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Die Abtreibung meiner Schwiegermutter

28. April 2011 um 12:57

Jetzt suche ich hier auch mal Rat.
Auch wenn mein Problem für viele von euch sicher nicht leicht zu verstehen ist, würde ich mich über konstruktive Antworten sehr freuen.

Ich bin zurzeit selbst schwanger, in der 28. Woche. Vor einigen Wochen lag ich wegen vorzeitigen Wehen im Krankenhaus. Dort hat das Gespräch stattgefunden, von dem ich hier berichten möchte.

Vorweg meinen Standpunkt. Im Grunde halte ich Abtreibung für Kindsmord und somit höchstens gradual weniger schlimm als Kindstötungen nach der Geburt.
Trotzdem stell ich mich nicht hin und mache den Leuten nach Abtreibung Vorhaltungen. Dem Kind kann man dann eh nicht mehr helfen, da muss man auch nicht der Mutter das Leben noch schwerer machen.
In meinem Bekanntenkreis haben mir schon viele (so ca. 20 Leute) von ihren Abtreibungen erzählt, teilweise mit allen blutigen Details. Ich ziehe das Thema wohl irgendwie an.
Normalerweise kann ich irgendwie verkraften und mit der Person anschließend normal umgehen.

Doch die Situation mit meiner Schwiegermutter im Krankenhaus war anders. Bei ihr kann ich das nicht ertragen. Ich meine, dieses Kind war eines der Geschwister meines Mannes. Und wenn sie das einmal getan hat, hätte sie es in der Schwangerschaft mit meinem Mann vielleicht ein zweites Mal getan, wenn irgendwelche Probleme aufgetreten wären oder er vielleicht nicht geplant gewesen wäre.
Ich muss den ganzen Tag daran denken, dass sein Leben einzig und allein ihrer Willkür unterliegt und sie ihn, wenn ihr danach gewesen wäre, einfach so getötet hätte.
Dieser Gedanke hat sich in meinem Kopf festgefressen und macht mich wirklich fertig.

Innerlich kriege ich jetzt immer völlig die Krise, wenn sie meinen Bauch anfassen will und das macht sie ständig.

Sie hat mir in diesem Gespräch auch gesagt, dass ungeborene Kinder bis sie allein außerhalb des Mutterleibes Lebensfähig wären, noch keine richtigen Menschen wären.
Warum begrabscht sie mich dann ständig und vorallem was denkt sie sich dabei?
Denkt sie sowas wie: Was für ein schöner Zellhaufen?
Ich finde damit entwürdigt sie dann mich und vorallem meinen Sohn und das ist wirklich kaum zu ertragen.

Jetzt wäre mein Sohn außerhalb meines Körpers ja vielleicht an Maschienen angeschlossen überlebensfähig. Vielleicht macht ihn das für sie zum Menschen. Ich weiß es nicht. Doch hat sie meinen Bauch auch schon in der 9. Woche, als mich das erste Mal schwanger sah, anfassen wollen.

Ich erhoffe mir, durch eure Beiträge die Sache mal aus einer anderen Perspektive sehen zu können. Vielleicht können sich Frauen die selber Abtreibungserfahrungen haben in meine Schwiegermutter hinein versetzen.

Ich würde nämlich gern mit ihr noch mal darüber reden. Aber ich weiß nicht wie, weil ich sie nicht verletzen will!

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28. April 2011 um 17:46

Danke
für die liebe Antwort.
Du hast schon recht. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern und mein Mann lebt ja. Er und auch ich haben also Glück gehabt.

Ich denke, ich werde mit der Geschichte wohl auch besser klar kommen, wenn ich nicht mehr selbst schwanger bin.
Vermutlich ist das Ganze für mich auch besonders schlimm, weil ich mit Angst um das Leben meines Kindes im Krankenhaus lag.

Trotzdem muss ich einen Weg finden, ihr freundlich aber bestimmt zu sagen, dass ich gerad nicht von ihr angefasst werden will. Möglichst ohne sie dabei zu verletzen.
Grund dafür ist für mich nicht direkt ihre Abtreibung, sondern dass mein Kind für sie kein Kind ist. Dann braucht sie es doch eigentlich auch wirklich nicht anzufassen, ihm Socken zu kaufen und Grüße auszurichten, oder?
Alles andere als anfassen kann ich ja gut akzeptieren. Doch mein Bauch gehört halt immer noch mir. (Auch wenn das in meinem Augen nicht für das Baby in meinem Bauch gilt.)

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28. April 2011 um 19:21
In Antwort auf annabell107

Danke
für die liebe Antwort.
Du hast schon recht. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern und mein Mann lebt ja. Er und auch ich haben also Glück gehabt.

Ich denke, ich werde mit der Geschichte wohl auch besser klar kommen, wenn ich nicht mehr selbst schwanger bin.
Vermutlich ist das Ganze für mich auch besonders schlimm, weil ich mit Angst um das Leben meines Kindes im Krankenhaus lag.

Trotzdem muss ich einen Weg finden, ihr freundlich aber bestimmt zu sagen, dass ich gerad nicht von ihr angefasst werden will. Möglichst ohne sie dabei zu verletzen.
Grund dafür ist für mich nicht direkt ihre Abtreibung, sondern dass mein Kind für sie kein Kind ist. Dann braucht sie es doch eigentlich auch wirklich nicht anzufassen, ihm Socken zu kaufen und Grüße auszurichten, oder?
Alles andere als anfassen kann ich ja gut akzeptieren. Doch mein Bauch gehört halt immer noch mir. (Auch wenn das in meinem Augen nicht für das Baby in meinem Bauch gilt.)

Ich wollte auch nie angefasst werden
und hab das meinem Mann ganz am Anfang gesagt. Er hat mich durch die ganze SS gegen fremde Hände verteidigt, es den Leuten immer im richtigen Moment und mit Humor gesagt. Keiner hat das falsch aufgefasst und niemand hat auch nur die Hand ausgestreckt . Seine Mutter hätte gerne die ganze SS mit Fotos kommentiert, auch das hat sie nicht getan, weil mein Mann ihr nett beigebracht hat, dass mir das unangenehm ist. Red mit Deinem Mann.

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28. April 2011 um 19:50

Kann ich nachvollziehen...
...deine Schwiegermutter hat das vermutlich alles nicht so richtig durchdacht, den Zeitpunkt der Menschwerdung hat sie vermutlich zu ihrem eigenen Schutz (vor Selbstvorwürfen) so spät angesetzt, bei deinem Kind muss sie kein schlechtes Gewissen haben und sieht es daher früher als Lebewesen an. Ich verstehe auch, dass dir die Berührung unangenehm ist, da sie dir in diesem sensiblen Punkt so fremd ist. Ich finde das Thema Abtreibung bei Bekannten auch schwierig, einerseits will man nicht die Gefühle vertrauter Menschen verletzen, will sie ernst nehmen und verstehen, andererseits verstört es einen, dass Leute, die man zu kennen glaubt und respektiert, ihrem eigenen Kind einfach die Chance aufs Leben genommen haben/ nehmen würden. Mir geht es jedenfalls so.

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29. April 2011 um 8:23


sorry ich musste grinsen als ich den Thread Titel las , klingt ziemlich komisch, ansonsten , weis sie zurecht wenn sie dich wieder mal anfasst, ansonsten ist es ihr Bier ob sie abtreibt oder nicht, du hast nicht das recht da über was zu urteilen.

lg und alles gute

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29. April 2011 um 17:32
In Antwort auf lea2462


sorry ich musste grinsen als ich den Thread Titel las , klingt ziemlich komisch, ansonsten , weis sie zurecht wenn sie dich wieder mal anfasst, ansonsten ist es ihr Bier ob sie abtreibt oder nicht, du hast nicht das recht da über was zu urteilen.

lg und alles gute

Ich glaube
sie darf Mühe mit sowas haben. Es war wohl die Entscheidung der Schwiegermutter, aber eine ernste Sache wie eine Abtreibung lässt nun mal das Umfeld nicht kalt. Ich lese zudem nirgends, dass sie der Schwiegermutter Vorhaltungen macht.

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29. April 2011 um 20:49
In Antwort auf redpoll

Ich glaube
sie darf Mühe mit sowas haben. Es war wohl die Entscheidung der Schwiegermutter, aber eine ernste Sache wie eine Abtreibung lässt nun mal das Umfeld nicht kalt. Ich lese zudem nirgends, dass sie der Schwiegermutter Vorhaltungen macht.

Der letzte
Satz

"Ich würde nämlich gern mit ihr noch mal darüber reden. Aber ich weiß nicht wie, weil ich sie nicht verletzen will! "

klang ein wenig nach Vorwürfen, man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen, die Schwiegermutter hatte sicher ihre gründe dafür, sie freut sich offensichtlich auf ihr Enkelkind und jut ist. Ist doch schön wenn man sone Schwiegermutter hat.

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29. April 2011 um 22:28
In Antwort auf lea2462

Der letzte
Satz

"Ich würde nämlich gern mit ihr noch mal darüber reden. Aber ich weiß nicht wie, weil ich sie nicht verletzen will! "

klang ein wenig nach Vorwürfen, man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen, die Schwiegermutter hatte sicher ihre gründe dafür, sie freut sich offensichtlich auf ihr Enkelkind und jut ist. Ist doch schön wenn man sone Schwiegermutter hat.

Das klang nur danach
dass sie mal darüber gesprochen haben. Ist ja logisch, die SM hat von ihrer Abtreibung erzählt. Von Vorwürfen steht da nichts. Sie sagt ja, sie wolle die SM nicht verletzen, also gehe ich davon aus, dass keine Vorwürfe geäussert worden sind und auch nicht sollen. Das weiss aber nur Annabell.

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30. April 2011 um 1:17

Feingefühl
wäre wohl auch hier angebracht, findest Du nicht? Davon redet Ihr doch die ganze Zeit, Feingefühl gegenüber den ratsuchenden Frauen. Warum ist es etwas anderes, wenn es in die Pro Life Richtung geht?

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30. April 2011 um 11:41

Das stimmt
Ich muss sie irgendwie verstehen. Dann geht es mir selbst auch besser damit. Ein Schritt in diese Richtung war für mich dieser Tread.
Doch das sie mich berühren will, kann ich von ihrer Abtreibung trennen. Die finde ich schwer zu ertragen, weil mir das Kind (Ihr Kind) leid tut und vorallem weil ich mir jetzt darüber im klaren bin, dass es allein ihre Willkühr war, dass mein Mann leben darf. Aber das hat direkt nichts mit mir und wenig mit unserm Kind zu tun.
Wenn sie mir nur von ihrer Abtreibung erzählt hätte, aber nicht abgestritten hätte das mein Kind trotzdem ein Kind ist, sähe die Situation für mich ganz anders aus.

Eine gute Bekannte von mir hat auch abgetrieben. Das finde ich zwar natürlich nicht toll, aber sie hat nie behauptet mein Kind wäre kein Kind. Wenn sie mir an den Bauch fasst, ist das okay.

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30. April 2011 um 11:45

Ganz ehrlich
ich verstehe nicht was für ein Problem du mit deiner Schwiegermutter hast, für mich hat sie sogar einer eher modernere Einstellung als manche andere Frauen in meinem Alter Wenn das Thema wie ein Klotz am Hals hängt, rede ruhig mit deiner Schwiegermutter daüber, ich gehe auch stark davon aus das du sie nicht verletzten wirst und an der Meinung bleibt man sowieso hängen, besonders wenn man älter ist.

Ich kam mal mit meinem Vater auf das Thema Abtreibung (keine Sorge hatte keinen einzige SSW hinter mir), und er hat mir erzählt das er in den 80er Jahren mit anderen Frauen und Männern, für die Abtreibung gekämpft haben, war zur Zeit der Frauenbewegung. Weil Abtreibung noch illegal ist, hat mein Vater (ja als Mann) mit anderen Leuten sich gegen Abtreibung angezeigt. Eine richtige Wende war das.

Je mehr ich schreibe deso mehr kann ich deine Schwiegermutter sogar nachvollziehen. Ich weiß zwar nicht wie alt sie ist, aber vielleicht hat sie es noch die Zeit miterlebt, wo Frauen gegenüber Männern Benachteiligt wurden sind, weniger Rechte und keine Selbstbestimmung hatten. Wo der Man regelrecht den Lebendsstil der Frau bestimmt hat. DAS ist tausendmal schlimmer als eine Abtreibung! Viele Abtreibungsgegner wissen gar nicht das sie mit ihrer Einstellung, Frauenrechte regelrecht zu Boden treten!

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30. April 2011 um 11:49

Das ist lange her
Ich weiß nicht genau wann das war, aber es ist lange her.Wie ich sie vestanden habe, war das vor der Geburt meines Mannes, also irgendwann in den späten 70ern.
Als wir gerade über das Thema sprachen, kam mein Mann herein und vor seinen Kindern spricht man über sowas wohl nicht so gern.
Sie hat das Thema dann sofort fallen lassen und das hatte ich auch zu akzeptieren.Ist ja ihre Sache wann sie mit wem darüber spricht. Seitdem sind wir noch nicht auf das Thema zurück gekommen. Unser Gespräch ist ja auch erst 2 Wochen her und wir waren seitdem einfach noch nicht alleine.

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30. April 2011 um 11:56
In Antwort auf redpoll

Das klang nur danach
dass sie mal darüber gesprochen haben. Ist ja logisch, die SM hat von ihrer Abtreibung erzählt. Von Vorwürfen steht da nichts. Sie sagt ja, sie wolle die SM nicht verletzen, also gehe ich davon aus, dass keine Vorwürfe geäussert worden sind und auch nicht sollen. Das weiss aber nur Annabell.

Ich habe ihr keine Vorwürfe gemacht
Ich hab zwar schon gesagt, dass ich das falsch finde, egal warum.Aber ich habe ihr keine Vorwürfe gemacht oder sie gar beschimpft.
Was hätte das für einen Sinn?
Das Kind ist seid über 30 Jahren Tod. Sie macht auf mich den Eindruck, dass sie bis heute darunter leidet. Damit will ich nicht sagen, dass sie ihre Entscheidung bereut. Das weiß ich nicht. Aber sie leidet ganz klar darunter. Ich bin kein unmensch und will ihr leiden nicht sinnlos verschlimmern.
Deshalb will ich ja durch diesen Tread auch dazu kommen sie besser zu verstehen, ehe ich erneut das Gespräch mit ihr suche oder ihr auch nur sage, dass ich nicht angefasst werden will. Und dass ich nicht angefasst werden will hat ja direkt nichts mit ihrer Abtreibung zu tun, sondern mit ihrer Aussage mein Kind sei ja noch gar kein Kind.

Und mal ganz abgesehen davon, dass ich ihr leiden nicht verschlimmern will,muss ich ja auch noch weiter mit ihr leben. Ich habe von ihr bisher eigentlich nur Gutes erfahren und mein Mann liebt sie sehr. Ich habe kein Interesse daran sie fertig zu machen.

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30. April 2011 um 12:02

Nein
Das glaube ich nicht. Dafür kenn ich mich zu gut mit dem Thema aus und ich seh auch in diesem konkreten Fall ihr ganz persönliches Leid.
Für eine Abtreibung gibt es in meinen Augen aber keinen guten Grund. Einen Menschen darf man nie töten.
Trotzdem habe ich nicht das Recht sie dafür zu verurteilen. Das tue ich auch nicht. Ich versteh sie nicht und ihre Entscheidung schmerzt mich sehr. Doch ich verurteile meine Schwiegermutter nicht. Das sind 2 Paar Schuhe.

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30. April 2011 um 12:17
In Antwort auf katze06101989

Ganz ehrlich
ich verstehe nicht was für ein Problem du mit deiner Schwiegermutter hast, für mich hat sie sogar einer eher modernere Einstellung als manche andere Frauen in meinem Alter Wenn das Thema wie ein Klotz am Hals hängt, rede ruhig mit deiner Schwiegermutter daüber, ich gehe auch stark davon aus das du sie nicht verletzten wirst und an der Meinung bleibt man sowieso hängen, besonders wenn man älter ist.

Ich kam mal mit meinem Vater auf das Thema Abtreibung (keine Sorge hatte keinen einzige SSW hinter mir), und er hat mir erzählt das er in den 80er Jahren mit anderen Frauen und Männern, für die Abtreibung gekämpft haben, war zur Zeit der Frauenbewegung. Weil Abtreibung noch illegal ist, hat mein Vater (ja als Mann) mit anderen Leuten sich gegen Abtreibung angezeigt. Eine richtige Wende war das.

Je mehr ich schreibe deso mehr kann ich deine Schwiegermutter sogar nachvollziehen. Ich weiß zwar nicht wie alt sie ist, aber vielleicht hat sie es noch die Zeit miterlebt, wo Frauen gegenüber Männern Benachteiligt wurden sind, weniger Rechte und keine Selbstbestimmung hatten. Wo der Man regelrecht den Lebendsstil der Frau bestimmt hat. DAS ist tausendmal schlimmer als eine Abtreibung! Viele Abtreibungsgegner wissen gar nicht das sie mit ihrer Einstellung, Frauenrechte regelrecht zu Boden treten!

Ich sehe mich selbst als Feministin
Doch Abtreibung hat für mich nichts und wirklich gar nichts mit echtem Feminismus zu tun.

Feminismus sind für mich Dinge wie gleiches Geld für gleiche Arbeit etc. ( Ist in unserem Land ja noch nicht realisiert), gleiche Aufstiegschancen und gleiche Schulbildung.
Auch krieg ich bei sexistischen Sprüchen u.ä. die Krise.
Eine Frau ist genauso viel wert wie ein Mann und kein Sexobjekt.
Doch auch Frauen dürfen nicht alles. Dazu gehört das Töten von kleinen Kindern, egal wie alt. Und mal Hand aufs Herz die meisten Frauen sind an ungewollten Schwangerschaften ja alles andere als komplett unschuldig. Das bedeutet nicht sie hätten deshalb kein Recht auf Hilfe. Das haben sie immer. Aber kein Recht auf Abtreibung. Für das was man tut muss man auch gerade stehen, gerade wenns um Leben und Tod geht.

Meine Schwiegermutter wurde mitte der 50er Jahre geboren.Sicherlich hat sie noch eine Form der Unterdrückung gegen Frauen kennen gelernt, die ich mir heute nur noch schwer vorstellen kann. Doch nur weil ihr zu unrecht Rechte abgesprochen wurden, hat sie nicht das Recht anderen Rechte abzusprechen, schon gar nicht das Recht auf Leben. (Aber das sag ich ihr natürlich nicht!das denk ich nur.)

Ich finde ihre Meinung in keiner Weise modern und auch nicht in Einklang zu bringen mit den Erkenntnissen der modernen Medizin. Ich bin in der 28. Woche schwanger. Da würde kein ernst zu nehmender Arzt nicht von Leben sprechen.
Leider ist sie in den Gedanken der Altachtensechziger hängen geblieben. Das ist nicht modern, sondern das genaue Gegenteil. Doch sie ist nicht mehr jung (wenn auch noch nicht alt). Ich mach ihr daraus keinen Vorwurf.

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30. April 2011 um 18:48
In Antwort auf annabell107

Ich habe ihr keine Vorwürfe gemacht
Ich hab zwar schon gesagt, dass ich das falsch finde, egal warum.Aber ich habe ihr keine Vorwürfe gemacht oder sie gar beschimpft.
Was hätte das für einen Sinn?
Das Kind ist seid über 30 Jahren Tod. Sie macht auf mich den Eindruck, dass sie bis heute darunter leidet. Damit will ich nicht sagen, dass sie ihre Entscheidung bereut. Das weiß ich nicht. Aber sie leidet ganz klar darunter. Ich bin kein unmensch und will ihr leiden nicht sinnlos verschlimmern.
Deshalb will ich ja durch diesen Tread auch dazu kommen sie besser zu verstehen, ehe ich erneut das Gespräch mit ihr suche oder ihr auch nur sage, dass ich nicht angefasst werden will. Und dass ich nicht angefasst werden will hat ja direkt nichts mit ihrer Abtreibung zu tun, sondern mit ihrer Aussage mein Kind sei ja noch gar kein Kind.

Und mal ganz abgesehen davon, dass ich ihr leiden nicht verschlimmern will,muss ich ja auch noch weiter mit ihr leben. Ich habe von ihr bisher eigentlich nur Gutes erfahren und mein Mann liebt sie sehr. Ich habe kein Interesse daran sie fertig zu machen.


ach herje weißt du ich dachte die hätte jetzt abgetrieben udn deshalb geht dir das so auf die Nieren , das ganze ist 30 jahre her, udn da willst in alten geschichten herum rühren ? sorry finde ich net notwendig. wie gesagt das ist sache der schwiegermutter und wenn sie reden will dann wird sie schon zu dir kommen.

mfg

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1. Mai 2011 um 11:37

Krass
Ich hab nicht damit gerechnet, dass ich nur Zuspruch und hilfreiche Tipps bekomme, aber deine Mitteilung ist für mich wie ein Schlag ins Gesicht.

Ich weiß nicht, ob du überhaupt schon einmal ein Kind ausgetragen hast und den Hormonhaushalt einer Schwangeren auch nur im geringsten einschätzen kannst. Aber nein ich stehe nicht unter Drogen und bin noch sehr wohl in der Lage klar zu denken.

Übrigens kenn ich Frauen, die ein zuerst einmal ungewolltes Kind behalten haben und damit super glücklich sind und auch Frauen die abgetrieben haben und deren Leben dadurch zerstört wurde. Ich streite gar nicht ab,dass es auch den umgekehrten Fall gibt, doch welcher Fall eintritt lässt sich vorher nur sagen, wenn man hellsehen kann.

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1. Mai 2011 um 11:39
In Antwort auf lea2462


ach herje weißt du ich dachte die hätte jetzt abgetrieben udn deshalb geht dir das so auf die Nieren , das ganze ist 30 jahre her, udn da willst in alten geschichten herum rühren ? sorry finde ich net notwendig. wie gesagt das ist sache der schwiegermutter und wenn sie reden will dann wird sie schon zu dir kommen.

mfg

.
Ist sie ja leider. Sonst hätte ich es ja kaum erfahren.
Sie hat das Thema ausgepackt als ich mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus lag. Das macht es für mich ja noch mal besonders schlimm.

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1. Mai 2011 um 11:45

Gefühle...
....sind etwas sehr individuelles und privatsache. Ich kann mir kaum etwas privates Vorstellen.
Das bedeutet, es ist meine Sache wie es mir damit geht und ob ich unter einer Abtreibung leide, die 30 Jahre her ist . Du musst das nicht nachvollziehen können, aber ich kann von dir erwarten, dass du es respektierst und mir vorallem meine klare Urteilsfähigkeit nicht absprichst. Dir sind doch Frauenrechte so wichtig. Ist als schwangere Frau trotzdem genauso ernst genommen werden keins?

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1. Mai 2011 um 12:06


Ich kann verstehen was gerade in dir vorgeht. Es ist wie ein Ohrwurm in den Gedanken: Ein mal da, verselbstständigt er sich permanent und man kann ihn schwer aufhalten, man denkt immerzu daran. Aber letzten Endes ist es ihre Entscheidung gewesen und sie wird ihre Gründe gehabt haben. Meine Mutter hat mir auch erst vor Kurzem (ich bin 30) offenbahrt, dass sie zwischen mir und meiner Schwester ein Kind abgetrieben hat. Ich war erst mal total von den Socken und seit dem denke ich immer wieder an mein ungeborenes Geschwisterchen, gerade jetzt wo cih mit meinem 2. Kind schwanger bin.
Ich habe zu meinen lebenden Geschwistern kein sonderlich inniges Verhältnis und daher frage ich mich manchmal auch, wäre das bei diesem einen, das nicht leben durfte, anders? Mir wird dann oft traurig ums Herz, wenn ich solche Gedanken habe und es tut mir echt leid, dass ich nicht vorher davon wusste. Doch auch meine Mutter hatte ihre Gründe. Das Kind war von einem Seitensprung, die Scheidung mit meinem Vater stand bevor, das Geld war mehr als knapp und und und. Ich mache ihr keine Vorwürfe wegen der Abtreibung, höchstens ein bisschen dass sie solange gewartet hat es mir zu erzählen.

Sprich also mit der Schwiegermutter und versuche ihre Gründe objektiv zu verstehen und nachzuvollziehen, auch wenn du einen anderen Standpunkt haben magst. Nach all den Jahren kann man seine Meinung zu solchen Dingen ändern. Alles Liebe euch!

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