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Chance bei klage??

7. Dezember 2015 um 16:39 Letzte Antwort: 7. Dezember 2015 um 17:16

Hallo zusammen
Willte euch nach euer Meinung fragen, vielleicht hat jemand erfahrung oder kommt aus dem bereich oder kann gut einschätzen jede antwort ist hilfreich!

Nun ist meine Geburt schon fast ein Jahr her, und es ist viel passiert ich fasse es kurz:
Samstagabend 23.00 wehen bekommen 6min takt, am sonntagmorgen ging ich ins kh weil ich sowieso untersuch hatte wegen ET... Da wurde ctg gemessen aber keine wege angezeigt (hab bisschen mehr auf den rippen) es wurde auch US gemacht und die ärztin drückte wild herum um das gewicht der kleinen zu berrechnen (hat sogar mir weh getan) dann wirde ich nach hause geschickt ich soll kommen wenn wehen stärker werden... Den ganzen sonntag spürte ich die kleine nicht, nur am abend ein streicheln... Rief das kh an und sagte ihnen etwas stimme nicht, meinten sie es sei normal ich soll morgen kommen wenn wehen stärker werden...
Nächster tag, montag, spürte ich die kleine immernoch nicht... Ging am morgen ins kh, machten sie 1h ctg, herztöne der kleinen seien verdächtig ruhig und unregelmässig, ich solle schokolade essen und dann nochmals ctg, gesagt getan, herztöne immernoch schlecht, ich verlange kaiserschnitt wegen angst um tochters leben, sagt die hebamme können wir jetzt nicht machen (??) ich verlange wegentropf weil wehen hatte ich immernoch, alle 4 min jetzt, sie sollen die kleine schnell rausnehmen, sagt sie nee wir haben 4 geburten am laufen, keine zeit jetzt für wehentropf... Schickt sie mich zum mittagessen, damit herztöne von baby besser werden, ging ich essen, herztöne wurden MINIM besser.. Immernoch schlecht aber bisschen aktiver... Sagt aie mir alles ok, keine angst gehen sie nach hause und warten sie bis wehen alle 2 min kommen dann soll ich vorbei kommen...
Ich naiv, erste geburt, dachte ok...

Ging ich nach hause, spürte meine kleine wieder nicht... Am abend habe ich so schlechtes gefühl im magen und angst und unruhe und geh wieder ins kh... 3mal!!! Komme dort hin sagt hebamme ich soll wieder nach hause da sagte ich nee, ich schlaf aufm flur wenns sein muss...
Dann behielten sie mich... Wehen wurden stärker hnd öfter... Ctg zeigte aber keine auf... Herztöne von tochter immernoch nicht das tollste... Ich verlangte wieder einen ks... Wieder wurde ich abgelehnt... Um mitternacht verlangte ich pda weilbich die schmerzen nicht mehr ertragen konnte nach 3 tagen... Um 3 uhr inder nacht platzte die fruchblase, wasser dunkelgrün, ich bekomme panik, hebamme meint das sei normal... Um 6 uhr stellen sie mich in die badewanne, damit mumu sich leichter öfnet, (pda immernoch nicht bekommen)

Um 8 uhr raus aus badewanne, mumu bei 10cm, pda immernoch nicht da...
9 uhr kommt pda, einmal falsch gestochen, das zweite mal vom oberarzt korrekt durchgeführt... Ich war erleichtert als sie begann zu wirken...

Um halb 11 began der pressdrang... Beim pressen kam der kopf halb raus und wenn wehe vorüber war ging er wieder zurück... Auf geburtsprotokoll steht sogar ca 12 uhr hebamme meinte: damm ganz gespannt, kopf geht immer zurück... Geburtsctg zeigt herzrhytmusstörungen bei tochter an, auf einmal keine töne dann wieder töne dann keine, hebamme und assistenzärztin geraten in panik, um 13.10 macht hebamme endlich den dammschnitt, 2 min später war meine kleine geboren... Sie war dunkelblau, hatte keine lebenszeichen, kein schrei, nichts, lag da wie ein lappen... Sie nahmen sie weg und reanimierten sie.... Festgestellt wurde: zu wenig sauerstoff, lunge voll mit grünem fruchtwasser, lunge verklebte sich von der flüssigkeit und mausi hatte keine kraft einzuatmen.. Es folgen 10 tage intensivstation, 4 tage maschinelle beatmung, jeden tag unzählige antibiotika etc... Zudem wurde beim mri später gesehen dass sie eine hirnblutung hatte aber diese zum glück von alleine stoppte...

Es könnte sein, dass sie folgen haben wird von der geburt, welche sich bis ins kindergartenalter verstecken können und dann hervorkommen, zur zeit zeigt sie zum glück keine folgen auf, entwickelt sich super und ist sehr aktiv... Das kh nimmt das als argument, der kleinen gehe es ja gut... Und meine frage nun, kann/soll ich gegen das kh vorgehen, seht ihr da chancen erfolg zu haben?

Mir ist wichtig dass allfällige spätere behandlungen finanziert werden vom kh, denn hätten sie die arbeit richtig getan, wäre es nicht zu all dem gekommen...
Habe ich chancen auf schmerzensgeld?
Weil der wunsch nach ks wurde ja nur mündlich ausgesprochen, habe ja keine beweise ausser meinen mann als zeugen...

Was meint ihr?


Vielen dank für die zeit, die ihr euch nehmt den riesigen post zu lesen
Grüsse

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7. Dezember 2015 um 16:58

Omg das tut mir schrecklich leid
Du arme und vor allem die kleine. Also ich an deiner Stelle würde mich mit meinem Anwalt in Verbindung setzen und einfach mal erzählen was da alles passiert ist und schief ging. Der kann dir dann sagen was man da machen kann. Ich denke mal, dass es evtl. was bringt und das zukünftig die Frauen, die in den Wehen liegen, besser behandelt werden. Das ist ja echt mies gelaufen. Tut mir wirklich sehr leid auch für die arme Maus.

Ich wünsch euch alles gute

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7. Dezember 2015 um 17:16

Ja!
Wie deine Chancen stehen kann dir wohl nur ein Jurist sagen, allerdings sehe ich grobe Behandlungsfehler seitens des Krankenhauses!

Wenn die Herztöne des Kindes längere Zeit so schlecht sind, dann darf man dich nicht einfach so wieder wegschicken. Man hätte dich eng überwachen müssen. Auch kann eine Hebamme auf Zuruf nicht entscheiden, ob die Geburt eingeleitet werden muss oder nicht - ohne dich vorher gründlich zu untersuchen. Das alles ist nicht passiert, du wurdest mehrfach weggeschickt. Daraufhin kam es zu den Problemen deines Kindes.

Du kannst folgendes machen, allerdings schnell, wenn die Geburt schon 12 Monate her ist: Schreibe die Gutachterkommission der Ärztekammer des Bundeslandes an, wo die Klinik sitzt. Diese haben spezeille Formulare zum Nachweis für Behandlungsfehler. Dort schilderst du ausführlich diesen Fall mit allen Zeitangaben und Nachweisen, die dir vorliegen und schickst alles zusammen ein. Versuche einen Geburtsbericht vom Krankenhaus zu bekommen. Wenn dort abgelehnt wird, dann informiere die Gutachterkommission darüber. Diese fordert sich selbstständig alle relevanten Daten an, dafür musst du eine Schweigepflichtsentbindung unterzeichnen. Wenn die Unterlagen vollständig sind, dann beauftragt die Gutachterkommission zwei unabhängige medizinische Sachverständige, die deinen Fall anhand der Unterlagen beurteilen. Liegt das Ergebnis vor, so bekommst du Post.

Ich habe das Prozedere wegen einer OP durch. Es hat 12 Monate gedauert. Ergebnis: Schwere Behandlungsfehler, von beiden Sachverständigen bescheinigt. Ich bekam Recht und die Versicherung des Arztes musste löhnen - und zwar nicht zu knapp. Dafür brauchte ich nicht mal ein Gerichtsverfahren, die Gutachten reichten der Versicherung des Arztes. Vorteil: Die Gutachter sind von einer staatlichen Behörde (Ärztekammer), Pfusch oder Vetternwirtschaft gibt es nicht.

Das Verfahren bei der Gutachterkommission ist gebührenfrei, kostet dich keinen Cent (nur die Nachweise musst du halt besorgen) und ist völlig unabhängig. Es ist in jedem Fall einen Versuch wert. Mit solch einem doppelten Gutachten (beurteilen tun immer zwei unabhängige Gutachter) wirst du auch vor jedem deutschen Gericht Recht bekommen.

Infos hier: http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Wegweiser_Gutachterkommissionen_082011.pdf

Adressen der deutschlandweiten Gutachterkommissionen: http://www.bundesaerztekammer.de/patienten/gutachterkommissionen-schlichtungsstellen/adressen/

Nur Mut! Und Beeilung: Solch ein Gutachterverfahren ist an Fristen gebunden!

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