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Depressionen nach ausscharbung

3. März 2016 um 18:52 Letzte Antwort: 9. März 2016 um 18:09

hallo, kurz zu meiner Situation: Ich hatte vor 2 Monaten eine ausscharbung da ich eine fehlgeburt hatte. es ist wohl gar nicht dazu gekommen dass sich in meinem Körper was richtiges entwickeln konnte. man konnte also nicht feststellen in welcher Woche ich war. man Körper hat jedoch trotz allem sehr heftig darauf reagiert. die Ärztin meinte dass das Schwangerschaft Hormon trotzdem aktiv war. morgenubelkeit, Übelkeit bei verschiedenen gerüchen, sehr launisch und aufbrausend... es hat mich wohl sehr mitgenommen. der Termin ist Jetzt schon über zwei Monate her, jedoch kommt es mir vor als wäre ich in irgendwelchen Depressionen gelandet. ich Weine sehr viel, auch wenn ich es gar nicht will oder es bremsen will. es kommt mir vor als wäre ich ein anderer Mensch. gerade weil ich eigentlich ein sehr optimistischer Mensch bin. kann es sein dass durch die ausscharbung und die fehlgeburt mein Körper noch immer sich nicht im Griff hat ? Liebe Grüsse

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8. März 2016 um 13:57

Ich denke du verarbeitest das ganze immer noch.Hast du mal offen über alles geredet?
Es ist bei mir auch so das ich einfach weinen muss oder das ich mich schlecht fühle weil andere Schwanger werden und ich immer Pech habe

Das ganze braucht Zeit

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9. März 2016 um 18:09

Meine eigene Erfahrung
Es tut mit leid, dass du dadurch musst.

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Und leider musste ich jetzt schon 3x dadaurch.

2x hatte ich eine Fehlgeburt ca. in der 5. Woche (also vor Herzaktivität) und am 5.2.2016 mussten wir unsere Zwillinge Emma & Finn in der 22. SSW hergeben.

Bei der 1. FG dachte ich 'Mir geht's gut, alles kein Problem', doch als mein Hormonspiegel bei Null angekommen war, habe ich regelrechte Heulkrämpfe bekommen. Das war dann auch ungefähr der Zeitpunkt, als meine 1. Periode nach der FG einsetzte.

Ich hatte diesmal gar nicht daran gedacht, seit ein paar Tagen habe ich aber immer mehr geheult und gestern konnte ich gar nicht aufhören. Abends wusste ich dann warum, ich hatte meine erste Periode nach dem Verlust meiner beiden Engel.

Bei meiner ersten Fehlgeburt habe ich Wochen geheult. Bei meiner 2. FG waren wir durch einen Wasserschaden so mit Renovierung unserer Wohnung beschäftigt, das ich keine Zeit zum Heulen hatte. Als die Renovierung durch war, war auch meine Heulphase anscheinend durch.

Ich dachte, wegen Emma & Finn hätte ich in den letzten Wochen schon mehr als genug geheult. Ich fühlte mich eigentlich seit einer Woche stabiler. Bis halt vor ein paar Tagen das Dauerheulen anfing. Seitdem mir jetzt klar ist, warum die Heulkrämpfe wieder zunehmen, versuche ich mich mehr zu beschäftigen.

Ich gestalte gerade das Grab unserer beiden Engel. Ich muss das Gras ausheben, die Umrandung betonieren und alles schön neu anlegen. Dafür bin ich gerade auch viel in den Baumärkten unterwegs. Ich hoffe, das hilft mir jetzt die zweite schlimme Phase zu überwinden.

Natürlich ist es bei jedem anders, aber ich wusste auch nicht was mit meinem Körper da passiert und war ziemlich unvorbereitet.

Hoffe, die Antwort hilft dir ein bisschen.

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