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Brauche Rat und Hilfestellung

9. Oktober 2007 um 16:59

Hallo Ihr Lieben,

jahrelang bin ich stiller Leser bei GoFeminin und jetzt hat mich eine Krise dazu bewegt mich hier anzumelden und mir Eure geschätze Hilfe zu holen.

Es geht um meine beste Freundin.
Sie musste vor einigen Jahren ihr Baby in einer stillen Geburt auf die Welt bringen - d.h. also, das sie ihr Baby tot geboren hat. Ich brauche nicht erwähnen, das dies die schmerzhafteste Erfahrung war, die man als Frau durchmachen konnte. Sie leidet seit Jahren daran und die Trauer blieb.

Dieses Kind war durch künstliche Befrüchtung entstanden und in den nächsten JAhren wurde zig Male wieder künstl. Befruchtet, nur einmal hat es geklappt und wurde ein natürlicher Abortus. Nun ist sie endlich schwanger - und das mit Zwillingen - und jetzt kommt das was keiner verstehen mag, auch ich nicht, sie will nur ein Kind haben und ist in einer wahnsinnigen Lebenskrise.

Nicht das ihr denkt die Frau ist total beklopft, solange auf ein Kind hoffen und warten, solange versuchen, hat ja auch eine Menge Geld gekostet und nochmehr Nerven. Als sie von den Zwillingen erfuhr war sie fertig, wollte eines abtreiben lassen - doch kein Arzt hat das gemacht: ethnische und moralische Gründe wurden angebeben. Jetzt dürfte sie in der 14. Woche sein - Abtreibung wäre also nicht mehr möglich.

danach kam eine Untersuchung in der es hies - eines hat kaum Fruchtwasser, man befürchtet das es abgehen wird. So eigenartig und befremdend es klingen mag, aber es wäre für meine Freundin eine Erleichterung gewesen. Doch jetzt steht fest - es geht beiden gut.

Meine Freundin ist am Boden zerstört - ich weiss das sie stark ist, aber momentan steht sie vor dem Aus, es geht soweit, dass sie nicht mehr leben möchte. Sie hat Ängste, sie weiss wie es ist ein Kind zu verlieren, es tot auf die WElt bringen zu müssen und sie hat Angst das sie nun um zwei bangen muss. Die Kinder werden mit grosser Wahrscheinlichkeit früher geholt. Es überwiegen die Ängste ... ich kann Euch gar nicht schreiben was sie mir alles für Befürchtungen schildert, bishin zu finanziellen Sorgen ... für mich sind es Ausflüchte, Erklärungen das sie sich das alles nicht zutraut, sie sucht nach Lösungen keine zwei bekommen zu müssen und wenn sie sie bekommt, dann wird eines zur Adoption frei gegeben. Sie meint das sie immer ein Kind bevorzugen würde und das Zweite daneben hinvegetiert und sie es vernachlässigt.

Ihr Mann ist ein sehr lieber Mensch, der sie zu verstehen versucht - er steht ihr bei, er unterstützt sie auch - aber ich befürchte das er durch seine Gutmütigkeit keine grosse Hilfe ist und vor allem, er sagt eh zu allem JA und AMEN. Vielleicht wäre es nötig ihr den Kopf zu waschen ... aber nach all dem was sie schon durchgemacht hat, wer traut sich da schon?

Ich liebe meine Freundin und ich wäre ihr gerne eine Stütze - aber meine Meinung dazu ist, dass sie einfach alles schaffen wird und das finanziell alles gut geht, ihre Ängste umsonst sind ... ich weiss das sie psychologische Hilfe brauchen würde, nur die nimmt sie nicht an, so wie sie es nach der Geburt ihres ersten Kindes nicht annehmen konnte.

Meine Frage an Euch: kennt ihr so eine Situation? ist irgendjemanden schon so etwas passiert, oder in Eurem Bekanntenkreis? ICh würde mich über Ratschläge freuen, denn momentan steh ich ein wenig neben mir.

alles liebe

Twister

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9. Oktober 2007 um 20:11

Hallo Twister
Würde mich gerne dazu äußern, bin jetzt
leider weg, schreib morgen dazu.

Nur zur Info, ich hab auch Zwillinge.

Überhaupt kein Problem. Schreib morgen mehr.
Kopf hoch an Deine Freundin.
Es gibt schlimmeres. Und das hat sie schon durch. Der Rest ist halb so wild
LG
Drück euch
Yvonne

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10. Oktober 2007 um 17:22

Hallo ihr beide
Dein Brief geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte ja gesagt, ich melde mich noch mal.

Für mich, war es auch ein Schock, als ich am Anfang zu hören bekam: Es werden zwei.
Ich wollte mich, gerade weil es die erste Schwangerschaft war, erstmal nur auf ein Kind konzentrieren. Ich hatte doch keine Erfahrungen mit Kinder und Erziehung!! Und dann auch noch zwei?

Aber, mit vorangegangener Schwangerschaft habe ich mich immer mehr damit angefreundet. Aber, auch weil es kein zurück mehr gab.
Und es gibt KEIN ZURÜCK. Den Blödsinn ein Kind zur Adoption freizugeben, finde ich super heftig.
Welches denn???? Welches geben wir ab????
Das erst geborene? Die/der nicht so schöne??? Die/der ruhigere??? WER?!!!
Will man sich ein Leben lang Vorwürfe machen müssen und sich fragen müssen, ob es dem Kind bei der anderen Familie gutgeht???? Oder, ob es im Heim gelandet ist???
Oder will sie es sofort vergessen, abgeben und vergessen??

Das schöne an der Zwillingsschwangerschaft ist auch, das man was besonderes ist. Beim Arzt, im Krankenhaus, bei Freunden und Verwandten. Und dies stärkt einen.

Beim Einkaufen merkt man manchmal das es viel wird, aber dies hält sich in Grenzen. Man wird auch von namhaften Babyfirmen unterstützt. Es gibt auch Unterstützung von Behörden und in Kindergärten.
Es geht!!
Es geht alles, wenn man nur will.
UND ICH WOLLTE.
Die Gedanken mit größer werdenden Bauch auf süße kleine Kinder, ist so groß und man fühlt sich auch als etwas besonderes.

Man vernachlässigt kein Kind, beide kommen zu Ihrem Vorteil. Das eine schläft, das andere ist wach. Man kann sich immer mit zweien beschäftigen. Und die Kinder haben sich von Anfang an, sodass man auch als Mutter, öfter ausspannen kann .
Einzelkinder benötigen viel mehr ihre Mutter. Und da würde ich behaupten, da ist Deine Freundin viel schlimmer dran.

Man kann sich leider kein Kind kaufen.

Man muß dafür schwanger werden. Nur man sollte auch dabei bedenken, das es mehr werden könnten. Zudem Deine Freundin sich auch einer künstl. Befruchtung unterzogen hat. Sie hat sich doch darauf eingelassen?!?!?!
Aus meinem Bekanntenkreis, mußte sich auch jemand künstl. Befruchten lassen und sie wurde auch darüber informiert, das sie sogar vierlinge bekommen könnte. Das wusste Deine Freundin, doch sicherlich auch, bzw. sie wurde aufgeklärt.
Zwillinge zu haben ist ein Segen. Kurz darauf später (22 mon.)habe ich sogar noch einen Sohn bekommen. Mittlerweile sind meine Zwillinge 12 Jahre alt und mein Sohn 10. Und keines der Kinder hat je darunter gelitten, gemeinsam aufgewachsen zu sein.

Ich drück Dir die Daumen, das Du Deine Freundin von ihrem Vorhaben ein Kind zur Adoption freizugeben, abbringen kannst.
Ich glaube fest daran, wenn sie es tut, das sie daran zerbrechen wird.

Alles Liebe
Yvonne

P.S. Frag mich ruhig, wenn Du noch ein paar Fragen beantwortet haben möchtest.

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11. Oktober 2007 um 12:26
In Antwort auf sri_12965701

Hallo Twister
Würde mich gerne dazu äußern, bin jetzt
leider weg, schreib morgen dazu.

Nur zur Info, ich hab auch Zwillinge.

Überhaupt kein Problem. Schreib morgen mehr.
Kopf hoch an Deine Freundin.
Es gibt schlimmeres. Und das hat sie schon durch. Der Rest ist halb so wild
LG
Drück euch
Yvonne

An Yvonne
Danke Yvonne für Dein Schreiben.

all die Fragen die Du mir stellst: Welches Kind gibt sie denn ab? all diese Fragen habe ich Ihr bereits gestellt.

Ich weiss das sie Ängste hat, ich kann ihr nur nicht helfen diese aus sich rauszubekommen. ich bin selbst noch keine Mutter und ich würde gerne ein Baby haben und zwei wären für mich genauso willkommen ...

ich verstehe sie in keinster weise und JA, ich habe auch damit argumentiert: DU wusstest das Du eine Mehrlingsgeburt in Kauf nimmst, DU hast sogar dafür unterschrieben und jetzt dieses Theater.

Sie zweifelt an sich, an der Welt, an Gott, am Schicksal ... SIE WILL keine ZWEI Kinder, sie wollte immer nur EINES ... das ist alles was wir die ganze Zeit zu hören bekommen, das sie bald durchdreht und wir sie auf die Psychatrie bringen müssen, das ist alles was sie dazu sagt - sie packt es nicht und sie weigert sich gegen eine Therapie und das ist - meiner MEinung nach - das Einzige was ihr momentan helfen würde.

Wir haben sogar eine Zwillingsmama in unserem nahen Bekanntenkreis und zu ihr will sie auch keinen Kontakt aufnehmen, weil wir ihr eh alle nur einreden wollen das sie die Kinder BEIDE bekommen und BEIDE aufziehen soll - alle wollen nur Schlechtes ...

Weisst Du, sie hat mir in meiner schwersten Krise am allermeisten geholfen, war immer für mich da, hat sich 1 Mio Mal die selben Geschichten angehört und hat mich im Arm gehalten und meine Tränen getrocknet ... aber im Moment kann ich einfach nicht mehr. Ich kann sie nicht verstehen und weiss deshalb nichts zu sagen ... ich fühle mich machtlos. Ich habe mich jetzt auch erst einmal zurückgezogen, Ihr gesagt das ich immer und jederzeit für sie da bin wenn sie das möchte, nur SIE muss den Schritt zu mir machen, sie weiss wo sie mich findet.

In Wahrheit muss ihr Mann jetzt ihre grösste Stütze sein - ich befürchte nur, das auch er keine Kraft dazu hat. Er möchte die Kinder über alles und traut sich nicht zu widersprechen.

Ach eine verkorkste Situation in der noch immer die Hoffnung besteht, das wenn sie die Kinder einmal geboren hat, sie im Arm hält, dann doch BEIDE lieben kann.

Alles liebe

Twister

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