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Depressionen ---> Abtreibung

21. März 2012 um 9:19 Letzte Antwort: 30. März 2012 um 19:37

Ich leide seit vielen Jahren unter Depressionen. Eigentlich wollte ich nie ein Kind, weil ich mit meinem Leben nicht klar komme. Dann habe ich mich irgendwie dazu hinreissen lassen, es doch zu probieren. 2 Jahre haben mein Mann und ich es versucht, es hatte nicht geklappt. Da mein Umfeld davon überzeugt war und ich auch empfänglich für diese Botschaften war, dass ich eine gute Mutter sein würde und ein Kind was ganz tolles ist und dadurch auch meine Depressionen weggehen könnten, habe ich mich mit meinem Mann dazu entschieden ein Kinderwunschzentrum aufzusuchen.
Jetzt bin ich schwanger, aber die Rechnung ging nicht auf. Anstatt weniger Depressionen habe ich sie doppelt und dreifach so stark bekommen. Ich wünsche mir nichts mehr, als das es Abgeht. Meine Gefühle sind nur NEGATIV zu der Schwangerschaft. Weinen ist zu meinem neuen Hobby geworden, fühle mich sehr mies, habe Schuldgefühle, Ängste meinem Kind und mir was an zu tuen.

Meine Umwelt kann es überhaupt nicht verstehen. "Ich wollte es doch!!" Ja, verdammt nochmal es gab da wohl einen Punkt an dem ich es offensichtlich wollte. Jetzt sagt aber genau dieses ICH um gotteswillen, GEH WEG!!!!
Meine Gedanken kreisen nur noch um Abbruch und dem Wunsch nicht mehr auf dieser Welt sein zu wollen! Wie schrecklich ist das denn, das sind doch keine Voraussetzungen um ein Kind in die Welt zu setzen! Das einzigste was mich noch von einem Abbruch abhält, ist die Angst davor!

Eine Bitte, auf Beiträge die weiter Schuldgefühle mache, helfen mir nicht

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21. März 2012 um 13:09


Ich glaube,nach einem Abbruch wären deine Depressionen NOCH schlimmer... denn dann würden dich irgendwann Gedanken plagen wie: "Es war doch nicht richtig,das zu machen...Hätt ich es mal durchgezogen trotz Depris..."
Wie weit bist du denn?
Ich bin in der 23.Woche und mich plagen auch starke Depressionen,obwohl es ein Wunschkind war.Liegt wohl an den Hormonen...
aber glaub mir,ein Kind kann einem helfen,aus diesem Loch rauszukommen...ich hoffe wirklich,du bist stark genug,das Kind auszutragen!

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21. März 2012 um 13:25


Hallo Whisky 2012,
ich finde es wirklich toll, dass du hier deine Gefühle so offen schreibst. Die Umwelt macht es sich leicht in dem sie sagt: "freu dich doch einfach". Frage mich wie das denn gehen soll, wenn man schon in einer Depression ist. Es ist doch ganz klar, dass man sich nicht gleich von jetzt auf nachher freuen kann, selbst wenn du dir das Kind gewünscht hast. Eine Schwangerschaft ist etwas komplett neues für dich und ich denke dass es in deiner Situation sehr hilfreich wäre, wenn du professionelle Begleitung hättest. Ich hoffe ich kann dir ein bisschen Mut machen, denn du bist keines Wegs allein mit deinen Gefühlen. Ich habe selbst schon oft erlebt wie es sich anfühlt keinen Ausweg mehr in Sicht zu haben und sich zu wünschen, das doch einfach alles vorbei wäre, damit man diese Gedanken nichtmehr ertragen muss. Aber du bist nicht allein! Es kann dir wirklich geholfen werden, so wie es bei mir war
Ich denke nicht, dass eine Abtreibung das Problem einfach lösen würde. Hier bekommst du wertvolle Unterstützung: http://www.ausweg-pforzheim.de/

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21. März 2012 um 13:42

Das war auch mein gedanke
hier im forum wirst du diesbezüglich wenig hilfe bekommen, da es zu unterschiedliche meinungen gibt und diese in zu wenigen sätzen erläutert werden können. es geht auch nicht um meinungen und gefühle von menschen, die dich nicht kennen, sondern du brauchst umgehend professionelle hilfe. nur diese kann dich auf den für dich richtigen weg bringen. alles andere verstört nur noch mehr.
ich wünsche dir alles gute!

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21. März 2012 um 15:36

Depressionen behandeln
Danke, für Eure Rückmeldungen. Ich bin in der 7 SSW und ja, ich bin auch in professioneller Behandlung. Meine Therapeutin hat mir geraten mich mit meinem Gyn in Verbindung zu setzen und nach Medikamenten zu fragen. Hat einer von Euch Erfahrungen mit Antidepressiva in der Schwangerschaft?

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21. März 2012 um 21:42

Whisky2012
Hallo Du,
auch wenn Du jetzt immer wieder an eine Abtreibung denkst, eine Abtreibung löst kein einzigstes Problem. Des können vielmehr noch neue hinzukommen. Denn es war ein Wunschkind, so kann eine Abtreibung für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann.
Du fragst nach Antidepressiva in der Schwangerschaft. Da gibt es bestimmt gute Hilfen. Besprich dies mit Deinem FA. Gerne kann Dir auch ausweg-pforzheim.de an dieser Stelle weiterhelfen.
LG Itemba

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22. März 2012 um 20:21

Rede mit einem Arzt
Soviel ich weiss gibt es Antidepressiva, die man in der SS nehmen kann. Frag halt mal nach.

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30. März 2012 um 19:37

Hallo!
Das habe ich auch gehabt und nach der Geburt war es noch schlimmer. Ich dachte wir würden das beide nicht überleben. Doch wir haben es geschafft. Sehr gut sogar. Ich bin meinem Sohn eine gute, verantwortungsvolle Mutter geworden. Hatte noch einmal einen Rückschlag bin aber dank Antidepressiva auch wieder raus gekommen.
Ich möchte dir Mut machen. Du schaffst das auf jeden Fall. Gerade wenn es ein Wunschkind ist.
Schau, dass du wirklich in kompetente Hände kommst, denn die meisten haben keine Ahnung und reden nur mehr verwirrenden Müll an dich heran.
Ich habe die Menschen erst gefunden, nachdem ich mich selbst in eine Klinik habe einweisen lassen. Die Ärztin hat mich so aufgebaut, dass ich schon nach dem Aufnahmegespräch wieder gehen konnte.

Du reagierst eben etwas stärker auf hormonelle Reize und Veränderungen. Das heißt aber nicht dass du ein schlechter Mensch bist.

Als ich das zweite Mal ungewollt schwanger wurde und mein Sohn schon aus dem Gröbsten war, habe ich es wegmachen lassen. Wie ich hier ja schon berichtet habe. Keiner weiß wie das ist, wenn man trotz tiefster Zweifel und Ängste trotzdem glücklich geworden ist. Und dieses Glück wollte ich nicht noch einmal aufs Spiel setzen.
Nun ist es ein Jahr her und ich bereue nichts. Ich spüre nun manchmal schon die Launigkeit und die Melancholie der Wechseljahre und bin soooo froh, dass ich kein Kind mehr habe für das ich Verantwortung tragen muss.

Man muss sich einfach auch eingestehen können, wenn man am Rande der Möglichkeiten ist. Besser eines gescheit erziehen, als mehrere zu haben um die man sich nicht richtig kümmern kann.

Aber eines schaffst du auf jeden Fall. Auch wenn es vielleicht erst einmal schwierig ist und ganz anders als du es erhofft hast. Dafür kann es später umso schöner werden und vielleicht bekommst du dann auch Lust auf ein Zweites.
Ich wünsche dir gute Besserung und alles, alles Gute.

LG

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