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Die geister die ich rief... erstmals schwanger - mit 43, jetzt schwere Zweifel

22. November 2011 um 15:24 Letzte Antwort: 13. Januar 2012 um 11:56

in den zwanzigern wollte ich unbedingt ein kind, mein damaliger freund "erst später" - wir haben uns dann getrennt.
in den dreißigern hatte ich irgendwie immer entweder keinen oder dann den falschen partner (zuletzt einen mit bereits vier kindern und sterilisiert, was ich dann auch der Partnerschaft zuliebe akzeptiert habe.

jetzt habe ich mit 41 den "richtigen" kennengelernt, wir leben zusammen, er hat einen kleinen Sohn, der jede zweite woche bei uns ist, und alles ist prima.
anfangs der beziehung haben wir es auf ein kind "angelegt" - weil wir beide eigentlich einzelkinder nicht so toll finden. hat einmal spontan geklappt, allerdings hatte ich dann auch gleich in der 8.woche einen abgang. danach habe ich mich nach und nach daran gewöhnt, eben kein eigenes kind zu bekommen.

gerade vor zwei monaten haben wir uns noch darüber unterhalten, dass wir ja eigentlich die optimale lösung aus allen welten haben: familienleben, ein süßes kind, jede zweite woche eine schöne und "ungestörte" paarbeziehung, möglichkeiten spontan zu verreisen, auszugehen etc. pp.
wir haben dann auch gemeinsam den schluss gezogen, dass es ohne weiteres kind jetzt für uns besser ist.

hm. scheinbar haben wir das nicht in aller konsequenz dann auch durchgezogen, jedenfalls bin ich jetzt eine woche überfällig und der gestrige schwangerschaftstest sagt klar "positiv".

meine erste reaktion: oh nein, bitte nicht!!!!
gerade jetzt, wo wir damit "durch" sind, und alles bitteschön so bleiben soll, wie es ist!

insgeheim hoffe ich ja sogar auf eine ähnliche geschichte wie beim letzten mal, einen spontanen abgang. damit muss ich nicht selbst entscheiden. ganz schön feige, ich weiß schon! aber die möglichkeit besteht ja immerhin, gerade auch in diesem hohen alter, oder seh ich das falsch?

naja, übermorgen gehen wir zusammen erstmal zum frauenarzt, vielleicht ist es ja auch ein windei, oder es stimmt sonst was nicht. danach dann zum beratungsgespräch, und dann muss eine entscheidung her. mir macht einfach angst, dass diese entscheidung "final" ist. denn nochmal anfangen können wir nach einem abbruch ja nun wirklich nicht.
andererseits: wenn das bauchgefühl sagt, jetzt bitte wirklich nicht mehr?
ist dann ein abbruch nicht die ehrlichste und konsequenteste option?

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22. November 2011 um 21:33


Ich bin geschockt-
Ohne Worte-
Ist das dein Ernst

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22. November 2011 um 21:52

@meffi043..
...ich schreib nur (Kismet)Schiksal!!..dass Kind sucht sich seine Mutter selbst aus und kommt dann zu Ihr,wann es die richtige Zeitpunkt für sich findet..,dass Kind hat sich ..jetzt!!!.. für Dich entschieden!!!..ob Du es annimmst oder ablehnst.. dies ist nur Deine entscheidung!!
Ich hatte mich wirklich gefreut wo ich die ersten Zeilen gelesen hatte..,man hat ja selbst noch nicht die Hoffnung aufgegeben Im Leben kommt es ja Nieee.. so wie man es geplant hat.,dass wissen wir doch Alle..Du bestimmt auch!!!..Oder??!!

Gruss sema

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23. November 2011 um 9:19

Doch, das ist mein ernst!
Ich habe tatsächlich nie diesen absoluten unumstößlichen Wunsch nach einem eigenen Kind gehabt. Ich bin ohnehin bei vielen Dingen erstmal sehr am abwägen. Noch nie schnell bei "ja" oder "nein" angekommen, sondern immer länger am überlegen und nachspüren, was richtig und was falsch ist. Und im Moment fühlt sich das Ganze eben falsch an. Alles Schöne im Zusammenhang mit Kind haben wir ja sowieso, aufgrund des kleinen Sohns meines Partners.

Haltet mich ruhig für egoistisch - aber ich möchte eine Entscheidung treffen, die ich dann auch zu 100 % tragen kann. Wie immer die auch ausfällt. Ich finde das einfach nur vernünftig.

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23. November 2011 um 10:32
In Antwort auf frieda_12057607

Doch, das ist mein ernst!
Ich habe tatsächlich nie diesen absoluten unumstößlichen Wunsch nach einem eigenen Kind gehabt. Ich bin ohnehin bei vielen Dingen erstmal sehr am abwägen. Noch nie schnell bei "ja" oder "nein" angekommen, sondern immer länger am überlegen und nachspüren, was richtig und was falsch ist. Und im Moment fühlt sich das Ganze eben falsch an. Alles Schöne im Zusammenhang mit Kind haben wir ja sowieso, aufgrund des kleinen Sohns meines Partners.

Haltet mich ruhig für egoistisch - aber ich möchte eine Entscheidung treffen, die ich dann auch zu 100 % tragen kann. Wie immer die auch ausfällt. Ich finde das einfach nur vernünftig.

Ich will dich echt nicht angreifen
aber als Außenstehender ist das echt schwer nachzuvollziehen. Sorry!!!
Wenn Du so ein Vernunftsmensch bist, dann hätte ich schon erwartet dass Du sokonsequent und vernünftig eben auch die Verhütung durchziehst....
Vielleicht bist Du auch einfach sehr überrascht und dadurch erst mal leicht überfordert mit der ganze Sache...
Ich würde dir wünschen, dass du eine glückliche Zukunft mit dem Kind, deinem Freund und dessen Kind vor dir hast.
Das Leben ändert sich sicher durch ein Kind, aber es wird doch nicht schlechter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!

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23. November 2011 um 10:51

Wende Dich an Deine Vertrauten
Hallo, ich bin 47 und sehr glücklich mit meinen 2- und 5-jährigen Kindern, obwohl es anstrengend ist.
Ich rate Dir dringend in Dich hineinzuhören, was für Dich und natürlich auch Deinen Partner richtig ist bei so einer schwerwiegenden Entscheidung. Sprich mit Deinem Freund darüber und sonst nur mit Personen, denen Du 100 % vertraust und bei denen Du Dir absolut sicher bist dass Sie nur das Beste für Dich wollen.
Lass das mit dem Forum hier bleiben, die Meinungen hier helfen Dir nicht weiter und für die zahlreichen ungewollt kinderlosen Frauen hier im Unter-Forum, die alles für ein Kind tun würden, kommt Dein Problem als Luxusproblem rüber und provoziert nur messerscharfe, verletzende Antworten.
Alles Gute, Irmtraud

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29. November 2011 um 13:31

Panik?
ich finde, es hoert sich nach Panik vor Veraenderung an.

Du hast Dich gerade damit abgefunden, niemals selber Mutter zu sein, wahrscheinlich ist das "Zeitfenster" mti dem Kinderwunsch schon seit einer Weile geschlossen. Und jetzt bist Du schwanger.

warte doch einfach mal ab - vielleicht wird es ja wieder eine Fehlgeburt oder es entsteht wirklich ein Kind. Damit wird Dir dann doch die eigene Entscheidung abgenommen.... nach dem Motto - entweder es soll so sein oder nicht.

Ich kann Dich durchaus verstehen. Mir geht es aehnlich, wenn ich auf mein Leben zurueck schau. Vor einem Jahr mit 40 die erste Schwangerschaft und Fehlgeburt und ich war froh, dass mri eine Entscheidung abenommen worden ist. Jetzt bin ich am ueberlegen, ob ich es nicht doch einmal probieren sollte ......... jetzt bin ich 41 und weiss nicht, warum ich so denke - weil ich bald in die Wechseljahre komme? weil ich eine FG hatte? weil alle Kinder bekommen? oder weil ich doch eigene Kinder haben moechte?

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29. November 2011 um 14:55

Entscheidung gefallen - aber nicht selbst getroffen
bevor sich hier noch weitere erboste Menschen auf meine Frage stürzen...
Ja, es war ein Schock, plötzlich schwanger zu sein. Nachdem wir uns nur wenige Monate vorher damit abgefunden hatten, dass es nun vorbei ist mit Kinderwunsch. Das war ein langer Prozess und kein einfacher Schritt.

Mein Frauenarzt meinte dazu: Der einzig richtige Schritt. Nur deshalb sind Sie überhaupt schwanger geworden - der Druck war weg (dies vielleicht auch als Tipp an all diejenigen, die sich so sehr ein Kind wünschen... Loslassen, und zwar wirklich...)

Der Schock über den positiven Schwangerschaftstest saß tief und hat mich erstmal völlig aus der Bahn geworfen.
Nach dem Arztbesuch wurde es leichter.
Am Wochenende haben wir angefangen, uns vorsichtig darauf einzulassen.
Am Sonntag haben wir zum ersten Mal wirklich angefangen, uns zu freuen. und zu sagen, dann soll es eben so sein. Wenn das Schicksal das jetzt so will - gut! Nehmen wir das Überraschungspaket an, wir schaffen das.
Am Sonntagabend hab ich Blutungen bekommen. Und war kreuzunglücklich darüber. Ich bin mir inzwischen auch sicher, ich hätte keinen Abbruch vornehmen lassen können.

Und jetzt muss ich eben das Schicksal auch so herum annehmen. Fällt schwerer als gedacht. Aber vielleicht musste das so kommen. Eben um wirklich Abschied nehmen zu können.

Vorläufiges Ende der Geschichte.






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13. Januar 2012 um 11:56


Lasst es doch gut sein.
Sie hat das KInd verloren und das ist doch schrecklich.
Das kann sich keiner vorstellen, der das noch nicht erlebt hat.
Wenn man hier aufmerksam alles gelesen hat, sollte man sich weitere Kommentare sparen- finde ich!

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