird nicht leicht, da müssen wir uns ganz schön nach der Decke strecken, aber wir haben uns so entschieden.
LG Diana

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9. November 2006 um 16:49
In Antwort auf bergfee27

In den sauren Apfel beißen
Hallo Dalvanizia,
die drei Jahre Elternzeit, in denen du dich von der Arbeit beurlauben lassen kannst, gibt es ja immer noch, nur bekommt man jetzt statt zwei Jahren Erziehungsgeld und evtl. einem dritten Jahr Landeserziehungsgeld nur noch ein Jahr Elterngeld bzw. das Elterngeld auf zwei Jahre gestreckt.
Bei der schlechten Betreuungslandschaft in (West-)Deutschland wird es wohl so sein, dass viele, die ihr Kind nicht nach einem Jahr schon in Betreuung geben können oder wollen, ohne Verdienst zu Hause bleiben und der Partner dann für das Einkommen sorgt. Und für das Geschwisterkind gäbe es ja auch nicht mehr das volle Elterngeld wie beim ersten, sondern nur noch die 300 plus Geschwisterbonus (75 glaub ich). Wenn ich das richtig verstanden habe.
Mein Mann und ich haben uns darauf geeinigt, dass ich nach der Geburt auf jeden Fall die volle Elternzeit zu Hause bleibe und dass in diesem Zeitraum dann schon das zweite Kind kommen könnte (so nach zweieinhalb Jahren etwa) und ich dann wieder Elternzeit in Anspruch nehme. Die Konsequenz ist aber, dass mein Mann, zumal wir ja mehrere Kinder haben wollen, die nächsten ca. 6 Jahre allein für die Familie aufkommen muss. Das wird nicht leicht, da müssen wir uns ganz schön nach der Decke strecken, aber wir haben uns so entschieden.
LG Diana

Ja aber......
... wie soll das gehen, wenn man noch Haus, Hund, etc.... unterhalten muß ????? ist ja echt unmöglich !!!



LG
D.

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10. November 2006 um 10:25
In Antwort auf jenn_12885896

Ja aber......
... wie soll das gehen, wenn man noch Haus, Hund, etc.... unterhalten muß ????? ist ja echt unmöglich !!!



LG
D.

Es wird einem echt nicht leicht gemacht
Uns geht's genauso. Wir haben gerade ein Haus gekauft. Und wir verdienen beide in etwa gleich viel. Mein Mann nur ca. 300 Euro mehr als ich. Das Elterngeld federt das Ärgste zwar ab, aber nach einem Jahr steht man dann da. Und die Kosten steigen ja weiter, zumal dann ein dritter Esser versorgt sein will. Die Politik hat bei diesem tollen Spielchen mal wieder von der völlig falschen Seite gedacht. Dieses Elterngeld kostet den Staat Milliarden, bringt aber nichts, weil die Eltern es für den privaten Konsum verbrauchen, also hat das keine langfristige Wirkung. Die Betreuungslandschaft ist so beschissen wie vorher. Da hätte man das viele Geld investieren müssen. So zwingt man die Leute entweder in das traditionelle Familienmodell oder sorgt dafür, dass die Eltern sich absolut verbiegen müssen, um für ihre Einjährigen Betreuungsangebote zu organisieren. Ich hab doch erlebt wie das bei meinem Patenkind war. Die Öffnungszeiten für den Kindergarten sind sowas von starr. Eben total an den Bedürfnissen arbeitender Eltern vorbei. Wenn man so wie meine Mutter damals vormittags zu Hause ist, kann man sich um viertel vor zwölf auf den Weg zum Kindergarten machen, nachdem man den Haushalt aufgemöbelt hat. Aber versuch das mal im Job, wenn dann auch noch eine Fahrzeit von 30 Min. dazukommt... Frau von der Leyen soll bloß nicht so großkotzig tun. Für diejenigen, die wirklich nach einem Jahr wieder auf beide Einkommen angewiesen sind, ist überhaupt nichts passiert. Diese ganzen Lippenbekenntnisse von wegen "Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz" - ich kann's nicht mehr hören. Dann sollen sie doch zugeben, dass sie das Allein-Verdiener-Modell wollen und den Vätern entsprechend gutes Geld zahlen.

So, genug geschimpft...

LG Diana

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10. November 2006 um 12:29
In Antwort auf bergfee27

Es wird einem echt nicht leicht gemacht
Uns geht's genauso. Wir haben gerade ein Haus gekauft. Und wir verdienen beide in etwa gleich viel. Mein Mann nur ca. 300 Euro mehr als ich. Das Elterngeld federt das Ärgste zwar ab, aber nach einem Jahr steht man dann da. Und die Kosten steigen ja weiter, zumal dann ein dritter Esser versorgt sein will. Die Politik hat bei diesem tollen Spielchen mal wieder von der völlig falschen Seite gedacht. Dieses Elterngeld kostet den Staat Milliarden, bringt aber nichts, weil die Eltern es für den privaten Konsum verbrauchen, also hat das keine langfristige Wirkung. Die Betreuungslandschaft ist so beschissen wie vorher. Da hätte man das viele Geld investieren müssen. So zwingt man die Leute entweder in das traditionelle Familienmodell oder sorgt dafür, dass die Eltern sich absolut verbiegen müssen, um für ihre Einjährigen Betreuungsangebote zu organisieren. Ich hab doch erlebt wie das bei meinem Patenkind war. Die Öffnungszeiten für den Kindergarten sind sowas von starr. Eben total an den Bedürfnissen arbeitender Eltern vorbei. Wenn man so wie meine Mutter damals vormittags zu Hause ist, kann man sich um viertel vor zwölf auf den Weg zum Kindergarten machen, nachdem man den Haushalt aufgemöbelt hat. Aber versuch das mal im Job, wenn dann auch noch eine Fahrzeit von 30 Min. dazukommt... Frau von der Leyen soll bloß nicht so großkotzig tun. Für diejenigen, die wirklich nach einem Jahr wieder auf beide Einkommen angewiesen sind, ist überhaupt nichts passiert. Diese ganzen Lippenbekenntnisse von wegen "Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz" - ich kann's nicht mehr hören. Dann sollen sie doch zugeben, dass sie das Allein-Verdiener-Modell wollen und den Vätern entsprechend gutes Geld zahlen.

So, genug geschimpft...

LG Diana

Hallo Diana!
Du sprichst mir aus der Seele!
Ich persönlich halte diese neue Elterngeldregelung für totalen Blödsinn - auch wenn ich jetzt in gewisser Weise selber davon (durch den Geschwisterbonus) profitiere.
Aber ich bin genau der gleichen Meinung, daß es besser gewesen wäre, das Geld in bessere bzw. mehr Betreuungsplätze zu investieren. Ich frage mich sowieso, wie der Staat das alles finanzieren will - bin gespannt, wie lange das Geld reicht.
Ich habe mich jetzt kürzlich nach einem Krippenplatz für meinen Sohn (13 Monate) umgesehen, weil wir im März unser zweites Kind erwarten und ich - seit ich Mutter bin - für meine alte Firma ein paar Stunden die Woche von zu Hause aus arbeite. Mit einem Kind ging das auch noch ganz gut, aber wenn das Zweite da ist, wollte ich meinen Großen einfach für ein paar Stunden gut versorgt wissen, in denen ich mich dann auf meine Arbeit und auf "nur" ein Kind konzentrieren kann. Tja - schön gedacht, nur ist es nach wie vor schwierig einen Krippenplatz zu bekommen, selbst wenn man so flexibel ist wie ich und sich seine Zeit frei einteilen kann. Jetzt stehe ich erst mal auf der Warteliste...

Tatsache ist einfach, daß man in Deutschland nach wie vor ganz schön hängengelassen wird, wenn man als Frau und Mutter trotzdem arbeiten gehen muß bzw. will. Und da wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nichts d'ran ändern.

LG
Sonja

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10. November 2006 um 14:38
In Antwort auf kirsi_12838697

Hallo Diana!
Du sprichst mir aus der Seele!
Ich persönlich halte diese neue Elterngeldregelung für totalen Blödsinn - auch wenn ich jetzt in gewisser Weise selber davon (durch den Geschwisterbonus) profitiere.
Aber ich bin genau der gleichen Meinung, daß es besser gewesen wäre, das Geld in bessere bzw. mehr Betreuungsplätze zu investieren. Ich frage mich sowieso, wie der Staat das alles finanzieren will - bin gespannt, wie lange das Geld reicht.
Ich habe mich jetzt kürzlich nach einem Krippenplatz für meinen Sohn (13 Monate) umgesehen, weil wir im März unser zweites Kind erwarten und ich - seit ich Mutter bin - für meine alte Firma ein paar Stunden die Woche von zu Hause aus arbeite. Mit einem Kind ging das auch noch ganz gut, aber wenn das Zweite da ist, wollte ich meinen Großen einfach für ein paar Stunden gut versorgt wissen, in denen ich mich dann auf meine Arbeit und auf "nur" ein Kind konzentrieren kann. Tja - schön gedacht, nur ist es nach wie vor schwierig einen Krippenplatz zu bekommen, selbst wenn man so flexibel ist wie ich und sich seine Zeit frei einteilen kann. Jetzt stehe ich erst mal auf der Warteliste...

Tatsache ist einfach, daß man in Deutschland nach wie vor ganz schön hängengelassen wird, wenn man als Frau und Mutter trotzdem arbeiten gehen muß bzw. will. Und da wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nichts d'ran ändern.

LG
Sonja

Jajaja...
soviel zum Thema Sozialstaat und familienfreundlich... Im Prinzip wollen die das doch so, dass man nur noch weniger Kinder bekommt. Schlimm, dieses Land, in jeglicher Hinsicht!

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10. November 2006 um 16:57

Elterngeld ist mehr als Erziehungsgeld
und damit auch familienfreundlicher. Zumindest wenn man sein Kind nach dem 1.1.07 bekommt und vor der SChawngerschaft arbeiten war! Ganz ehrlich: Man bekommt 67 Prozent vombisherigen GEhalt, wenn man "wenig" verdient hat (unter 1000 Eur) kann man unter Umständen sogar bis zu 100 Prozent bekommen. Im Gegensatz zu dem jetzigen Erziehungsgeld, was viele die vorher arbeiten waren gar nicht bekommen und wenn dann auch nur 300 Eur auf zwei Jahre. Ein Rechenbeispiel: Ich bekäme um die 800 Eur Elterngeld, auf zwei Jahre sind das monatlich gesehen 400 Eur. Ob ich das Erziehungsgeld (wenn dann ein Jahr 450 Eur) bekomme steht noch in den Sternen, der Antrag ist grad in der Bearbeitung - aber es sieht nicht gut aus! Insofern ist das doch nicht schlecht was man als Elterngeld bekommen würde (außer bei Studenten, Azubis und Arbeitslosen, denn ich denke auch: nur 300 Eur für ein Jahr ist echt wenig!). Und ich gebe euch auch recht: In Betreuungsplätzen wäre das Geld sicher besser angelegt!

LG
Angelheart1501 mit Anika Aline (7 Wochen)

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