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Beziehung vor 3 Wochen beendet - Heute erfahren: Ex-Freundin schwanger

3. August 2012 um 20:26

Hallo! Wende mich an euch, da ich ernsthaft Hilfe und einen guten Ratschlag brauche.

Ich (27) habe mich von meiner Freundin (28) vor ca. 3 Wochen getrennt; wir waren ein halbes Jahr zusammen. Heute erfahre ich von ihr, dass sie in der siebten Woche schwanger ist. Sie zeigte mir das Ultraschallbild und die Schwangerschaftbestätigung von Frauenarzt. Dass sie fremdging oder dass sie da irgendwas manipuliert hat - das glaube ich nicht. Das Kind ist höchstwahtrscheinlich von mir.

Die Beziehung habe ich beendet, da ich einfach mit der Zeit festgestellt habe, dass sie zu mir nicht passt. Es ist (wie immer) kompliziert, und ich will hier nicht auf die Gründe genau eingehen, weil das wahrscheinlich nichts hilft.

Die Sache ist einfach die, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann mit ihr zusammenzuleben. Abtreibung kam zuerst für uns beide aus moralischen Gründen nicht infrage, doch mittlerweile überlege ich tatsächlich, ob das nicht eine "Lösung" wäre. Denn wir beide sind in funktionierenden Familien mit beiden Elternteilen aufgewachsen und zumindest ich kann vor mir überhaupt nicht verantworten, dass mein Kind nur mit der Mutter aufwächst und ich es vielleicht mal ab und zu besuche. Mein Standpunkt ist: Wenn ein Kind in die Welt setzen, dann dafür sorgen, dass es in einer Familie und Harmonie aufwächst.

Der Standpunkt meiner Freundin ist, dass sie versteht, dass ich nicht mit ihr weiterleben kann, und meint, sie hielte es für möglich, das Kind auch alleine aufzuziehen. Aber eine Abtreibung kommt für sie nicht infrage.

Ich befinde mich nun in einer regelrechten moralischen Zwickmühle: Abtreibung oder nicht, Zusammenleben (um sich für das Kind zu sorgen) oder getrennt leben. Zu einer Abtreibung kann ich sie nicht zwingen, will ich auch nicht. Allerdings scheint sie entschlossen zu sein, das Kind zu gebären. Wenn das Kind aber da ist, muss es in normalen Verhätnissen aufwachsen. Meine Ex-Freundin sieht das offensichtlich etwas lockerer. Und noch ein Detail: Sie sagt, sie liebt mich immer noch. Ich kann allerdings mir überhaupt nicht vorstellen, mit ihr zu leben. ich bin erst 27 und habe das Gefühl, dass ich dann mein Leben aufgeben muss.

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3. August 2012 um 20:55

Hallo!
Da Ihr nicht harmoniert, ist ein Zusammenleben von vornherein wegen eines Kindes kein Grund, auf Teufel komm raus eine "Familie" zu simulieren, die keine ist.

Wenn sie das Kind allein bekommen will, dann ist sicher auch später ein Kontakt Deinerseits möglich - aber ich rate dringend von einem Zusammengehen ab, weil eine Trennung bereits Fakt ist.

Ob Deine Ex Dich noch liebt, spielt hier keine Rolle. Es geht um ihr Kind, das sie auch bekommen möchte. Du lebst weiter für Dich und eine Pseudofamilie ist sicher nicht Deine Intention. Eure Wege haben sich vorher bereits getrennt und allein das zählt.

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3. August 2012 um 21:09
In Antwort auf mokusz

Hallo!
Da Ihr nicht harmoniert, ist ein Zusammenleben von vornherein wegen eines Kindes kein Grund, auf Teufel komm raus eine "Familie" zu simulieren, die keine ist.

Wenn sie das Kind allein bekommen will, dann ist sicher auch später ein Kontakt Deinerseits möglich - aber ich rate dringend von einem Zusammengehen ab, weil eine Trennung bereits Fakt ist.

Ob Deine Ex Dich noch liebt, spielt hier keine Rolle. Es geht um ihr Kind, das sie auch bekommen möchte. Du lebst weiter für Dich und eine Pseudofamilie ist sicher nicht Deine Intention. Eure Wege haben sich vorher bereits getrennt und allein das zählt.

Danke für die Antwort
Ja, sie ist bereit das Kind allein zu bekommen. Es ist aber auch mein Kind. Die Sache ist noch die, dass sie eine ausländische Studentin ist, und ihr Studium noch in diesem Jahr ausläuft. Sie will dann in ihr Land zurückkehren. Sie meinte, wenn ich sie nicht heirate, dann wird sie eben das Kind dort alleine großziehen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich mein Kind einmal im Jahr sehe. Ich kann es auch vor mir nicht verantworten...
Momentan fühle ich, dass die moralische Last ein Kind faktisch ohne Vater großzuziehen größere ist, als eine Abtreibung. Aber sie will keine Abtreibung.

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3. August 2012 um 21:15

Hallo
Erst mal finde ich es toll,dass du dir so viele Gedanken machst!
Vorab eine Frage,nur wegen einem Kind,muss man nicht sein ganzes leben auf geben! Natürlich,es ist eine Umstellung und natürlich ist es auch schöner eine Familie zu sein,wenn ein Kind geboren wird! Jedoch,wenn du sie nicht mehr liebst und dir auch nicht vorstellen kannst mit ihr zusammen zu sein,macht das auch dem Kind zu liebe kein Sinn!!
Icg finde es total schön,dass ihr wohl trotz eurer Trennung normal miteinander reden könnt! Das ist sehr viel wert! Vielleicht kannst du sie durch smdie Schwangerschaft begleiten,zu den Untersuchungen mit gegen,zur Geburt,alles,was ein werdender papa so macht
Und dann heißt es ja auch nicht,dass du sein Kind nur alle Wochen sehen darfst!
Vielleicht lässt du alles mal ein bisschen sacken und auf dich zu kommen!!
Ganz liebe grüße

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3. August 2012 um 21:45

Erstmal
schön, dass du mit denkst, doch leider ist es völlig egal, zu welchem Entschluss du kommst.

Sieh es realistisch:

Es ist Fakt, sie kann tun und lassen was sie will.

Sie braucht weder deine Zustimmung, oder sonst was..

Du musst nur eins und zwar zahlen...

200 fürs Kind und für die nächsten 3 Jahre 750 für sie. Das Kind wird älter und immer teurer...

Vergiss deine Gedanken, sie sind absolut nicht von belang...

Du kannst nur abwarten, wie sie sich entscheidet und selbst wenn sie das Kind bekommt, kann sie immer noch in ihre Heimat ziehen und du musst halt weiterhin "nett" zu ihr sein, damit du dein Kind besuchen kannst.


Saraa

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3. August 2012 um 22:10
In Antwort auf lore_12768507

Danke für die Antwort
Ja, sie ist bereit das Kind allein zu bekommen. Es ist aber auch mein Kind. Die Sache ist noch die, dass sie eine ausländische Studentin ist, und ihr Studium noch in diesem Jahr ausläuft. Sie will dann in ihr Land zurückkehren. Sie meinte, wenn ich sie nicht heirate, dann wird sie eben das Kind dort alleine großziehen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich mein Kind einmal im Jahr sehe. Ich kann es auch vor mir nicht verantworten...
Momentan fühle ich, dass die moralische Last ein Kind faktisch ohne Vater großzuziehen größere ist, als eine Abtreibung. Aber sie will keine Abtreibung.

Ist es wirklich besser
zu sterben, als ohne Vater gross zu werden? Nicht immer kann man dem Kind das Optimum bieten, dann muss man eben das nächst Beste tun.

Ihr seid in intakten Familien gross geworden, das ist schön. Doch vor allem, wenn man gegen Abtreibung ist, muss man sich mit dem Gedanken befassen, dass es eben zu einer ungeplanten Schwangerschaft kommen kann, und muss sich fragen, ob man bereit ist, dieses Risiko einzugehen, bevor man mit einander schläft.

Deine Exfreundin scheint vernünftig zu sein. Sie zwingt Dich zu nichts, erwartet nichts und traut sich zu, die Situation alleine zu meistern. Auch Du scheinst vernünftig und da könnt Ihr doch bestimmt eine Lösung finden, die für alle tragbar ist. Wo im Ausland wird sie denn wohnen? Dass Ihr Euch in der selben Gegend eine Zukunft aufbaut, steht ausser Frage?

Deine Exfreundin wird wahrscheinlich auch nicht immer alleine bleiben. So besteht zumindest die Chance für das Kind, dennoch mit einer Vaterfigur aufzuwachsen. Er ist zwar nicht der Erzeuger, aber zum Vatersein gehört ja bekanntlich mehr. Dieser Gedanke sagt Dir vielleicht nicht zu und das ist verständlich. Aber für das Kind ist es sicher die zweitbeste Lösung, wenn Du selbst nicht an der Seite seiner Mutter sein möchtest. Geht einfach richtig mit dem Thema um, erklärt dem Kind die Lage und versucht, selber einen guten Umgang mit einander zu pflegen. Dann wird sicher auch das Kind eine gute Zukunft haben.

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3. August 2012 um 22:14

Markusfidelio
Hallo Markus,
es ist gut, dass Du Deine Gedanken und Gefühle hier niederschreibst. Und es ist Deinen Zeilen abzuspüren, wie Dich das Ganze umtreibt. Du steckst gerade in einer moralischen Zwickmühle. Für Deine Freundin kommt eine Abtreibung nicht in Frage. Damit ist das Ganze entschieden. Denn das Kind wächst in ihr heran. Dein Leben hört mit einem Kind nicht auf. Es wird reicher, heller und froher.
Was Eure Beziehung betrifft habt ihr unterschiedliche Standpunkte. Ich denke es könnte Euch eine Paarberatung bei ausweg-pforzheim.de weiterhelfen. Für Dich ist Verantwortung ein hohes Gut. Dann nimm diese auch jetzt wahr.
LG Itemba

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3. August 2012 um 22:19

Huhu
Wollte dir nur sagen,dass du ganz sicher NICHT 750 an deine ex Partnerin zahlen musst,mit der du gerade mal ein halbes Jahr zusammen warst und weder verheiratet noch was abdres!wenn dann was auf dich zu kommt,dann der Unterhalt! Ich denke,das war aber hier überhaupt nicht dein Problem!!!

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3. August 2012 um 23:54
In Antwort auf redpoll

Ist es wirklich besser
zu sterben, als ohne Vater gross zu werden? Nicht immer kann man dem Kind das Optimum bieten, dann muss man eben das nächst Beste tun.

Ihr seid in intakten Familien gross geworden, das ist schön. Doch vor allem, wenn man gegen Abtreibung ist, muss man sich mit dem Gedanken befassen, dass es eben zu einer ungeplanten Schwangerschaft kommen kann, und muss sich fragen, ob man bereit ist, dieses Risiko einzugehen, bevor man mit einander schläft.

Deine Exfreundin scheint vernünftig zu sein. Sie zwingt Dich zu nichts, erwartet nichts und traut sich zu, die Situation alleine zu meistern. Auch Du scheinst vernünftig und da könnt Ihr doch bestimmt eine Lösung finden, die für alle tragbar ist. Wo im Ausland wird sie denn wohnen? Dass Ihr Euch in der selben Gegend eine Zukunft aufbaut, steht ausser Frage?

Deine Exfreundin wird wahrscheinlich auch nicht immer alleine bleiben. So besteht zumindest die Chance für das Kind, dennoch mit einer Vaterfigur aufzuwachsen. Er ist zwar nicht der Erzeuger, aber zum Vatersein gehört ja bekanntlich mehr. Dieser Gedanke sagt Dir vielleicht nicht zu und das ist verständlich. Aber für das Kind ist es sicher die zweitbeste Lösung, wenn Du selbst nicht an der Seite seiner Mutter sein möchtest. Geht einfach richtig mit dem Thema um, erklärt dem Kind die Lage und versucht, selber einen guten Umgang mit einander zu pflegen. Dann wird sicher auch das Kind eine gute Zukunft haben.

Ich denke,
eine "erzwungene" Partnerschaft ist wirklich keine Lösung. Ich werde versuchen, ihr klarzumachen, dass es nicht einfach sein wird, das Kind ohne Vater großzuziehen und sie einfach bitten, sich die Option mit der Abtreibung nochmal zu überdenken. Wenn nicht, dann liegt es tatsächlich in ihrer Verantwortung, ob sie nun hier bleibt oder zurück nach Hause zu ihrer Familie zurückkehrt. Ich werde ihr und dem Kind natürlich meine Unterstützung zusagen, soweit es mir möglich ist. Aber mehr kann ich auch nicht tun.

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4. August 2012 um 0:52
In Antwort auf lore_12768507

Ich denke,
eine "erzwungene" Partnerschaft ist wirklich keine Lösung. Ich werde versuchen, ihr klarzumachen, dass es nicht einfach sein wird, das Kind ohne Vater großzuziehen und sie einfach bitten, sich die Option mit der Abtreibung nochmal zu überdenken. Wenn nicht, dann liegt es tatsächlich in ihrer Verantwortung, ob sie nun hier bleibt oder zurück nach Hause zu ihrer Familie zurückkehrt. Ich werde ihr und dem Kind natürlich meine Unterstützung zusagen, soweit es mir möglich ist. Aber mehr kann ich auch nicht tun.

Da hast Du auch recht
Und Du musst ja auch keine Beziehung mit der Mutter führen. Aber das schliesst doch eine gute Freundschaft nicht aus.

Sicher wäre es einfacher, zu zweit ein Kind grosszuziehen. Unmöglich ist es aber auch alleine nicht und auch als Alleinerziehende wird Deine Exfreundin viele schöne Momente mit diesem Kind erleben, die sie nach einer Abtreibung nicht würde erleben können. Und wie gesagt, alleine bleiben muss sie ja nicht und wird sie wahrscheinlich auch nicht. Also würd ich mir da mal keine Sorgen machen.

Die Frage ist, ob Du wirklich das Beste möchtest für Deine Exfreundin und ihr Kind, oder ob es nicht auch in nicht unerheblichem Masse um Deine persönlichen Interessen geht . Deine Exfreundin möchte die Abtreibung nicht, also versuche bitte auch nicht, sie zu verängstigen, damit sie sich gegen ihren Willen doch dafür entscheidet. Ihr wart Euch immerhin mal einig, dass eine Abtreibung keine Option ist.

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4. August 2012 um 10:00
In Antwort auf redpoll

Da hast Du auch recht
Und Du musst ja auch keine Beziehung mit der Mutter führen. Aber das schliesst doch eine gute Freundschaft nicht aus.

Sicher wäre es einfacher, zu zweit ein Kind grosszuziehen. Unmöglich ist es aber auch alleine nicht und auch als Alleinerziehende wird Deine Exfreundin viele schöne Momente mit diesem Kind erleben, die sie nach einer Abtreibung nicht würde erleben können. Und wie gesagt, alleine bleiben muss sie ja nicht und wird sie wahrscheinlich auch nicht. Also würd ich mir da mal keine Sorgen machen.

Die Frage ist, ob Du wirklich das Beste möchtest für Deine Exfreundin und ihr Kind, oder ob es nicht auch in nicht unerheblichem Masse um Deine persönlichen Interessen geht . Deine Exfreundin möchte die Abtreibung nicht, also versuche bitte auch nicht, sie zu verängstigen, damit sie sich gegen ihren Willen doch dafür entscheidet. Ihr wart Euch immerhin mal einig, dass eine Abtreibung keine Option ist.

Ich werde auf keinen Fall Druck machen
oder sie verängstigen bzgl. Abtreibung. Sie ist sowieso fest entschlossen und aus Erfahrung weiß ich, dass sie sich nicht überreden oder in ihrer Entscheidung beeinflussen lässt.
Das Kind wird also auf die Welt kommen.

Natürlich geht es mir auch um meine Interessen, selbstlos bin ich nicht. Eine Frau, die ich nicht mehr liebe bekommt ein Kind, das nicht geplant war - das ist eine schwierige Situation, mit der ich (wir) erstmal fertig werden müssen... Ich möchte nach der Geburt des Kindes auch mein eigenes Leben führen, vielleicht eine Frau finden, mit der ich eine Familie gründen will etc. Ich bin erst Ende zwanzig!

Es ist auch nicht auszuschließen, dass auch sie ihre Interessen verfolgt und nicht nur die des Kindes...

Momentan plagen mich natürlich Zweifel und Sorgen, wie wir unser und des Kindes Leben auf die Reihe bekommen. Zu der Tatsache, dass wir bereits getrennt sind, kommt noch hinzu, dass wir beide finanziell und beruflich nicht "auf beiden Beinen stehen".

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4. August 2012 um 10:09

Hallo
ich muss dich mal loben, erstmal wieder den Mut zu haben, dich als Mann hier zu äußern und dann erkannt zu haben, dass du sie nicht zwingen kannst.
Das finde ich super!
Nicht alle Männer denken so, ich war vor einigen Wochen in einer intakten, glücklichen Beziehung, bin schwanger geworden und mein Partner wollte mich zur Abtreibung zwingen, habe ich fürs Kind entschieden und bin nun allein, er zeigt keine reaktion, möchte mit mir und dem Kind nichts zu tun haben.
Das finde ich ganz schlimm, vor allem fürs Kind.
Also ich bin der Meinung, die Entscheidung liegt bei ihr.
Du kannst dich entscheiden Vater sein zu wollen oder nicht.
Denke aber auch das es spannend und schön sein kann, mit zu erleben, wie das Kind im Bauch heranwächst und wie es dann geboren wird!
Ob ihr das ganze als Paar erleben wollt, dass müsst ihr/ du entscheiden, aber nur mit einer Frau zusammen zu sein, weil sie schwanger ist, ist denke ich nicht die beste Grundlage für eine lange, liebevolle beziehung.
Aber echt, super von dir, dass du es ja scheinbar so siehst, dass die entscheidung letzt endlcih bei ihr liegt!

LG

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4. August 2012 um 14:02

Ja, deine Antworten sind recht hart,
aber ich kann verstehen was du meinst. Ich war mir auch absolut sicher, dass sie - endlich nach vielen unglücklichen Partnerschaften - die Frau meines Lebens ist. Und wäre es auch so geblieben, so würde ich mich wirklich freuen, wenn sie (wir) ein Kind bekommen hätte, auch wenn es nicht geplant wäre. Doch die Situation änderte sich für mich recht abrupt, während sie bereits schwanger war, was wir aber natürlich nicht wussten (Ich hab's ja gestern erst erfahren). Warum ich schluss gemacht habe? Weil ich aus einigen Vorkommnissen in der letzten Zeit für mich deutlich sah, dass sie nicht meine Partnerin sein kann. Dass sie zu mir nicht passt und dass es für mich unmöglich sein wird, mit ihr länger zusammenzubleiben. Meine Liebe zu ihr war plötzlich einfach weg. Man kann mir natürlich vorwerfen, ich wäre oberflächlich, aber ich kann diese Liebe nicht einfach so wiederherzaubern.
Ich habe mir deinen Link mit den Bildern von Abtreibungen tatsächlich nicht angeguckt, dafür fehlt mir wirklich der Mut. Vielleicht ist es gut, dass meine Exfreundin die Abtreibung nicht will, vielleicht hätte ich das bereut, hätten wir uns dafür entschieden. Klar, ich bin egoistisch - das will ich gar nicht abstreiten. Und ich denke, ich als Mann bin egoistischer als meine Ex. Wenn ich ehrlich bin, bin ich keinesfalls stolz darauf, sondern ich schäme mich, dass ich überhaupt Gedanken und Erwägungen zu einer Abtreibung hatte und habe. Ich mache wirlich einen inneren Konflikt durch, für den ich natürlich selbst verantwortlich bin.
Ich muss dir aber sagen, dass ich einer anderen Meinung bin bzgl. einer gewissen Zeit sexueller Enthaltsamkeit: Sex gehört auch zu einer Beziehung, ich bin der Meinung, dass Sex wichtig ist, um festzustellen, ob man überhaupt zueinander passt. Überigens, ich habe sie nicht dazu gezwungen, sie hat es auch gewollt. Du sprichst von guten alten Zeiten, in den jedoch Ehen und Partnerschaften vielleicht auch weniger aus Liebe als aus Überlebensgründen geschlossen wurden. Man hat sich dann irgendwie aneinander anpassen müssen. Vielleicht bin ich auch irgendwann der Meinung, dass es so richtig ist, aber noch ist es nicht der Fall.

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4. August 2012 um 18:46

Das Thema Abtreibung ist vorbei,
das kommt für mich mittlerweile nicht infrage, dass war vermutlich die erste und falsche Reaktion.
Mich quält allerdings folgendes: Meine Freundin liebt mich immer noch, und sie scheint außerdem davon auszugehen, dass ich irgendwann wieder zu ihr Gefühle entwickeln werde - vor allem, da sie nun schwanger ist und die Mutter meines Kindes ist. Sie meint, sie kennt mich trotz unserer nicht langer Beziehung allzu gut und wisse wie emotional unbeständig ich wäre. Ich fühle mich da total unwohl, irgendwie bloßgestellt, ich liebe sie jetzt wirklich nicht mehr, doch ich verspüre einen gewissen Zwang von ihr - nach dem Motto: Du wirst es noch sehen, irgendwann kommst du zu mir und dann tut es dir leid... Obwohl sie weiß, dass ich sie nicht liebe kann sie sich trotzdem vorstellen mit mir in einer Partnerschaft/Ehe zu leben! Ich kann das alles irgendwie emotional nicht begreifen. Ich werde meine Exfreundin während der Schwangerschaft unterstützen und wir werden uns voraussichtlich gemeinsam um das Kind kümmern. Ich fühle mich absolut für das Kind verantwortlich. Es ist auch mein Kind und ich denke, ich werde es lieben. Das Kind ist zwar noch nicht da und es ist noch eine lange Zeit bis es kommt, allerdings mache ich mir bereits jetzt schon Sorgen, dass ich irgendwie abhängig von meiner Exfreundin werde. Sie scheint mir anzudeuten, dass ich einen großen Fehler für mein eigenes Leben mache, dass ich nicht zu ihr zurückkehre... Als wir uns getrennt haben, habe ich mich sehr erleichtert gefühlt. Doch nun fühle ich, dass da versucht wird, mir klarzumachen, dass ich einen Fehler begehe, wenn ich weiter von ihr getrennt lebe.
Kann jemand diese Situation nachvollziehen? Ich bitte vorab, mir keine Vorwürfe zu machen, sondern Ratschläge, da Vorwürfe nichts lösen können.

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4. August 2012 um 20:48
In Antwort auf lore_12768507

Ich werde auf keinen Fall Druck machen
oder sie verängstigen bzgl. Abtreibung. Sie ist sowieso fest entschlossen und aus Erfahrung weiß ich, dass sie sich nicht überreden oder in ihrer Entscheidung beeinflussen lässt.
Das Kind wird also auf die Welt kommen.

Natürlich geht es mir auch um meine Interessen, selbstlos bin ich nicht. Eine Frau, die ich nicht mehr liebe bekommt ein Kind, das nicht geplant war - das ist eine schwierige Situation, mit der ich (wir) erstmal fertig werden müssen... Ich möchte nach der Geburt des Kindes auch mein eigenes Leben führen, vielleicht eine Frau finden, mit der ich eine Familie gründen will etc. Ich bin erst Ende zwanzig!

Es ist auch nicht auszuschließen, dass auch sie ihre Interessen verfolgt und nicht nur die des Kindes...

Momentan plagen mich natürlich Zweifel und Sorgen, wie wir unser und des Kindes Leben auf die Reihe bekommen. Zu der Tatsache, dass wir bereits getrennt sind, kommt noch hinzu, dass wir beide finanziell und beruflich nicht "auf beiden Beinen stehen".

Das klingt fair
Bitte komm von dem Gedanken weg, dass dieses Kind Dein Leben ruinieren wird. Du wirst auch so Dein eigenes Leben führen können und wenn Du den richtigen Umgang mit Mutter und Kind pflegst, wirst Du irgendwo zwei Freunde haben, die Dein Leben bereichern werden. Mit Ende zwanzig bist Du doch im besten Alter.

Zu den Finanzen: Zumindest sie wird demnächst ihr Studium beenden. Wie lange dauert's denn bei Dir noch? Wenn Ihr erstmal Euren Beruf ausübt, sollte das Geld doch auch kein Problem mehr sein. Und bis dahin gibt es ja Hilfen, wenn es denn notwendig ist.

Du sagst, Deine Liebe für sie ist von einem Tag auf den anderen verschwunden, als sie bereits schwanger war. Oder habe ich das falsch verstanden? Du sagst nicht, was geschehen ist. Du musst aber bedenken, dass eine Schwangerschaft eine enorme hormonelle Umstellung ist, auf welche viele Frauen emotionell reagieren. Je nachdem also, was Dich so plötzlich an ihr missfällt, kann das durchaus nur vorübergehend sein.

In Sachen Sexualität gebe ich Mutterschiff recht. Wenn man harmoniert, harmoniert's auch da. Zudem sollte die Liebe nicht davon abhängen, wie schön der Sex miteinander ist oder wie oft er stattfindet, wenn dies auch ein Streitpunkt sein kann. Aber es ist ja so, dass sich die sexuellen Bedürfnisse im Laufe des Lebens verändern. Zunehmendes Alter, Schwangerschaft, Stress, Zeitmangel etc. haben da grossen Einfluss. Es wäre ja schlimm, wenn die Ehe zerbrechen würde, nur weil's im Bett nicht mehr so prickelt wie am Anfang. Es ist mir klar, dass dies durchaus vorkommt, aber da zweifle ich, dass sich das Paar wirklich geliebt hat.

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4. August 2012 um 20:49
In Antwort auf lore_12768507

Das Thema Abtreibung ist vorbei,
das kommt für mich mittlerweile nicht infrage, dass war vermutlich die erste und falsche Reaktion.
Mich quält allerdings folgendes: Meine Freundin liebt mich immer noch, und sie scheint außerdem davon auszugehen, dass ich irgendwann wieder zu ihr Gefühle entwickeln werde - vor allem, da sie nun schwanger ist und die Mutter meines Kindes ist. Sie meint, sie kennt mich trotz unserer nicht langer Beziehung allzu gut und wisse wie emotional unbeständig ich wäre. Ich fühle mich da total unwohl, irgendwie bloßgestellt, ich liebe sie jetzt wirklich nicht mehr, doch ich verspüre einen gewissen Zwang von ihr - nach dem Motto: Du wirst es noch sehen, irgendwann kommst du zu mir und dann tut es dir leid... Obwohl sie weiß, dass ich sie nicht liebe kann sie sich trotzdem vorstellen mit mir in einer Partnerschaft/Ehe zu leben! Ich kann das alles irgendwie emotional nicht begreifen. Ich werde meine Exfreundin während der Schwangerschaft unterstützen und wir werden uns voraussichtlich gemeinsam um das Kind kümmern. Ich fühle mich absolut für das Kind verantwortlich. Es ist auch mein Kind und ich denke, ich werde es lieben. Das Kind ist zwar noch nicht da und es ist noch eine lange Zeit bis es kommt, allerdings mache ich mir bereits jetzt schon Sorgen, dass ich irgendwie abhängig von meiner Exfreundin werde. Sie scheint mir anzudeuten, dass ich einen großen Fehler für mein eigenes Leben mache, dass ich nicht zu ihr zurückkehre... Als wir uns getrennt haben, habe ich mich sehr erleichtert gefühlt. Doch nun fühle ich, dass da versucht wird, mir klarzumachen, dass ich einen Fehler begehe, wenn ich weiter von ihr getrennt lebe.
Kann jemand diese Situation nachvollziehen? Ich bitte vorab, mir keine Vorwürfe zu machen, sondern Ratschläge, da Vorwürfe nichts lösen können.

Szeh zu deinen gefühlen
Glaubst du denn, dass sie recht haben könnte und du es irgendwann vielleicht bereust?

Wenn du dir sicher bist in deiner Entscheidung, kann sie dich ja nicht wirklich unter Druck setzen, oder? Aber über deine Gefühle musst du dir selbst klar sein - und dann auch dazu stehen.
Wenn du dir eine Beziehung partout nicht mehr vorstellen kannst, muss sie das akzeptieren. Sie wird mit der Situation früher oder später auch klar kommen.

Aber ihr solltet die "Fronten" auf jeden Fall eindeutig klären. Deine Verantwortung für euer Kind ist unabhängig von deinem Verhältnis zu dir. Du solltest versuchen, ihr möglichst sachlich klar zu machen, dass sie das trennen muss. Sonst wird es auf Dauer wahrscheinlich Probleme geben, unter denen dann v.a. euer Kind leiden würde.

Beziehungen gehen auseinander, leider. Ihr könnt beide wieder neues Glück finden und trotzdem eurer Verantwortung als Eltern gerecht werden!

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4. August 2012 um 20:54

Das mit der Liebe
hast Du schön gesagt .

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4. August 2012 um 21:08
In Antwort auf lore_12768507

Das Thema Abtreibung ist vorbei,
das kommt für mich mittlerweile nicht infrage, dass war vermutlich die erste und falsche Reaktion.
Mich quält allerdings folgendes: Meine Freundin liebt mich immer noch, und sie scheint außerdem davon auszugehen, dass ich irgendwann wieder zu ihr Gefühle entwickeln werde - vor allem, da sie nun schwanger ist und die Mutter meines Kindes ist. Sie meint, sie kennt mich trotz unserer nicht langer Beziehung allzu gut und wisse wie emotional unbeständig ich wäre. Ich fühle mich da total unwohl, irgendwie bloßgestellt, ich liebe sie jetzt wirklich nicht mehr, doch ich verspüre einen gewissen Zwang von ihr - nach dem Motto: Du wirst es noch sehen, irgendwann kommst du zu mir und dann tut es dir leid... Obwohl sie weiß, dass ich sie nicht liebe kann sie sich trotzdem vorstellen mit mir in einer Partnerschaft/Ehe zu leben! Ich kann das alles irgendwie emotional nicht begreifen. Ich werde meine Exfreundin während der Schwangerschaft unterstützen und wir werden uns voraussichtlich gemeinsam um das Kind kümmern. Ich fühle mich absolut für das Kind verantwortlich. Es ist auch mein Kind und ich denke, ich werde es lieben. Das Kind ist zwar noch nicht da und es ist noch eine lange Zeit bis es kommt, allerdings mache ich mir bereits jetzt schon Sorgen, dass ich irgendwie abhängig von meiner Exfreundin werde. Sie scheint mir anzudeuten, dass ich einen großen Fehler für mein eigenes Leben mache, dass ich nicht zu ihr zurückkehre... Als wir uns getrennt haben, habe ich mich sehr erleichtert gefühlt. Doch nun fühle ich, dass da versucht wird, mir klarzumachen, dass ich einen Fehler begehe, wenn ich weiter von ihr getrennt lebe.
Kann jemand diese Situation nachvollziehen? Ich bitte vorab, mir keine Vorwürfe zu machen, sondern Ratschläge, da Vorwürfe nichts lösen können.

Gib ihr Zeit
Ihr habt Euch gerade erst getrennt und wie Du selber gesagt hast, sehr aprupt. Sie hat noch die Hoffnung, dass sich das wieder gibt, weil sie Dich liebt und wahrscheinlich, weil Du sie auch mal geliebt hast. Verdenk Ihr das nicht. Und vielleicht hat sie ja nicht mal unrecht. Du hast immerhin auch mal geglaubt, sie sei die Liebe Deines Lebens und aufgrund irgendwelcher Vorkommnisse hat sich das urplötzlich geändert. Wäre ja umgekehrt auch nicht auszuschliessen. Aber lass Dich nicht unter Druck setzen. Man schlägt sich jemanden, den man liebt, nicht von einem Tag auf den anderen aus dem Kopf. Und das kannst Du auch nicht erwarten.

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17. August 2012 um 10:17

Ich kann dich gut verstehen...
ich war vor 3 jahren in der selben situation, bzw. mein freund und ich. wir waren eigentlich schon getrennt als ich erfahren hab das ich schwanger bin. wir waren zu dem zeitpunkt 5 monate zusammen gewesen. wir haben uns dann dazu entschieden es für das kind und auch für uns nochmal zu versuchen und es hat geklappt. wir sind heute fast 4 jahre glücklich zusammen. es war die beste entscheidung, auch wenn es nicht immer einfach war.
aber auch wenn ihr nicht mehr zusammen kommt wäre es sicher nicht richtig ein kind deswegen abtreiben zu lassen. auch wenn du ein "wochenendpapa" sein wirst, wirst du die zeit mit deinem kind geniessen. es läuft halt leider nicht immer alles im leben so, wie man es sich erträumt hat.

p.s. wenn ein kind zur welt kommt wird das leben in jedem fall anders. auch ich hatte oft das gefühl (auch nach der geburt) ich muss mich meinem kind zuliebe aufopfern.

1. dem ist nicht so! das leben wird zwar anders werden, aber auch wenn man einige dinge nicht mehr so machen kann, bekommt man dafür andere dinge die mindestens genauso schön (aber auch manchmal anstrengend) sind.

2. mit 27 jahren musst du (sorry wenn ich das so offen sagen muss es ist nicht böse gemeint) so erwachsen sein sich diesen dingen zu stellen. in deinem alter ist es für andere vollkommen normal kinder in die welt zu setzen.

ich kann deine anfängliche panik durchaus verstehen, aber im laufe der zeit wird sich alles einpendeln und dein leben wird bereichert werden.

viel glück für die zukunft!

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