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Diabetes und Schwangerschaft

21. September 2007 um 20:58 Letzte Antwort: 14. Oktober 2007 um 15:00

Hallo Ihr lieben,

hab mal eine Frage und zwar hat jemand von euch Erfahrungen mit Diabetes mellitus Typ 1 und der Schwangerschaft???

Hätte gerne Folgende Tipps oder Anregungen:

muss vorher etwas beachtet werden?
wie sind die Risiken?
wie sieht es mit Fehlgeburten aus?

auch persönliche Auskünfte wie das so ist, würde mich sehr interessieren.

vielen lieben Dank

Blume

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21. September 2007 um 21:48

Hallo!
Ich habe auch Diabestes Typ 1.Zu Deinen Fragener Zucker sollte vorher gut eingestellt sein.Das einzigste Risiko das mir bekannt ist,das die Kinder sehr schwer werden können.Das Fehlgeburtenrisiko ist wohl bei Diabetikerinnen auch höher.Ich hatte 3 Fehlgeburten,weiß aber nicht konkret woran das lag(der Zucker war gut eingestellt).In den ersten 12SSW war ich öfter Unterzuckert ohne das ich es gemerkt habe,bin dann einfach umgekippt.Nach den Geburten ist mir das auch immer noch ein paar mal passiert.Ich habe drei kerngesunde Kinder zur Welt gebracht,von den auch keines zu schwer war.LG Margit

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22. September 2007 um 14:27
In Antwort auf rahab_12475532

Hallo!
Ich habe auch Diabestes Typ 1.Zu Deinen Fragener Zucker sollte vorher gut eingestellt sein.Das einzigste Risiko das mir bekannt ist,das die Kinder sehr schwer werden können.Das Fehlgeburtenrisiko ist wohl bei Diabetikerinnen auch höher.Ich hatte 3 Fehlgeburten,weiß aber nicht konkret woran das lag(der Zucker war gut eingestellt).In den ersten 12SSW war ich öfter Unterzuckert ohne das ich es gemerkt habe,bin dann einfach umgekippt.Nach den Geburten ist mir das auch immer noch ein paar mal passiert.Ich habe drei kerngesunde Kinder zur Welt gebracht,von den auch keines zu schwer war.LG Margit

Danke Margrit
War die Fehlgeburt bei deiner 1. Schwangerschaft oder naher?
kann ja auch sein, dass die nichts mit dem Diabetes zu tun hatte, naja leider kann man das nicht feststellen.

Liebe Grüsse

Blume

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22. September 2007 um 18:26

Habe auch typ 1
diabetes.

was unwahrscheinlich wichtig ist, dass du vor der empfängnis (ein halbes jahr vorher)einen gut eingestellten hba1c hast. ich habe vorher mit einem pen gespritzt und mein hba1c lag bei 8,2%, viel zu hoch. (angepeilt wird ein wert unter 6, die bz werte sollten zwischen 60-90mg% liegen , nach dem essen nicht höher als 140. das sind ganz schön krasse werte, die man nicht umbedingt immer erreicht.)

dann habe ich eine pumpe bekommen und schwups war der wert runter auf 4,9%.

leider hemmen die schwangerschaftshormone das insulin, so dass man im laufe der ss öfters seine insulineinheiten ändern muss, was nervig ist und man nie vorhersagen kann, wie der körper reagiert. ich verzweifel manchmal daran, kann spritzen so viel ich will und trotzdem ist der bz zwischen 100-120.

die risiken bei einem schlecht eingestellten diabetes in der anfangszeit sind entweder fehlgeburten oder organschäden.

im späteren verlauf der ss sind die risiken einer sog. makrosomie, d.h. die babys sind sehr groß und schwer (bis zu 5 kg), haben oft eine unzureichend entwickelte lunge, daher anfangs atemschwierigkeiten. abgesehen davon haben sie sich an die hohen bz werte der mutter gewöhnt und selber mehr insulin produziert, um den zucker bei sich zu senken. werden sie geboren, ist der insulinspiegel so gesehen höher und die kleinen sind in der gefahr, zu unterzuckern.

deshalb ist es wichtig, zur feindiagnostik zu gehen. dort kann festgestellt werden, ob eine anfängliche makrosomie schon vorliegt, z.b. wenn der bauchumfang größer ist als der kopfumfang.

das ist bei mit der fall, ich musste mich noch strenger einstellen lassen von meinem diabetologen und muss in 3 wochen erneut zur feindiagnostik. so gesehen habe ich keinen entgleisten zucker mit sehr hohen werten, aber das bischen höher reicht schon aus, dass es dem kind schaden könnte. manchmal verzweifel ich an der ganzen sache, zumal ich jetzt in der ss plötzlich gelüste auf schokolade habe, die ich vorher nicht hatte. heute habe ich eine reihe schoki gegessen und dafür 20 (!!!) einheiten spritzen müssen, damit ich nach 2 stunden wieder auf einen wert von 81 komme. is' echt keine leichte sache.

ich hoffe, dir ein paar fragen beantwortet haben zu können.

bist du selber diabetikerin?

lieben gruß,

minja mit olivia unter der glocke (23+5)

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22. September 2007 um 21:22
In Antwort auf an0N_1252394599z

Danke Margrit
War die Fehlgeburt bei deiner 1. Schwangerschaft oder naher?
kann ja auch sein, dass die nichts mit dem Diabetes zu tun hatte, naja leider kann man das nicht feststellen.

Liebe Grüsse

Blume

Hallo Blume!
Ja ich hatte als erstes eine Fehlgeburt,dann kam meine Tochter,dann wieder zwei Fehlengeburten,letztes Jahr im März kam mein Sohn und dieses Jahr im Mai mein zweiter Sohn.Aber es muß nichts mit dem Diabestes zu tun haben,wär vielleicht auch so passiert.Gesunde Frauen haben auch Fehlgeburten.Ich drück Dir die Daumen.Bist Du überhaubt schon schwanger?LG Margit

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23. September 2007 um 17:09
In Antwort auf rahab_12475532

Hallo Blume!
Ja ich hatte als erstes eine Fehlgeburt,dann kam meine Tochter,dann wieder zwei Fehlengeburten,letztes Jahr im März kam mein Sohn und dieses Jahr im Mai mein zweiter Sohn.Aber es muß nichts mit dem Diabestes zu tun haben,wär vielleicht auch so passiert.Gesunde Frauen haben auch Fehlgeburten.Ich drück Dir die Daumen.Bist Du überhaubt schon schwanger?LG Margit

Erstmal
Danke für eure Einträge.

Ja ich habe auch Diabetes Typ1 und möchte gerne ein Kind haben da bei uns der Kinderwunsch da ist.

an minja und kudra2: habt ihr eigentlich während der Schwangerschaft eine Insulinpumpe gehabt?
das ist doch einfacher oder? Vorallem wegen dem Überzucker?

Liebe Grüsse

Blume

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24. September 2007 um 10:03
In Antwort auf an0N_1252394599z

Erstmal
Danke für eure Einträge.

Ja ich habe auch Diabetes Typ1 und möchte gerne ein Kind haben da bei uns der Kinderwunsch da ist.

an minja und kudra2: habt ihr eigentlich während der Schwangerschaft eine Insulinpumpe gehabt?
das ist doch einfacher oder? Vorallem wegen dem Überzucker?

Liebe Grüsse

Blume

Hallo
Dieses Thema würde mich auch sehr interessieren, da ich in der selben Situation wie Blume bin.
Wie habt ihr euch vorbereitet und waren euere Werte immer im Normbereich?

Aurea

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24. September 2007 um 19:20

Gratuliere
um wieviel weichen deine Werte von dem Normwert ab, wenn sie grad mal spinnen?
Hast du eigentlich eine Insulinpumpe?

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25. September 2007 um 9:21
In Antwort auf an0N_1252394599z

Gratuliere
um wieviel weichen deine Werte von dem Normwert ab, wenn sie grad mal spinnen?
Hast du eigentlich eine Insulinpumpe?

Huch
Hallo ihr lieben!

Also ich habe gehört die Werde sollten immer im Normbereich sein, da das Kind bei Überzucker zu gross werden kann (über 4 kg).
Mein Arzt meinte Insulinpumpen seien für die Schwangerschaft sehr gut und man könne sich besser kontrollieren. Aber wie das alles funktioniert weiss ich auch nicht.

Gibt die immer Insulin ab? oder korrigiert die selbst wenn man Überzucker hat?

Danke und Grüsse

Aurea

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26. September 2007 um 8:35
In Antwort auf an0N_1291195699z

Huch
Hallo ihr lieben!

Also ich habe gehört die Werde sollten immer im Normbereich sein, da das Kind bei Überzucker zu gross werden kann (über 4 kg).
Mein Arzt meinte Insulinpumpen seien für die Schwangerschaft sehr gut und man könne sich besser kontrollieren. Aber wie das alles funktioniert weiss ich auch nicht.

Gibt die immer Insulin ab? oder korrigiert die selbst wenn man Überzucker hat?

Danke und Grüsse

Aurea

Habe pumpe
und würde sie niiiiieeeee wieder hergeben!!!

habe diese letztes jahr september bekommen. meine werte sind sofort super geworden und mit dem schwangerwerden habe ich ein helbes jehr gewartet. man sagt, 6 monate sollte man gut eingestellt sein. bin dann glücklicherweise sofort schwanger geworden.

zur funktion:
wer mit nem handy umgehen kan, kann es auch mit einer pumoe, so einfach ist die zu bedienen.

die normal gesunde bauchspeicheldrüse gibt alle paar minuten etwas insulin ab, damit der bz wert stabil bleibt. wenn man ißt, schüttet sie zusätzlich insulin aus, um die kohlenhydrate zu senken, die man gerade zu sich genommen hat.

diese zwei "arbeiten" übernimmt die pumpe in soweit, dass sie...

1.
für jede einzelne stunde des tages eine bestimmte anzahl von insulineinheiten automatisch spritzt.z.b. in der zeit zwischen:
4-5 uhr 1,5 einheiten
5-6 uhr 0,7 einheiten
6-7 uhr 1,7 einheiten etc bis alle 24 stunden des tages voll sind. wieviel einheiten es genau sind bestimmt der diabetologe anhand einer drehscheibe, diese sind fest eingespeichert und man merkt es nicht, wenn sie gespritzt werden.

2. das insulin zum essen spritzt man selber, indem man vorher seine kohlenhydrate abwiegt (z.b. 80g kartoffeln = 1 BE) und dann demendsprechend die insulineinheiten per knopf an der pumpe einstellt. dann spritzt das ding von selbst.

vielleicht sollte ich noch sagen, dass die nadel (sehr dünn und kurz) subcutan liegt, mit einem festen pflaster befestigt ist und nur alle zwei tage gewechselt wird. so piekst man sich nicht so oft, was übrigens auch kaum z spüren ist.

wenn man jetzt überzuckert ist, spritzt man wie zum essen einfach eine bestimmte menge an insulin per knopfdruck.

weitere vorteile einer pumpe sind zusatzfunktionen, die dir ein normaleres leben ermöglichen, z.b. brunchen gehen und 2 stunden lang essen. das war bei mir früher nicht möglich, ich musste essen und gleich spritzen, nix da vonwegen gemütlich immer wieder ans buffet. jetzt tippe ich ein, dass ich ca. 10 BE essen will und programiere das ding auf 10 einheiten insulin in den nächsten 2 stunden. dann rechnet das ding automatisch diese 10 einheiten auf diese zeit und spitzt sie von selber, ohne dass ich das kontrollieren muss.

ich weiß, mein beitrag ist sehr lang geworden, aber vielleicht sind ein paar fragen beantwortet worden. ansonsten fühl dich frei, weiter zu fragen.

schönen tag noch und liebe grüße, minja

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14. Oktober 2007 um 15:00
In Antwort auf verna_12547446

Habe pumpe
und würde sie niiiiieeeee wieder hergeben!!!

habe diese letztes jahr september bekommen. meine werte sind sofort super geworden und mit dem schwangerwerden habe ich ein helbes jehr gewartet. man sagt, 6 monate sollte man gut eingestellt sein. bin dann glücklicherweise sofort schwanger geworden.

zur funktion:
wer mit nem handy umgehen kan, kann es auch mit einer pumoe, so einfach ist die zu bedienen.

die normal gesunde bauchspeicheldrüse gibt alle paar minuten etwas insulin ab, damit der bz wert stabil bleibt. wenn man ißt, schüttet sie zusätzlich insulin aus, um die kohlenhydrate zu senken, die man gerade zu sich genommen hat.

diese zwei "arbeiten" übernimmt die pumpe in soweit, dass sie...

1.
für jede einzelne stunde des tages eine bestimmte anzahl von insulineinheiten automatisch spritzt.z.b. in der zeit zwischen:
4-5 uhr 1,5 einheiten
5-6 uhr 0,7 einheiten
6-7 uhr 1,7 einheiten etc bis alle 24 stunden des tages voll sind. wieviel einheiten es genau sind bestimmt der diabetologe anhand einer drehscheibe, diese sind fest eingespeichert und man merkt es nicht, wenn sie gespritzt werden.

2. das insulin zum essen spritzt man selber, indem man vorher seine kohlenhydrate abwiegt (z.b. 80g kartoffeln = 1 BE) und dann demendsprechend die insulineinheiten per knopf an der pumpe einstellt. dann spritzt das ding von selbst.

vielleicht sollte ich noch sagen, dass die nadel (sehr dünn und kurz) subcutan liegt, mit einem festen pflaster befestigt ist und nur alle zwei tage gewechselt wird. so piekst man sich nicht so oft, was übrigens auch kaum z spüren ist.

wenn man jetzt überzuckert ist, spritzt man wie zum essen einfach eine bestimmte menge an insulin per knopfdruck.

weitere vorteile einer pumpe sind zusatzfunktionen, die dir ein normaleres leben ermöglichen, z.b. brunchen gehen und 2 stunden lang essen. das war bei mir früher nicht möglich, ich musste essen und gleich spritzen, nix da vonwegen gemütlich immer wieder ans buffet. jetzt tippe ich ein, dass ich ca. 10 BE essen will und programiere das ding auf 10 einheiten insulin in den nächsten 2 stunden. dann rechnet das ding automatisch diese 10 einheiten auf diese zeit und spitzt sie von selber, ohne dass ich das kontrollieren muss.

ich weiß, mein beitrag ist sehr lang geworden, aber vielleicht sind ein paar fragen beantwortet worden. ansonsten fühl dich frei, weiter zu fragen.

schönen tag noch und liebe grüße, minja

Schwanger
Hallo zusammen,

habe seit fast 2 Jahren eine Pumpe und meine Werte sind gut eingestellt (max. 6,5). Da wir jetzt mit Nachwuchs planen und ich trotz des guten HbA1c immer mal wieder sehr hohe Werte habe, wollte ich nachfragen, ob jemand schon Erfahrungen mit dem Guardian von Minimed gesammelt hat. Dieses Gerät macht bis zu 288 Werte am Tag und der Blutzuckerspiegel ist jede Minute unter Kontrolle. Ansonsten versuche ich meine Blutzuckerschwankungen in den Griff zu bekommen, damit einem gesunden Kind nichts im Wege steht.
Für weitere Tipps bei einer Schwangerschaft bin ich euch sehr dankbar.

Grüße
Anke

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