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Eine heikle Frage zum Thema Schwangerschaftsabbruch

9. Januar 2007 um 13:22

Ich habe da mal eine etwas heiklere Frage zum Thema Schwangerschaftsabbruch.

Allerdings muss ich dabei etwas weiter ausholen. Meine (damals) beste Freundin war schwanger. Sie ist zu dem Zeitpunkt seit etwa drei Monaten verheiratet gewesen. Eigentlich schön. Aber... Die Ehe war zu dem Zeitpunkt bereits hinüber. Das Paar hat auch nicht zusammengewohnt und er ist ständig fremdgegangen. Ich habe dies erst spät wirklich erfahren, aber wir alle haben es geahnt. Sie genauso. Nungut, trotzdem ist sie (angeblich) schwanger geworden. Zum damaligen Zeitpunkt war ich von meinem langjährigen Freund getrennt, der wiederrum der beste Freund ihres Mannes war. Meinen Ex hat sie angerufen und ihm erzählt, dass sie schwanger ist, aber nicht mich. (Die beiden waren auch gut befreundet). Sie kam immer wegen jedem scheiß zu mir und rief mich mitten in der Nacht an, nur diesmal nicht. Naja, was sie aber nicht gedacht hat, dass mein Ex mich anrufen würde, damit ich mich um sie kümmere (mein Ex und ich hatten zu dem Zeitpunkt eigentlich keinen Kontakt). Jedenfalls bin ich dann in der Nacht noch zu ihr gefahren (immerhin 50 km) und dann hat sie mir alles erzählt. Irgendwelche Unterlagen hat sie mir allerdings nicht gezeigt. Habe ich in dem Moment mir auch keinen Kopf gemacht oder im geringsten dran gezweifelt das das nicht stimmen könnte. Sie war immer so ein herzlicher Mensch und Geld hat für sie nie eine Rolle gespielt, auch wenn sie nie welches hatte (wir sprechen übrigens von einem Mädel im Alter von 28 Jahren). Sie hat immer gern gegeben. Und da hat sie mir dann eröffnet, dass sie abtreiben wollte, weil sie kein Geld hat. Ich kenne ihre Finanzen. Sie hätte es sich leisten können. Ich habe ihr gesagt, dass das ganz allein ihre Entscheidung ist und das ich auch niemals dafür jemanden verurteilen würde. Letztendlich hat sie dann (angeblich) abgetrieben. Ich war sogar zu dem Gespräch mit ProFamilia dabei. Zum Arzt sollte ich allerdings nicht mitkommen. Stattdessen hat sie mich drei Stunden danach angerufen, ob ich sie abholen könnte, sie würde sich jetzt gerne eine Katze aus dem Tierheim holen. Ich kann es ja nicht beurteilen und ich fand das es ihr erstaunlich gut ging. Und eine weitere komische Angelegenheit war, das sie hinterher Obs benutzt hat. Hört sich jetzt vielleicht alles etwas blöd an, aber ich habe gelesen, dass ein Schwangerschaftsabbruch im Mutterpass festgehalten wird. Angeblich hat sie das alles verbrannt.

Kann mir vielleicht jemand sagen, ob ihre "Geschichte" so stimmt? Ich finde es im Nachhinein alles sehr seltsam. Zumal danach auch nie wieder eine Gefühlsregung dahingehend kam. Und dabei wollte sie immer Kinder haben und hatte mit 16 angeblich schonmal ein Kind verloren...

Lg elefantjule1

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9. Januar 2007 um 14:08

Ich finds...
halt nur sehr verwunderlich, dass sie hinterher Obs benutzt, wo man doch eigentlich weiß, dass das nicht gut ist. Und gerade weil sie so ein gefühlsbetonter Mensch ist, kann ich es mir nicht vorstellen. Ich habe jetzt keinen Kontakt mehr zu ihr, aber ihre Schwägerin ist jetzt auch schwanger und da kam bei ihr überhaupt keine Regung. Sie hat sich gefreut, aber nicht so vonwegen, ach eigentlich wäre meins jetzt auch schon.... So wie wir es eigentlich von ihr gewohnt wären...

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10. Januar 2007 um 11:03

Und was ist jetzt dein Problem??
wieso ist das denn jetzt wichtig für Dich?

Und wieso sollte sie sich die Geschichte ausdenken?

Wenn wir jetzt erstmal davon ausgehen, dass sie wahr ist: jeder geht mit der Situation anders um und es gibt überhaupt keinen Grund, dass sie so reagieren müsste, wie *Du* es von ihr erwartest.

Und in welcher Hinsicht ist denn nun die Vorgeschichte und "wermitwem/werkenntwen/werhatwenangerufen" relevant?

....<kopfschüttel>....

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10. Januar 2007 um 11:25
In Antwort auf renaissance26

Und was ist jetzt dein Problem??
wieso ist das denn jetzt wichtig für Dich?

Und wieso sollte sie sich die Geschichte ausdenken?

Wenn wir jetzt erstmal davon ausgehen, dass sie wahr ist: jeder geht mit der Situation anders um und es gibt überhaupt keinen Grund, dass sie so reagieren müsste, wie *Du* es von ihr erwartest.

Und in welcher Hinsicht ist denn nun die Vorgeschichte und "wermitwem/werkenntwen/werhatwenangerufen" relevant?

....<kopfschüttel>....

Weil...
ich keinen Kontakt zu ihr habe wegen einer anderen Sache. Ich überlege aber, ob ich mich mal bei ihr melde. Nur habe ich das Gefühl, dass sie mich (und den Rest) belogen hat. Und ich dachte, das mir vielleicht irgendjemand was über den Ablauf "Abtreibung" erzählen könnte und sagen könnte. Stimmt oder stimmt definitiv nicht. Es geht mir nicht darum, sie dafür zu verurteilen. Das habe ich die Zeit danach auch nicht getan. Ich fand das nur alles sehr sehr seltsam. Ich hab sie halt nur furchtbar gern, aber wenn sie mich da angelogen hat, dann brauch ich mich auch nicht wieder bei ihr melden. Dann ist das Vertrauen nämlich sowieso dahin.

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10. Januar 2007 um 13:01
In Antwort auf elefantjule1

Weil...
ich keinen Kontakt zu ihr habe wegen einer anderen Sache. Ich überlege aber, ob ich mich mal bei ihr melde. Nur habe ich das Gefühl, dass sie mich (und den Rest) belogen hat. Und ich dachte, das mir vielleicht irgendjemand was über den Ablauf "Abtreibung" erzählen könnte und sagen könnte. Stimmt oder stimmt definitiv nicht. Es geht mir nicht darum, sie dafür zu verurteilen. Das habe ich die Zeit danach auch nicht getan. Ich fand das nur alles sehr sehr seltsam. Ich hab sie halt nur furchtbar gern, aber wenn sie mich da angelogen hat, dann brauch ich mich auch nicht wieder bei ihr melden. Dann ist das Vertrauen nämlich sowieso dahin.

Anhand Deiner Geschichte kann Dir aber niemand sagen, obs stimmt oder nicht..
.. Ich denke, es gibt durchaus Frauen, die die ärztliche Anordnung, keine Ob's zu benutzen, ignorieren.

Desweiteren, wie kannst Du Dir so sicher sein, dass sie sie auch benutzt hat?
In meiner Zeit nach dem Abbruch hatte ich natürlich Obs im Badezimmer und auch in meiner Handtasche.. Einfach, weil die da immer sind.
Und was die Blutungen nach einem Abbruch betrifft, die sind von Frau zu Frau völlig unterschiedlich. Manche bluten sehr stark, manche gar nicht.

Was die Papiere betrifft: ich habe nie einen Mutterpass besessen; wozu auch? Ich hatte natürlich Papierkram: Befunde, Überweisungen, Informationsmaterial.
Der Papierkram spielt auch keine große Rolle für mich. Ich habe nichtmal ein Ultraschallbild. Was soll ich auch mit einem Ultraschallbild, auf dem ein kleiner Punkt zu sehen ist? Den Befund habe ich allerdings noch. Zu Gesicht bekam den in der Regel aber auch keiner. Nicht aus Heimlichtuerei aber in meinem Umfeld hat sich die Bürokratie noch nicht soweit durchgesetzt, dass ich so etwas belegen müsste..

ich hab kein Bedürfnis, die Papiere rituell zu verbrennen o.ä.
Andere wiederum legen vielleicht sogar in Gedenken eine ganze Mappe an.

Was die Reaktionen betrifft: von mir hätte auch jeder gedacht, dass ich un- un- unbedingt Kinder möchte, einfach weil ich prinzipiell sehr gerne welche haben möchte. Ich hab aber trotzdem abgetrieben.

Und natürlich freue ich mich sehr über Schwangerschaften und Kinder in meiner Umgebung. Wieso sollte ich nicht? Diese Schwangerschaften und Kinder haben ja nichts mit mir zu tun und ich freue mich, wenn ich glückliche Eltern sehe.
Ich würde nicht im entferntesten auf die Idee kommen, "mein Kind wäre dann ja soundso.."
Ich hab ja keins..
Natürlich könnt ich mir jetzt in ungefähr vorstellen, wie dick mein Bauch jetzt wäre, aber das konnte ich genausogut, bevor ich jemals abgetrieben habe.

Was das Erzählen in erster Instanz betrifft: Man überlegt sich schon, wem man es als erstes erzählt, und das muss nicht unbedingt die Person sein, die einem am nächsten steht. Vielleicht eher die Person, wo man am ehesten mit Beistand rechnet oder mit einer sachlichen Umgehensweise.
Aber, wie gesagt, bei anderen kann es ganz ähnlich sein - oder auch ganz anders. Es gibt dort kein Muster und insofern ist nichts von dem, was Du beschrieben hast in irgendeiner Form ein Indiz.

Letztendlich musst Du entscheiden, ob Du ihr glaubst, oder nicht. Und falls sie sich das wirklich ausgedacht hat, hey, dann hat das wohl recht wenig mit Dir zutun sondern wohl mehr mit der Beziehung zwischen ihr und ihrem Ex..
Aber wie auch immer.. Musst Du wissen, inwiefern das mit eurer Freundschaft zu tun hat, denn falls sie wirklich gelogen hat, ist es erstens: ihre Sache und sie wird zweitens: ihre Gründe dafür gehabt haben.

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12. Januar 2007 um 14:44

Hallo
ich habe mir jetzt nich alle anderen antworten durchgelesen sondern antw. einfach mal so.
ich finde es traurig, dass du an der geschichte einer so guten freundin von dir zweifelst, wieso sollte man sich so etwas ausdenken?? und wieso sollte sie dann auch noch gerade dich anlügen?
es ist verständlich das wenn man abtreiben möchte, man probleme hat darüber zu sprechen. vielleicht hat sie es dir nicht gleich erzählt, weil sie sich noch nicht sicher war, oder weil sie vllt. dachte das du negativ drauf reagieren würdest.
bei einem abbruch bekommt man auch nicht gerade viele unterlagen, dass einzige was man bekommt is die beratungsbescheinigung und noch ein zettel vom brief, dort stehen dann vorschriften wegen der narkose und sonstiges drauf.
wenn deine freundin keine kinder hat (hört sich jedenfalls so an) dann wird sie auch keinen mutterpass haben, wie soll es dann dort eingetragen werden??
also an der geschichte hört sich nichts falsch an...außer das mit den ob's, denn das sollte man eigentlich nicht tun, aber ich kann mir vorstellen das es frauen gibt die es eben doch machen, weil sie vllt. keine schmerzen oder sonstiges haben und sich deshalb auch keine gedanken über entzündungen e.t.c machen.
lg susa

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