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Einfach nur traurig

27. August 2010 um 10:31 Letzte Antwort: 29. August 2010 um 16:29

habe bereits ein sternenkind still gebären müssen, und am letzten WE hatte ich einen Frühabort, geblutet wie verrückt, vorher vorfreunde, da test positiv war und jetzt doch in der
6 ssw verloren, beim FA untersucht, gebärmutter ist leer, (keine reste mehr drin), war ein natürlicher abgang und
die ärztin meinte, passiert in vielen fäller, oft wissen die frauen gar nciht, daß se schwanger waren, da nur verstärkte blutungen wie periode...
blut wurde gecheckt, mittlerweile auch keine hormone mehr drin...

klar denke ich mir, besser so, als wenn es erst später passiert wäre, dennoch traurig...

ich kann daß wort "laune der natur" auch nicht mehr hören...soviele kriegen gesunde kinder und kümmern sich nicht drum und viele sind ungewollt kinderlos((

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27. August 2010 um 11:06

Die schwierigkeit mit der akkzeptanz der natur
naja, das problem in unserer gesellschaft ist unser gewachsener perfektionsanspruch und die entfremdung von der natur, glaube ich jedenfalls.

letztendlich sollte man nicht von einer laune der natur reden, sondern eher von den schutzmechanismen der natur. nimmt man alle schwangerschaften zusammen, erkannte und unerkannte, muss man wohl davon ausgehen, dass jede zweite ss aufgrund fehlerhafter kindanlagen zu einem abort führt. von jeder erkannten ss führt immer noch ein viertel zum abort! schwere gendefekte oder organfehlbildungen sind dafür zu beschuldigen...

ich habe dienstag früh meine kleine erbse (11.ssw+2) verloren. obwohl ich vom verstand her weiss, dass es so besser ist, darf ich vom herzen her aufgrund der enttäuschten hoffnung und erwartung trauern. hatte mich riesig auf das kind gefreut und gedacht, dass ich das schwierige erste ss-drittel ja schon fast geschafft hätte... - vonwegen!

aber große freude und großes leid liegen im leben nun mal eng beinander.

richtig blöd finde ich in diesem zusammenhang, dass das thema fehlgeburten meistens im zusammenhang kinderwunsch und schwangerschaft nicht ausreichend thematisiert wird. erst jetzt, wo ich selbst eine fg hatte, stelle ich fest, wieviele betroffene es gibt, ja sogar persönlich kenne, die mir dann im nachhinein sagen, sie hätten selbst ja auch schon zwei fg gehabt...
die foren sind hierbei auch recht hilfreich.
schade ist nur, dass mir scheint, als ob eben wegen dieses perfektionsanspruches unserer gesellschaft das thema fehlgeburt nicht ausreichend und mutig offen auch schon im vorfeld diskutiert wird und jede betroffen dann irgendwie auch so einene kleinen minderwertgkeitskomplex bekommt und enorme zweifel an sich selber als frau entstehen. obwohl eben auch fehlgeburten, wenn sie bei 50% aller ss auftreten können, eine ganz natürlich sache sind.
desweiteren hat sich unser alltägliches leben soweit von der
natur entfernt, dass es für uns schwieriger geworden ist, etwas anzunehmen, was wir nicht beeinflussen können.

ich glaube, wenn ich versuche, meine fg unter diesen aspekten zu sehen, kann ich auch meinen verlust besser verarbeiten und kann dann in zukunft offen auf ein neues an die verwirklichung meines kinderwunsches gehen.

ich wünsche dir die notwendige kraft und vor allem einen partner, der dich fest in den arm nimmt und in der trauer nicht alleine lässt. lg

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27. August 2010 um 20:05
In Antwort auf abiah_12883593

Die schwierigkeit mit der akkzeptanz der natur
naja, das problem in unserer gesellschaft ist unser gewachsener perfektionsanspruch und die entfremdung von der natur, glaube ich jedenfalls.

letztendlich sollte man nicht von einer laune der natur reden, sondern eher von den schutzmechanismen der natur. nimmt man alle schwangerschaften zusammen, erkannte und unerkannte, muss man wohl davon ausgehen, dass jede zweite ss aufgrund fehlerhafter kindanlagen zu einem abort führt. von jeder erkannten ss führt immer noch ein viertel zum abort! schwere gendefekte oder organfehlbildungen sind dafür zu beschuldigen...

ich habe dienstag früh meine kleine erbse (11.ssw+2) verloren. obwohl ich vom verstand her weiss, dass es so besser ist, darf ich vom herzen her aufgrund der enttäuschten hoffnung und erwartung trauern. hatte mich riesig auf das kind gefreut und gedacht, dass ich das schwierige erste ss-drittel ja schon fast geschafft hätte... - vonwegen!

aber große freude und großes leid liegen im leben nun mal eng beinander.

richtig blöd finde ich in diesem zusammenhang, dass das thema fehlgeburten meistens im zusammenhang kinderwunsch und schwangerschaft nicht ausreichend thematisiert wird. erst jetzt, wo ich selbst eine fg hatte, stelle ich fest, wieviele betroffene es gibt, ja sogar persönlich kenne, die mir dann im nachhinein sagen, sie hätten selbst ja auch schon zwei fg gehabt...
die foren sind hierbei auch recht hilfreich.
schade ist nur, dass mir scheint, als ob eben wegen dieses perfektionsanspruches unserer gesellschaft das thema fehlgeburt nicht ausreichend und mutig offen auch schon im vorfeld diskutiert wird und jede betroffen dann irgendwie auch so einene kleinen minderwertgkeitskomplex bekommt und enorme zweifel an sich selber als frau entstehen. obwohl eben auch fehlgeburten, wenn sie bei 50% aller ss auftreten können, eine ganz natürlich sache sind.
desweiteren hat sich unser alltägliches leben soweit von der
natur entfernt, dass es für uns schwieriger geworden ist, etwas anzunehmen, was wir nicht beeinflussen können.

ich glaube, wenn ich versuche, meine fg unter diesen aspekten zu sehen, kann ich auch meinen verlust besser verarbeiten und kann dann in zukunft offen auf ein neues an die verwirklichung meines kinderwunsches gehen.

ich wünsche dir die notwendige kraft und vor allem einen partner, der dich fest in den arm nimmt und in der trauer nicht alleine lässt. lg

Schöne worte
hallo , ich finde du hast sehr schön geschrieben, es hat einen wirklich zum nachdenken gebracht..
ja mit fehlgeburt, man fragt sich ja selbst, hat man was falsch gemachtund sucht selbst die schuld...
ich glaube man muß es akzeptieren und wirklich so sehen, daß "es besser so ist" als wenn ein schwerkrankes kind, daß nicht lebensfährig wäre..

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28. August 2010 um 9:27
In Antwort auf frigga_12950068

Schöne worte
hallo , ich finde du hast sehr schön geschrieben, es hat einen wirklich zum nachdenken gebracht..
ja mit fehlgeburt, man fragt sich ja selbst, hat man was falsch gemachtund sucht selbst die schuld...
ich glaube man muß es akzeptieren und wirklich so sehen, daß "es besser so ist" als wenn ein schwerkrankes kind, daß nicht lebensfährig wäre..

Hallo ihr zwei
Habe gestern erfahren, das mein Baby tot ist. Bin 10+2, dachte auch das ich es bald geschafft habe. Das Herz hat einfach aufgehört zu schlagen. Man konnte auch keine Venenströme mehr sehen. Jetzt sitz ich hier mit dem toten Kind im Bauch und warte auf Montag wo ich noch eine Untersuchung bei einem anderen Arzt habe und Di evtl. ins KH zur Ausschabung. Mir wäre es lieber es würde am Wochenende von selbst abgehen, aber ich fühl mich so wie immer und Blutung habe ich keine. Ich habe gestern die kleinen Füßchen im US sehen können. Ich fühl mich wie im Traum. Ich will das es aus mir rausgeht. Und immer die Frage warum muß gerade ich zu den 10-20% gehören denen das passiert während um mich rum ständig neue SSW entstehen zum Teil ungewollt. Ich möchte natürlich kein krankes oder behindertes Kind, ich rede immer mit mir das es so besser ist aber die Frage nach dem Warum bleibt.

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28. August 2010 um 9:59
In Antwort auf abiah_12883593

Die schwierigkeit mit der akkzeptanz der natur
naja, das problem in unserer gesellschaft ist unser gewachsener perfektionsanspruch und die entfremdung von der natur, glaube ich jedenfalls.

letztendlich sollte man nicht von einer laune der natur reden, sondern eher von den schutzmechanismen der natur. nimmt man alle schwangerschaften zusammen, erkannte und unerkannte, muss man wohl davon ausgehen, dass jede zweite ss aufgrund fehlerhafter kindanlagen zu einem abort führt. von jeder erkannten ss führt immer noch ein viertel zum abort! schwere gendefekte oder organfehlbildungen sind dafür zu beschuldigen...

ich habe dienstag früh meine kleine erbse (11.ssw+2) verloren. obwohl ich vom verstand her weiss, dass es so besser ist, darf ich vom herzen her aufgrund der enttäuschten hoffnung und erwartung trauern. hatte mich riesig auf das kind gefreut und gedacht, dass ich das schwierige erste ss-drittel ja schon fast geschafft hätte... - vonwegen!

aber große freude und großes leid liegen im leben nun mal eng beinander.

richtig blöd finde ich in diesem zusammenhang, dass das thema fehlgeburten meistens im zusammenhang kinderwunsch und schwangerschaft nicht ausreichend thematisiert wird. erst jetzt, wo ich selbst eine fg hatte, stelle ich fest, wieviele betroffene es gibt, ja sogar persönlich kenne, die mir dann im nachhinein sagen, sie hätten selbst ja auch schon zwei fg gehabt...
die foren sind hierbei auch recht hilfreich.
schade ist nur, dass mir scheint, als ob eben wegen dieses perfektionsanspruches unserer gesellschaft das thema fehlgeburt nicht ausreichend und mutig offen auch schon im vorfeld diskutiert wird und jede betroffen dann irgendwie auch so einene kleinen minderwertgkeitskomplex bekommt und enorme zweifel an sich selber als frau entstehen. obwohl eben auch fehlgeburten, wenn sie bei 50% aller ss auftreten können, eine ganz natürlich sache sind.
desweiteren hat sich unser alltägliches leben soweit von der
natur entfernt, dass es für uns schwieriger geworden ist, etwas anzunehmen, was wir nicht beeinflussen können.

ich glaube, wenn ich versuche, meine fg unter diesen aspekten zu sehen, kann ich auch meinen verlust besser verarbeiten und kann dann in zukunft offen auf ein neues an die verwirklichung meines kinderwunsches gehen.

ich wünsche dir die notwendige kraft und vor allem einen partner, der dich fest in den arm nimmt und in der trauer nicht alleine lässt. lg

Richtig!
Ich kann Dir nur zustimmen. Du hast wirklich sehr gut geschrieben und sprichst vielen Frauen,die eine Fehlgeburt hatten aus der Seele.
Natürlich gibt einem keiner die Schuld für die FG, aber hinter jeder Frage (Hast Du Fohlsäure genommen? Hast Du Dich auch gesund ernährt? Hattest Du viel Stress?) vermutet man einen persönlichen Angriff und eine Schuldzuweisung.Ich bin nach der FG vielen erst einmal aus dem Weg gegangen, da ich Angst und wirklich starke Minderwertigkeitskomplexe hatte.
Nun hatte ich nach meiner FG auch noch eine Eileiterschwangerschaft. Meine Umgebung fragt nicht mehr nach, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass sie mich alle seltsam anschauen und sich denken: "Die kann keine Kinder kriegen." oder "Irgendetwas stimmt mit ihr nicht."
Wenn ich versuche mich rechtzufertigen und zu die Zahlen erwähne, dass jede zweite Ss abgeht und einfach jede 100. Ss eine Eileiterschwangerschaft ist und es mich leider getroffen hat,... dann ändert das nichts!
Diese Themen sind in unserer Gesellschaft nicht erwünscht. Man redet über Hochzeiten, Geburten oder auch Schwangerschaften... aber nicht über eine unglückliche Schwangerschaft.
Trotzdem gebe ich zu, dass es schwierig ist, den Schutzmechanismus (Laune) der Natur anzunehmen. Man denkt sich warum trifft es mich? Warum hätte mein Kind nicht gesund sein können?
Man wollte es doch so haben, man liebt es schon so sehr...
Andere arbeiten bewusst gegen die Schwangerschaft an,trinken Alkohol, rauchen usw und bekommen trotzdem gesunde Kinder. Das ist schon schwierig zu akzeptieren, oder?
Vielleicht kannst Du ja mal die Gesellschaft erziehen und etwas auf die Beine stellen, damit man sich nicht noch wegen des Ansehen in der Gesellschaft schlecht fühlen muss, sondern "nur" den Verlust des Kindes verarbeiten muss.
Alles Gute für Euch!

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28. August 2010 um 10:54
In Antwort auf bea71977

Hallo ihr zwei
Habe gestern erfahren, das mein Baby tot ist. Bin 10+2, dachte auch das ich es bald geschafft habe. Das Herz hat einfach aufgehört zu schlagen. Man konnte auch keine Venenströme mehr sehen. Jetzt sitz ich hier mit dem toten Kind im Bauch und warte auf Montag wo ich noch eine Untersuchung bei einem anderen Arzt habe und Di evtl. ins KH zur Ausschabung. Mir wäre es lieber es würde am Wochenende von selbst abgehen, aber ich fühl mich so wie immer und Blutung habe ich keine. Ich habe gestern die kleinen Füßchen im US sehen können. Ich fühl mich wie im Traum. Ich will das es aus mir rausgeht. Und immer die Frage warum muß gerade ich zu den 10-20% gehören denen das passiert während um mich rum ständig neue SSW entstehen zum Teil ungewollt. Ich möchte natürlich kein krankes oder behindertes Kind, ich rede immer mit mir das es so besser ist aber die Frage nach dem Warum bleibt.

Kopf hoch
hallo bea,
war am vergangenen montag in derselben situation. bis zur 8.ssw regelrechte entwicklung mit herzaktion im us, dann letztes wochenende schmerzlose, leichte blutungen. mit böser ahnung zun frauenarzt, und da der niederschmettende befund: keine herzaktion mehr, das kindlein zwar weiterentwickelt, größer als letztes mal, deutlich erkennbare ärmchen und beinchen, aber keinerlei bewegung am bild...
heul!!!
und dann auch die frage, wie geht es weiter. dank meiner tollen frauenärztin die wahl, ob abrasio oder natürlicher abgang. habe mich für letzteres entschieden. bekam 2 tabletten je 200 mg progesteron, eine vormittags genommen. wenig wirkung, nur die blutung nahm etwas zu. daher die zweite am frühen abend. bekam ein leichtes ziehen wie bei schmerzhafter regelblutung, war aber aushaltbar. um 3:00 uhr wurde ich wegen der schmerzen wach, daher nahm ich eine schmerztablette (diclo 50). um 5:00 uhr dann der abgang meiner erbse, 45 minuten später die plazenta. der abgang an sich hat tatsächlich gar nicht geschmerzt. anschliessend auch keine krampfartigen unterleibsschmerzen mehr.
am nächsten tag war ich zur kontrolle bei meiner frauenärztin, die bestätigte den vollständigen abgang und nahm mir blut (ßHCG) ab. hat mir nochmal 200 mg progesteron gegeben, mehr sicherheitshalber als notwendigerweise, damit sich auch die kleinen restlichen koagel aus der gebärmutter lösen. hatte dann nochdienstag und mittwoch leichte blutung, am mittwoch noch etwas rosigen ausfluß und seit gestern nichts mehr. in der kontrolle gestern hat sich die hochflorige schwangerschaftsschleimhaut der gebärmutter deutlich verschmälert. es wurde nochmal der ßHCG-Wert zur verlaufkontrolle abgenommen, erfreulicherweise halbierung des wertes. nochmal Blutkontrolle nächsten donnertag, und das war es dann wohl. kann dann in kürze wohl auf meine reguläre cyclusblutung warten.
in deutschland ist der natürliche abgang unterstützt mit progesteron leider eher unüblich (anders in der schweiz, usa oder england), aber falls du diesen vorziehen würdest, kannst du deinen frauenarzt ja mal fragen.
physisch bin ich bereits am mittwoch wieder fit gewesen, psychisch knabbere ich natürlich noch an dem leider viel zu kurzen kapitel mit dem traurigen ausgang.
du gehörst wie auch ich zu den bedauernswerten 25%, denen nach diagnose embryo mit herzaktion dann doch abort geschieht. eine erklärung für "warum gerade wir" werden wir vergeblich suchen. aber besser als ein schwerstbehindertes kind oder auch als eine totgeburt in dem stadium, wo man vielleicht schon gar kindsbewegungen gespürt hätte, ist es so ganz bestimmt.
richtig gut trösten kann einen dieses wissen zwar nicht, aber es macht es leichter, das schicksal anzunnehmen.
vielleicht kann dein kerl dich einfach mal richtig fest in den arm nehmen. mir hilft das am besten...

was du auch machst, alles gute auf dem weg!


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28. August 2010 um 15:13
In Antwort auf abiah_12883593

Kopf hoch
hallo bea,
war am vergangenen montag in derselben situation. bis zur 8.ssw regelrechte entwicklung mit herzaktion im us, dann letztes wochenende schmerzlose, leichte blutungen. mit böser ahnung zun frauenarzt, und da der niederschmettende befund: keine herzaktion mehr, das kindlein zwar weiterentwickelt, größer als letztes mal, deutlich erkennbare ärmchen und beinchen, aber keinerlei bewegung am bild...
heul!!!
und dann auch die frage, wie geht es weiter. dank meiner tollen frauenärztin die wahl, ob abrasio oder natürlicher abgang. habe mich für letzteres entschieden. bekam 2 tabletten je 200 mg progesteron, eine vormittags genommen. wenig wirkung, nur die blutung nahm etwas zu. daher die zweite am frühen abend. bekam ein leichtes ziehen wie bei schmerzhafter regelblutung, war aber aushaltbar. um 3:00 uhr wurde ich wegen der schmerzen wach, daher nahm ich eine schmerztablette (diclo 50). um 5:00 uhr dann der abgang meiner erbse, 45 minuten später die plazenta. der abgang an sich hat tatsächlich gar nicht geschmerzt. anschliessend auch keine krampfartigen unterleibsschmerzen mehr.
am nächsten tag war ich zur kontrolle bei meiner frauenärztin, die bestätigte den vollständigen abgang und nahm mir blut (ßHCG) ab. hat mir nochmal 200 mg progesteron gegeben, mehr sicherheitshalber als notwendigerweise, damit sich auch die kleinen restlichen koagel aus der gebärmutter lösen. hatte dann nochdienstag und mittwoch leichte blutung, am mittwoch noch etwas rosigen ausfluß und seit gestern nichts mehr. in der kontrolle gestern hat sich die hochflorige schwangerschaftsschleimhaut der gebärmutter deutlich verschmälert. es wurde nochmal der ßHCG-Wert zur verlaufkontrolle abgenommen, erfreulicherweise halbierung des wertes. nochmal Blutkontrolle nächsten donnertag, und das war es dann wohl. kann dann in kürze wohl auf meine reguläre cyclusblutung warten.
in deutschland ist der natürliche abgang unterstützt mit progesteron leider eher unüblich (anders in der schweiz, usa oder england), aber falls du diesen vorziehen würdest, kannst du deinen frauenarzt ja mal fragen.
physisch bin ich bereits am mittwoch wieder fit gewesen, psychisch knabbere ich natürlich noch an dem leider viel zu kurzen kapitel mit dem traurigen ausgang.
du gehörst wie auch ich zu den bedauernswerten 25%, denen nach diagnose embryo mit herzaktion dann doch abort geschieht. eine erklärung für "warum gerade wir" werden wir vergeblich suchen. aber besser als ein schwerstbehindertes kind oder auch als eine totgeburt in dem stadium, wo man vielleicht schon gar kindsbewegungen gespürt hätte, ist es so ganz bestimmt.
richtig gut trösten kann einen dieses wissen zwar nicht, aber es macht es leichter, das schicksal anzunnehmen.
vielleicht kann dein kerl dich einfach mal richtig fest in den arm nehmen. mir hilft das am besten...

was du auch machst, alles gute auf dem weg!


Hallo Tanta
zuerst einmal danke ich Dir für Deine ehrlichen Worte und Deinen Bericht. Es tut mir auch für Dich schrecklich leid, Deinem Schreiben nach entnehme ich, dass Du schon etwas "drüber stehst". Dein Bericht klingt wie bei mir. Vor 3 Wochen war noch alles normal. Alles gut entwickelt und das kleine Herzchen schlug wie wild. Nun die nächste Kontrolle ohne vorherige Blutung, Embryo mehr als doppelt so groß, aber keine Herzaktion mehr und auch im anschließenden Doppler kein Blutfluß ersichtlich. Ich habs selbst gesehen. Nun am Montag nochmal eine Untersuchung mit Besprechung ob Ausschabung oder Natürlicher Abgang. Ich tendiere im Moment zur Ausschabung ich will es endlich vollständig aus mir raus haben, der Größe nach muß es schon 2 Wochen tot im Bauch sein, ohne Abgangsblutung. Weiß nicht, ob ich einen natürlichen Abgang so wie Du es beschreibst, aushalte. Darf ich fragen, lag die kleine Erbse dann in der Unterhose? Und was hast Du damit gemacht? Warst Du krank geschrieben? Ich habe im Moment noch sehr große Brüste und auch schon einen kleinen Bauch. Man fühlt sich so hilflos. Muß zugeben, dass es besser so ist, als ein behindertes Kind auszutragen, das dann vielleicht nach der Geburt stirbt. Ganz klar. Hab auch im Internet gegoogelt, wir stehen nicht alleine da, es gibt so viele Frauen denen das gleiche passiert ist. Versuche mir immer vor Augen zu halten: ALLES WIRD GUT. Aber nun muß ich erstmal diesen Verlust verarbeiten. Ich wünsche Dir, dass sich Dein Zyklus bald wieder einpendelt und auch alles Gute. Vielen Dank nochmal für Deine Worte. Grüße, Bea

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29. August 2010 um 16:29
In Antwort auf bea71977

Hallo Tanta
zuerst einmal danke ich Dir für Deine ehrlichen Worte und Deinen Bericht. Es tut mir auch für Dich schrecklich leid, Deinem Schreiben nach entnehme ich, dass Du schon etwas "drüber stehst". Dein Bericht klingt wie bei mir. Vor 3 Wochen war noch alles normal. Alles gut entwickelt und das kleine Herzchen schlug wie wild. Nun die nächste Kontrolle ohne vorherige Blutung, Embryo mehr als doppelt so groß, aber keine Herzaktion mehr und auch im anschließenden Doppler kein Blutfluß ersichtlich. Ich habs selbst gesehen. Nun am Montag nochmal eine Untersuchung mit Besprechung ob Ausschabung oder Natürlicher Abgang. Ich tendiere im Moment zur Ausschabung ich will es endlich vollständig aus mir raus haben, der Größe nach muß es schon 2 Wochen tot im Bauch sein, ohne Abgangsblutung. Weiß nicht, ob ich einen natürlichen Abgang so wie Du es beschreibst, aushalte. Darf ich fragen, lag die kleine Erbse dann in der Unterhose? Und was hast Du damit gemacht? Warst Du krank geschrieben? Ich habe im Moment noch sehr große Brüste und auch schon einen kleinen Bauch. Man fühlt sich so hilflos. Muß zugeben, dass es besser so ist, als ein behindertes Kind auszutragen, das dann vielleicht nach der Geburt stirbt. Ganz klar. Hab auch im Internet gegoogelt, wir stehen nicht alleine da, es gibt so viele Frauen denen das gleiche passiert ist. Versuche mir immer vor Augen zu halten: ALLES WIRD GUT. Aber nun muß ich erstmal diesen Verlust verarbeiten. Ich wünsche Dir, dass sich Dein Zyklus bald wieder einpendelt und auch alles Gute. Vielen Dank nochmal für Deine Worte. Grüße, Bea

Das herz hängt noch...
hallo bea,
bin allenfalls hinsichtlich des kopfes "drüber", das herz schleift noch gewaltig hinterher... darf es aber auch noch, ist ja gerade mal 6 tage her.
die situation vom kopf her anzunehmen gelingt mir insofern recht gut, da ich als ärztin die "spielregen" der natur vielleicht etwas besser kenne als viele nichtmediziner. dennoch leide ich als frau genauso wie alle.
ging mir vor allem gestern schlecht, ziemlich deprimiert, heul-flash, wegen kleinigkeiten meinen freund angemuckelt usw.
bezüglich deiner bedenken und fragen:
das du scheu und angst vor der situation eines natürlichen abganges zuhause hast, kann ich verstehen, hatte ich auch. aber meine angst vor der abrasio war eben größer...
wichtig ist, dass man sich nur darauf einlassen sollte, wenn man nicht alleine zuhause ist und der dich behandelnde gyn-kollege dich unterstützt.
ich habe nun mal einige abrasionen gesehen und auf das blinde rumgekratze und -gestochere in meiner gebärmutter sowas von gar keine lust. die komplikationen und risiken sind bei beiden verfahrensweisen ähnlich groß, aber die gebärmutter leidet bei der natürlichen austreibung viel weniger. und ich habe nun mal noch keine kinder und will aber welche, also ist mir die unversehtheit meiner gebärmutter ausserordentlich wichtig.
zumal ich eine op nun mal als notlösung betrachte, wenn der natürliche mechanismus aus welchen gründen auch immer nicht hinhaut oder aber sicher zu einem schlechtern ergebnis führt. dies sage ich als jemand, die selber operiert....
habe aber keine scheu, der natur nachzuhelfen, in dem fall eben mit dem progesteron. solltest du dich für die abrasio entscheiden, wirst du wahrscheinlich auch diese medikament bekommen. es weicht nämlich den gebärmuttermund und -hals auf, so dass der eingriff etwas schonender durchgeführt werden kann. da es aber auch den gebärmutterkörper zusammenzieht, wird es auch zur regulären geburtsleitung verwendet.
und so hat es eben auch einen sehr fördernden effekt auf den verlauf einer fehlgeburt.
letztendlich ist die erbse in meinem fall aus mir geplumpst, als ich auf dem klo saß, da ich ständig mit dem krampf eine art harndrang hatte und zunächst immer, wenn ich auf klo ging, um diesem art drang zu folgen, blut abging. es war nicht tragisch, wie schlimme regelschmerzen und nur kurzzeitig zwischen 3 und 5 uhr etwas stärker. anschließend waren die schmerzen weg. am frühen morgen habe ich die erbse dann im garten verbuddelt.
im klinikum wäre meine erbse im sondermüll gelandet, wobei einige kliniken bereits eine art sammelbegräbnis anbieten.
wie du dich auch entscheidest, wünsche dir viel kraft auf dem weg... lg

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