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Dringend! Kann die PDA bis ganz zum Schluss wirken?

28. Januar 2014 um 17:00

Guten Tag. Folgende Situation: Ich bin (wirklich!) Angstpatientin (35. SSW, erstes Kind) und habe deshalb schon einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt. ABER: Je näher dieser Termin jeden Tag kommt, umso mehr habe ich große Zweifel, ob ich da wirklich das richtige tue.

Meine Schwangerschaft verläuft bisher ohne irgendwelche Probleme und das Baby liegt auch schon jetzt mit dem Kopf nach unten. Ich bin noch jung und gesund.

Inzwischen stelle ich mir die Möglichkeit, wach und so ausgeliefert auf dem OP Tisch zu liegen und zu wissen, dass mir gerade der Bauch aufgeschnitten wird, eigentlich viel schlimmer vor als die Möglichkeit, eine natürliche Geburt wenigstens zu versuchen. Ich würde mich deshalb jetzt beim KS zu 95 % für eine Vollnarkose entscheiden, wodurch ich überhaupt kein Geburtserlebnis hätte und mein Mann auch keine Chance, die Geburt mit zu bekommen, was er sich schon sehr wünscht. Sicher würde ich mir danach auch Vorwürfe machen.

Um das alles zu vermeiden, hat mich jetzt ein ungeahnter Mut gepackt. Ich habe den festen Entschluss gefasst, dass ich eine normale Geburt zumindest versuchen möchte. Allerdings AUF JEDEN FALL so bald es geht mit einer PDA. Das steht für mich jetzt schon außer Frage. Am meisten Angst habe ich vor den besonders starken Schmerzen zum Schluss und fast noch mehr vor den Schmerzen und dem Gefühl, wenn das Kind durch den Geburtskanal kommt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie ist das mit der PDA? Kann die ganz bis zum Schluss wirken, also auch bei den Presswehen, so lange bis das Kind draußen ist? Oder wird sie IMMER bei den Presswehen weg genommen, damit man die spürt? Kann man sich das aussuchen bzw. wünschen, dass sie bis ganz zum Schluss wirkt? Ich habe schon öfter Geburten im TV gesehen, wo die Frauen, als das Kind am Ende rauskam, fast keine Miene verzogen haben und total entspannt waren. Die hatten doch höchstwahrscheinlich bei den Presswehen noch eine PDA...

Bitte antwortet mir schnell.

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29. Januar 2014 um 10:03

Danke,
diese Antwort ist schon mal sehr beruhigend. Evtl. geht es ja auch, dass die PDA bei den Presswehen so ist, dass man die Wehen z.B. zwar als Druck am Bauch spürt, und dadurch weiß wann man pressen muss, aber man eben keine Schmerzen in dem Sinn hat. Das dürfte auch für mich auszuhalten sein, so wie ich es einschätze. Genauso wie die erste Zeit, wo die Wehen noch nicht so stark sind. Aber ich brauche da eine Sicherheit. Eine Geburt ohne PDA kommt für mich AUF KEINEN FALL in Frage.

Allerdings wissen die im Krankenhaus ja schon dass ich Angstpatientin bin, deshalb sollte man davon ausgehen können, dass sich das regeln lässt. Sowas wie bei deiner Bekannten darf natürlich nicht passieren. Auch deshalb, weil die Ärztin mit der ich im KH gesprochen habe, mich erst unbedingt davon überzeugen wollte, eine normale Geburt wenigstens zu versuchen und den KS sogar zuerst ganz abgelehnt hat.

Ich möchte mir eben nicht den Vorwurf machen müssen, es nicht wenigstens versucht zu haben. Wenn es während der Geburt ein KS sein muss, okay, solange es dem Kind gut geht...

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29. Januar 2014 um 10:25

Ganz toll!
Du wirst es nicht bereuen und das Gefühl des Stolzes hinterher wird bei Dir aufgrund Deiner Angst noch viel ausgerägter sein

Und ja, bei mir wirkte die PDA die ganze Zeit, ich spürte gar nichts.

Alles Gute

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9. Februar 2014 um 16:46
In Antwort auf florina911

Ganz toll!
Du wirst es nicht bereuen und das Gefühl des Stolzes hinterher wird bei Dir aufgrund Deiner Angst noch viel ausgerägter sein

Und ja, bei mir wirkte die PDA die ganze Zeit, ich spürte gar nichts.

Alles Gute

Ob ich es bereuen werde?
Ich hoffe natürlich, nicht. Aber ich bin immer noch fest entschlossen, es zu versuchen und das wird auch so bleiben. Der "Lauf der Dinge" ist nun mal so, dass die Babys unten raus kommen, jedenfalls wenn nichts dagegen spricht, und der Tatsache will ich mich nicht mehr in den Weg stellen. Mein Baby liegt jetzt schon ganz tief mit dem Kopf im Becken, was ja bedeutet, dass praktisch jederzeit die Geburt losgehen könnte. Natürlich ist mir schon mulmig zumute und ich habe große Angst, aber ich muss und will auch da durch, eben wenigstens durch den Versuch.

Nochmal zusätzlich aufgebaut hat mich ein Gespräch mit meiner Hebamme. Sie hat mir gesagt, ich kann vorher vereinbaren, dass ich auf jeden Fall so früh wie möglich eine PDA möchte, und, sollte es wirklich überhaupt nicht gehen, dass ich dann auch einen KS verlangen kann. Die Ärztin würde sich darauf in aller Regel einlassen, weil die um jeden froh sind, der es erstmal doch natürlich versuchen will. Natürlich kann ich nur hoffen, dass das dann auch wirklich eingehalten wird. Aber davon geh ich erstmal aus.

Es stimmt schon, wenn ich es dann wirklich geschafft habe, werd ich wegen meiner Angst vielleicht sogar noch stolzer sein als andere

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24. Februar 2014 um 14:09

Hallo Lilastar,
ich hatte (habe) auch riesige Angst vor der Geburt gehabt. Ich schreibe Dir jetzt hier auch nicht so einen Mist von wegen "wenn Du erstmal Dein Baby im Arm hälst, ist alles vergessen...." ode r"das Nähen spürst Du gar nicht vor lauter Mutterglück", dem war bei mir nämlich definitiv nicht so.

Durch das manchmal dumme Schöngeschwätze der Hebammen und/oder Ärzten hatte ich mir einen schönen Ablauf vorgestellt....eben so, wie man`s im GVK erzählt bekommt. Irgendwie kam auch kein Mensch auf die Idee zu fragen, was passiert wenn mal was nicht so klappt wie "normal".

Ich hatte einige Wochen vorher sogar ein Gespräch mit einem NArkosearzt und schon gleich den Wisch unterschrieben, damit ich diese Belastung nicht unter den Wehen habe, denn für mich war auch klar: SOFORT PDA wenn ich im KH ankomme

Als die Schmerzen unerträglich wurden, wurde mir auch ohne Überredungskünste eine PDA gelegt, die aber erstmal nicht wirkte. Der Narkosearzt war natürlich schon längst wieder weg, gottseidank war gerade zufällig der Oberarzt da und hat mir einfach nachgespritzt, so dass es wenigstens ein wenig die Schmerzen nahm. Obwohl mir die Hebamme und Ärztin schon Wochen vorher sagten, dass das Köpfchen schon super tief und in Startposition läge (hurra, das geht ja dann bestimmt fluch die Geburt!!!!!) hing das Baby plötzlich fest und rutschte nicht mehr weiter in den Geburtskanal. Zu dem Zeitpunkt war die Wirkung der PDA schon wieder weg wegen dem langen Steckenbleiben und erstaunlicher Weise bin ich NICHT auf die Idee gekommen, eine Nachspritzung zu verlangen....hab wegen der schlimmen Schmerzen einfach nicht dran gedacht!!!! Baby musste mit Saugglocke und Arzt auf mir geholt werden und das alles OHNE PDA!

Hab mir monatelang darüber Gedanken gemacht und nachdem wirklich lange Zeit vergangen ist, ich im Internet recherchiert habe, konnte ich das ganze nun besser verarbeiten. Ich weiss nun auch woran es lag, dass ich mir so schlecht vorkam und das ganz so unnatürlich fand: weil man vorher immer vorgegaukelt bekommt, eine Geburt sei das natürlichste auf der Welt und man bekommt Wehen, die atmet man weg, dann die Eröffnungswehen, da hockt man sich auf nen tollen Ball oder schaukelt rum oder setzt sich in die Badewanne, dann die Presswehen, die ja ach so fluchs rumgehen und natürlich ist alles sofort vergessen wenn erstmal das Baby da ist!
Finde es im Nachhinein eigentlich unverantwortlich und eine Frechheit, dass man in so einem Kurs nicht wenigstens erklärt bekommt was passieren kann! Natürlich soll so ein Kurs keine Angst machen, aber letztendlich kommt man sich wie der letzte Versager vor, wenn einem so was passiert und man hat Todesangst weil man darauf nicht vorbereitet wurde!

Übrigens habe ich auch nach einem Kaiserschnitt verlangt, nachdem ich mich stundenlang rumgequält hatte, aber das hat kein Mensch interessiert!

Ich will wirklich niemandem Angst machen, aber ich finde, jede Frau hat der Recht auf Wahrheit und darauf was passieren kann

Viele Grüsse.

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24. Februar 2014 um 14:29
In Antwort auf maiko_12559479

Hallo Lilastar,
ich hatte (habe) auch riesige Angst vor der Geburt gehabt. Ich schreibe Dir jetzt hier auch nicht so einen Mist von wegen "wenn Du erstmal Dein Baby im Arm hälst, ist alles vergessen...." ode r"das Nähen spürst Du gar nicht vor lauter Mutterglück", dem war bei mir nämlich definitiv nicht so.

Durch das manchmal dumme Schöngeschwätze der Hebammen und/oder Ärzten hatte ich mir einen schönen Ablauf vorgestellt....eben so, wie man`s im GVK erzählt bekommt. Irgendwie kam auch kein Mensch auf die Idee zu fragen, was passiert wenn mal was nicht so klappt wie "normal".

Ich hatte einige Wochen vorher sogar ein Gespräch mit einem NArkosearzt und schon gleich den Wisch unterschrieben, damit ich diese Belastung nicht unter den Wehen habe, denn für mich war auch klar: SOFORT PDA wenn ich im KH ankomme

Als die Schmerzen unerträglich wurden, wurde mir auch ohne Überredungskünste eine PDA gelegt, die aber erstmal nicht wirkte. Der Narkosearzt war natürlich schon längst wieder weg, gottseidank war gerade zufällig der Oberarzt da und hat mir einfach nachgespritzt, so dass es wenigstens ein wenig die Schmerzen nahm. Obwohl mir die Hebamme und Ärztin schon Wochen vorher sagten, dass das Köpfchen schon super tief und in Startposition läge (hurra, das geht ja dann bestimmt fluch die Geburt!!!!!) hing das Baby plötzlich fest und rutschte nicht mehr weiter in den Geburtskanal. Zu dem Zeitpunkt war die Wirkung der PDA schon wieder weg wegen dem langen Steckenbleiben und erstaunlicher Weise bin ich NICHT auf die Idee gekommen, eine Nachspritzung zu verlangen....hab wegen der schlimmen Schmerzen einfach nicht dran gedacht!!!! Baby musste mit Saugglocke und Arzt auf mir geholt werden und das alles OHNE PDA!

Hab mir monatelang darüber Gedanken gemacht und nachdem wirklich lange Zeit vergangen ist, ich im Internet recherchiert habe, konnte ich das ganze nun besser verarbeiten. Ich weiss nun auch woran es lag, dass ich mir so schlecht vorkam und das ganz so unnatürlich fand: weil man vorher immer vorgegaukelt bekommt, eine Geburt sei das natürlichste auf der Welt und man bekommt Wehen, die atmet man weg, dann die Eröffnungswehen, da hockt man sich auf nen tollen Ball oder schaukelt rum oder setzt sich in die Badewanne, dann die Presswehen, die ja ach so fluchs rumgehen und natürlich ist alles sofort vergessen wenn erstmal das Baby da ist!
Finde es im Nachhinein eigentlich unverantwortlich und eine Frechheit, dass man in so einem Kurs nicht wenigstens erklärt bekommt was passieren kann! Natürlich soll so ein Kurs keine Angst machen, aber letztendlich kommt man sich wie der letzte Versager vor, wenn einem so was passiert und man hat Todesangst weil man darauf nicht vorbereitet wurde!

Übrigens habe ich auch nach einem Kaiserschnitt verlangt, nachdem ich mich stundenlang rumgequält hatte, aber das hat kein Mensch interessiert!

Ich will wirklich niemandem Angst machen, aber ich finde, jede Frau hat der Recht auf Wahrheit und darauf was passieren kann

Viele Grüsse.

Dem schliesse ich mich an
auch ich hatte eine unschöne Geburt.
Aber das Allerschlimmste war damit nicht getan, nein das fing erst hinterher an.
Ich konnte nichts vergessen.
Und was ist mit den Dammverletzungen? Davon hatte ich hinterher auch noch ewig was.
Ich fühle mich heute noch total verarscht von all dem Schöngerede.

Ich bekam mein 2tes und 3tes Kind danach per Wunschkaiserschnitt und daran erinnere ich mich gerne zurück und die KS-Naht war auch viel unproblematischer als die Dammverletzung.
Und die Kinder sind super, ich liebte sie von Anfang an.

Liebe TE entbinde so wie du es für richtig hälst.


Lieben Gruß

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9. März 2014 um 13:49

Alles umsonst! Meine Geburt war furchtbar!!
Ich habe vor einer Woche meine Tochter bekommen und es war furchtbar, ich fühle mich nur, als hätte ich total versagt!

Zweimal ging ich mit starken Schmerzen ins Krankenhaus und wurde aber wieder nach Hause geschickt, weil diese Wehen noch nichts am Muttermund bewirkt hatten. Diese Wehen, die ich schon kaum ertragen konnte, haben mich dann entgültig dazu veranlasst, den geplanten KS machen zu lassen, der wahrscheinlich vorverlegt worden wäre.

Allerdings wurde ich beim dritten mal im KH aufgenommen, weil ich drauf bestanden habe, dass ich so nicht mehr wieder nach Hause gehen kann, und habe mit meinem Mann die Nacht dort verbracht. Ich freute mich, dachte: Ok super, diese Nacht noch überstehen, dann wird die Kleine morgen wohl endlich geholt! Aber ich war auch wieder mal zu blöd. Nachdem die Schmerzen in der Nacht mit Schmerzmitteln erträglich gewesen waren und ich sogar etwas schlafen konnte, stellte sich bei der Untersuchung am nächsten Morgen raus, dass der Muttermund über Nacht schon 2 cm auf gegangen war. Die Hebammen im KH wollten mich deshalb doch wieder zur normalen Geburt überreden. Ich könnte ja jederzeit eine PDA verlangen, sie klären das sofort mit dem Narkosearzt, und ich muss nur sofort bescheid sagen, wenn ich eine haben möchte. Plötzlich war mein Mut wieder da. Ich dachte, weil die Schmerzen bis dahin gar nicht sooo schlimm waren und mit der Möglichkeit der PDA jederzeit, schaffe ich es vielleicht doch!

Bei ca. 3 cm Muttermund-Öffnung ließ ich mir dann die PDA legen. Das war alles viel weniger schlimm, als ich erst gedacht hätte. Die PDA wirkte ziemlich schnell. Allerdings ließen die Wehen nach und ich musste an einen Wehentropf angeschlossen werden. Davon wurden sie wieder regelmäßig und stark. Die ganze Zeit über merkte ich nur einen leichten Druck im oberen Bauch und bei 5 cm Muttermund wurde die Fruchtblase aufgemacht, wovon ich auch überhaupt nichts gespürt habe. Ich dachte nun tatsächlich, ich könnte das schaffen!

Später bekam ich plötzlich trotz PDA starke Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Als ich untersucht wurde, stellte sich raus, dass der Muttermund ganz aufgegangen war. Es wurde sogar schon die Ärztin zur Geburt dazu geholt. Ich bekam Panik und habe ganz doll geweint wegen den Schmerzen, die scheinbar immer stärker wurden. Die Hebammen und die Ärztin haben mir vorgeworfen, ich wäre nicht bereit mit zu helfen. Sie haben von den Schmerzen als einen Druck gesprochen. Das war aber kein Druck! Es waren Regelschmerzen, nur ca. 25 mal stärker. Also wie die Wehen am Anfang, nur viel stärker. Ich habe nur gebettelt, dass ich am Ende nicht merken will, wie das Kind raus kommt. Sie meinten immer nur, dass sie mir das nicht versprechen können. Dann wurde noch einmal die Narkoseärztin gerufen, die mir die PDA aufgespritzt hat. Dann waren die Schmerzen erstmal wieder weg. Die Panik aber nicht, auch weil ich meine Beine nun überhaupt nicht mehr spürte. Außerdem fand ich es furchtbar, wie das ganze Blut aus mir raus kam. Ich war überhaupt nicht mehr ganz da und habe keinem mehr vertraut. Ich war überzeugt davon, dass sie die PDA am Ende ausstellen, ohne es mir zu sagen, damit das Kind rauskommt. Egal, wie es mir dabei geht. Ich habe dann irgendwann was gefaselt, dass das hier der Schock meines Lebens wird und meine Hebamme damit Recht hatte. Die Herztöne der Kleinen waren auch auffällig geworden in der Zwischenzeit. Nachdem die Ärztin mir noch einmal vorgeworfen hatte, dass ich nicht bereit wäre, mit zu helfen, fiel schließlich die Entscheidung zum Kaiserschnitt. Ich bekam keine Wahl, ob ich eine Vollnarkose wollte, das wurde einfach über meinen Kopf hinweg entschieden. Ich hatte noch nie solche Angst in meinem Leben, wie in dem Moment, als ich in den OP geschoben wurde. Angst, nicht mehr aufzuwachen, meinen Mann nie mehr wieder zu sehen und auch, mein Kind nie kennen zu lernen. Von den Momenten im OP vor der Vollnarkose bekam ich kaum noch etwas mit. Ich habe nur geweint.

Als ich aufwachte und mir die Kleine in den Arm gelegt wurde, war eine der ersten Fragen, die ich stellte, ob das überhaupt wirklich mein Kind ist. Ich hatte die Geburt ja verpasst. Die Freude und das realisieren kam erst viel später. Ich konnte in der Nacht danach nicht nur wegen den Schmerzen nicht schlafen, sondern auch, weil ich mich fühlte, als hätte ich total versagt.

Wie kurz davor ich gewesen sein muss, sie normal zu bekommen, kapierte ich erst durch meine Hebamme, die auch über alles informiert wurde. Sie erzählte mir, dass die Ärztin sogar im OP noch einen Pressversuch starten wollte, was ihr aber von der Hebamme ausgeredet wurde, da diese (wohl zurecht) glaubte, dass meine Nerven das nicht mehr mitgemacht hätten. Ich hatte mir gewünscht, versuchen zu können, zu pressen. Aber es hieß immer, das Köpfchen wäre noch zu weit oben im Becken. Seit ich das weiß, fühle ich mich noch mehr wie eine Versagerin.

Dieses für mich furchtbare Erlebnis vergesse ich sicher nie in meinem Leben!

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14. März 2014 um 20:06

Über die Frage
eines nächsten Kindes habe ich seitdem nicht nur einmal nachgedacht, und bin zu keinem Ergebnis gekommen.

Mal habe mir gedacht, ich müsste ja lebensmüde sein, wenn ich nach diesem Erlebnis überhaupt nochmal schwanger werden würde, und dass es wohl auf jeden Fall bei dem einen Kind bleibt.

Ein anderes mal war ich der Meinung, dass ich natürlich bei einem nächsten Kind gleich den Kaiserschnitt wählen würde und nichts anderes mehr zur Debatte steht.

Und wieder ein anderes mal habe ich mir gedacht, dass ich es gerne noch einmal mit einer natürlichen Geburt versuchen würde, auch, um mir zu beweisen, dass ich das doch durchhalten kann, und um das Erlebnis mal gehabt zu haben. Aber da ist mir die Gefahr dann doch zu groß, dass ich wieder nicht die Nerven behalten würde und es genauso ablaufen würde.
Falls ich noch ein Kind bekommen sollte, möchte ich deren Geburt nämlich auf jeden Fall miterleben!

Also bleiben wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder kein Kind mehr oder ein geplanter KS.


Mich macht auch ziemlich fertig, dass ich bis heute nicht verstanden habe, warum ich trotz PDA so starke Schmerzen hatte. Irgendwie konnte mir keiner eine befriedigende Antwort darauf geben. Es hieß immer nur, eine Geburt ganz ohne Schmerzen gäbe es nicht. Aber wie ist es dann möglich, dass ich schon oft im TV gesehen habe, dass es mit PDA offensichtlich doch eine Geburt ohne Schmerzen gibt, was auch hier jemand gesagt hat. Mit der aufgespritzten PDA hätte ich jedenfalls nicht mehr mit pressen können, weil ich jedes Gefühl über meinen Unterkörper verloren hatte. Es muss also irgendwo ein "Zwischending" geben zwischen der Dosis, die ich zuerst hatte, und der aufgespritzten danach, was evtl. auch die Ärzte verpennt haben.

Die Frage nach dem "Warum" belastet mich einfach sehr stark und mir wurde auch empfohlen, das ganze in einer Therapie aufzuarbeiten. Das gehe ich demnächst an.

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18. März 2014 um 20:07

Dringend..PDA
Also ich würde an deiner Stelle auch versuchen normal zu entbinden. Ich hatte leider bei der 1.Schwangerschaft einen Notkaiserschnitt und bei der 2. Schwangerschaft wollte ich normal entbinden. Konnte aber die Schmerzen nicht mehr aushalten bzw. die Wehen nicht mehr richtig wegatmen. Habe dann eine PDA bekommen und sogar während der Geburt noch Scherze gemacht Also war echt suuuper
Ich sage nur Hut ab vor allen die es normal geschafft haben. Ich habe es leider nicht. Aber hauptsache das Kind ist munter und gesund, oder
Dir alles Liebe

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20. März 2014 um 10:04
In Antwort auf ronja_12445450

Über die Frage
eines nächsten Kindes habe ich seitdem nicht nur einmal nachgedacht, und bin zu keinem Ergebnis gekommen.

Mal habe mir gedacht, ich müsste ja lebensmüde sein, wenn ich nach diesem Erlebnis überhaupt nochmal schwanger werden würde, und dass es wohl auf jeden Fall bei dem einen Kind bleibt.

Ein anderes mal war ich der Meinung, dass ich natürlich bei einem nächsten Kind gleich den Kaiserschnitt wählen würde und nichts anderes mehr zur Debatte steht.

Und wieder ein anderes mal habe ich mir gedacht, dass ich es gerne noch einmal mit einer natürlichen Geburt versuchen würde, auch, um mir zu beweisen, dass ich das doch durchhalten kann, und um das Erlebnis mal gehabt zu haben. Aber da ist mir die Gefahr dann doch zu groß, dass ich wieder nicht die Nerven behalten würde und es genauso ablaufen würde.
Falls ich noch ein Kind bekommen sollte, möchte ich deren Geburt nämlich auf jeden Fall miterleben!

Also bleiben wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder kein Kind mehr oder ein geplanter KS.


Mich macht auch ziemlich fertig, dass ich bis heute nicht verstanden habe, warum ich trotz PDA so starke Schmerzen hatte. Irgendwie konnte mir keiner eine befriedigende Antwort darauf geben. Es hieß immer nur, eine Geburt ganz ohne Schmerzen gäbe es nicht. Aber wie ist es dann möglich, dass ich schon oft im TV gesehen habe, dass es mit PDA offensichtlich doch eine Geburt ohne Schmerzen gibt, was auch hier jemand gesagt hat. Mit der aufgespritzten PDA hätte ich jedenfalls nicht mehr mit pressen können, weil ich jedes Gefühl über meinen Unterkörper verloren hatte. Es muss also irgendwo ein "Zwischending" geben zwischen der Dosis, die ich zuerst hatte, und der aufgespritzten danach, was evtl. auch die Ärzte verpennt haben.

Die Frage nach dem "Warum" belastet mich einfach sehr stark und mir wurde auch empfohlen, das ganze in einer Therapie aufzuarbeiten. Das gehe ich demnächst an.

Meine Erfahrung
Also zunächst tut es mir furchtbar leid, dass die Geburt so blöd verlaufen ist.
Ich kann mich ein wenig in Dich reinversetzen, bei mir verlief es ähnlich.

Ich ging ohne große Erwartungen in die erste Geburt.
Es war mir fast "egal" WIE das Kind zur Welt kommt.
Habe auch eine PDA legen lassen und lag dann völlig relaxt rum bis der Mumu komplett offen war.
Da ich aber null spürte, klappte es nicht, es ging nicht weiter!
Salopp gesagt, wurde mir das Ganze zu bunt und bat um den KS. Den bekam ich auch.
Es gab auch eine Vollnarkose, da die PDA zwar die Wehen unterdrückten, für den Schnitt aber nicht ganz ausreichend war und das Aufspritzen auch nicht klappte.

Erst später war mir dann klar, was ich versäumte und ich spürte, dass mir eine ganz wichtige Erfahrung in meinem Leben fehlte. Ich litt stark darunter.

Dann war ich irgendwann mit dem zweiten Kind schwanger und natürlich konzentrierte ich mich fast schon krankhaft darauf, dass bei dieser Geburt alles glatt laufen muß.
Ich hatte Gespräche mit diversen Hebammen und in mehreren KH.

Ich wollte eine schöne, natürliche Geburt erleben, war schon fast wie besessen darauf.
Ich dachte natürlich auch daran, dass man bei einer natürlichen Geburt nicht sicher sein kann, ob sie nicht doch in einer Vollnarkose endet und das wäre für mich wirklich fatal gewesen.

Die diversen Gesprächspartner erklärten mir, dass es sehr selten vorkommt, dass eine Geburt in Vollnarkose endet und ich entschied mich gegen den geplanten KS, einfach weil das für mich nicht das Erleben einer richtigen Geburt bedeutet hätte.

Schließlich erlebte ich eine wundervolle, schnelle Geburt. Sie war schmerzhaft (und glaube mir, ich bin auch die erste die Panik schiebt bei Schmerzen), aber um nichts auf der Welt will ich dieses Erlebnis missen

Das Tollste was ich je erlebt habe, dieses Gefühl wenn das Kind da ist und eben nicht erst weggenommen wird, sondern sofort auf die Brust kommt.
Ganz ehrlich, ih würde am liebsten noch ein Kind bekommen um das nochmal erleben zu dürfen (wobei das natürlich nicht Grund für ein drittes Kind sein wird ).

Natürlich braucht nicht jede Frau dieses Erlebnis, ich für mich hätte mich aber den Rest meines Lebens gefragt, wie es wohl gewesen wäre...

Übrigens, gerade wenn man Angst hat, ist man danach umso stolzer!

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20. März 2014 um 22:48
In Antwort auf florina911

Meine Erfahrung
Also zunächst tut es mir furchtbar leid, dass die Geburt so blöd verlaufen ist.
Ich kann mich ein wenig in Dich reinversetzen, bei mir verlief es ähnlich.

Ich ging ohne große Erwartungen in die erste Geburt.
Es war mir fast "egal" WIE das Kind zur Welt kommt.
Habe auch eine PDA legen lassen und lag dann völlig relaxt rum bis der Mumu komplett offen war.
Da ich aber null spürte, klappte es nicht, es ging nicht weiter!
Salopp gesagt, wurde mir das Ganze zu bunt und bat um den KS. Den bekam ich auch.
Es gab auch eine Vollnarkose, da die PDA zwar die Wehen unterdrückten, für den Schnitt aber nicht ganz ausreichend war und das Aufspritzen auch nicht klappte.

Erst später war mir dann klar, was ich versäumte und ich spürte, dass mir eine ganz wichtige Erfahrung in meinem Leben fehlte. Ich litt stark darunter.

Dann war ich irgendwann mit dem zweiten Kind schwanger und natürlich konzentrierte ich mich fast schon krankhaft darauf, dass bei dieser Geburt alles glatt laufen muß.
Ich hatte Gespräche mit diversen Hebammen und in mehreren KH.

Ich wollte eine schöne, natürliche Geburt erleben, war schon fast wie besessen darauf.
Ich dachte natürlich auch daran, dass man bei einer natürlichen Geburt nicht sicher sein kann, ob sie nicht doch in einer Vollnarkose endet und das wäre für mich wirklich fatal gewesen.

Die diversen Gesprächspartner erklärten mir, dass es sehr selten vorkommt, dass eine Geburt in Vollnarkose endet und ich entschied mich gegen den geplanten KS, einfach weil das für mich nicht das Erleben einer richtigen Geburt bedeutet hätte.

Schließlich erlebte ich eine wundervolle, schnelle Geburt. Sie war schmerzhaft (und glaube mir, ich bin auch die erste die Panik schiebt bei Schmerzen), aber um nichts auf der Welt will ich dieses Erlebnis missen

Das Tollste was ich je erlebt habe, dieses Gefühl wenn das Kind da ist und eben nicht erst weggenommen wird, sondern sofort auf die Brust kommt.
Ganz ehrlich, ih würde am liebsten noch ein Kind bekommen um das nochmal erleben zu dürfen (wobei das natürlich nicht Grund für ein drittes Kind sein wird ).

Natürlich braucht nicht jede Frau dieses Erlebnis, ich für mich hätte mich aber den Rest meines Lebens gefragt, wie es wohl gewesen wäre...

Übrigens, gerade wenn man Angst hat, ist man danach umso stolzer!

Das ist es ja gerade!
Ich frage mich ständig, wie es wohl gewesen wäre. Wenn ich nur die Nerven behalten hätte. Deshalb macht es mich so fertig. Ich war ja kurz davor, es trotz meiner Angst zu schaffen. Ich wäre dann mega stolz gewesen, das weiß ich einfach...

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