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Das 3. Kind oder Abbruch

29. August 2019 um 10:52 Letzte Antwort: 29. August 2019 um 15:34

Hi Leute,

kurz zu mir; bin 33 Jahre, habe 2 Kids, glücklich verheiratet und arbeite 19 Std.

Jetzt ist es so, ich bin absolut ungeplant schwanger geworden.
Wir haben mit Kondom verhütet, es ging kaputt und da mein Mann mittlerweile nur noch einen Hoden hat, mit dem er auch nur eingeschränkt zeugungsunfähig ist, dachten wir "wird schon nichts passiert sein".
So naiv mit 33!
Für uns beide ein absoluter Schock, dass es nun doch so gekommen ist.
Wir haben gerade ein Haus gekauft, dass eigentlich gerade so für uns 4 ausreichend Platz bietet.
Wir haben nur ein Auto, das auch nicht gerade sehr groß und luxuriös ist und wohl nicht mehr sehr lange machen wird.

Auf meiner Arbeitsstelle versuchen 2 Kolleginnen verzweifelt schwanger zu werden und der Chef meines Mannes wird in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen.
Ob mein Mann dort bleiben kann ist unklar.

Ich verdiene rund 800 Euro
Mein Mann 1600 Euro
Dazu kommt das Kindergeld für die beiden Mädels (4 und 8 Jahre) 

Wir kommen gut zurecht finanziell, so wie es momentan ist.
Einmal im Jahr Urlaub ansonsten sind wir nicht sehr anspruchsvoll und legen keinen Wert auf großen "Luxus.

Seit Tagen überlege ich hin und her was ich tun soll.
Eigentlich denke ich immer wieder, dass es nicht geht, noch ein 3. Kind.
Die Kinder müssten sich dann ein Zimmer teilen, wir bräuchten ein größeres Auto, ich habe weniger Zeit für die beiden Mädels, und ich könnte ihnen nicht mehr die Wünsche erfüllen, die möglich sind.
Wir müssten uns eben finanziell total einschränken.
Gerade habe ich angefangen wieder auch mehr Zeit für mich zu haben.
Hab etwas mit Freunden unternommen, die Kinder mal abgegeben.
Das wäre dann alles vorbei.

Ich habe mir nie mehr etwas gewünscht als Mutter zu sein und ich liebe es.
Aber ich liebe auch meine zurückgewonnene Freiheit.

Ich bin absolut hin und her gerissen zwischen bekommen und abbrechen.
Bei meiner Gyn war ich schon, sie hat noch kein Ultraschall gemacht, da der Test schwach positiv ist.
Aber ich bin schwanger sagte sie.

Bis Montag soll ich mir erstmal Gedanken machen und dann zum Ultraschall kommen.
Dienstag habe ich ein Termin bei der Beratungsstelle.

Mein Mann denkt über die ganze Sache genau wie ich, überlässt die letzte Entscheidung aber mir und steht dahinter, egal wie sie ausfällt.

Ich kann mit niemandem sprechen.

Ich brauche neutrale Meinungen von Menschen, Müttern, die Kinder haben, auch abgebrochen oder behalten haben.

Mein Kopf platzt bald 

Ich danke euch

Lori

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29. August 2019 um 11:40
In Antwort auf suniti_12273178

Hi Leute,

kurz zu mir; bin 33 Jahre, habe 2 Kids, glücklich verheiratet und arbeite 19 Std.

Jetzt ist es so, ich bin absolut ungeplant schwanger geworden.
Wir haben mit Kondom verhütet, es ging kaputt und da mein Mann mittlerweile nur noch einen Hoden hat, mit dem er auch nur eingeschränkt zeugungsunfähig ist, dachten wir "wird schon nichts passiert sein".
So naiv mit 33!
Für uns beide ein absoluter Schock, dass es nun doch so gekommen ist.
Wir haben gerade ein Haus gekauft, dass eigentlich gerade so für uns 4 ausreichend Platz bietet.
Wir haben nur ein Auto, das auch nicht gerade sehr groß und luxuriös ist und wohl nicht mehr sehr lange machen wird.

Auf meiner Arbeitsstelle versuchen 2 Kolleginnen verzweifelt schwanger zu werden und der Chef meines Mannes wird in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen.
Ob mein Mann dort bleiben kann ist unklar.

Ich verdiene rund 800 Euro
Mein Mann 1600 Euro
Dazu kommt das Kindergeld für die beiden Mädels (4 und 8 Jahre) 

Wir kommen gut zurecht finanziell, so wie es momentan ist.
Einmal im Jahr Urlaub ansonsten sind wir nicht sehr anspruchsvoll und legen keinen Wert auf großen "Luxus.

Seit Tagen überlege ich hin und her was ich tun soll.
Eigentlich denke ich immer wieder, dass es nicht geht, noch ein 3. Kind.
Die Kinder müssten sich dann ein Zimmer teilen, wir bräuchten ein größeres Auto, ich habe weniger Zeit für die beiden Mädels, und ich könnte ihnen nicht mehr die Wünsche erfüllen, die möglich sind.
Wir müssten uns eben finanziell total einschränken.
Gerade habe ich angefangen wieder auch mehr Zeit für mich zu haben.
Hab etwas mit Freunden unternommen, die Kinder mal abgegeben.
Das wäre dann alles vorbei.

Ich habe mir nie mehr etwas gewünscht als Mutter zu sein und ich liebe es.
Aber ich liebe auch meine zurückgewonnene Freiheit.

Ich bin absolut hin und her gerissen zwischen bekommen und abbrechen.
Bei meiner Gyn war ich schon, sie hat noch kein Ultraschall gemacht, da der Test schwach positiv ist.
Aber ich bin schwanger sagte sie.

Bis Montag soll ich mir erstmal Gedanken machen und dann zum Ultraschall kommen.
Dienstag habe ich ein Termin bei der Beratungsstelle.

Mein Mann denkt über die ganze Sache genau wie ich, überlässt die letzte Entscheidung aber mir und steht dahinter, egal wie sie ausfällt.

Ich kann mit niemandem sprechen.

Ich brauche neutrale Meinungen von Menschen, Müttern, die Kinder haben, auch abgebrochen oder behalten haben.

Mein Kopf platzt bald 

Ich danke euch

Lori

Naja du kannst es als Geschenk sehen oder als Belastung. 

Du musst wissen ob du damit klar kommen würdest es wegzumachen.

Aber Zimmer teilen finde ich jetzt nicht schlimm... 

Und das Auto macht eh nicht mehr lange...
9 Monate wärst du erstmal schwanger und das Auto reicht bis dahin aus. 

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29. August 2019 um 13:37

also ganz ehrlich?
weil ihr es drauf ankommen habt lassen und du nicht mal die pille danach genommen hast
soll das kind jetzt sterben?

obwohl es sich finanziell usw.... alles ausgehen würde?

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29. August 2019 um 15:34

Es ist deine Entscheidung, aber ich selbst könnte - erstrecht seitdem ich meine beiden Kinder habe - niemals ein gesundes Kind abtreiben.
Denkst du nicht, dass du dich für den Rest deines Lebens fragen würdest, wie das Kind geworden wäre - ob es den beiden, die ihr schon habt ähnlich wäre, oder ganz anders, oder wie es mit dem 3. Kind gewesen wäre...?
Zimmer teilen... Auto... ganz ehrlich... das sind alles materielle Dinge! Solange ihr nicht zu viert in einem einzigen Zimmer haust und ohnehin von Sozialhilfe lebt, kann ich diese Gedanken nur schwer nachvollziehen. Das Leben ist das größte Geschenk - und es ist schlimm genug, wenn man selbst sehr krank ist oder ein krankes Kind abtreiben muss, etc. pp...

Natürlich ist es deine Entscheidung, aber ich würde an deiner Stelle noch einmal ganz tief in mich gehen und mich fragen, was mir im Leben wirklich wichtig ist.
Ein Haus, ein Auto - oder meine Kinder, aus Fleisch und Blut, unbezahlbar und einzigartig.

Und, na ja, das muss man trotzdem sagen... wenn eine Schwangerschaft so gar nicht in Frage kommt... warum dann nicht die Sterilisation für deinen Mann? Oder zumindest die Pille danach?
Wenn man es "darauf ankommen lässt", sollte man meiner Ansicht nach zumindest reif genug sein, die Verantwortung zu tragen. Das gehört zum Erwachsen Sein dazu.
Leider ist es heute (in jedem Lebensbereich!) sehr einfach, Verantwortung loszuwerden, und das wird auch gut genutzt. (Ich meine damit jetzt nicht nur Abtreibungen!)

Alles Gute für euch!

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