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Bin ich altmodisch?

13. Februar 2017 um 13:42

Hallo liebe Mädels! Manchmal frage ich mich ob ich altmodisch bin. Bin gerade 19 und im 4. Monat schwanger. Wenn das Baby geboren ist bin ich also 20 und mein Freund 25. In den letzten Tagen haben meine Bekannten / Freunde von meiner Schwangerschaft erfahren und auch dass diese gewollt war. Viele haben sich gefreut aber sehr oft kam der Satz "Bist du nicht noch zu jung für ein Kind" " Genieße doch erstmal deine Jugend" usw. Für mich gab es nix größeres als "endlich" Mama werden. Abgeschlossene Ausbildung, festes Einkommen, eigene Wohnung, eigenes Auto und einen super Freund (und bestimmt auch super Papa). Ich war noch nie der Typ der groß Feiern gegangen ist usw. Ich war schon immer so der Familientyp. Ist es heutzutage denn normal erst mit 30+ Kinder zu bekommen? Bin ich altmodisch?

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14. Februar 2017 um 7:14

Danke für eure Antworten. Dass die Beziehung vllt nicht von Dauer ist mit dem Alter kann man meiner Meinung nach heutzutage nicht sagen. Kenne viele Bekannte die seitdem sie 15 sind zusammen sind und das seit über 10 Jahren (mit Kind schon). Wie viele finden mit 30 einen neuen Partner, es ensteht ein Kind, sie heiraten und zack ist es zu Ende. Es kommt halt auch oft drauf an wie reif man ist. Und manche sind mit 34 noch genauso unreif wie mit 18. Trotz aller dem hoffe ich dass die Beziehung mit meinem Freund sehr lange hält. Ein Versprechen dazu gibt es natürlich nicht(;
Achso, der großteil meines Freundeskreis ist auch paar Jahre älter als ich=D Und teilweise auch in der Übungsphase zum Baby=D

Beruflich werde ich auch nicht lange aussetzen. Mache ganz normal das eine Jahr Pause und danach gehts wieder an den Start=)

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14. Februar 2017 um 13:50

Aber wenn so viele in deinem Freundeskreis in der Übungsphase sind, brauchst du dir doch keine Gedanken machen, ob das altmodisch ist oder nicht. Und selbst wenn das nicht so wäre, es ist doch dein Leben. Da würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen.

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14. Februar 2017 um 14:13

Ich denke, dass es nicht so wichtig altmodisch oder nicht du bist. Denk an die Gesellschaft nicht. Jeder hat sein eigenes Leben. Einige bilden die Familie in 20, andere in 40. Es hängt von verschiedenen Bedingungen ab.Man hat verschieden Prioritäten. Es gibt kein ähnliches Leben und das kann man nicht vergleichen.Mach dir keinen Kopf darum.

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14. Februar 2017 um 14:42

Ich habe mit 19 geheiratet und bin mit 20 Papa geworden. Es war eine tolle Zeit und heute bin ich 47 Jahre alt und sehr stolz auf meine Tochter. Diejenigen, die uns damals für zu jung gehalten haben, haben heute teilweise noch kleine Kinder, während ich mit mich anderen Dingen zuwenden kann und ab und zu mit meiner Tochter ein Bier trinke.

Ich bin nicht mehr mit der Mutter meiner Tochter verheiratet, aber so etwas passiert nun mal.

Grundsätzlich halte ich junge Eltern für flexibler und belastbarer, vorausgesetzt, eine gewisse Reife ist vorhanden.

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14. Februar 2017 um 15:41

Vielen Dank für eure lieben Worte!

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14. Februar 2017 um 15:58

Erst mal Glückwunsch zum Baby!

Das klingt doch alles sehr gut, was du da erzählst! Wieso solltest du kein Kind bekommen?!
Ich habe schon immer wenig auf das Alter in Zahlen gegeben. Reife hat damit wenig zu tun.
Aber es ist eben so, dass jede Zeit so ihr Bild von einem "perfekten Leben" hat. Stell dir mal vor, unsere Großeltern hätten erst mal Karriere gemacht und dann mit 40 das erste Kind bekommen - unvorstellbar... Heute ist es eben umgekehrt.

Ich mache gerade das gleiche durch, wie du. Die beste Strategie ist: Selbstbewusstsein ausstrahlen, sich nicht beirren lassen und aufzeigen, dass man einen klaren Plan hat. Damit bekommt man die "Kritiker" am schnellst ruhig!
Und ein bisschen müssen wir da wohl einfach durch.

Wünsch dir weiter alles Gute!

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14. Februar 2017 um 18:32

Hallo Muwie,
ich erzähl dir einfach mal meine Erfahrungen mit dem Thema, vllt stärken sie dich ein bisschen^^. Ich bin nun 25 Jahre (werde im Sommer 26) und mein Wunschkind ist 3,5 Jahre alt . Allerdings habe ich eine ganze Weile auf sie warten müssen, mit 19 war ich dank PCO und schlechtem SG bei meinem inzwischen Mann in der Kiwu-Klinik, habe mehrere Zyklen mit Hormonspritzen und ES-Auslösen per Spritze durchgemacht und im Endeffekt im März2012 mit 20 eine ICSI... die Zeit war sehr, sehr hart für mich und psychisch genauso belastend wie für jede andere Frau. Trotzdem musste ich mich leider oft rechtfertigen (vorallem auch hier im Forum oder bei fremden Ärzten, zu denen mich mein zg sehr verständnisvoller und professioneller Frauenarzt geschickt hat, wegen extra-untersuchungen) und zum Teil wirklich fiese Kommentare ertragen...! Meine Freunde haben auch nicht alle verständnis gehabt, wobei ich das noch angenehmer fand, da es meine Freunde sind und da habe ich nicht das Gefühl, dass sie mich verurteilen^^ sonst wären es ja keine Freunde . Wie dem auch sei habe ich nach einer negativen ICSI aufgegeben, ich hab nicht mehr geglaubt, dass mein Körper das überhaupt kann. Im November 2012 habe ich mit 21 völlig überraschend und von mir nicht mehr erwartet positiv getestet, ganz ohne Hilfsmittel, einfach so. Ich war so glücklich, hatte aber die ganze Schwangerschaft Angst, dass doch wieder etwas schiefgeht. Zum Glück waren auch da mein Fa und meine Hebi sehr liebevoll und einfühlsam und haben mich sehr bestärkt .
Erstmal zum Thema nichts mehr vom Leben haben, ich empfinde das Leben mit Kind viel intensiver und habe das Gefühl ich verbringe viel mehr sinnvolle Zeit als vorher . Ich liebe es mit meinem Kind zu basteln, Ausflüge zu machen, rauszugehen auf den Spielplatz und und und. Wir sind auch schon x-mal mit der Kleinen verreist, dass erste Mal geflogen ist sie mit 7 Monaten, auch das war gar kein Problem und es hindert einen demnach auch nicht daran die Welt zu sehen (klar Urlaub mit Kind läuft natürlich anders ab, als ohne^^). Ich kann immer noch ausgehen, mein Mann und ich haben beide dieses Kind, also darf auch jeder Mal weggehen, wenn die Kleine schläft, Party und Alkohol bis zum Umfallen brauch ich eh nicht und mir ist klar, wenn ich um 2 Zuhause bin, muss ich trotzdem um 6:30 Uhr aufstehen und mit meiner Maus spielen^^. 
Freunde: Ich bin bis vor kurzem die Einzige in meinem Freundeskreis gewesen mit Kind, dass war NIE ein Problem. Wenn sie uns besucht haben, haben sie immer auch mit der Kleinen gespielt und fanden es spannend ein völlig anderes Leben mitzukriegen, als ihren eigenen Studienalltag etc. und umgekehrt, war es für mich total toll, wenn ich dann mal abends weggegangen bin nicht nur Thema Kind um mich herum zu haben, sondern zu hören was so bei ihnen los ist. Außerdem war ich nach WG-Partys immer wieder dankbar für mein Leben, weil ich nochmal gemerkt habe, dass sich nicht so viel daran geändert hat, seit ich 16 bin und es hat dann auch wieder gereicht^^.
Eltern von anderen Kindern und allgemein fremde auf der Straße: Ich habe bisher keine negativerfahrungen gemacht aufgrund meines Alters.. ich glaube es kommt viel mehr darauf an wie man sich dem Kind gegenüber verhält, als auf das Alter...!! Eine 35 Jährige die ihr Kind nur anbrüllt und rumzerrt kriegt genausoviele doofe Blicke wie eine 20-jährige die das tut. Umgekehrt behandelt man sein Kind normal, guckt einen auch niemand doof an^^. In der Kita meiner Tochter sind die Eltern alle älter als ich (sie geht in eine kleine EKT, da ist das durchschnittsalter normalerweise 35 xD). Der älteste Vater ist 62 und damit so alt wie meine Eltern... aber das stört nicht. Man hat die gleichen Themen und bei den Eltern mit denen mein Kind befreundet ist oder mit denen wir privat Kontakt haben noch aus Pekip, Babyschwimmen oder einfach vom Spielplatz stimmen auch die Ansichten zum Thema Erziehung einfach überein. Ich denke, wenn der Rest passt ist der Altersunterschied auch nicht tragisch, ich zumindest hatte noch keine Probleme mich mit den anderen Eltern auch länger zu Unterhalten und privat zurechtzukommen^^.
Was mich manchmal nervt, ist dass Fremde immer erstmal davon ausgehen, dass mein Schatz ein Unfall war, aber das ist einfach so, wenn man so jung Mama wird^^. Ich erzähl meistens sehr schnell, dass sie kein Unfall war, denn sie hat es verdient, dass man sie nicht dafür hält, dafür haben wir zu lange auf sie gewartet. ^^
Klar kommen manchmal Sätze wie "Wow in dem Alter hab ich gerademal..." gerade von Kollegen oder Gleichaltrigen xD, aber darüber kann ich inzwischen lächeln und nehms nicht mehr persönlich, weil am Ende heißt es nur "Ich könnte mir das so für mich nicht vorstellen" und das ist ja okay^^.
Für mich war es der perfekte Zeitpunkt und die richtige Entscheidung und ich würde es immer wieder so machen^^ also ja es ist ungewöhnlich, aber wenn es dir richtig vorkommt und ihr beide, dass so wollt, dann ist es doch egal was die anderen sagen^^. Echte Freunde mögen dich auch mit Kind und werden Verständnis haben, wenn du weniger flexibel bist . Und am Ende freuen sich sicher alle für euch^^.
Eine wunderschöne Schwangerschaft für dich!!

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15. Februar 2017 um 10:57

Erstmal ganz herzlichen Glückwunsch!

Lass dich niemals verunsichern durch andere!

Du hast dein Leben in geregelte Bahnen gelenkt, prima. 

Du hast einen Partner und ich wünsche euch alles Gute!

Eine Garantie gibt es nie im Leben. 

Du hast das Glück der Jugend, auch rein biologisch. 

Zieht eure Familienphase durch und genießt sie!

Ich wurde auch rel. jung Mama und deshalb jung Omi. Das ist ein Geschenk. Alt wird man von ganz alleine. 

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15. Februar 2017 um 11:52

Hallo du!

Ich finde, das es heute in zwei Schienen geht: Es gibt total viele junge Mütter, aber genauso viele "alte" Mütter. Und alle werden sie verurteilt!

ich selbst schau oft herab auf die, die vor 20 schon ein Kind haben. Aber eigentlich eher darum, weil sich die Klischees viel zu oft erfüllen: Proleten, Arbeitslose, keine Sicherheiten für das Kind! Da tun mir die armen Kinder leid.

Aber so wie Du schreibst, bist Du 1. sicher im Leben und hast 2. auch einen Freundeskreis, der scheinbar etwas älter ist als du, was dich selbst geistig auch älter und vor allem reifer machen kann. Ich weiß das, habe es selbst erlebt! Und wenn du bereit dazu bist, volljährig und dein Mann/Freund das auch will, dann spricht doch gar nichts dagegen!

Ich finde also, dass das geistige Alter und die Reife viel wichtiger ist, als das 'biologische' Alter. Jedes Alter hat so seine Vorzüge und Nachteile. Biologisch ist sogar mit 20 besser als mit 30. Reifemäßig haben ältere Mütter aber mehr Geduld und mehr Sicherheit für die Kinder... von dem her, egal wie mans macht, den perfekten Zeitpunkt gibt es eh nie.

PS: Bei uns im Freundeskreis (25-35) wird manchmal gescherzt, dass wir altmodisch sind, weil wir noch keine Kinder mit 16 bekommen haben... von dem her

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