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Eileiterschwangerschaft

2. Januar 2008 um 22:09

Hallo,

ich hatte vor 3 Wochen eine Eileiterschwangerschaft, bei der mir mein rechter Eileiter entfernt wurde. Dieser war bereits geplatzt und ich hatte Blut im Bauch.
Seitdem geht es mir nicht nur seelisch schlecht, sondern auch körperlich. Habe immer wieder Schmerzen im Unterleib und mir ist häufig übel. Die Überlkeit und die Schmerzen nahmen zu und ich war gestern erneut im Krankenhaus. Dort wurde festgestellt, dass es sich innen entzündet hat. Jetzt nehme ich Antibiotika und noch ein zusätzliches Medikament, dass nach solchen OPs üblicherweise verabreicht wird.

Würde gern wissen, wie es anderen nach einer solchen OP vor allem körperlich ging.

Es ist nicht leicht zu verstehen und zu verarbeiten, was passiert ist, aber mein Partner und die ganze Familie versuchen mir dabei zu helfen.
Aber was wirklich in mir vorgeht, kann keiner nachvollziehen.

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3. Januar 2008 um 8:47

Fühl....
..dich erstmal ganz lieb gedrückt.

Das ist natürlich total doof. Erst der Schock mit der ESS und dann zieht sich das noch so lange hin mit dem Heilungsprozess.

Ich hatte am 21.12 eine OP wegen ESS und auch mir wurde eine Eileiter rausgenommen. Körperlich geht es bei mir so la la, es tut mir immer noch weh im Unterleib. Und beim Schnitt ist es noch etwas angeschwollen. Ich kann noch nicht auf der Seite schlafen, wenn ich lange steh zieht es bis ins Bein. Übelkeit hab ich nicht, aber auch keinen richtigen Appetit. Und jeder Verdauungsvorgang tut mir weh im Bauch. Am Freitag hab ich Nachkontrolle bei meiner FAE.

Die Seele tut schon genug weh und dann noch Körper.... doppelt Aua.

Aber es ist auch schön das dich deine Familie und dein Partner dich lieb unterstützen. Durch den Prozeß muss man letztendlich allein, aber liebe Menschen um einen herrum machen es etwas leichter.


Ich wünsch dir von ganzem Herzen das Du schnell wieder richtig gesund wirst .

Alles Liebe

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3. Januar 2008 um 10:43

Liebe Muthase1,...
Was soll ich dir sagen? Es tut mir leid fuer dich. Ich weiss aus eigener Erfahrung wie schmerzhaft eine ESS nicht nur seelisch sondern auch koerperlich ist, aber dass dein Koerper auch dann noch so schlecht heilt, dass muss hard sein.

Sukaya hat ihre Geschichte auch schon erzaehlt. Es tut mir fuer euch beiden leid. Dann bin ich jemand, der gar nicht hierueber mit reden kann. Ich habe viel Glueck gehabt, denke ich dann.
Meine 2. ESS-OP war am 25.12.2007 mit einer Laproskopie (Bauchspiegelung) und Entfernung des linken Eileiters, aber meine kleinen Schnitten haben sich geheilt. Noch nicht ganz gut, weil die Haut um die Faeden sich entzuendet hatte, aber meine Frauenaerztin hat gestern die Faeden rausgezogen und jetzt geht es mir dann auch koerperlich besser. Am sonsten habe ich keine Schmerzen mir, nur leichte beim Laufen, aber das ist normal, denke ich. Ich kann auch wieder auf meinem Bauch schlafen und das fuehlt so gut! Bei meiner ersten ESS-OP im August war ich auch schnell wieder geheilt. Also habe ich Glueck gehabt.

Was die Seele angeht, gut dass du dich auch unterstuetzt von deinem Partner und deiner Familie weisst. Tja, was wirklich in dir vorgeht, kann keiner nachvollziehen. Das verstehe ich auch gut. Es ist normal Trauer oder Wut oder weiss ich was zu fuehlen, vor allem wenn du dich dieses Kind so gewuenscht hattest.
Ich lebe mit dir mit. Mir geht es auch so. Wenn du mehr schreiben moechtest, bin ich fuer dich da. Nun ja, versuche ich am wenigstens...

Ich hoffe fuer dich, dass die Arzneimittel schnell und gut wirken und dass du ab heute wieder schnell gesund werden wirst.
Alles gute und viel Kraft,

Liebe Gruesse,
Cindy


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3. Januar 2008 um 20:05

Liebe muthase1
Lass Dich mal ganz lieb drücken !!!
Das tut mir soooo leid und vorallem das Dein Eileiter geplatzt war und ....
Da hatte ich doch noch einbissl Glück im Unglück
Was wirklich in Dir vorgeht, wir hier verstehen Dich sehr gut, ich bin auch so froh so liebe Mädels zu haben die einen richtig verstehen und Kraft geben!!

Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft das schlimme zu verarbeiten
Wenn Du Dich alleine fühlst dann schreibe es ist immer jemand da für dich !!

Alles Liebe Sony

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5. Januar 2008 um 19:22
In Antwort auf sukaya

Fühl....
..dich erstmal ganz lieb gedrückt.

Das ist natürlich total doof. Erst der Schock mit der ESS und dann zieht sich das noch so lange hin mit dem Heilungsprozess.

Ich hatte am 21.12 eine OP wegen ESS und auch mir wurde eine Eileiter rausgenommen. Körperlich geht es bei mir so la la, es tut mir immer noch weh im Unterleib. Und beim Schnitt ist es noch etwas angeschwollen. Ich kann noch nicht auf der Seite schlafen, wenn ich lange steh zieht es bis ins Bein. Übelkeit hab ich nicht, aber auch keinen richtigen Appetit. Und jeder Verdauungsvorgang tut mir weh im Bauch. Am Freitag hab ich Nachkontrolle bei meiner FAE.

Die Seele tut schon genug weh und dann noch Körper.... doppelt Aua.

Aber es ist auch schön das dich deine Familie und dein Partner dich lieb unterstützen. Durch den Prozeß muss man letztendlich allein, aber liebe Menschen um einen herrum machen es etwas leichter.


Ich wünsch dir von ganzem Herzen das Du schnell wieder richtig gesund wirst .

Alles Liebe

Immer noch nicht besser.....
Hallo,

danke für euere lieben Antworten, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Leider geht es mir immer noch nicht besser. Gestern war ich wieder bei meinem Frauenarzt und der meint, es wäre alles normal. Mein Körper und alle Organe hätten sich schon auf die Schwangerschaft eingestellt und das dauert, bis sich alles wieder umstellt. Irgendwie beruhigt mich diese Aussage überhaupt nicht. Das Vertrauen zu meinem Frauenarzt ist weg. Er hat mir weiterhin Ruhe verordnet. Toll!!!

Bei der OP wurde mir Gas in den Bauch gepumpt und irgendwie ist er immer noch dick. Wie lange hat das bei euch gedauert, bis alles wieder "normal" war? Ich denke schon ich bin ein Sonderfall.

Nächste Woche wollte ich mit meiner besten Freundin in den Wellness-Urlaub fahren. Ich habe ihr abgesagt.
Körperlich und seelich fühle ich mich überhaupt nicht danach. Meine Freundin versteht das und sie meinte, wir holen das im Sommer nach. Sie ist so ein lieber Mensch, sie kommt einfach mal vorbei und nimmt mich nur in den Arm. Das ist ihre Art zu zeigen, dass sie für mich da ist, auch wenn sie sich hilflos dem Geschehenem gegenüber sieht. Ich bin froh sie zu haben.
Am meisten hilft mir aber mein Freund, wir reden viel darüber und ich möchte so bald wie möglich wieder schwanger werden. Aber an erster Stelle steht, dass ich wieder richtig gesund werde. Kein Baby wird aber dieses ersetzen können.

Mein Freund sollte nächstes Wochenende (4 Tage)mit seiner Firma in den Ski-Urlaub. Jetzt will er das wegen mir absagen. Einerseits freue ich mich sehr darüber, es ist ein großer Liebesbeweis, aber andererseits. Hat er nicht mal eine Auszeit verdient? Er leidet genauso wie ich unter dem Verlust unseres Babys und er hat sich in den letzten Wochen so liebevoll um mich gekümmert und um den ganzen Haushalt.

Liebe Grüße

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5. Januar 2008 um 22:02
In Antwort auf muthase1

Immer noch nicht besser.....
Hallo,

danke für euere lieben Antworten, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Leider geht es mir immer noch nicht besser. Gestern war ich wieder bei meinem Frauenarzt und der meint, es wäre alles normal. Mein Körper und alle Organe hätten sich schon auf die Schwangerschaft eingestellt und das dauert, bis sich alles wieder umstellt. Irgendwie beruhigt mich diese Aussage überhaupt nicht. Das Vertrauen zu meinem Frauenarzt ist weg. Er hat mir weiterhin Ruhe verordnet. Toll!!!

Bei der OP wurde mir Gas in den Bauch gepumpt und irgendwie ist er immer noch dick. Wie lange hat das bei euch gedauert, bis alles wieder "normal" war? Ich denke schon ich bin ein Sonderfall.

Nächste Woche wollte ich mit meiner besten Freundin in den Wellness-Urlaub fahren. Ich habe ihr abgesagt.
Körperlich und seelich fühle ich mich überhaupt nicht danach. Meine Freundin versteht das und sie meinte, wir holen das im Sommer nach. Sie ist so ein lieber Mensch, sie kommt einfach mal vorbei und nimmt mich nur in den Arm. Das ist ihre Art zu zeigen, dass sie für mich da ist, auch wenn sie sich hilflos dem Geschehenem gegenüber sieht. Ich bin froh sie zu haben.
Am meisten hilft mir aber mein Freund, wir reden viel darüber und ich möchte so bald wie möglich wieder schwanger werden. Aber an erster Stelle steht, dass ich wieder richtig gesund werde. Kein Baby wird aber dieses ersetzen können.

Mein Freund sollte nächstes Wochenende (4 Tage)mit seiner Firma in den Ski-Urlaub. Jetzt will er das wegen mir absagen. Einerseits freue ich mich sehr darüber, es ist ein großer Liebesbeweis, aber andererseits. Hat er nicht mal eine Auszeit verdient? Er leidet genauso wie ich unter dem Verlust unseres Babys und er hat sich in den letzten Wochen so liebevoll um mich gekümmert und um den ganzen Haushalt.

Liebe Grüße

Hallo muthase1
Ich hatte selber zwei ESS, eine davon war laut Ärzten eine schwere OP, sie hat fast drei Stunden gedauert und der rechte Eileiter wurde entfernt.
Bis das gesamte Gas, mit dem man aufgepumt wird, wieder draussen ist, das dauert etwa zwei Wochen.

GLG

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6. Januar 2008 um 22:19
In Antwort auf marenli

Hallo muthase1
Ich hatte selber zwei ESS, eine davon war laut Ärzten eine schwere OP, sie hat fast drei Stunden gedauert und der rechte Eileiter wurde entfernt.
Bis das gesamte Gas, mit dem man aufgepumt wird, wieder draussen ist, das dauert etwa zwei Wochen.

GLG

Hallo Marenli,

das tut mir so leid. In welchen Abständen hattest Du die zwei ESS? Wie ging es dir körperlich danach?

Meine OP ist jetzt schon fast 4 Wochen her, aber mein Bauch ist immer noch nicht so flach wie vorher.
Auch halten die Schmerzen und die Übelkeit an.

Liebe Grüße

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7. Januar 2008 um 8:53
In Antwort auf muthase1

Hallo Marenli,

das tut mir so leid. In welchen Abständen hattest Du die zwei ESS? Wie ging es dir körperlich danach?

Meine OP ist jetzt schon fast 4 Wochen her, aber mein Bauch ist immer noch nicht so flach wie vorher.
Auch halten die Schmerzen und die Übelkeit an.

Liebe Grüße

Hi muthase
Ich hatte diese zwei ESS innerhalb von zwei Monaten.
Die OPs waren am 22.08.2007 und am 29.10.2007 .
Bei der ersten OP wurde mir der rechte Eileiter entfernt, und es war laut Ärzten eine schwere OP, sie hat fast drei Stunden gedauert. Sie mussten auch einen großen Bauchschnitt machen. Die zweite OP lief dann normal ab über Lapraskopie, also Bauchspiegelung.
Körperlich gings mir schlecht. Denn ein Teil von dem Bauchschnitt war entzündet und ist aufgebrochen, hatte praktisch ein Loch im Bauch. Das waren perverse Schmerzen. Und ich hatte mit noch mehr Komplikationen zu kämpfen.

Komisch dass bei dir Schmerzen und Übelkeit so lang anhalten. Warst du in der Zwischenzeit mal wieder beim FA? Blut abnehmen zum hcg überprüfen?
Also ich hatte noch etwa zwei Wochen danach Schmerzen, aber dann wars eigentlich gut.

Vielleicht ist dein Bauch noch nicht so flach wie vorher weil du durch das Gas noch Blähungen hast?

Also falls du noch nicht beim FA warst, würde ich an deiner Stelle mal anrufen und nen Termin ausmachen. Dann bist du beruhigter.

Liebe Grüße

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7. Januar 2008 um 18:59
In Antwort auf marenli

Hi muthase
Ich hatte diese zwei ESS innerhalb von zwei Monaten.
Die OPs waren am 22.08.2007 und am 29.10.2007 .
Bei der ersten OP wurde mir der rechte Eileiter entfernt, und es war laut Ärzten eine schwere OP, sie hat fast drei Stunden gedauert. Sie mussten auch einen großen Bauchschnitt machen. Die zweite OP lief dann normal ab über Lapraskopie, also Bauchspiegelung.
Körperlich gings mir schlecht. Denn ein Teil von dem Bauchschnitt war entzündet und ist aufgebrochen, hatte praktisch ein Loch im Bauch. Das waren perverse Schmerzen. Und ich hatte mit noch mehr Komplikationen zu kämpfen.

Komisch dass bei dir Schmerzen und Übelkeit so lang anhalten. Warst du in der Zwischenzeit mal wieder beim FA? Blut abnehmen zum hcg überprüfen?
Also ich hatte noch etwa zwei Wochen danach Schmerzen, aber dann wars eigentlich gut.

Vielleicht ist dein Bauch noch nicht so flach wie vorher weil du durch das Gas noch Blähungen hast?

Also falls du noch nicht beim FA warst, würde ich an deiner Stelle mal anrufen und nen Termin ausmachen. Dann bist du beruhigter.

Liebe Grüße

Hallo Marenli
Ich war bereits wieder bei meinem FA. Er hat Blutproben genommen, aber ich habe noch keinen Befund. Auch war ich am 1.1. wieder im Krankenhaus, weil die Schmerzen und die Übelkeit unerträglich waren. Die Wunde innen hatte sich entzündet.
Ich sollte im Krankenhaus bleiben, da sie mir über INfusion Antibiotika verabreichen wollten. Das wollte ich natürlich nicht. Antibiotika kann ich auch zuhause nehmen.

Laut meinem Frauenarzt sind die Beschwerden normal, da es eine große OP war und mein Körper war auch schon voll auf "Schwanger" eingestellt.
Ich wünsche mir auch so schnell wieder ein Baby, aber momentan würde das mein Körper nicht mitmachen. Ich möchte nur so schnell wie möglich gesund werden.

Denkst du schon wieder über eine erneute Schwangerschaft nach?
Bei uns ist die Angst vor einer erneuten ESS sehr groß. Wie steckst du das seelich weg?

Liebe Grüße

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7. Januar 2008 um 20:26
In Antwort auf muthase1

Hallo Marenli
Ich war bereits wieder bei meinem FA. Er hat Blutproben genommen, aber ich habe noch keinen Befund. Auch war ich am 1.1. wieder im Krankenhaus, weil die Schmerzen und die Übelkeit unerträglich waren. Die Wunde innen hatte sich entzündet.
Ich sollte im Krankenhaus bleiben, da sie mir über INfusion Antibiotika verabreichen wollten. Das wollte ich natürlich nicht. Antibiotika kann ich auch zuhause nehmen.

Laut meinem Frauenarzt sind die Beschwerden normal, da es eine große OP war und mein Körper war auch schon voll auf "Schwanger" eingestellt.
Ich wünsche mir auch so schnell wieder ein Baby, aber momentan würde das mein Körper nicht mitmachen. Ich möchte nur so schnell wie möglich gesund werden.

Denkst du schon wieder über eine erneute Schwangerschaft nach?
Bei uns ist die Angst vor einer erneuten ESS sehr groß. Wie steckst du das seelich weg?

Liebe Grüße

Hallöchen muthase
Du fragst wie ich es seelisch wegstecken. Hmm... gute Frage. Ich lebe normal weiter und habe den ESS nicht die Möglichkeit gegeben, der Mittelpunkt in meinem Leben zu sein. Denn das ist das schlimmste was man machen kann. Man drückt sich somit nämlich immer tiefer in das Loch rein in dem man drinsteckt und zerfliesst in Selbstmitleid. Das hat dann leider Auswirkungen, zum Beispiel aufs Umfeld, oder im schlimmsten Fall kann man damit sogar seine Beziehung zum Partner gefährden. Aber das alles bringt nichts, man kann eh nichts an der Tatsache ändern.

Das schlimme ist, dass wir keine Kinder haben. Zweimal schwanger gewesen, zweimal gefreut wie doof, zweimal ESS, aber kein Kind. Diese Tatsache ist hart.

Ich muss ehrlich sagen, ich habe im Moment mit dem Kinderwunsch abgeschlossen, denn in meinem einen Eileiter den ich noch habe waren Verwachsungen, die haben die Ärzte bei der zweiten OP gelöst. Aber dadurch sind Vernarbungen da, und durch die Vernarbungen ist die Gefahr einer ESS höher als normal. Von daher ist mir die Gefahr zu hoch nochmal eine SS zu wagen. Denn nochmal die OP, nochmal die psychische Belastung, das halte ich nicht noch mal durch.
Dazu kommt noch dass ich schon 39 bin und somit keine Zeit habe, ewig lang Gras drüber wachsen zu lassen.

Künstliche Befruchtung kommt für mich nicht in Betracht, denn erstens ist es zu teuer und zweitens zu aufwendig. Das zieht sich ja auch über Monate wenn nicht sogar Jahre hin und ist auch eine große psychische Belastung.
Vielleicht sollte es einfach nicht sein, und darum möchte ich es nicht verzwingen.

Sorry dass es so lang geworden ist. Ich hoffe es war trotzdem einigermassen erträglich zum Lesen.

Liebe Grüße

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9. Januar 2008 um 13:08
In Antwort auf marenli

Hallöchen muthase
Du fragst wie ich es seelisch wegstecken. Hmm... gute Frage. Ich lebe normal weiter und habe den ESS nicht die Möglichkeit gegeben, der Mittelpunkt in meinem Leben zu sein. Denn das ist das schlimmste was man machen kann. Man drückt sich somit nämlich immer tiefer in das Loch rein in dem man drinsteckt und zerfliesst in Selbstmitleid. Das hat dann leider Auswirkungen, zum Beispiel aufs Umfeld, oder im schlimmsten Fall kann man damit sogar seine Beziehung zum Partner gefährden. Aber das alles bringt nichts, man kann eh nichts an der Tatsache ändern.

Das schlimme ist, dass wir keine Kinder haben. Zweimal schwanger gewesen, zweimal gefreut wie doof, zweimal ESS, aber kein Kind. Diese Tatsache ist hart.

Ich muss ehrlich sagen, ich habe im Moment mit dem Kinderwunsch abgeschlossen, denn in meinem einen Eileiter den ich noch habe waren Verwachsungen, die haben die Ärzte bei der zweiten OP gelöst. Aber dadurch sind Vernarbungen da, und durch die Vernarbungen ist die Gefahr einer ESS höher als normal. Von daher ist mir die Gefahr zu hoch nochmal eine SS zu wagen. Denn nochmal die OP, nochmal die psychische Belastung, das halte ich nicht noch mal durch.
Dazu kommt noch dass ich schon 39 bin und somit keine Zeit habe, ewig lang Gras drüber wachsen zu lassen.

Künstliche Befruchtung kommt für mich nicht in Betracht, denn erstens ist es zu teuer und zweitens zu aufwendig. Das zieht sich ja auch über Monate wenn nicht sogar Jahre hin und ist auch eine große psychische Belastung.
Vielleicht sollte es einfach nicht sein, und darum möchte ich es nicht verzwingen.

Sorry dass es so lang geworden ist. Ich hoffe es war trotzdem einigermassen erträglich zum Lesen.

Liebe Grüße

Hallo Marenli,
Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es tut mir so unendlich leid für dich. Lass dich mal ganz lieb umarmen.

Ich finde es beneidenswert, wie du mit dieser Situation umgehst. Ich schaffe es nicht, meine ESS so wegzustecken. Vielleicht, wenn etwas Zeit vergangen ist und alles abgeheilt ist und ihr gar nicht mehr damit rechnet, meint es das Schicksal doch noch gut mit euch. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Ich kann mir vorstellen, egal was ich dir schreibe, es wird dich nicht wirklich trösten.
Ich will dir nur sagen, dass du nicht allein bist. Wenn du jemanden zum reden brauchst, ich bin da.

Liebe Grüße

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