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Bin ich dazuverpflichtet alle Kosten der Schwangerschaft und deren Folge mit zu tragen?

14. März 2017 um 8:21

Hallo zusammen,

meine Exfreundin und ich erwarten im August ein Baby. Leider haben wir uns (bevor Klar war, dass sie schwanger ist) nicht im guten getrennt, was die Sache nun nicht gerade einfach macht. 'Natürlich werde ich für mein erst geborenes jederzeit als Vater da sein. Aber nun hat Sie mir ein Schreiben geschickt, welches ich unterschreiben soll, in dem folgendes steht:

"Mir ist klar, das ich als Kindsvater dazu verpflichtet bin, der Mutter für die Dauer von mindestens 6
Wochen vor und mindestens 8 Wochen nach der Geburt unseres Kindes Unterhalt zu gewähren.
Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die in Folge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraumes entstehen."

Ist dies in der Tat so, oder versucht Sie dadurch einfach zu erreichen, alle Kosten, also auch für nicht zwingende Maßnahmen und/oder Medikamente, zur Hälfte auf mich wälzen zu können? 

Für euer Feedback danke ich im Voraus sehr.

LG
Danny

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14. März 2017 um 8:41
In Antwort auf danny6636

Hallo zusammen,

meine Exfreundin und ich erwarten im August ein Baby. Leider haben wir uns (bevor Klar war, dass sie schwanger ist) nicht im guten getrennt, was die Sache nun nicht gerade einfach macht. 'Natürlich werde ich für mein erst geborenes jederzeit als Vater da sein. Aber nun hat Sie mir ein Schreiben geschickt, welches ich unterschreiben soll, in dem folgendes steht:

"Mir ist klar, das ich als Kindsvater dazu verpflichtet bin, der Mutter für die Dauer von mindestens 6
Wochen vor und mindestens 8 Wochen nach der Geburt unseres Kindes Unterhalt zu gewähren.
Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die in Folge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraumes entstehen."

Ist dies in der Tat so, oder versucht Sie dadurch einfach zu erreichen, alle Kosten, also auch für nicht zwingende Maßnahmen und/oder Medikamente, zur Hälfte auf mich wälzen zu können? 

Für euer Feedback danke ich im Voraus sehr.

LG
Danny

Sorry...aber die ist ja mal nur doof!
Natürlich musst du NICHT während der noch laufenden Schwangerschaft für ein Ungeborenes Geld zahlen. Was ein Schwachsinn. Zusätzlich kommt hinzu, dass deine Ex die Unterhaltsregelung nicht selbst klären und bestimmen kann, sondern nur das Jugendamt. Zumal du sicherlich auch noch keine Unterhaltsverbeurkundung unterzeichnet hast? Lass dir nichts Dummes erzählen und dich dafür lieber selbst beim Jugendamt informieren lassen. Ich selbst war mal alleinerziehenden und weiß wie es um die Rechtslage steht. Dir alles Gute

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14. März 2017 um 14:09

In dieser zeit bekommt sie mutterschaftsgeld, was soll den der Mist...Unterhalt ist klar xD

Kannst du getrost ignorieren

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14. März 2017 um 14:19

Um Gottes willen, unterschreib da bloß nix. 
Bist du dir sicher, dass das Kind von dir ist?

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14. März 2017 um 16:23

Das würde ich einem Anwalt zeigen und mich beraten lassen.

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14. März 2017 um 21:10

Ja! Das ist richtig. Allerdings nicht in dieser Formulierung.

Das KIND hat vor seiner Geburt keinen Anspruch auf Unterhalt. Erst ab Geburt. Aber die schwangere Frau hat bereits IN der Schwangerschaft Anspruch auf Unterhalt FÜR SICH! Das gilt in der Schwangerschaft bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Du kannst das alles unter 1615I BGB nachlesen. Das ganze nennt sich Betreuungsunterhalt und ist für die Zeit des Arbeitsausfalles wegen Schwangerschaft, Geburt und Erziehung eines Kindes (bis 3, in Ausnahmefällen bis 6 Jahre) vom Vater zu leisten. Hierzu musst du allerdings vorab nichts unterschreiben. Sie kann auch ohne eine solche geschlossene Vereinbarung auf dich zukommen und diesen Unterhalt FÜR SICH beanspruchen. Es ist Gesetz. Weigerst du dich, kann sie Klage beim Familiengericht einreichen.
 

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14. März 2017 um 21:14
In Antwort auf omellala

Sorry...aber die ist ja mal nur doof!
Natürlich musst du NICHT während der noch laufenden Schwangerschaft für ein Ungeborenes Geld zahlen. Was ein Schwachsinn. Zusätzlich kommt hinzu, dass deine Ex die Unterhaltsregelung nicht selbst klären und bestimmen kann, sondern nur das Jugendamt. Zumal du sicherlich auch noch keine Unterhaltsverbeurkundung unterzeichnet hast? Lass dir nichts Dummes erzählen und dich dafür lieber selbst beim Jugendamt informieren lassen. Ich selbst war mal alleinerziehenden und weiß wie es um die Rechtslage steht. Dir alles Gute

Das ist falsch! Die Frau hat sehr wohl einen Unterhaltsanspruch. Bitte dazu Paragraph 1615I im BGB lesen. 

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14. März 2017 um 21:15

Ach Lana, du solltest dich echt enthalten, wenn du keine Ahnung hast. Du hast ja nicht mal Kinder 

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14. März 2017 um 21:16
In Antwort auf darklyfairy

In dieser zeit bekommt sie mutterschaftsgeld, was soll den der Mist...Unterhalt ist klar xD

Kannst du getrost ignorieren

Kann er nicht ignorieren. Die Frau hat einen Unterhaltsanspruch, den die geltend machen kann. Einfach mal im Gesetz nachschauen, 1615I BGB.

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14. März 2017 um 21:21
In Antwort auf fusselbine1

Ja! Das ist richtig. Allerdings nicht in dieser Formulierung.

Das KIND hat vor seiner Geburt keinen Anspruch auf Unterhalt. Erst ab Geburt. Aber die schwangere Frau hat bereits IN der Schwangerschaft Anspruch auf Unterhalt FÜR SICH! Das gilt in der Schwangerschaft bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Du kannst das alles unter 1615I BGB nachlesen. Das ganze nennt sich Betreuungsunterhalt und ist für die Zeit des Arbeitsausfalles wegen Schwangerschaft, Geburt und Erziehung eines Kindes (bis 3, in Ausnahmefällen bis 6 Jahre) vom Vater zu leisten. Hierzu musst du allerdings vorab nichts unterschreiben. Sie kann auch ohne eine solche geschlossene Vereinbarung auf dich zukommen und diesen Unterhalt FÜR SICH beanspruchen. Es ist Gesetz. Weigerst du dich, kann sie Klage beim Familiengericht einreichen.
 

Da du dazu anscheinend Ahnung hast, frage ich mal dich direkt:
WIe sieht dieser Unterhalt denn in der Schwangerschaft aus?
Weil für mich klingt diese Formulierung oben so (als Laie, der keine Ahnung davon hat), als wollte sie die Kosten komplett auf ihn schieben und sich somit zB die Umstandskleidung finanzieren. Und keine Frage, das sind Kostenaufwände, die über dem normalen Maß sind zum Ausgeben, aber das kann sie ja nicht komplett auf ihn schieben, oder? Oder wenn sie ein Taxi ins KH zur ENtbindung nimmt muss er das ja nicht alleine übernehmen, oder?

Und der Betreuungsunterhalt wenn sie wieder arbeiten geht wird dann doch sicher auch wieder neu berechnet und dem angeglichen, dass sie das Kind nicht mehr alleine versorgt, oder nicht?

Tut mir leid, ich bin so neugierig was das Thema betrifft, obwohl es mich selbst nicht betrifft 

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14. März 2017 um 21:48
In Antwort auf fusselbine1

Das ist falsch! Die Frau hat sehr wohl einen Unterhaltsanspruch. Bitte dazu Paragraph 1615I im BGB lesen. 

Man
aber das Kind 6 Wochen vor der Geburt (Kindesunterhalt) doch nicht!!!!!!!!

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14. März 2017 um 21:55
In Antwort auf omellala

Man
aber das Kind 6 Wochen vor der Geburt (Kindesunterhalt) doch nicht!!!!!!!!

Nein, das Kind nicht, aber die Mutter. Und genauso hat er das auch formuliert. Die MUTTER will Geld für sich. Und das ist rechtens.

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14. März 2017 um 22:00
In Antwort auf fusselbine1

Nein, das Kind nicht, aber die Mutter. Und genauso hat er das auch formuliert. Die MUTTER will Geld für sich. Und das ist rechtens.

Sie
schrieb aber nichts von Trennungsunterhalt.

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14. März 2017 um 23:17
In Antwort auf rundp

Da du dazu anscheinend Ahnung hast, frage ich mal dich direkt:
WIe sieht dieser Unterhalt denn in der Schwangerschaft aus?
Weil für mich klingt diese Formulierung oben so (als Laie, der keine Ahnung davon hat), als wollte sie die Kosten komplett auf ihn schieben und sich somit zB die Umstandskleidung finanzieren. Und keine Frage, das sind Kostenaufwände, die über dem normalen Maß sind zum Ausgeben, aber das kann sie ja nicht komplett auf ihn schieben, oder? Oder wenn sie ein Taxi ins KH zur ENtbindung nimmt muss er das ja nicht alleine übernehmen, oder?

Und der Betreuungsunterhalt wenn sie wieder arbeiten geht wird dann doch sicher auch wieder neu berechnet und dem angeglichen, dass sie das Kind nicht mehr alleine versorgt, oder nicht?

Tut mir leid, ich bin so neugierig was das Thema betrifft, obwohl es mich selbst nicht betrifft 

Ich hab mir die Formulierung nochmal genauer angesehen und sie ist okay. Ich hab vorhin leider zu flüchtig gelesen.

Die Frau will Unterhalt. Diesen beziffert sie nicht konkret als Summe xy, sondern allgemein als "Unterhalt". Und Unterhalt wird immer nach dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen berechnet und nicht nach den Einkäufen, die der Unterhaltsberechtigte tätigt. Der Unterhalt ist nicht zweckgebunden und die Ausgaben müssen auch nicht nachgewiesen werden. Sprich: Wenn er zu 600 EUR Unterhalt rangezogen wird (realistische Summe bei vernünftigem Einkommen), dann kann die Frau diese 600 EUR für alles ausgeben, was ihr in den Sinn kommt. Natürlich auch Umstandskleidung. Er muss also nicht 50/50 ihrer tatsächlichen Kosten zahlen, sondern Unterhalt nach Einkommen.

Dieser Unterhalt stellt grob gesagt die Differenz zu ihrem vorherigen Einkommen dar. Bedeutet: Wenn sie durch Geburt des Kindes nicht mehr arbeiten gehen kann und 43 % ihres Einkommen einbüßt (bei Elterngeld in Höhe von 67 %), dann ist der Unterhaltspflichtige bei ausreichendem Einkommen verpflichtet diese Differenz zu tragen. Und zwar bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Geht sie sechs Monate nach der Geburt wieder voll arbeiten und hat keine finanziellen Einbußen mehr, dann entfällt auch der Unterhalt nach 1615I BGB und es ist nur noch Kindesunterhalt zu leisten. Allerdings hat sie das gesetzliche Recht drei volle Jahre in Elternzeit zu gehen und mit dem Kind zu Hause zu bleiben. Gibt es spezielle Gründe, die die Mutter über den dritten Geburtstag des Kindes am Arbeiten hindern (Grund muss im Kind liegen!), dann kann auch Unterhalt bis zum sechsten Geburtstag des Kindes geltend gemacht werden. Das muss dann aber begründet und nachgewiesen werden.

Ein Bekannter von mir hat seine Affäre geschwängert und musste den vollen Mindestunterhalt zahlen, weil sie in Elternzeit als Selbstständige kaum eigenes Einkommen hatte. Hinzu kam der Kindesunterhalt, sodass er insgesamt über 1.300 EUR an sie zahlen musste.

Im Grunde klingt das alles total gemein für den Mann. Ist es aber nicht. Er hätte ein Kondom benutzen können und kann diese Nachlässigkeit nun nicht auf den Steuerzahler (Hartz 4) abwälzen, sondern muss selbst dafür aufkommen. Der eine Verursacher muss zahlen, der andere sich kümmern.

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14. März 2017 um 23:20
In Antwort auf omellala

Sie
schrieb aber nichts von Trennungsunterhalt.

Du verwechselst gehörig etwas. Niemand redet von Trennungsunterhalt. Auch die Ex des TE nicht. Sie will Betreuungsunterhalt. Und den kann sie verlangen. Steht eindeutig im Gesetz und hat mit Trennung oder Ehe nix zu tun, sondern nur mit Geburt und Erziehung eines Kindes.

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