Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Schwangerschaft: Abtreibung, Schwangerschaftsabbruch

Darf ich so egoistisch sein?

6. Februar 2009 um 1:31 Letzte Antwort: 7. Februar 2009 um 3:37

Hallo,
ich bin 23 Jahre alt und habe seit vier Jahren einen festen Freund (28, fest im Berufsleben), mit dem ich schon 2,5 Jahre zusammen gewohnt habe. Seit einigen Jahren verhüten wir mit der Kupferspirale, da ich nicht länger die Hormone der Pille zu mir nehmen wollte. Seit September 2008 studiere ich in England, um hier im Mai meinen Bachelorabschluss zu machen. Da meine Periode schon 3 Wochen überfällig war, habe ich gestern einen Schwangerschaftstest gemacht. Positiv. Dann zwei weitere. Allesamt positiv. Das kam völlig überraschend. Kann es gar nicht fassen warum mir so etwas passiert, obwohl ich immer, immer, immer verhütet habe. Verstehe es einfach nicht. Wollte niemals vor so eine Entscheidung gestellt werden; Das ist so ungerecht. Werde morgen eine richtige Untersuchung machen und mich beraten lassen wie es hier im Ausland mit einer Abtreibung aussieht. Vor allem ist mir das vorangehende Beratungsgespräch und die psychologische Betreuung hinterher wichtig.
Eigentlich habe ich mich für eine Abtreibung entschieden, aber ich empfinde sie als eine sehr egoistische Entscheidung. Für das Kind spricht, dass ich die volle Unterstützung meines Freundes und meiner Eltern habe (zur Not auch finanziell). Außerdem wird es nie den richtigen Zeitpunt geben, um schwanger zu sein. Und wenn ich früh ein Kind bekomme werde ich auch ziemlich früh damit durch sein und eine coole, junge Mami sein. Wir wünschen uns später auf jeden Fall ein Kind, aber wann ist später?? Vielleicht schon in drei jahren. Ist eine Abtreibung dann gerechtfertigt? Auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann, vielleicht würde ich mich doch über einen kleinen Wurm freuen. Außerdem habe ich eine unglaubliche Angst vor einer Abtreibung. Angst vor den Schuldgefühlen, denn es ist Leben was in mir drin ist, auch wenn manch einer das anders sieht. Ich kann es beim besten Willen nicht als Zellhaufen abtun. Außerdem habe ich Angst davor, mich hinterher nicht erleichtert zu fühlen und ein Leben lang daran denken zu müssen, zumal eine Freundin im Juni ein Kind bekommt und ich dann Jahr für Jahr zusehen würde wie es wächst und mein Freund und ich uns wohl sehr, sehr oft anschauen würden und uns fragen würden, ob die Entscheidung richtig war. Naja, auch sind Fehlgeburten nach einer Abtreibung relativ häufig. Es ist Leben. Das wird einem geschenkt und das soll man nicht einfach wegwerfen.
Ich weiß, dass alle meine Entscheidung akzeptieren werden, aber ich weiß auch, dass sowohl Eltern, Freund und Freundinnen sagen:"Mensch, warum eigentlich nicht?"
So, nun zu den Punkten, die gegen das Baby sprechen. Ich habe zwar meinen ersten Studienabschluss wenn das Baby da wäre in der Tasche, aber trotzdem das Gefühl im Leben noch gar nichts erreicht zu haben. Noch nie Geld verdient zu haben (außer die lausigen 400 meines Kassennebenjobs), sich noch nie etwas geleistet zu haben. Nie ein Auto besessen zu haben. Außerdem ist meine Leidenschaft das Reiten. Habe am Anfang meines Studiums mein Pferd veraufen müssen und warte seitdem sehnsüchtig auf den Tag an dem ich ein festes Einkommen haben werde und wieder eines haben werde. Außerdem möchte ich meinen Masterabschluss machen. Das Baby würde wohl Ende September kommen und das Studium am ersten Oktober beginnen. Es ist fast unmöglich das zu schaffen. Ich müsste wohl ein Jahr Pause machen und zuhause bleiben. Das ist meine Horrorvorstellung. Vom Studium wo man lauter spannende, intelligente Menschen um sich hat plötzlich das Heimchen am Herd werden. Sich Gedanken darüber machen welche Windeln wohl die beste Passform haben, usw. Kurz: Ich wäre wohl kein Mensch mehr sondern nur noch Mutter. Alle würde immer Oh und Ah sagen und meine Zehnägel klappen sich bei dem Gedanken daran hoch. Selbst heute habe ich Mitleid wenn ich schwangere Frauen sehe und hatte noch nie Muttergefühle wenn ich ein Baby gesehen habe. Frauen, deren einziges Thema ihr Kind sind, verachte ich aus meinem tiefsten Inneren. Mein Leben gefällt mir so wie es ist. Ich möchte keine Verantwortung für ein Kind übernehmen. Ich möchte von einem Augenblick zum nächsten entscheiden was ich mache. Zumindest noch ein paar Jahre lang. Ich werde jeden, vor allem meinen Freund, in dem ersten Jahr in dem ich wohl zuhause bleiben müsste darum beneiden arbeiten gehen zu dürfen und mit normalen erwachsenen Menschen reden zu dürfen, ohne das es um Babybrei geht. Bin jetzt in der 7. Woche. Ohne es zu wissen, dass ich schwanger bin, habe ich mich in den letzten vier Wochen schlecht gefühlt. (Kein Appetit, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, usw.) Dabei hört man von vielen Müttern, dass sie in der Schwangerschaft gänzlich aufblühen. Aber mir geht es schlecht. Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut und alleine vor dem Gedanken im Sommer als unbewegliche Kugel herumzulaufen graut mir. Außerdem müsste ich die ersten fünf Monate alleine durchziehen, wie gesagt ich bin zur Zeit im Ausland und mache meinen Abschluss. Ich möchte feiern gehen, Spaß haben und viele interessante Dinge sehen und machen. Ein Baby wäre mein Gefängnis, auch wenn Oma und Opa es wohl wenn ich studieren ginge für die Stunden zu sich nehmen würden, aber das ist doch auch eine Lösung. Des Weiteren würden mein Freund und ich zumindest das erste Jahr weit weg von Omas und Opas wohnen in einer 2-Zimmer Wohnung, dabei haben wir doch beide keine Ahnung von einem Baby.
Trotz allem fällt mir die Entscheidung gegen ein Baby unglaublich schwer, da ich weiß, dass wir es schaffen würden und uns wohl auch darüber freuen würden. Ich denke, ich würde mein Kind lieben und ich werde bei einer Abtreibung unglaubliche Schuldgefühle haben. Trotzdem, ich möchte jetzt weiter studieren, ich habe einfach keine Lust darauf Verantwortung zu übernehmen und ich habe keine Lust auf ein Baby und das Muttersein. Ich denke, es ist eine unglaublicher Egoismus meinerseits (die einzige Rechtfertigung, die mir dafür einfällt, ist die Tatsache, dass wir verhütet haben). Ich weiß nicht, ob ich mir diesen Egoismus in diesem Fall wirklich leisten darf. Ich weiß es einfach nicht hundertprozentig. Leider. Mir ist klar, dass mir keiner dabei helfen kann, aber ich musste es trotzdem einmal aufschreiben. Das Leben ist grausam und ungerecht. Außerdem wie sehr werde ich meinen Freund wirklich verletzen wenn ich es abtreibe? Ich denke sehr, auch wenn er sagt, er steht hinter mir. Wird er mir das nicht irgendwann vorwerfen. Und wenn ich es bekomme, werde ich es ihm dann nicht irgendwann vorwerfen? Wie ihr selbst zwischen den Zeilen lesen könnt, ich bin noch unglaublich unreif. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es gehen würde, aber wie glücklich wäre ich damit. Immerzu muss ich an all die Paare denken, die sich so sehr Nachwuchs wünschen und keinen bekommen.
Seid froh, wenn ihr nicht in eine solche Situation kommt. Liebe Grüße

Mehr lesen

6. Februar 2009 um 7:21

Du,
verachtest frauen die nur noch über ihr kind reden? die reden über ihr kind weil es die grösste sache in ihrem leben ist. vor allem mit dem ersten baby, wo alles neu ist und man sich unsicher fühlt, ist das ganz normal. das vergeht wenn die kinder grösser werden. ich BEWUNDERE frauen, die ein kind haben und sich auch noch selber verwirklichen.
ich lebte auch in england und war 20 als ich meinen sohn bekam. war au-pair. jetzt habe ich vor 3 monaten nochmals ein baby bekommen, 10 jahre später. ich muss sagen, als ich 20 war war die schwangerschaft viel einfacher, auch die geburt. ich hatte viel mehr energie. also, du kannst auch mit kind alles machen was du willst, sogar noch mehr!ja, es ist anstrengend und stressig manchmal, aber du wirst vor stolz strotzen wenn du das kleine gesicht deines babys ansiehst, glaub mir. wenn du sowieso kinder willst, behalte doch dieses. man weiss nie was noch kommen mag im leben und perfekt ist eine situation nie. sonst wären wir wohl alle nicht auf dieser welt.

Gefällt mir
6. Februar 2009 um 7:56

Sorry, aber ...
ich musste grad mal laut auflachen, du kommst mir grad vor, wie meine kleine Tochter, wenn die vor mir steht und mit dem Fuss aufstampft und brüllt : ICH WILL ABER NICHT ^^

Tut mir leid. Das sollte wohl nicht die Reaktion sein, die man nach so einem Bericht zeigt, aber ich bin ja auch nur ein Mensch - verzeih mir.

Ich bin mit 22 Jahren schwanger geworden - trotz Pille (tja menschliche Dummheit halt ^^ - hatte zeitgleich Allergietabletten genommen, die haben sich mit der Pille nicht vertragen) - und meine Gefühle liefen da ziemlich parallel zu deinen, was sich allerdings ganz schnell änderte, als ich beim Doc zur Untersuchung war und dort schon sehen konnte, daß das Herz des Kleinen schon schlug. Da war eindeutig Leben in mir, da konnte ich nicht mehr einfach nur egoistisch an mich denken. Klar gabs auch in der Schwangerschaft viele Tage wo ich ein heulendes Elend war und dachte: Du hast alles weggeworfen, was dir wichtig war. Aber selbst das war wie weggeblasen, als das Kind sich dann merkbar in mir bewegte und ich gemerkt hab, daß ich nicht allein bin, sondern daß diese kleine Wesen in meinem Bauch jetzt für ganz lange Zeit mein Leben teilen wird.

Ich war die ersten 3 Lebensjahre meines Kindes alleinerziehend und oft hatte ich Zweifel, ob es richtig war meinem Kind sowas zuzumuten, aber mein Sohn hat mich überzeugt, daß er nichts auf der Welt so sehr braucht, wie meine Arme, die ihn immer wieder auffangen und auf die er sich verlassen kann. Er wird übermorgen 11 Jahre alt und allein beim Gedanken daran, daß es Momente in der Schwangerschaft gab, wo ich ihn nicht haben wollte, kommen mir heut die Tränen, denn er ist ein ganz wundervolles Kind.

Ich haben später (vor 7 Jahren) geheirtatet und dann noch 2 Mädels bekommen und erwarte im Sommer mein 4. Kind - ich bin gelernte Bankkauffrau und hab in einer Firma für Bankensoftware gearbeitet - aber richtig glücklich bin ich nur, wenn meine Kinder um mich sind, das hätte ich früher nie geglaubt.

Vor meiner ersten Schwangerschaft wollt ich immer nur die Coole sein, bei jeder Party dabei, immer mittendrin. Mein Freundes- und Bekanntenkreis war riesig und alle haben sich immer gefreut wenn ich mit ihnen unterwegs war, mit hat das unheimlich gut getan. Kaum einer von denen konnte verstehen, daß ich mich damals für mein Kind entschieden habe und noch weniger, daß ich später richtig glücklich war wieder schwanger zu werden. Viele von ihnen ziehen heute noch um die Häuser und fragen immer mal wieder an, ob ich mit gehe, aber ich will garnicht, es ist mir nicht mehr wichtig.

Ein Kind ist was ganz besonderes, das weiß ich jetzt, besonders dadurch, daß mein eigenes Patenkind seit Jahren vergeblich versucht schwanger zu werden. Es klappt nicht und sie und ihr Partner waren schon bei mehreren Ärzten. Sie ist beruflich erfolgreich, haben beide alles was sie zum Leben brauchen udn noch viel mehr, aber sie ist so traurig, wenn sie darüber spricht, daß sie wohl nie ein eigenes Baby im Arm halten wird. Das sind Momente wo ich Gott von ganzem Herzen danke, daß er mir meine Kinder gegeben hat und mich soweit geformt hat, daß ich bereit war dieses Wunder anzunehmen.

Denk bitte gut darüber nach, was du tun willst, denn egal wie ... es wird dein Leben verändern !
Ich beneide dich nicht darum diese Entscheidung treffen zu müssen, ich weiß noch genau wie sch.. es mir damals ging. Heute denke ich meine Entscheidung war richtig, aber ich hatte ja jetzt auch viele Jahre Zeit darüber nachzudenken und zu erleben, wie es mit meinem Kind ist.

DU stehst noch am Anfang ... mal sinnbildlich gesprochen: An einer Weggabelung ...
es liegt bei dir, welchen Weg du einschlägst, ob es der richtige für dich ist, kann dir keiner vorher sagen, das zeigt nur die Zukunft.

Ich kann dir nur wie jeder anderen Frau hier raten: tu nichts unüberlegtes, schnapp dir alles an Infos, was du nur greifen kannst und denke gut drüber nach.
LG nicci

Gefällt mir
6. Februar 2009 um 20:31

Lenchen110
Hallo Lenchen110,
Du hast gestern einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv war. Da ist es verständlich, daß es Dich erst mal aus der Bahn haut. Dies ist manchmal schon bei geplanten Schwangerschaften so, einfach weil sich der Körper erst auf die Schwangerschaft einstellen muß, und da die Hormone für eine Achterbahnfahrt der Gefühle sorgen.
Wie ich aus Deinem Text herauslese, wäre nicht das Kind, das eigentliche Problem, denn Du würdest es lieben und könntest Dich drauf freuen. Sondern was Dir zu schaffen macht, ist daß Du das Gefühl hast, Deine ganzen Studienpläne kommen ins Rutschen und Schwanken. Da kommt im ersten Moment die Wut, wenn Du merkst da hat sich jemand völlig ungefragt bei Dir eingenistet und wirft jetzt alle Pläne über den Haufen - und Du hast das Gefühl - in jeder Hinsicht der Verlierer zu sein. Dein Kind hat keinen Kraftaufwand gescheut eine Spirale zu überlisten, um zu dir zu kommen. Es hat Dich gesehen und sich gedacht: Du sollst meine Mutter sein. Weißt Du was dies ist. Dies ist eine Liebeserklärung. Zugegeben es ist eine stürmische Liebeserklärung. Aber wer will schon eine Liebeserklärung verstreichen lassen. Nimm Dir Zeit, setzt Dich z.B. mal in die Badewanne mit leister Musik und viel Schaum und halte Zwiesprache mit Deinem Kind. Laß es zu einer Versöhnung zwischen Euch 2 kommen.Und fange an neue Pläne zu machen. Du kannst im Moment nicht verstehen warum das Kind passiert ist trotz aller Verhütung. Ich persönlich glaube nicht daran das Kinder passieren. Sie sind ein Geschenk. Geschenke kommen nicht immer dann, wann man sie möchte, aber sie sind um so schöner. Dies kannst Du gerade noch nicht so sehen. Aber dies liegt daran, daß wir immer nur das Jetzt und Heute sehen. Keiner von uns kennt das Übermorgen. Und Zeiten und Situationen können so schnell wechseln. Vielleicht ist dieses Kind später mal der einzigste Mensch der zu Dir hält. Du wolltest später Kinder. Dann nimm dieses - Du weißt nicht welche Chancen Dir das Leben noch bietet.
Du zählst einige Punkte auf, die aus Deiner Sicht gegen das Kind sprechen. Aber Du schreibst, das Du das Kind lieben würdest. Mit diesem Satz entrkäftest Du selbst alle anderen Argumente. Denn die Liebe ist eine starke Kraft, die sehr viel erdulden, ertragen, bewältigen kann. Die Liebe ist größer als der Egoismus. Denn sie schaut nach dem Anderen. Du mußt nicht den schweren Entscheidung gegen das Kind treffen. Deine Angst vor Schuldgefühlen ist nicht ganz unberechtigt (vor-abtreibung.de;Knopf Risiko)
Dein Leben wird auch mit Kind nicht zu Ende sein, sondern es wird ein Doppelpunkt, wie dies aussehen kann: Liebe macht erfinderisch. Und die Liebe wird einen guten Weg mit Kind finden.
Du hörst Dich einfach nicht so an, als würdest Du eine Abtreibung verkraften können, denn im Gegensatz zu Deiner Behauptung, finde ich Dich sehr reif. Du hast klare, strukturierte Gedanken, und dies erst kurze Zeit nach einem positiven Schwangerschaftstest. Hut ab. Ich spüre da eine tiefe Verantwortlichkeit heraus. Du weißt, daß es um Leben und Verderben Deines Kindes geht. Und es war noch nie gut gegen eine eigene Grundüberzeugung zu verstoßen, dies könnte Dich über Jahre Deines Lebens belasten.
Ein Studium ist auch mit Kind möglich, dies sehe ich bei meiner Verwandtschaft, Kind und Karriere spielen sich nicht unbedingt gegeneinander aus. Selbst wenn Du ein Jahr paussieren würdest. Ein Jahr vergeht sehr schnell. Ich sehe immer am Ende der Woche, wie schnell die Woche doch vorbeigesaust ist.
Du siehst den Alptraum vor Dir ein schreiendes Kind in der einen Hand, den Staubsauger in der anderen Hand, so durch die Wohnung zu laufen und dabei keine Ahnung von Kindern zu haben. In eine Aufgabe kann man hineinwachsen. Dies ist wie beim Schwimmen. Schwimmen lernt man durch Schwimmen.
Die Syntome, die Du beschreibst, klingen sehr nach typischen Schwangerschaftssyntome. Die Mütter, die in der Schwangerschaft aufblühen, sind mir noch selten begegnet.
Dir ist es ein Rätsel warum, sich bei vielen Frauen so viel um Babybrei und Windeln handelt, und kannst Dir dies bei Dir nicht vorstellen. Ich denke das Geheimnis ist wieder die Liebe. Wie war dies bei Deinem Freund in Deiner Beziehung. Ist es Dir schwer gefallen mit ihm zusammenzusein? Das Schönste und Beste für ihn zu kaufen? Warst Du traurig, wenn andere ihn bewundert haben? Vermutlich wirst Du diese Fragen mit Nein beantworten. Und so wäre es auch bei Deinem Kind. Vielleicht möchtest Du Deine Fragen noch mal mit jemand von Außerhalb durchsprechen, kann kannst Du Dich bei profemina.de melden. Denn ich kann hier doch nur sehr oberflächlich auf alles eingehen, und es ist zu spüren, wie es Dich bewegt. Ich denke nicht, daß das Leben grausam und ungerecht ist, es kommt vielmehr darauf an wie wir es gemeisam gestalten, ob wir die Liebe oder den Egoismus siegen lassen.
LG Itemba

Gefällt mir
7. Februar 2009 um 3:37

Bin auch Akademikerin mit Kind und kein dummes Heimchen am Herd
Hallo,
du frägst nach unserer Meinung,ob in deinem Falle eine Abtreibung gerechtfertigt oder egoistisch ist. Hier meine Antwort: Du befindest dich in keinerlei Notlage, sondern hast nur Angst dein Leben auf ein Kind umzustellen. Das geht den meisten Schwangeren so. Glaube nicht, dass ein Leben mit einem Kind keine Herausforderung ist und deine Ausbildung völlig umsonst war. Ich habe auch gleich nach meinem Abschluss meine Tochter bekommen und mir war noch nie langweilig mit ihr.
Du wirst von Freund und Familie unterstützt, dieses Glück erfahren nicht alle werdenden Mütter! Ob du mit reiten vorübergehend aufhörst und ein paar Jahre später deine Karriere einschlägst. Was macht das schon? Dein Kind wird dir immer der beste Beweis sein, dass es sich gelohnt hat, dein geplantes Leben auf den Kopf zu stellen. Ein Abbruch würde auch zwischen dir und deinem Partner stehen.
Alles in allem würde ich es höchst unverantwortlich finden, wenn du dein Kind abtreibst. Du hast überhaupt keinen Grund genannt, der mich überzeugen konnte.
gute Nacht und machs gut d

Gefällt mir