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Brauche jemand zum zuhören

31. Januar 2009 um 10:17

Hi,
mein Mann und ich sind seit viereinhalb Jahren glücklich verheiratet. Zwischen uns ist alles super, unser grösster Wunsch wäre ein eigenes Kind gewesen.
Ich mache seit vier Jahren so ziehmlich alles dafür, habe intensiv mit Sport begonnen, Ernährungsumstellung (ich habe immer wieder gesagt bekommen ich bin zu dick zum schwanger werden). Habe fast alle Hobbies aufgegeben da mir die Ärtze immer wieder sagten ich hätte zu viel Stress, müsste zur Ruhe kommen. Bin von Pontius bis Pilatus gelaufen, habe sämtliche Untersuchungen über mich ergehen lassen die es auf dieser verdammten Welt überhaupt gibt zu diesem Thema. Habe mich von "tausenden" fremden Ärzten untersuchen lassen, mir von wirklich allen die selbe gequirlte Scheiße angehört.
Am Montag waren wir im KWZ in KA, ein sehr freundlicher und kompetenter Artz. Wir mussten alle unsere Unterlagen vorher hinschicken, einen Fragebogen ausfüllen und ebenfalls vorher hinschicken.
Macht man ja alles, kein Thema. Wir kommen da hin, warten fünf Ewigkeiten. Endlich sind wir dran, kommen in das Sprechzimmer und der Arzt erklärt uns sehr sachlich, sehr kompetent die leider sehr brutale aber ehrliche Situation. Ich bin von Kind an Nierenkrank, wurde 2000 diagnostiziert. Ich möchte betonen das alle die Superärzte, bei denen ich schon war diese Tatsache wussten da ich ja sowas immer angeben muss.
Doch leider war erst jetzt nach so langer Zeit ein Arzt mutig genug uns endlich die Wahrheit zu sagen. Ich darf niemals schwanger werden da ich eine Schwangerschaft nicht überleben würde. Ich bin ein eigentlich sehr starker Mensch, mich haut nix so schnell um aber in diesem Moment bin ich in der Praxis echt zusammen gebrochen. Ich bin seitdem wie in Trance. Ich bin dann noch zwei Tage arbeiten gegangen. Passender Weise bin ich von Beruf Erzieherin. Jetzt hat mich die Grippewelle erwischt und ich bin krank geschrieben und mir ist das nicht unrecht.
Was jetzt noch richtig und was falsch ist weiß ich nicht. Im Moment ist der Sinn in meinem Leben fast weg und wenn ich nicht so einen wundervollen tollen Ehemann hätte würde ich schon jetzt unter dem nächsten Zug liegen. Könnt ihr mich verstehen?
Simone

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31. Januar 2009 um 10:26

Oh man
das ist ja eine schreckliche Erkentnis

Aber so wisst ihr wenigstens, woran ihr seit uund könnt euch weitere schritte überlegen. Z.B. eine Adoption. Ich mein, ihr seid verheiratet. Da habt ihr gute Chancen.


Ich drück euch dir Daumen!

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31. Januar 2009 um 10:27


ohhh mein Gott, na das ist ja echt der Hammer!

Sowas hab ich vorher noch nie gehört und find das wirklich total traurig - Tut mir wirklich leid für Euch!

Was ich wiederrum nicht verstehe bzw nicht verstehen kann ist das, dass wenn du seit Kindesalter Nierenkrank bist es erst 2000 diagnostiziert wurde

Gibt es denn da wirklich garkeinen weg um doch schwanger zu werden und das auch für dich sowohl auch für das Kind alles Gut gehen würde?!

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31. Januar 2009 um 10:30

Hallo Simone!
Das tut mit wirklich sehr leid das du keine Kinder bekommen darfst!
das ist ja schrecklich. Mir fehlen noch die richtigen worte.
ich kann dich aber verstehen! ich wünsche mir wirklich sehr ein Baby mit meinem Mann und wenn ich mir vorstelle das ich keine Kinder bekommen darf(das ist ja fast noch schlimmer als nicht bekkommen können, denn da kann man vielleicht noch was machen) dann würde füe mich auch eine Welt zusammen brechen.
Aber denk bloß nicht daran dich vor einen Zug zu schmeißen!!!!!
Denk bitte auch daran das es noch viele Menschen gibt die dich lieben! Und die dich bestimmt sehr vermissen werden. Und das leben gehts weiter! abt ihr den mal über adobtion nach gedacht?
Ich weiss das ist bei weitem nicht das gleiche! Man möchte ja auch gerne die erfahrungen machen und selber ein Kind austragen, aber das geht ja leider nicht. Ist gibt doch so viele mütte die ein Säugling abgeben weil sie das nicht bewältigen.
Macht euch doch mal schlau?
Ich wünsche euch alles alles gute und haltet zusammen, das ist ganz wichtig!
LG Katrin

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31. Januar 2009 um 10:45

Hi Simonchen!
Das tut mir echt leid für dich.

Aber vielleicht kann ich dich mit den folgenden Tatsachen ein wenig ermutigen.

Meine Nachbarin ist 42! Jahre alt und wollte mit ihrem Freund ein Baby. Sie selbst ist auch Nierenkrank, ist eine Vererbung, so wie ich das mitbekommen habe. Sie war bei zwei Frauenärzten und einem Hausarzt (der Hausarzt ist ein sehr guter Freund von uns) und ein FA hat ihr auch gesagt, dass eine Schwangerschaft bzw. Geburt tödlich enden wird für sie. Die beiden anderen FÄ und der Hausarzt sagen, das ist völliger Quatsch. Denn extra für Nierenkranke gibt es während der Schwangerschaft enorme Vorsichtsmaßnahmen, was aber nicht heißen soll, dass diese nicht weniger eine schöne SS haben werden. Es kann allerdings vorkommen, dass Nierengeschwächte ein wenig mehr Zeit brauchen Kind zu zeugen, weil man halt die medizinischen Hilfen wie Medikamte usw. nicht nehmen darf, wie das die tun, die schwanger werden wollen.

Eine Nierenkranke, die ich auch kenne, hat eine Niere sogar entfernt bekommen und könnte ohne Probleme schwanger werden.

Ich will damit nur sagen, dass man ncihts darauf geben kann, was ein Arzt sagt.

Ein anderes Bsp: Meine Mutter war mit mir schwanger. Ihre FÄ sagte, sie müssen das Kind abtrreiben, das Kind wird fehlgebildet und geisteskrank auf die Welt kommen. Nun ja 1981 war eine Abtreibung nur unter besonderen Umständen erlaubt, weshlab sie in der ABtrebungsklinik nochmals von zwei Ärzten untersucht wurde und die sagten: Um Gotteswillen, das ist völliger Quatsch. Das kInd kommt kerngesund auf dei Welt.
Und ich bin kerngesund.

Ich an deiner Stelle würde zwei weitere Ärzte aufsuchen und denen sagen, dass der Arzt gesagt hat, dass du keine Kinder bekommen darfst. Und je nach dem, was die beiden sagen, würde ich erst glauben, ob es geht oder nicht.

lass den Kopf nicht hängen und such noch zwei Ärzte auf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du in den nächsten Tagen nciht mehr so deprimiert bist, weil ich wirklich glaube, dass die Ärzte dir das Gegenteil sagen.

Liebe Grüße!

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31. Januar 2009 um 13:09

@simonchen
also ich schliesse mich meinen vorrednern an, geh lieber noch zu mindestens zwei anderen ärzten bevor du (ihr) euren kinderwunsch aufgibt, vieleicht war das wirklich eine falsche diagnose. und um gottes willen, denk nicht daran dir das leben zu nehmen.
es gibt ja sehr viele möglichkeiten ein baby zubekommen, aber bevor man daran denkt, geh wie gesagt noch zu anderen ärzten.
drück dir nun ganz fest die daumen das sie dir was anderes sagen und fühl dich von mir gedrückt
lg

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31. Januar 2009 um 15:20

Hallo Simone
Tut mir wirklich leid für euch!
Aber wie die anderen schon meinten, hol dir eine zweite oder dritte Meinung!
Bei mir war es so: Ich hab letztes Jahr im August meine Zwillinge in der 22. SSW geboren und sie sind nach 2 Stunden gestorben. Noch im Wochenbett bekam ich eine Beckenvenenthrombose, an der ich fast gestorben bin. Die Ärzte meinten damals zu mir, ich müsse lebenslang Blutverdünner nehmen, unter denen keine SS möglich sei. Ich war auch am Ende. Ich hatte auch die gute Unterstützung meines Mannes. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen worden bin, suchte ich mir erstmal einen Spezialisten. Die gute Nachricht: Die Blutverdünner kann ich nach einem halben Jahr absetzen, da die Blutwerte in Ordnung waren. Jetzt ist es soweit, mitte Februar kann ich absetzen.
Ich rate dir, sprich noch mit einem anderen Arzt darüber und ich wünsche dir gute Hoffnung, so wie bei mir!!


alles Gute

Anne

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31. Januar 2009 um 16:46

Danke
Vielen Dank an euch alle,
ich bin inzwischen soweit das ich einen Termin mache in der Nephrologie um die Spezialisten um Rat zu fragen. Und ich bin auch schon wieder soweit mich schon jetzt darüber zu ärgern das ich mal wieder als erstes gesagt bekomme ich solle abnehmen und lege mich schon jetzt passende Antworten bereit. Mehr als dreimal die Woche Sport, komplette Ernährungsumstellung und Verzicht auf alles was mir mal irgendwann Spaß gemacht hat oder schmeckt geht nicht. Ich geh nebenbei noch ganztags arbeiten und will auch noch ein bisschen leben.

Und alleine diese Gedanken zeigen mir selbst das ich schon wieder vorwärts denke. So richtig glauben kann ich das alles einfach auch immer noch nicht. Und doch muss ich aufpassen, ich ertappe mich immer mal wieder bei dem Gedanken das ich einfach schwanger werde und mal sehe was passiert. Und das wäre auch nicht ok. Ich muss weiter und mehr dran arbeiten. Aber der Weg ist noch so lange und vorallem so schwer. Ich hoffe ich schaffe das.
Eben hab ich ein Formular unterschrieben, eine Anmeldung für ein infoseminar für Adoptiveltern. Vielleicht ist auch das unser Weg.
Danke an euch alle, es tut gut zu merken das man nicht ganz verkehrt denkt!
Simone

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