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Eileiterschwangerschaft! Wer hat es ebenfalls erlebt?

1. Juli 2005 um 14:49 Letzte Antwort: 8. Juni 2006 um 23:09

Hallo,

ich bin Sunny, 29 Jahre alt und Mutter einer 6 Jährigen Tochter und seit Dezember 04 frisch verheiratet. Mein neuer Mann und ich haben uns zu einem gemeinsamen Kind entschieden. Der Schuss, im wahrsten Sinne des Wortes, ging nach hinten los.
Ich lag dieses Jahr, ende April im Krankenhaus und mußte notoperiert werden, da ich eine Eileiterschwangerschaft hatte.
Der Eileiter konnte erhalten bleiben und ich habe Gott sei Dank überlebt, denn der Eileiter war gerissen und ich hatte 500 ml Blut im Bauchraum. Während der OP verlor ich weitere 500ml. Ich kämpfte einige Tage um mein Leben, bis ich Blutkonserven bekam. Es ist schon so, dass kein Mensch eine Garantie dafür gibt, dass es nicht nochmal passiert, grad weil eine Vernarbung im Eileiter bei einem genähten Riss entsteht, doch es muß kein zweites Mal sein. Es gibt immer noch die Möglichkeit kontrollieren zu lassen, auf welcher Seite die Eier ranreifen.
Wenn es übrigens zum Riss der Eileiter kommt, ist es ein Zeichen, dass man schon in der 10.ten Woche war. Das einzig positive an der Sache ist, dass es ein Zellknäul ist, daß sich nicht richtig entwickeln konnte, da es in einem Eileiter nicht möglich ist.
Genauso kann man diese Schwangerschaft nicht so erkennen, als wäre es eine Normale. Ich machte 3 Mal einen Test, der immer negativ anzeigte und als ich dann den Arzt aufsuchte, da der 4.te positiv war, sah mein Doc beim Ultraschall nichts, so dass er dachte, es wäre noch zu früh. Man kann es ab der 5.Woche richtig erkennen, und ab der 6.ten Woche habe ich das Herzchen von meiner großen Tochter schlagen sehn. Man kann es also schon recht früh erkennen. Doch deses Mal war die Gebährmutter leer und alle sahen, dass ich Schwanger war...

Ich gebe zu, dass mein Mann und ich auch doll Angst haben, denn er sieht immer noch vor Augen, als ich im Sterben lag und ich lese viel zu viel im I-net nach ( es sind viele Seiten, die einfach nur Angst machen, das merkt man dann, wenn man mit einem guten Gynäkologen selber spricht).
Man wird auch viel empfindsamer, was so kleine spürbare Dinge betrifft, man achtet auf jedes zwicken und zwacken, wobei es normal ist, wenn es eine Weile dauert bis alles abgeheilt ist.
Die Schmerzen direkt nach der OP sind schlimm, denn durch das Gas, es werden vor der OP 4 Liter in den Bauchraum gefüllt und danach nur 3,5Liter wieder abgelassen, fühlt es sich an, als hätte man im Oberkörper starke Verspannungen. Wenn man auf die Toilette muß, ist es kein Vergnügen, denn es ist immer noch dieser Loslassschmerz vorhanden, der auch noch zwei bis drei Wochen bleibt. Jeder Klogang ist, als würde man ein Kind gebähren.
Und später sind diese Zwicks und Zwacks auch ganz normal, vorher wars ja auch schon da, nur es war keinem so bewusst.. nun achtet man mehr darauf.

Meine Freundin hat es da schlimmer getroffen, denn sie verlor ihre Tochter vor drei Jahren in der 37.ten Schwangerschaftswoche. Sie machte Therapien und hat sich nach langem quälen doch noch mal für ein Baby entschieden. Sie hat nun ein aufgewecktes, 19 Monate altes Mädchen.
Daran sieht man also, man darf nie aufgeben!!!
Und quälen ist schon das richtige Wort, denn wenn ich Schwangere seh oder Kleine Kiddies, dann werde ich tief traurig und die Angst wird ganz klein. Die Sehnsucht kommt heftigst hervor und wenn man irgendwann nur noch Sehsucht spürt und unter dieser auch leidet, dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, es nochmal zu versuchen.
Mein Arzt war so sicher in seinem Auftreten, er sagte: Sie sollten 3 Monate abwarten und dann würde ich es noch mal versuchen..

Ich wünsche allen viel Glück, die es nochmals versuchen oder versucht haben.
Vielleicht könnt Ihr mir berichten, wie es weiterhin bei Euch verlaufen ist.

Sunny

Träum nicht Dein Leben!
Lebe Deinen Traum!!!

Engelsstimmen!
Es gibt Stimmen, die kann man mit den Ohren nicht hören,
wohl aber mit dem Herzen

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7. Juni 2006 um 23:53

Habt Mut ich habe es auch nochmal geschafft!!!
Halli Hallo, ich bin es nochmal Sunny,

ich kann nun den Frauen Mut machen, die Angst haben, dass man nach einer Eileiterschwangerschaft nochmals das Selbe durchleben könnte. Ich bin ab Montag, den 29.05.2006 im 8. Monat. Es ist mit dem Baby alles in bester Ordnung...
Also, gebt nicht auf, denn es kommt alles wie es kommen soll!!!
Grad als ich mich als esoterische Lebensberatung selbstständig machte und mein Gewerbe angemeldet habe, gehörte in der Aufbauphase meines "Geschäftes", die nun glückliche und unkompliziert Schwangerschaft dazu.... und wir profitieren beide von meiner Arbeit und der Freude unserer Familienmitglieder und Freunde....
Viele Liebe Grüße und ich hoffe, ich konnte Euch Mut machen.
www.sunnys-dream.de

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8. Juni 2006 um 0:06


Herzlichen Glückwunsch....freut mich für Dich/Euch.
Alles Liebe

Ramona

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8. Juni 2006 um 23:09

Leidensgenossin
Hallo sunny, hatte leider auch viel pech. Mein 1. Kind verlor ich in bei der Geburt (hatte nur 1/3 der Lunge ausgebildet, wußte aber nichts davon). War für mich ein wahnsinniger Schock. Dachte ich fahre zur Geburt in die Klinik, ging nach 10 Tagen ohne Baby nach Hause. Habe dann 1,5 Jahre eine Therapie gemacht. Nach langer Zeit, 4,5 Jahre, fühlte ich mich endlich wieder bereit für ein Baby. Nach nur 3 ÜZ hatte ich einen Treffer, ohne daß ich es allerdings wußte. War wie bei dir eine ESS. Wahnsinn, schon wieder Pech. Bei mir konnte der Eileiter auch gerettet werden, außerdem hatte ich Glück, und er mußte ihn auch nicht aufschneiden. Es saß direkt beim Eierstock, mein Doc konnte es mit der Spritze abziehen. Bekam sehr starke Medikamte, um eine Neubildung zu verhindern. Ich hatte auch sehr starke Schmerzen, aber mehr w/meiner Verdauung. Dieses zwicken und zwacken hatte ich auch immer wieder. Jetzt sind gute 3 Monate vergangen, und wir sind schon wieder im 5. ÜZ. Ich brauchte zum Glück nur 1 Zyklus pausieren.
Muß allerdings sagen, besser wären sicher 3 Monate gewesen, dann hätte ich meine Seele vielleicht besser auskurieren können. So hatte ich bei meiner letzten MS einen totalen Einbruch. Totale Verzweiflung, selbstzweifel, etc. Habe mich aber wieder gut erholt, und versuche das ganze jetzt wieder lockerer zu sehen.
Ich habe mir dazu Hör-CD's gekauft: "Wege zur Gelassenheit" und "Torwege zum Jetzt", davon ist letztere eine für autogenes Training. ...und ein super Buch: Gelassen durch die Kinderwunschzeit. Das ist echt super, gibt super Tipps, leicht verständlich. Kann ich dir nur empfehlen.

Ich habe auch einen SUPER-DOC. Er gibt mir so viel Mut, ich kann auch nur so mal zu ihm, wenn ich seelisch down bin und wieder einmal viele Fragen habe.

Es macht mir auch Mut von deiner Freundin zu lesen. Da besteht ja doch noch Hoffnung für mich, daß ich eines Tages ein süßes Baby in meinem Arm halte.

Ich wünsche Dir noch viel Glück

Moori

Schaue nicht zurück, sondern sehe, was da noch kommen mag!

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