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Bis wann Baby bekommen

27. September um 21:54

Hi Mädls,

ich habe mal eine Frage an Euch: Habt ihr schon Kinder und wenn ja, wie alt seid ihr gewesen, als ihr es bekommen habt?
Ich bin 35 Jahre alt und werde in meinem Umfeld (Familie, Freunde) ständig dazu gedrängt, endlich ein Baby zu bekommen, fühle mich aber noch nicht so weit.

Die innere Uhr tickt.. ich weiss.. ich möchte auch Kinder aber noch nicht jetzt.. obwohl eine Schwangerschaft ab Mitte 30 schon als Risikoschwangerschaft gilt werden viele Frauen auch erst mit Ende 30 das erste Mal schwanger...

Ich würde mich über Euere Erfahrungen freuen.

Liebe Grüße

Sarah

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Beste hilfreiche Antwort

27. September um 23:11

Wenn man sich nicht bereit für Kinder fühlt/der Wunsch nicht 100%ig da ist, sollte man es auf keinen Fall machen, egal wie alt man ist.

Kinder sind toll - aber auch unglaublich, unglaublich anstrengend.

Selbst wenn man es sich sehr gewünscht hat, stößt man regelmäßig an seine Grenzen - gerade wenn man Ü30 ist und es gewohnt war, frei über seine Zeit zu verfügen.
(Ich war beim 1. Kind 33, und beim zweiten 36.)

Denn freie Zeit hat man mit Baby/Kleinkind erst einmal überhaupt nicht mehr.
Das kann man sich vorher allerdings nicht vorstellen... konnten wir auch nicht.

- Aber man muss es sich in etwa so vorstellen:

Ein Baby/Kleinkind zu haben ist wie Vollzeit-Pflege.
Man ist rund um die Uhr (und wirklich 24h pro Tag) für einen anderen Menschen verantwortlich - für jeden einzelnen Schluck Flüssigkeitsaufnahme, jeden Bissen Essen, alle Ausscheidungen, waschen, tragen, bespaßen, etc....
Sichere/verlässliche "Ruhezeiten" gibt es dabei (anders als in einem Pflegejob!) aber nicht.

Leider kann einem auch passieren, dass man ein Schreikind bekommt, bei dem die Ursache fürs Schreien nicht gefunden werden kann.
Und das kann wirklich laut werden und in den Burnout treiben - weil lautes Babygeschrei wirklich Stresshormone ausschüttet und richtig nervös macht. (Ist von der Natur so gewollt - man soll dem schreienden Baby ja helfen.)
https://www.beliebte-vornamen.de/11040-babys-laut-wie-jets.htm

Wir haben es leider am eigenen Leib erfahren. Mit so etwas rechnet vorher natürlich niemand. (Und möchte natürlich auch nicht damit rechnen.)

Zeit für einen selbst, Selbstfindung/Selbstverwirklichung, Hobbies nachgehen... das alles geht in den ersten Jahren einfach nicht (- es sei denn es steht ein Heer von willigen Großeltern und anderen Angehörigen parat, die gerne so oft sie können aushelfen. Und selbst dann ist es nicht so easy peasy wie man es sich vor dem ersten Kind gerne vorstellt).

Das klingt jetzt alles sehr nüchtern und drastisch... aber so fühlt es sich für Eltern von Babys/Kleinkindern eben häufig an.
Wir haben mit vielen Ü30-Eltern Kontakt, sowohl im Freundes- als auch im Kollegenkreis oder bei den Nachbarn... und hören von allen das Gleiche:
Alle lieben ihre Kinder über Alles, aber es ist meistens dennoch sehr anstrengend und schwierig, viele sagen von sich "am Limit zu gehen" (obwohl Großeltern da sind, die helfen).

Wenn man die Kinder wirklich zu 100% haben wollte, packt man das und schafft es, sich mit den guten Dingen über Wasser zu halten.
Sie werden ja auch größer, und natürlich wird es mit der Zeit einfacher.
(Wir haben eine 3-jährige und einen 1-jährigen, und trotz der heftigen Trotzanfälle finde ich es mit der 3-jährigen um einiges einfacher, weil man mit ihr schon ganz andere Dinge machen kann.)

Ich kann nur sagen: Hätte ich meine Kinder nicht wirklich um jeden Preis haben wollen... weiß ich nicht, wie gut ich den täglichen Wahnsinn wegstecken würde.
Dann würde es mich nicht nur anstrengend sondern vermutlich sogar unglücklich machen. (Was ja leider in der Realität auch vorkommt, auch wenn es immer noch ein gesellschaftliches Tabu ist, offen darüber zu sprechen.)


Ich bitte darum, meinen Beitrag nicht misszuinterpretieren.

Bestimmt werden jetzt viele schreiben: Kinder sind das höchste Glück!
Und dem stimme ich persönlich auch zu - aber nur, wenn man sich zu 100% sicher war, sie auch haben zu wollen!

Ich glaube nicht, dass sie jeden glücklich machen - auch wenn er eigentlich keine wollte/innerlich nicht bereit dazu war. Denn dafür geht es emotional und körperlich zu sehr ans "Eingemachte".


Alles Gute für die Entscheidungsfindung!
 

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27. September um 23:11

Wenn man sich nicht bereit für Kinder fühlt/der Wunsch nicht 100%ig da ist, sollte man es auf keinen Fall machen, egal wie alt man ist.

Kinder sind toll - aber auch unglaublich, unglaublich anstrengend.

Selbst wenn man es sich sehr gewünscht hat, stößt man regelmäßig an seine Grenzen - gerade wenn man Ü30 ist und es gewohnt war, frei über seine Zeit zu verfügen.
(Ich war beim 1. Kind 33, und beim zweiten 36.)

Denn freie Zeit hat man mit Baby/Kleinkind erst einmal überhaupt nicht mehr.
Das kann man sich vorher allerdings nicht vorstellen... konnten wir auch nicht.

- Aber man muss es sich in etwa so vorstellen:

Ein Baby/Kleinkind zu haben ist wie Vollzeit-Pflege.
Man ist rund um die Uhr (und wirklich 24h pro Tag) für einen anderen Menschen verantwortlich - für jeden einzelnen Schluck Flüssigkeitsaufnahme, jeden Bissen Essen, alle Ausscheidungen, waschen, tragen, bespaßen, etc....
Sichere/verlässliche "Ruhezeiten" gibt es dabei (anders als in einem Pflegejob!) aber nicht.

Leider kann einem auch passieren, dass man ein Schreikind bekommt, bei dem die Ursache fürs Schreien nicht gefunden werden kann.
Und das kann wirklich laut werden und in den Burnout treiben - weil lautes Babygeschrei wirklich Stresshormone ausschüttet und richtig nervös macht. (Ist von der Natur so gewollt - man soll dem schreienden Baby ja helfen.)
https://www.beliebte-vornamen.de/11040-babys-laut-wie-jets.htm

Wir haben es leider am eigenen Leib erfahren. Mit so etwas rechnet vorher natürlich niemand. (Und möchte natürlich auch nicht damit rechnen.)

Zeit für einen selbst, Selbstfindung/Selbstverwirklichung, Hobbies nachgehen... das alles geht in den ersten Jahren einfach nicht (- es sei denn es steht ein Heer von willigen Großeltern und anderen Angehörigen parat, die gerne so oft sie können aushelfen. Und selbst dann ist es nicht so easy peasy wie man es sich vor dem ersten Kind gerne vorstellt).

Das klingt jetzt alles sehr nüchtern und drastisch... aber so fühlt es sich für Eltern von Babys/Kleinkindern eben häufig an.
Wir haben mit vielen Ü30-Eltern Kontakt, sowohl im Freundes- als auch im Kollegenkreis oder bei den Nachbarn... und hören von allen das Gleiche:
Alle lieben ihre Kinder über Alles, aber es ist meistens dennoch sehr anstrengend und schwierig, viele sagen von sich "am Limit zu gehen" (obwohl Großeltern da sind, die helfen).

Wenn man die Kinder wirklich zu 100% haben wollte, packt man das und schafft es, sich mit den guten Dingen über Wasser zu halten.
Sie werden ja auch größer, und natürlich wird es mit der Zeit einfacher.
(Wir haben eine 3-jährige und einen 1-jährigen, und trotz der heftigen Trotzanfälle finde ich es mit der 3-jährigen um einiges einfacher, weil man mit ihr schon ganz andere Dinge machen kann.)

Ich kann nur sagen: Hätte ich meine Kinder nicht wirklich um jeden Preis haben wollen... weiß ich nicht, wie gut ich den täglichen Wahnsinn wegstecken würde.
Dann würde es mich nicht nur anstrengend sondern vermutlich sogar unglücklich machen. (Was ja leider in der Realität auch vorkommt, auch wenn es immer noch ein gesellschaftliches Tabu ist, offen darüber zu sprechen.)


Ich bitte darum, meinen Beitrag nicht misszuinterpretieren.

Bestimmt werden jetzt viele schreiben: Kinder sind das höchste Glück!
Und dem stimme ich persönlich auch zu - aber nur, wenn man sich zu 100% sicher war, sie auch haben zu wollen!

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28. September um 6:58
In Antwort auf sofiasmum_

Wenn man sich nicht bereit für Kinder fühlt/der Wunsch nicht 100%ig da ist, sollte man es auf keinen Fall machen, egal wie alt man ist.

Kinder sind toll - aber auch unglaublich, unglaublich anstrengend.

Selbst wenn man es sich sehr gewünscht hat, stößt man regelmäßig an seine Grenzen - gerade wenn man Ü30 ist und es gewohnt war, frei über seine Zeit zu verfügen.
(Ich war beim 1. Kind 33, und beim zweiten 36.)

Denn freie Zeit hat man mit Baby/Kleinkind erst einmal überhaupt nicht mehr.
Das kann man sich vorher allerdings nicht vorstellen... konnten wir auch nicht.

- Aber man muss es sich in etwa so vorstellen:

Ein Baby/Kleinkind zu haben ist wie Vollzeit-Pflege.
Man ist rund um die Uhr (und wirklich 24h pro Tag) für einen anderen Menschen verantwortlich - für jeden einzelnen Schluck Flüssigkeitsaufnahme, jeden Bissen Essen, alle Ausscheidungen, waschen, tragen, bespaßen, etc....
Sichere/verlässliche "Ruhezeiten" gibt es dabei (anders als in einem Pflegejob!) aber nicht.

Leider kann einem auch passieren, dass man ein Schreikind bekommt, bei dem die Ursache fürs Schreien nicht gefunden werden kann.
Und das kann wirklich laut werden und in den Burnout treiben - weil lautes Babygeschrei wirklich Stresshormone ausschüttet und richtig nervös macht. (Ist von der Natur so gewollt - man soll dem schreienden Baby ja helfen.)
https://www.beliebte-vornamen.de/11040-babys-laut-wie-jets.htm

Wir haben es leider am eigenen Leib erfahren. Mit so etwas rechnet vorher natürlich niemand. (Und möchte natürlich auch nicht damit rechnen.)

Zeit für einen selbst, Selbstfindung/Selbstverwirklichung, Hobbies nachgehen... das alles geht in den ersten Jahren einfach nicht (- es sei denn es steht ein Heer von willigen Großeltern und anderen Angehörigen parat, die gerne so oft sie können aushelfen. Und selbst dann ist es nicht so easy peasy wie man es sich vor dem ersten Kind gerne vorstellt).

Das klingt jetzt alles sehr nüchtern und drastisch... aber so fühlt es sich für Eltern von Babys/Kleinkindern eben häufig an.
Wir haben mit vielen Ü30-Eltern Kontakt, sowohl im Freundes- als auch im Kollegenkreis oder bei den Nachbarn... und hören von allen das Gleiche:
Alle lieben ihre Kinder über Alles, aber es ist meistens dennoch sehr anstrengend und schwierig, viele sagen von sich "am Limit zu gehen" (obwohl Großeltern da sind, die helfen).

Wenn man die Kinder wirklich zu 100% haben wollte, packt man das und schafft es, sich mit den guten Dingen über Wasser zu halten.
Sie werden ja auch größer, und natürlich wird es mit der Zeit einfacher.
(Wir haben eine 3-jährige und einen 1-jährigen, und trotz der heftigen Trotzanfälle finde ich es mit der 3-jährigen um einiges einfacher, weil man mit ihr schon ganz andere Dinge machen kann.)

Ich kann nur sagen: Hätte ich meine Kinder nicht wirklich um jeden Preis haben wollen... weiß ich nicht, wie gut ich den täglichen Wahnsinn wegstecken würde.
Dann würde es mich nicht nur anstrengend sondern vermutlich sogar unglücklich machen. (Was ja leider in der Realität auch vorkommt, auch wenn es immer noch ein gesellschaftliches Tabu ist, offen darüber zu sprechen.)


Ich bitte darum, meinen Beitrag nicht misszuinterpretieren.

Bestimmt werden jetzt viele schreiben: Kinder sind das höchste Glück!
Und dem stimme ich persönlich auch zu - aber nur, wenn man sich zu 100% sicher war, sie auch haben zu wollen!

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Das hast du toll geschrieben 💝

Viele malen sich die Baby rosa pupsi Welt aus...

Aber vergessen was da alles für Arbeit hintersteckt. 
Wenn man nicht mal Zeit hat um allein gross zur Toilette zu gehen... 

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28. September um 11:04

Ich bin gerade mit meinem ersten Kind schwanger sein und werde 32 sein, wenn die Kleine zur Welt kommt. Mein Mann ist sogar noch 10 Jahre älter als ich und trotzdem ist es auch für ihn das erste Kind. Es ist ein absolutes Wunschkind und für uns beide hat es früher einfach nicht in unser Leben gepasst. Länger warten wollten wir - auch wegen unserem Alter - nicht mehr. 

Man sollte keinesfalls ein Kind bekommen nur weil das Umfeld es erwartet! Denen kannst du ruhig mal klar und deutlich sagen, dass sie das nichts angeht und sie aufhören sollen dich damit unter Druck zu setzen!

Du schreibst, dass du schon Kinder möchtest. Wenn das wirklich DEIN Wunsch ist und nicht der deines Umfeldes, würde ich nicht mehr allzu lange warten. DEN perfekten Zeitpunkt für ein Kind gibt es nicht und leider kann es ja auch passieren, dass Monate oder sogar Jahre vergehen bis es mit einer Schwangerschaft klappt. Gerade wenn man mehrere Kinder möchte, sollte man daher nicht ewig warten.

Was ist denn eigentlich mit deinem Partner? Hast du einen? Hat er den Wunsch bald Vater zu werden? Du schreibst immer nur in der "Ich-Form" und das finde ich irgendwie komisch, wenn es um das Thema Familiengründung geht.

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28. September um 15:59

Ich war beim ersten Kind 24 und beim letzten 43 und kann dir versichern, dass es in jedem Alter eine tolle Entscheidung ist. Es ist nie nur rosarot, aber in jedem Alter hat man andere Möglichkeiten damit umzugehen. Nur eine Zeit, ist die falsche...... und das ist ausschließlich die Zeit, in der man ein Kind bekommt,  weil das Umfeld drängt.

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28. September um 20:51
In Antwort auf sofiasmum_

Wenn man sich nicht bereit für Kinder fühlt/der Wunsch nicht 100%ig da ist, sollte man es auf keinen Fall machen, egal wie alt man ist.

Kinder sind toll - aber auch unglaublich, unglaublich anstrengend.

Selbst wenn man es sich sehr gewünscht hat, stößt man regelmäßig an seine Grenzen - gerade wenn man Ü30 ist und es gewohnt war, frei über seine Zeit zu verfügen.
(Ich war beim 1. Kind 33, und beim zweiten 36.)

Denn freie Zeit hat man mit Baby/Kleinkind erst einmal überhaupt nicht mehr.
Das kann man sich vorher allerdings nicht vorstellen... konnten wir auch nicht.

- Aber man muss es sich in etwa so vorstellen:

Ein Baby/Kleinkind zu haben ist wie Vollzeit-Pflege.
Man ist rund um die Uhr (und wirklich 24h pro Tag) für einen anderen Menschen verantwortlich - für jeden einzelnen Schluck Flüssigkeitsaufnahme, jeden Bissen Essen, alle Ausscheidungen, waschen, tragen, bespaßen, etc....
Sichere/verlässliche "Ruhezeiten" gibt es dabei (anders als in einem Pflegejob!) aber nicht.

Leider kann einem auch passieren, dass man ein Schreikind bekommt, bei dem die Ursache fürs Schreien nicht gefunden werden kann.
Und das kann wirklich laut werden und in den Burnout treiben - weil lautes Babygeschrei wirklich Stresshormone ausschüttet und richtig nervös macht. (Ist von der Natur so gewollt - man soll dem schreienden Baby ja helfen.)
https://www.beliebte-vornamen.de/11040-babys-laut-wie-jets.htm

Wir haben es leider am eigenen Leib erfahren. Mit so etwas rechnet vorher natürlich niemand. (Und möchte natürlich auch nicht damit rechnen.)

Zeit für einen selbst, Selbstfindung/Selbstverwirklichung, Hobbies nachgehen... das alles geht in den ersten Jahren einfach nicht (- es sei denn es steht ein Heer von willigen Großeltern und anderen Angehörigen parat, die gerne so oft sie können aushelfen. Und selbst dann ist es nicht so easy peasy wie man es sich vor dem ersten Kind gerne vorstellt).

Das klingt jetzt alles sehr nüchtern und drastisch... aber so fühlt es sich für Eltern von Babys/Kleinkindern eben häufig an.
Wir haben mit vielen Ü30-Eltern Kontakt, sowohl im Freundes- als auch im Kollegenkreis oder bei den Nachbarn... und hören von allen das Gleiche:
Alle lieben ihre Kinder über Alles, aber es ist meistens dennoch sehr anstrengend und schwierig, viele sagen von sich "am Limit zu gehen" (obwohl Großeltern da sind, die helfen).

Wenn man die Kinder wirklich zu 100% haben wollte, packt man das und schafft es, sich mit den guten Dingen über Wasser zu halten.
Sie werden ja auch größer, und natürlich wird es mit der Zeit einfacher.
(Wir haben eine 3-jährige und einen 1-jährigen, und trotz der heftigen Trotzanfälle finde ich es mit der 3-jährigen um einiges einfacher, weil man mit ihr schon ganz andere Dinge machen kann.)

Ich kann nur sagen: Hätte ich meine Kinder nicht wirklich um jeden Preis haben wollen... weiß ich nicht, wie gut ich den täglichen Wahnsinn wegstecken würde.
Dann würde es mich nicht nur anstrengend sondern vermutlich sogar unglücklich machen. (Was ja leider in der Realität auch vorkommt, auch wenn es immer noch ein gesellschaftliches Tabu ist, offen darüber zu sprechen.)


Ich bitte darum, meinen Beitrag nicht misszuinterpretieren.

Bestimmt werden jetzt viele schreiben: Kinder sind das höchste Glück!
Und dem stimme ich persönlich auch zu - aber nur, wenn man sich zu 100% sicher war, sie auch haben zu wollen!

Ich glaube nicht, dass sie jeden glücklich machen - auch wenn er eigentlich keine wollte/innerlich nicht bereit dazu war. Denn dafür geht es emotional und körperlich zu sehr ans "Eingemachte".


Alles Gute für die Entscheidungsfindung!
 

Wow, Respekt. Das hast du wahnsinnig toll und wirklich realistisch geschrieben. Ich selbst könnte es nicht anders schreiben. Wir hatten auch ein Schreibaby. Es war die absolute Hölle. Daher auch nie wieder ein Kind. Nun ist sie 3 und ein Traumkind und erst jetzt haben wir öfters mal wieder paarzeit oder mal freie Wochenenden, wenn die kleine bei Oma und Opa schläft.

Es ist wirklich so wie du es sagst aber das problem ist, dass ein das niemand vorher sagt und man vor der Geburt immer nur den rosaroten mist hört. Keiner sagt einem wie es wirklich ist und das man quasi ferngesteuert ist. 

Danke für deinen absolut tollen Beitrag. 

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28. September um 22:20

Ich bin heute 40 meine Kinder sind fast 21 und 19.War für mich perfekt. Kann mittlerweile alleine mit meinem Mann in den Urlaub. Mit der Arbeit ist es entspannter und überhaupt könnte ich mir seit Jahren schon nicht mehr vorstellen ein Baby zu bekommen 

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29. September um 7:07
In Antwort auf milkyway111

Hi Mädls,

ich habe mal eine Frage an Euch: Habt ihr schon Kinder und wenn ja, wie alt seid ihr gewesen, als ihr es bekommen habt?
Ich bin 35 Jahre alt und werde in meinem Umfeld (Familie, Freunde) ständig dazu gedrängt, endlich ein Baby zu bekommen, fühle mich aber noch nicht so weit. 

Die innere Uhr tickt.. ich weiss.. ich möchte auch Kinder aber noch nicht jetzt.. obwohl eine Schwangerschaft ab Mitte 30 schon als Risikoschwangerschaft gilt werden viele Frauen auch erst mit Ende 30 das erste Mal schwanger...

Ich würde mich über Euere Erfahrungen freuen.

Liebe Grüße

Sarah

 

Ich finde, dass es bei dem Thema keinen „Muss“ Zeitpunkt gibt. Kinder verändern, dass leben zu 100% und deshalb sollt man auch bereit sein. 
Ich habe in meinen Freundes- und Bekanntenkreis Frauen die zwischen 25-41 ihr erstes Kind bekommen haben und alles sind tolle Mamas. Ich habe aber auch festgestellt, dass die Mamas die ihre Ziele bis zum ersten Kind großteils erreicht haben (Karriere, Reisen, längere Partnerschaft und und und) oft viel gelassener sind und sich noch mehr mit der Mutterrolle indentifizieren können. 

Ich selber bin 30 und für meinen Mann und ich kommen Kinder auch erst in den nächsten 3-5 Jahren in frage. Wenn wir uns in 5 Jahren nicht bereit fühlen, dann auch vielleicht erst in 8 Jahren oder auch gar nicht.

Lass dich nicht unter Druck setzen. Es ist dein Leben und nicht das deiner Familie/Freunde. Du hast tagtäglich die Verantwortung.

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29. September um 9:25
In Antwort auf sofiasmum_

Wenn man sich nicht bereit für Kinder fühlt/der Wunsch nicht 100%ig da ist, sollte man es auf keinen Fall machen, egal wie alt man ist.

Kinder sind toll - aber auch unglaublich, unglaublich anstrengend.

Selbst wenn man es sich sehr gewünscht hat, stößt man regelmäßig an seine Grenzen - gerade wenn man Ü30 ist und es gewohnt war, frei über seine Zeit zu verfügen.
(Ich war beim 1. Kind 33, und beim zweiten 36.)

Denn freie Zeit hat man mit Baby/Kleinkind erst einmal überhaupt nicht mehr.
Das kann man sich vorher allerdings nicht vorstellen... konnten wir auch nicht.

- Aber man muss es sich in etwa so vorstellen:

Ein Baby/Kleinkind zu haben ist wie Vollzeit-Pflege.
Man ist rund um die Uhr (und wirklich 24h pro Tag) für einen anderen Menschen verantwortlich - für jeden einzelnen Schluck Flüssigkeitsaufnahme, jeden Bissen Essen, alle Ausscheidungen, waschen, tragen, bespaßen, etc....
Sichere/verlässliche "Ruhezeiten" gibt es dabei (anders als in einem Pflegejob!) aber nicht.

Leider kann einem auch passieren, dass man ein Schreikind bekommt, bei dem die Ursache fürs Schreien nicht gefunden werden kann.
Und das kann wirklich laut werden und in den Burnout treiben - weil lautes Babygeschrei wirklich Stresshormone ausschüttet und richtig nervös macht. (Ist von der Natur so gewollt - man soll dem schreienden Baby ja helfen.)
https://www.beliebte-vornamen.de/11040-babys-laut-wie-jets.htm

Wir haben es leider am eigenen Leib erfahren. Mit so etwas rechnet vorher natürlich niemand. (Und möchte natürlich auch nicht damit rechnen.)

Zeit für einen selbst, Selbstfindung/Selbstverwirklichung, Hobbies nachgehen... das alles geht in den ersten Jahren einfach nicht (- es sei denn es steht ein Heer von willigen Großeltern und anderen Angehörigen parat, die gerne so oft sie können aushelfen. Und selbst dann ist es nicht so easy peasy wie man es sich vor dem ersten Kind gerne vorstellt).

Das klingt jetzt alles sehr nüchtern und drastisch... aber so fühlt es sich für Eltern von Babys/Kleinkindern eben häufig an.
Wir haben mit vielen Ü30-Eltern Kontakt, sowohl im Freundes- als auch im Kollegenkreis oder bei den Nachbarn... und hören von allen das Gleiche:
Alle lieben ihre Kinder über Alles, aber es ist meistens dennoch sehr anstrengend und schwierig, viele sagen von sich "am Limit zu gehen" (obwohl Großeltern da sind, die helfen).

Wenn man die Kinder wirklich zu 100% haben wollte, packt man das und schafft es, sich mit den guten Dingen über Wasser zu halten.
Sie werden ja auch größer, und natürlich wird es mit der Zeit einfacher.
(Wir haben eine 3-jährige und einen 1-jährigen, und trotz der heftigen Trotzanfälle finde ich es mit der 3-jährigen um einiges einfacher, weil man mit ihr schon ganz andere Dinge machen kann.)

Ich kann nur sagen: Hätte ich meine Kinder nicht wirklich um jeden Preis haben wollen... weiß ich nicht, wie gut ich den täglichen Wahnsinn wegstecken würde.
Dann würde es mich nicht nur anstrengend sondern vermutlich sogar unglücklich machen. (Was ja leider in der Realität auch vorkommt, auch wenn es immer noch ein gesellschaftliches Tabu ist, offen darüber zu sprechen.)


Ich bitte darum, meinen Beitrag nicht misszuinterpretieren.

Bestimmt werden jetzt viele schreiben: Kinder sind das höchste Glück!
Und dem stimme ich persönlich auch zu - aber nur, wenn man sich zu 100% sicher war, sie auch haben zu wollen!

Ich glaube nicht, dass sie jeden glücklich machen - auch wenn er eigentlich keine wollte/innerlich nicht bereit dazu war. Denn dafür geht es emotional und körperlich zu sehr ans "Eingemachte".


Alles Gute für die Entscheidungsfindung!
 

Das hast du sehr treffend formuliert.

Unser erstes Kind war auch ein Schreikind, ich war 28 und sie war ein Wunschkind. Aber trotzdem kostet das enorme Kraft, Energie und Schlaf. Wenn mich Verwandten gedrängt hätten ein Kind zu bekommen, dann hätte ich das so nie durchgestanden. Die Verwandten können kommen und gehen, du musst da 24 Stunden durch und das bis das Kind auszieht. Das ist eine verdammt lange Zeit und da sollte man schon 100%ig dahinter stehen und auch wirklich ein Kind selbst wollen. 

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29. September um 12:37

Also ich war 21, als ich schwanger geworden bin und auch noch 21, als ich dann meine kleine Tochter bekam. Ich fand das Alter super. Sie ist jetzt 3, langsam kann ich mich wieder um mich und meine Wünsche kümmern und bin dennoch glücklich Mama. Noch ein Kind selbst möchte ich aber nicht. Eventuell in ein paar Jahren ein Pflegekind aufnehmen, denn mein Mann wünscht sich dennoch noch ein Kind. Das wäre zumindest iwie eine Zwischenlösung. Auch wenn er dann die Elternzeit nehmen sollte, ich hab ordentlich zurückstecken müssen bei unserer Tochter, das möchte ich nicht nochmal - ich bereue es natürlich nicht.

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29. September um 13:07
In Antwort auf goldschatz89

Ich finde, dass es bei dem Thema keinen „Muss“ Zeitpunkt gibt. Kinder verändern, dass leben zu 100% und deshalb sollt man auch bereit sein. 
Ich habe in meinen Freundes- und Bekanntenkreis Frauen die zwischen 25-41 ihr erstes Kind bekommen haben und alles sind tolle Mamas. Ich habe aber auch festgestellt, dass die Mamas die ihre Ziele bis zum ersten Kind großteils erreicht haben (Karriere, Reisen, längere Partnerschaft und und und) oft viel gelassener sind und sich noch mehr mit der Mutterrolle indentifizieren können. 

Ich selber bin 30 und für meinen Mann und ich kommen Kinder auch erst in den nächsten 3-5 Jahren in frage. Wenn wir uns in 5 Jahren nicht bereit fühlen, dann auch vielleicht erst in 8 Jahren oder auch gar nicht.

Lass dich nicht unter Druck setzen. Es ist dein Leben und nicht das deiner Familie/Freunde. Du hast tagtäglich die Verantwortung.

... dass es so viel einfacher ist, wenn man "alles erreicht hat" kann ich tatsächlich weder aus eigener Erfahrung noch aus der Erfahrung vieler anderer, die wir kennen, so bestätigen.

Dass es ohne Ausbildung, Geld etc. schwierig ist, ist sicher richtig.
Der Umkehrschluss ist aber nicht zwingend wahr.


Wir sind selbst Akademiker, viele unserer Freunde, Nachbarn, Kollegen auch, die Finanzen sind nicht das Problem und wir hatten natürlich vor 33 viel Zeit, die wir so verbringen konnten wie wir das wollten.

Und genau das ist das Problem - je länger man sich in seinem Leben daran gewöhnt hat, frei über seine Zeit verfügen zu können, umso härter ist es natürlich, sich von einem Tag auf den anderen auf "Vollzeit-Pflege" ohne Freizeit und auf Vollzeit-Verantwortung einzustellen!

Das ging und geht leider sämtlichen "erfolgreichen" Leuten, die wir kennen, so.

Was stimmt ist, dass wir zu diesem "fortgeschrittenen" Zeitpunkt in unserem Leben alle wussten, dass wir unsere Kinder definitiv haben wollten.
Nur... die Umstellung selbst war und ist trotzdem sehr hart.

Ich bin mir sicher, dass mir vor zehn Jahren vieles leichter gefallen wäre, gerade die Nachtdienste etc, wobei mir 19 oder 21 viel zu früh gewesen wäre, um das erste Kind zu bekommen.
Mit 19 war ich selbst noch damit beschäftigt, mich im Erwachsenenleben zu orientieren.

Ideal hätte ich so Mitte 20 gefunden - am liebsten hätte ich meine Kinder zwischen 25-30 bekommen, aber da war mein Mann halt leider noch nicht so weit.

Ich denke auf jeden Fall, dass auch der Gedanke "wenn man sich sicher ist, dass man Kinder haben will, dann sollte man nicht zögern" mit einem ganz fetten aber zu versehen ist.

Selbst wenn jemand prinzipiell Kinder möchte aber zum jetzigen Zeitpunkt unsicher ist, sollte er lieber warten bis er sich ganz sicher ist, das jetzt auch zu wollen.

Dann wirklich lieber später und man findet sich innerlich mit dem harten Los der ersten Jahre ab, weil man es wirklich wollte - anstatt mal eben losgelegt, weil man es so grundsätzlich wollte, und dann jeden Tag zwischen Gebrüll und stinkenden Windeln, Bauchweh und Verstopfung nach nur drei Stunden Schlaf zu denken "eigentlich wollte ich das jetzt doch noch gar nicht..." und depressiv darüber zu werden.


Natürlich muss/darf/kann/soll es jeder für sich selbst entscheiden.

Ich wünschte nur, mir hätte vorm ersten Kind jemand anschaulich und klar gesagt was da wirklich auf einen zukommt.
Dann hätte ich zwar ganz sicher nicht anders entschieden - aber der anfängliche Schock wäre bei weitem nicht so groß gewesen.

Lustigerweise hört man selbst von frischgebackenen Eltern, wo es keine Dramen gibt (wie Schreikind, Erkrankungen etc.) dass es schön sei, aber "ganz anders als erwartet"... wobei aus dem ganz anders als erwartet bei näherem Nachfragen meist ein "na ja, es ist doch deutlich anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte... ja, es ist schon sehr intensiv..." wird.


Auf der anderen Seite bringt das Eltern Sein natürlich auch sehr viel schönes mit sich - was man ebenfalls erst dann wirklich nachvollziehen kann, wenn man es selbst erlebt hat.


Und das soziale Umfeld spielt natürlich auch noch eine große Rolle - sind noch alle Großeltern da/sind die Großeltern am Nachwuchs interessiert und helfen öfter mal aus usw. usf.
wobei eben nicht alle, die auf Enkelkinder drängen, sich anschließend auch zwingend ständig kümmern wollen...


Ein weites Thema, und schon wieder zuviel geschrieben...

@Threadstellerin, ich wünsche dir Alles Gute, du bist mit 35 auf jeden Fall noch nicht zu alt - ich würde sicher nicht bis 43 warten, aber du musst die Entscheidung ganz bestimmt auch nicht heute oder morgen treffen.
Horch und fühle in dich hinein - und hör auf dein inneres Gefühl. Es sagt meistens das richtige.

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29. September um 16:59
In Antwort auf milkyway111

Hi Mädls,

ich habe mal eine Frage an Euch: Habt ihr schon Kinder und wenn ja, wie alt seid ihr gewesen, als ihr es bekommen habt?
Ich bin 35 Jahre alt und werde in meinem Umfeld (Familie, Freunde) ständig dazu gedrängt, endlich ein Baby zu bekommen, fühle mich aber noch nicht so weit. 

Die innere Uhr tickt.. ich weiss.. ich möchte auch Kinder aber noch nicht jetzt.. obwohl eine Schwangerschaft ab Mitte 30 schon als Risikoschwangerschaft gilt werden viele Frauen auch erst mit Ende 30 das erste Mal schwanger...

Ich würde mich über Euere Erfahrungen freuen.

Liebe Grüße

Sarah

 

wieso machst du dir Gedanken darüber was andere denken?

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30. September um 7:18
In Antwort auf sofiasmum_

... dass es so viel einfacher ist, wenn man "alles erreicht hat" kann ich tatsächlich weder aus eigener Erfahrung noch aus der Erfahrung vieler anderer, die wir kennen, so bestätigen.

Dass es ohne Ausbildung, Geld etc. schwierig ist, ist sicher richtig.
Der Umkehrschluss ist aber nicht zwingend wahr.


Wir sind selbst Akademiker, viele unserer Freunde, Nachbarn, Kollegen auch, die Finanzen sind nicht das Problem und wir hatten natürlich vor 33 viel Zeit, die wir so verbringen konnten wie wir das wollten.

Und genau das ist das Problem - je länger man sich in seinem Leben daran gewöhnt hat, frei über seine Zeit verfügen zu können, umso härter ist es natürlich, sich von einem Tag auf den anderen auf "Vollzeit-Pflege" ohne Freizeit und auf Vollzeit-Verantwortung einzustellen!

Das ging und geht leider sämtlichen "erfolgreichen" Leuten, die wir kennen, so.

Was stimmt ist, dass wir zu diesem "fortgeschrittenen" Zeitpunkt in unserem Leben alle wussten, dass wir unsere Kinder definitiv haben wollten.
Nur... die Umstellung selbst war und ist trotzdem sehr hart.

Ich bin mir sicher, dass mir vor zehn Jahren vieles leichter gefallen wäre, gerade die Nachtdienste etc, wobei mir 19 oder 21 viel zu früh gewesen wäre, um das erste Kind zu bekommen.
Mit 19 war ich selbst noch damit beschäftigt, mich im Erwachsenenleben zu orientieren.

Ideal hätte ich so Mitte 20 gefunden - am liebsten hätte ich meine Kinder zwischen 25-30 bekommen, aber da war mein Mann halt leider noch nicht so weit.

Ich denke auf jeden Fall, dass auch der Gedanke "wenn man sich sicher ist, dass man Kinder haben will, dann sollte man nicht zögern" mit einem ganz fetten aber zu versehen ist.

Selbst wenn jemand prinzipiell Kinder möchte aber zum jetzigen Zeitpunkt unsicher ist, sollte er lieber warten bis er sich ganz sicher ist, das jetzt auch zu wollen.

Dann wirklich lieber später und man findet sich innerlich mit dem harten Los der ersten Jahre ab, weil man es wirklich wollte - anstatt mal eben losgelegt, weil man es so grundsätzlich wollte, und dann jeden Tag zwischen Gebrüll und stinkenden Windeln, Bauchweh und Verstopfung nach nur drei Stunden Schlaf zu denken "eigentlich wollte ich das jetzt doch noch gar nicht..." und depressiv darüber zu werden.


Natürlich muss/darf/kann/soll es jeder für sich selbst entscheiden.

Ich wünschte nur, mir hätte vorm ersten Kind jemand anschaulich und klar gesagt was da wirklich auf einen zukommt.
Dann hätte ich zwar ganz sicher nicht anders entschieden - aber der anfängliche Schock wäre bei weitem nicht so groß gewesen.

Lustigerweise hört man selbst von frischgebackenen Eltern, wo es keine Dramen gibt (wie Schreikind, Erkrankungen etc.) dass es schön sei, aber "ganz anders als erwartet"... wobei aus dem ganz anders als erwartet bei näherem Nachfragen meist ein "na ja, es ist doch deutlich anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte... ja, es ist schon sehr intensiv..." wird.


Auf der anderen Seite bringt das Eltern Sein natürlich auch sehr viel schönes mit sich - was man ebenfalls erst dann wirklich nachvollziehen kann, wenn man es selbst erlebt hat.


Und das soziale Umfeld spielt natürlich auch noch eine große Rolle - sind noch alle Großeltern da/sind die Großeltern am Nachwuchs interessiert und helfen öfter mal aus usw. usf.
wobei eben nicht alle, die auf Enkelkinder drängen, sich anschließend auch zwingend ständig kümmern wollen...


Ein weites Thema, und schon wieder zuviel geschrieben...

@Threadstellerin, ich wünsche dir Alles Gute, du bist mit 35 auf jeden Fall noch nicht zu alt - ich würde sicher nicht bis 43 warten, aber du musst die Entscheidung ganz bestimmt auch nicht heute oder morgen treffen.
Horch und fühle in dich hinein - und hör auf dein inneres Gefühl. Es sagt meistens das richtige.

Ich denke auch nicht, dass es einfacher ist, wenn man später Eltern wird. Es ist egal ob man „alt oder jung“ ist.
Es kommt natürlich immer auf die Umstände/den Lebensstil an. 
Wenn man am Wochenende von Party zu Party rennt und Sonntags bis Mittag schläft ist ein Kind wahrscheinlich noch eine größere Umstellung wie als wenn man eher selten Party macht und man gerne um 10 ins Bett geht und den Tag früh beginnt....
Eine Umstellung ist es für jeden aber wie oben schon gesagt, ich denke es kommt sehr darauf an wie extrem sich das Leben/Tagesabläufe vor und mit dem Kind unterscheiden und das hat weniger mit dem Alter zu tun.

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30. September um 9:22
In Antwort auf goldschatz89

Ich denke auch nicht, dass es einfacher ist, wenn man später Eltern wird. Es ist egal ob man „alt oder jung“ ist.
Es kommt natürlich immer auf die Umstände/den Lebensstil an. 
Wenn man am Wochenende von Party zu Party rennt und Sonntags bis Mittag schläft ist ein Kind wahrscheinlich noch eine größere Umstellung wie als wenn man eher selten Party macht und man gerne um 10 ins Bett geht und den Tag früh beginnt....
Eine Umstellung ist es für jeden aber wie oben schon gesagt, ich denke es kommt sehr darauf an wie extrem sich das Leben/Tagesabläufe vor und mit dem Kind unterscheiden und das hat weniger mit dem Alter zu tun.

Goldschatz, da stimme ich voll und ganz zu. Für mich selbst wäre es jünger (auch aus gesundheitlicher Sicht) definitiv einfacher gewesen.
Selbst wenn man nicht der Partytyp ist sondern gerne in Ruhe ein gutes Buch liest, bei schönem Wetter gerne mal zwei Stündchen auf dem Liegestuhl im Garten liegt oder in aller Ruhe im Garten arbeitet. Oder sich in seiner Freizeit mit Freunden trifft und Dinge unternimmt, die nicht Baby- und Kleinkindtauglich sind.
Oder hobbymäßig einen Sport macht! Oder oder.

Mich stört sehr, dass generell immer von Partymachen die Rede ist, oder auch von Fernreisen - wenn es darum geht, zu beschreiben auf was dann halt verzichtet werden muss.

Weder "Partymachen" noch "Fernreisen" fehlen mir. Zeit für viele ganz normale Dinge oder aber mal bei schönem Wetter im Liegestuhl zu dösen, wann ich das will, schon. 

Klar, das wird auch bald besser werden! Nach ein paar Jahren ist die Hürde genommen, und gerade zwei Kinder können (wenn der Altersabstand nicht zu groß ist), dann auch gut mal miteinander spielen und man bekommt ein bisschen Auszeit. Dazu Kindergarten, Kita usw.

Aber die ersten Jahre sind halt die intensivsten und da braucht man schon einen langen Atem und gute Motivation und viel Kraft.

Eine nette Nachbarin, mit deren Sohn (4) unsere Tochter (3,5) befreundet ist, geht jetzt auf Eltern-Kind-Kur, weil sie sich ausgebrannt fühlt.
Sie ist 47 (mit 43 Mutter geworden), ihr Mann 51, beide erfolgreiche Informatiker. Am Geld und beruflichen Erfolg fehlt es nicht, Partytypen sind sie auch überhaupt nicht (nie gewesen) und ihr Sohn ist sehr lieb.

Nur eins von unzähligen Beispielen aus unserem täglichen Umfeld...
 

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30. September um 9:27

... ich wollte damit sagen - nur eins von unzähligen Beispielen aus unserem täglichen Umfeld, wo die späte Elternschaft nicht als "einfacher" und "erfüllender" erlebt wird.
Und ich könnte noch weitere aufzählen, aber dann schreibe ich morgen noch.


Auf der anderen Seite macht es in keinem Alter Sinn, Kinder zu bekommen wenn man sich nicht bereit dafür fühlt.

Gibt ja auch viele junge Eltern, die sich überfordert fühlen.

Nur hat man meiner Generation immer erfolgreich vermittelt, dass später generell viel besser wäre.
Über diese große Lüge ärgern mein Mann und ich uns des öfteren.

Richtig ist grundsätzlich, wenn es sich innerlich richtig für einen anfühlt - egal in welchem Alter.
(für mich persönlich wäre das noch in den 20ern gewesen, aber natürlich gibt es auch Mamas und Papas in den 30ern und 40ern die super zufrieden und glücklich sind!)

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4. Oktober um 13:52

Hi Mädls,

viiiiielen lieben Dank an Euch alle für Eure soo lieben und einfühlsamen Antworten! Es tut gut, all das zu lesen.
Ich war bis gestern im Urlaub und hatte schlechtes Internet, daher komme ich erst jetzt dazu alles zu lesen und zu antworten.
Ich werde auf die einzelnen Antworten die Tage noch eingehen, möchte Euch aber auf jeden Fall schon mal von Herzen für Eure Worte danken!

Ein tolles Wochenende für Euch alle! <3

Liebe Grüße
Sarah

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