Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Down Syndrom Embryos abtreiben oder nicht?

Down Syndrom Embryos abtreiben oder nicht?

26. Mai um 6:48 Letzte Antwort: 28. Mai um 12:25

Es ist noch nicht lange her, dass man einfach hinnehmen musste, was immer das Kind für Missbildungen hat. Der Forschung ist es zu verdanken, dass wir das schon recht früh in der Schwangerschaft erkönnen können. Bluttest in Kombination mit FWU machen es möglich. So kann man den mit Down Syndrom beschädigten Embryo abtreiben.
Ich würde die Tests bei jeder Schwangerschaft machen, wenn man schon diese genialen Testverfahren nutzen kann. Ein Kind mit Down Syndrom zu haben, beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich. 

Mehr lesen

Beste hilfreiche Antwort

26. Mai um 9:04

bla blub  - immer diese Provokant formulierten Posts. 
FWU gibt es schon ziemlich lange und sind nun wirklich keine neue "Entwicklung".

Die Frauen, die diese Entscheidung treffen müssen, tun sich damit alles andere als leicht - ganz anders, als du es in diesem mit sicherheit nur provozierenden Thread gemeint hast.

In der Regel ist eine Spätabtreibung notwendig - die alles andere als ein Zuckerschlecken ist - und die Frauen machen, wie sie sich auch entscheiden, eine psychisch unglaublich harte Zeit durch - und dieser Gedanke "na ja, ein behindertes Kind ist schon eine belastung" wird sich so einfach nicht gemacht. Oft sind schon andere Kinder da, um die man sich Gedanken machen muss etc... 

Neben Trisomie 23 wird zu dem auch immer noch auf Trisomie 18 und 13 getestet - die im gegensatz zu Trisomie 23 oft ein sehr hartes Schicksal sind.

Ich habe mich übrigens sehr bewusst gegen diese Tests entschieden - weil ich eben nicht in diese Situation der Entscheidung wollte  - und habe versucht, schwerwiegende, organische Schäden durch ein gutes Screening zu erkennen (auch um in eine Spezialklinik zu gehen, wenn es denn sein muss).

Dennoch - bei der Geburt kann so viel passieren (Sauerstoffmangel) - es gibt so viele Erkrankungen, die durch diese Untersuchungen nicht erkannt werden - ein Recht auf ein gesundes Kind gibt es nicht.

Ich respektiere übrigens jede Frau, die sich anders entscheidet - die Tests macht, und ein ggf. behindertes Kind abtreibt - weil ich weiss, dass in aller Regel die Entscheidung nicht so leichtfertig ist, wie du sie gerade darstellst - und für viele Frauen das schlimmste ist, was sie in ihrem Leben durchmachen!  

3 LikesGefällt mir
26. Mai um 8:15

Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Ich würde niemals abtreiben - meine Meinung. Klar ist es eine Herausforderung, ein Kind mit z.B. Down Syndrom aufzuziehen. Aber diese Menschen sind absolut herzlich und liebenswert und teilweise auch sehr selbstständig. 

Gefällt mir
26. Mai um 9:04

bla blub  - immer diese Provokant formulierten Posts. 
FWU gibt es schon ziemlich lange und sind nun wirklich keine neue "Entwicklung".

Die Frauen, die diese Entscheidung treffen müssen, tun sich damit alles andere als leicht - ganz anders, als du es in diesem mit sicherheit nur provozierenden Thread gemeint hast.

In der Regel ist eine Spätabtreibung notwendig - die alles andere als ein Zuckerschlecken ist - und die Frauen machen, wie sie sich auch entscheiden, eine psychisch unglaublich harte Zeit durch - und dieser Gedanke "na ja, ein behindertes Kind ist schon eine belastung" wird sich so einfach nicht gemacht. Oft sind schon andere Kinder da, um die man sich Gedanken machen muss etc... 

Neben Trisomie 23 wird zu dem auch immer noch auf Trisomie 18 und 13 getestet - die im gegensatz zu Trisomie 23 oft ein sehr hartes Schicksal sind.

Ich habe mich übrigens sehr bewusst gegen diese Tests entschieden - weil ich eben nicht in diese Situation der Entscheidung wollte  - und habe versucht, schwerwiegende, organische Schäden durch ein gutes Screening zu erkennen (auch um in eine Spezialklinik zu gehen, wenn es denn sein muss).

Dennoch - bei der Geburt kann so viel passieren (Sauerstoffmangel) - es gibt so viele Erkrankungen, die durch diese Untersuchungen nicht erkannt werden - ein Recht auf ein gesundes Kind gibt es nicht.

Ich respektiere übrigens jede Frau, die sich anders entscheidet - die Tests macht, und ein ggf. behindertes Kind abtreibt - weil ich weiss, dass in aller Regel die Entscheidung nicht so leichtfertig ist, wie du sie gerade darstellst - und für viele Frauen das schlimmste ist, was sie in ihrem Leben durchmachen!  

3 LikesGefällt mir
26. Mai um 10:20

Das hast du toll geschrieben! Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Beim ersten Kind habe ich keinerlei Tests machen lassen. Wenn mein Sohn Einschränkungen jedweder Art gehabt hätte, dann hätte ich ihn trotzdem bekommen und dafür mein Leben gänzlich zurück gestellt. Die Konsequenz wäre nur gewesen, dass er mein einziges Kind geblieben wäre, damit ich ihm gerecht werden kann.

Nun ist Kind Nummer 2 unterwegs und ich sehe die Sache komplett anders... jetzt muss ich entscheiden und diese Entscheidung wird nicht nur mich, sondern auch ihn den Rest des Lebens treffen... Ich werde daher nun, so schwer es mir auch fallen wird, die Tests machen und ggf. die Konsequenz ziehen... Und es wird mir schwer fallen, aber ich tue es für mein Erstgeborenen... So sehr man sich  such bemühen würde, er würde darunter leiden... 

Das ich nun inständig hoffe und bete, dass es meinem Ungeborenen gut geht und es sich gerade toll entwickelt, muss ich wohl nicht erwähnen. 

Gefällt mir
26. Mai um 22:33

Ich habe den Test in Form eines Bluttests bei meinem dritten Kind machen lassen, einfach um zu wissen was auf mich zukommt. Zum Glück war alles gut, auch die Nackenfaltenmessung hatte nichts verdächtiges gezeigt.  Ein T21 Kind hätten wir bekommen, bei den anderen Chromosomenanomalien hätten wir wahrscheinlich abgebrochen, weil diese normalerweise mit einem sehr kurzen, qualvollen Leben für das Kind verbunden sind. Das hätte ich meinem Ungeborenen ersparen wollen.

Gefällt mir
27. Mai um 14:09

Ich halte diesen Thread für provokativ. "So kann man einen mit Downsyndrom beschädigten Embryo abtreiben". Das liest sich so als ob man das so einfach mal nebenbei macht. Jeder mit auch nur ein bisschen Empathie weiß, wie schwer eine Abtreibung psychisch und physisch ist.

Tut mir leid, aber dieser Thread ist meiner Meinung nach sinnlos. Jede Schwangere wird über diese Untersuchungen informiert. Dazu braucht man keinen Thread hier. Oder soll das ein Aufruf zur Abtreibung eines Kindes mit Trisomie sein?! Das soll jeder bitte selbst entscheiden. Ich hoffe,dass sich dadurch niemand, der vor einer solchen Entschiedung steht, beeinflussen lässt!

Ich habe diesen Test auch machen lassen. Zum Glück ist alles gut. Aber ich hatte, als ich auf das Ergebnis gewartet habe, zum Teil schlaflose Nächte und lange im Internet nach Wahrschienlichkeiten für Trisomien recherchiert. Ich hätte ein Kind mit Trosomie nicht abgetrieben. Ich wolte nur darauf vorbereitet sein.

Gefällt mir
27. Mai um 16:11
In Antwort auf frakei

Es ist noch nicht lange her, dass man einfach hinnehmen musste, was immer das Kind für Missbildungen hat. Der Forschung ist es zu verdanken, dass wir das schon recht früh in der Schwangerschaft erkönnen können. Bluttest in Kombination mit FWU machen es möglich. So kann man den mit Down Syndrom beschädigten Embryo abtreiben.
Ich würde die Tests bei jeder Schwangerschaft machen, wenn man schon diese genialen Testverfahren nutzen kann. Ein Kind mit Down Syndrom zu haben, beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich. 

Ich muss dem widersprechen. 

Wir haben bewusst ein Kind mit Down Syndrom adopiert. 

Und er beeinträchtigt unsere Lebensqualität auf keinen Fall.
Im Gegenteil. 
Er mag etwas anders sein. Braucht länger um Dinge zu begreifen und zu verstehen. 
Aber trotz vieler negativer Erfahrungen besitzt er ein sehr sonniges Gemüt und ist immer gut gelaunt. 




 

Gefällt mir
27. Mai um 21:53

Ich hab vier Kinder alle sind gesund und darüber bin ich auch sehr froh. Aber wie alle Kinder haben sie natürlich ihre Maken und auch Krankheiten mit denen wir als Eltern klar kommen müssen. Und einige ihrer Freunde haben auch körperliche oder psychische Krankheiten doch werden sie von ihren Eltern geliebt. Wenn ich nur das perfekte gesunde Kind will sollte ich keines auf die Welt setzen. Dein Avatar sieht aber danach aus als hättest du früher gerne Männer dazu gereizt mit dir ein Kind auf die Welt zu setzen und tust das immer noch aber möglich wird das wohl nicht mehr sein. Und versteh mich nicht falsch ich mag es wenn Leute offen sind aber hier im Forum finde ich das mutig

Gefällt mir
27. Mai um 22:24
In Antwort auf frakei

Es ist noch nicht lange her, dass man einfach hinnehmen musste, was immer das Kind für Missbildungen hat. Der Forschung ist es zu verdanken, dass wir das schon recht früh in der Schwangerschaft erkönnen können. Bluttest in Kombination mit FWU machen es möglich. So kann man den mit Down Syndrom beschädigten Embryo abtreiben.
Ich würde die Tests bei jeder Schwangerschaft machen, wenn man schon diese genialen Testverfahren nutzen kann. Ein Kind mit Down Syndrom zu haben, beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich. 

Ich habe sieben Kinder. 
Bei jeder Schwangerschaft habe ich mich gegen diese Tests entschieden. 

Auch wenn ich schon vorher gewusst hätte das eines meiner Kinder mit einer Behinderung zur Welt kommen würde, hätte ich es trotzdem nicht übers Herz gebracht es abzutreiben. 
 

Gefällt mir
28. Mai um 8:56
In Antwort auf frakei

Es ist noch nicht lange her, dass man einfach hinnehmen musste, was immer das Kind für Missbildungen hat. Der Forschung ist es zu verdanken, dass wir das schon recht früh in der Schwangerschaft erkönnen können. Bluttest in Kombination mit FWU machen es möglich. So kann man den mit Down Syndrom beschädigten Embryo abtreiben.
Ich würde die Tests bei jeder Schwangerschaft machen, wenn man schon diese genialen Testverfahren nutzen kann. Ein Kind mit Down Syndrom zu haben, beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich. 

Ich sehe  das etwas anders als du. 

Behinderung ist nicht gleich Behinderung. 
Trisomie 21 wäre für mich kein Grund zur Abtreibung. 

Eine gute Bekannte von mir hat 2 Mädchen die diese Behinderung haben. 
Dank guter Förderungen führen die zwei ein fast normales Leben. 
Die Ältere macht zurzeit eine Ausbildung zur Tierpflegerin. 

Mein Neffe dagegen kam schwerst behindert zur Welt. 
Der Grund dafür ist bis heute ungeklärt. 

Was die Lebensqualität betrifft sollte die des Kindes im Vordergrund stehen. 
Wenn die Ärzte davon ausgehen das, das Ungeborene keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben hat, bin ich durchaus für eine Abtreibung. 
Auch wenn es schwer fällt. 

Gefällt mir
28. Mai um 9:14

Der Titel ist sehr unvorteilhaft gewählt und auch der Textinhalt wirkt nicht sehr einfühlsam. Aber deswegen muss man ja die Fragestellerin nicht gleich beleidigen? Vielleicht hat sie sich einfach nur schlecht ausgedrückt.

Und wieso sollte man so ein Thema nicht in einem Forum diskutieren? Es ist ein schwieriges Thema, aber genau deswegen ist es ja interessant verschiedene Meinungen zu hören und die verschiedenen Gefühlslagen der Frauen zu erfahren.

Ich bin jetzt 33 und noch nicht lange mit meinem Freund zusammen. Wenn wir uns also dazu entscheiden Kinder zu bekommen, dann wäre ich vermutlich Ü35 in der Schwangerschaft. Ich müsste mich also mit diesem Thema auseinandersetzen.

Ich würde es so machen, dass ich mir grundsätzlich und am besten schon vor der Schwangerschaft überlege, ob ich ein Kind mit einer Beeinträchtigung bekommen möchte. Wenn ich mich klar dafür entscheide, wäre der Test für mich hinfällig. Ich würde den Test nicht wollen, nur damit ich mich darauf vorbereiten kann.
Wenn ich aber zu dem Entschluss kommmen würde, dass ich das Kind so nicht haben möchte (ja - es kling schon traurig), dann würde ich den Test machen und dementsprechend handelt.
Klar - in so einer Situation sind unmengen an Emotionen im Spiel, die die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt nochmals beeiflussen können.

Gefällt mir
28. Mai um 10:19
In Antwort auf regena_18861821

Ich hab vier Kinder alle sind gesund und darüber bin ich auch sehr froh. Aber wie alle Kinder haben sie natürlich ihre Maken und auch Krankheiten mit denen wir als Eltern klar kommen müssen. Und einige ihrer Freunde haben auch körperliche oder psychische Krankheiten doch werden sie von ihren Eltern geliebt. Wenn ich nur das perfekte gesunde Kind will sollte ich keines auf die Welt setzen. Dein Avatar sieht aber danach aus als hättest du früher gerne Männer dazu gereizt mit dir ein Kind auf die Welt zu setzen und tust das immer noch aber möglich wird das wohl nicht mehr sein. Und versteh mich nicht falsch ich mag es wenn Leute offen sind aber hier im Forum finde ich das mutig

Dein Avatar sieht aber danach aus als hättest du früher gerne Männer dazu gereizt mit dir ein Kind auf die Welt zu setzen und tust das immer noch aber möglich wird das wohl nicht mehr sein.

Auch wenn ein Post provokativ ist, muss man nicht gleich beleidigend reagieren...

Gefällt mir
28. Mai um 11:16
In Antwort auf bibi1987

Der Titel ist sehr unvorteilhaft gewählt und auch der Textinhalt wirkt nicht sehr einfühlsam. Aber deswegen muss man ja die Fragestellerin nicht gleich beleidigen? Vielleicht hat sie sich einfach nur schlecht ausgedrückt.

Und wieso sollte man so ein Thema nicht in einem Forum diskutieren? Es ist ein schwieriges Thema, aber genau deswegen ist es ja interessant verschiedene Meinungen zu hören und die verschiedenen Gefühlslagen der Frauen zu erfahren.

Ich bin jetzt 33 und noch nicht lange mit meinem Freund zusammen. Wenn wir uns also dazu entscheiden Kinder zu bekommen, dann wäre ich vermutlich Ü35 in der Schwangerschaft. Ich müsste mich also mit diesem Thema auseinandersetzen.

Ich würde es so machen, dass ich mir grundsätzlich und am besten schon vor der Schwangerschaft überlege, ob ich ein Kind mit einer Beeinträchtigung bekommen möchte. Wenn ich mich klar dafür entscheide, wäre der Test für mich hinfällig. Ich würde den Test nicht wollen, nur damit ich mich darauf vorbereiten kann.
Wenn ich aber zu dem Entschluss kommmen würde, dass ich das Kind so nicht haben möchte (ja - es kling schon traurig), dann würde ich den Test machen und dementsprechend handelt.
Klar - in so einer Situation sind unmengen an Emotionen im Spiel, die die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt nochmals beeiflussen können.

Das Problem ist, dass es eben nicht so einfach ist.
Ich bin auch eine Ü35 Schwangere - und es gibt da einfach nicht nur Schwarz und weiss - weil man eben auch oft nicht weiss, was für eine Beeinträchtigung auf einen zu kommt - und was nicht.

Ich habe irgendwann mal gesagt, dass ich mit DownSyndrom kein Problem hätte, Trisomie 13 und 18 sind aber eine andere Geschichte. Und dann fängt dieser Humbock an. 

Dann macht man eine Nackenfalten-Messung, was eine sehr hohe "False-Postiv" Rate hat, dann einen Bluttest (je nach dem sehr sicher) - viele Ärzte bestehen dann dennoch noch auf eine FWU, die aber auch das Risiko einer Fehlgeburt hat. Und dazwischen immer die Angst, das warten - 
Ich kanne viele Frauen, die diese Zeit wirklich fertig gemacht hat - weswegen ich mich gegen diese Methode entschieden habe (und weil die Wahrscheinlichkeit, dass kind durch eine Fehlgeburt zu verlieren, am Ende größer war als die Wahrscheinlichkeit von Trisomie 18 oder 13).  

Bis dahin, bs das Ergebniss da ist das Kind dann weiter gewachsen, man hat das Herz gesehen - je nach Schwierigkeit der Diagnose und damit Fortschritt der Schwangerschaft  es auch schon gespürrt.... vorher hat man lange vergeblich versucht, schwanger zu werden - und muss es dann, weil die Schwangerschaft so weit ist, Tot zur Welt bringen--- 

ich glaube, wenn man es von "außen" betrachtet, ist es immer sehr einfach - wenn man in der Situation ist, ist es nicht einfach. 

Ich glaube, die ersten Augenblicke bei der Pränatal-Diagnostik waren immer der Horror  -für viele ist es "Babykino" - während ich jedes mal Panik hatte, wenn der Arzt mal ein paar Minuten nichts mehr gesagt hat.

Gestern war eine Frau bei meinem Arzt, die gesagt hat, sie kann nicht alleine zum Ultraschall (was man eigentlich wegen Corona muss) weil bei ihrem letzten Kind die Diagnose kam - und es der absolute Horror war und sie seit dem ein Trauma hat.

Ich habe eh bei diesem "Spezialisten" so viele Traurige sachen aus dem Wartezimmer miterlebt- jede Diagnose dieser Art ist ein Drama für sich - so viel Angst und bangen - und auch wenn man vorher sagt "ja, dann treibe ich ab" - ist es in der Situation selber eben doch ganz anders und eben nicht "einfach". 

Gefällt mir
28. Mai um 11:47
In Antwort auf teetrinkerin23

Das Problem ist, dass es eben nicht so einfach ist.
Ich bin auch eine Ü35 Schwangere - und es gibt da einfach nicht nur Schwarz und weiss - weil man eben auch oft nicht weiss, was für eine Beeinträchtigung auf einen zu kommt - und was nicht.

Ich habe irgendwann mal gesagt, dass ich mit DownSyndrom kein Problem hätte, Trisomie 13 und 18 sind aber eine andere Geschichte. Und dann fängt dieser Humbock an. 

Dann macht man eine Nackenfalten-Messung, was eine sehr hohe "False-Postiv" Rate hat, dann einen Bluttest (je nach dem sehr sicher) - viele Ärzte bestehen dann dennoch noch auf eine FWU, die aber auch das Risiko einer Fehlgeburt hat. Und dazwischen immer die Angst, das warten - 
Ich kanne viele Frauen, die diese Zeit wirklich fertig gemacht hat - weswegen ich mich gegen diese Methode entschieden habe (und weil die Wahrscheinlichkeit, dass kind durch eine Fehlgeburt zu verlieren, am Ende größer war als die Wahrscheinlichkeit von Trisomie 18 oder 13).  

Bis dahin, bs das Ergebniss da ist das Kind dann weiter gewachsen, man hat das Herz gesehen - je nach Schwierigkeit der Diagnose und damit Fortschritt der Schwangerschaft  es auch schon gespürrt.... vorher hat man lange vergeblich versucht, schwanger zu werden - und muss es dann, weil die Schwangerschaft so weit ist, Tot zur Welt bringen--- 

ich glaube, wenn man es von "außen" betrachtet, ist es immer sehr einfach - wenn man in der Situation ist, ist es nicht einfach. 

Ich glaube, die ersten Augenblicke bei der Pränatal-Diagnostik waren immer der Horror  -für viele ist es "Babykino" - während ich jedes mal Panik hatte, wenn der Arzt mal ein paar Minuten nichts mehr gesagt hat.

Gestern war eine Frau bei meinem Arzt, die gesagt hat, sie kann nicht alleine zum Ultraschall (was man eigentlich wegen Corona muss) weil bei ihrem letzten Kind die Diagnose kam - und es der absolute Horror war und sie seit dem ein Trauma hat.

Ich habe eh bei diesem "Spezialisten" so viele Traurige sachen aus dem Wartezimmer miterlebt- jede Diagnose dieser Art ist ein Drama für sich - so viel Angst und bangen - und auch wenn man vorher sagt "ja, dann treibe ich ab" - ist es in der Situation selber eben doch ganz anders und eben nicht "einfach". 

Das sind wirklich schwierige Entscheidungen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich noch viel zuwenig mit der Thematik auseinandergesetzt habe. Sprich, keine Ahnung gehabt von der Sicherheit der Tests und den möglichen Nebenwirkungen von Untersuchungen. Das macht alles noch viel komplizierter, da hast du recht.

Gefällt mir
28. Mai um 12:25
In Antwort auf frakei

Es ist noch nicht lange her, dass man einfach hinnehmen musste, was immer das Kind für Missbildungen hat. Der Forschung ist es zu verdanken, dass wir das schon recht früh in der Schwangerschaft erkönnen können. Bluttest in Kombination mit FWU machen es möglich. So kann man den mit Down Syndrom beschädigten Embryo abtreiben.
Ich würde die Tests bei jeder Schwangerschaft machen, wenn man schon diese genialen Testverfahren nutzen kann. Ein Kind mit Down Syndrom zu haben, beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich. 

Ich war mit 39 Jahren schwanger und habe mir oft auch Frage gestellt, was wäre wenn…und was ich damit tun wäre. Ich habe darüber mit meinem Mann diskutiert und zum Entschluss gekommen, dass unser Kind unser Kind ist, nur ein bisschen anders als die meisten Leute. Meiner Meinung nach wäre es ein grosser Fehler ein Kind abzutreiben weil es das Down Syndrom hat,  da ich genau weiß wie diese Kinder sind... ok jedes Kind ist anders aber meine Cousine hat ein behinderndes Kind, dass in spezieller Schule studiert und weiß daher aus Erfahrung das diese Kinder mit dem Down Dyndrom ein genauso schönes und lebenswertes Leben führen wie alle anderen Kinder auch ... natürlich sieht man es den Kindern ab einem gewissen Alter an dass sie dieses Syndrom haben, das heißt aber nicht das diese Kinder dumm sind, im Gegenteil es kommt einfach nur darauf an wie man diese Kinder fördert ...  Also ich würde in diesem Fall nicht abtreiben und ich möchte auch das andere Mütter lieber dreimal darüber nachdenken, denn es ist und bleibt euer Kind. Liebe Grüße 

Gefällt mir
Teste die neusten Trends!
experts-club