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Beschäftigungsverbot - wie haben eure Chefs reagiert?

30. November 2007 um 22:50 Letzte Antwort: 1. Dezember 2007 um 17:46

Ich bin Tierarzthelferin und mittlerweile in der 19.Woche schwanger.
Vielleicht haben ja manche von euch ähnliche Erfahrungen mit ihren Chefs gemacht wie ich, was ich wirklich niemandem wünschen kann.
Als ich meiner Chefin eröffnet habe daß ich schwanger bin, fing alles an. In meinem Beruf ist es so, daß man als Schwangere viele Dinge nichtmehr machen darf, einerseits wegen der Verletzungsgefahr ( Tiere auf den Behandlungstisch heben, "Rempeleien" von großen Hunden, etc ) und natürlich wegen einigen vom Tier auf den Menschen übertragbaren Krankheiten. Kurz: im Grunde dürfte man nur noch an der Anmeldung ohne Tierkontakt arbeiten. Meine Chefin liess mich alles machen. Tiere schleppen, Kotproben ansetzen (Toxoplasmose!!)und vieles mehr, was schlicht und ergreifend grob fahrlässig und absolut Verantwortungslos war. Ich war somit automatisch in die Situation gedrängt, ständig zu sagen "dies kann ich nicht" oder "das darf ich nichtmehr machen". Ich kam mir reichlich dumm dabei vor, zumal ich absolut nicht der Typ bin, der sich vor Arbeit drückt. Ich musste also meine Chefin darauf hinweisen, daß ich im Grunde nur noch an der Anmeldung arbeiten darf, und daß, wenn sie nicht gewährleisten kann, daß ich dort keinen Tierkontakt habe, ein Beschäftigungsverbot fällig wäre. Das bekam ich dann auch in der 10. Woche - bis dahin erlebte ich allerdings Mobbing pur. Aber alles sehr verdeckt - sie lächelte mich quasi an, während sie mich piesakte. Sie vermittelte mir regelrecht das Gefühl, ich müsse mich für meine Schwangerschaft entschuldigen. Dazu muß ich erwähnen, daß diese Frau selbst zwei Kinder hat!!!
Ich bekomme während des Beschäftigungsverbotes mein normales Gehalt weiter, weiß aber auch, daß der Arbeitgeber das zu 100 % erstattet bekommt. Tja, nun dachte ich eigentlich, jetzt habe ich es geschafft, und solange ich nicht in die Praxis muß ist alles gut. Aber nein, meine Chefin hat sich jetzt was neues einfallen lassen. Sie hat mir kein Weihnachtsgeld überwiesen, obwohl sie das in den letzten Jahren regelmäßig getan hat ( pro Jahr je 50% Urlaubs - und Weihnachtsgeld ).
Ich weiß langsam wirklich nichtmehr weiter - ich weiß, daß mir das Geld rechtmäßig zusteht, und daß sie mir das nicht wegen Schwangerschaft oder Beschäftigungsverbot kürzen darf. Aber ich bin leider absolut nicht der Typ, der da auf sein Geld pocht. Ich könnte das Geld einfordern, notfalls sogar einklagen - aber wie soll ich dann nach der Elternzeit wieder dort arbeiten?? Die Praxis ist ein winziger 3 - Mann - Betrieb, das Klima wäre anschließend ja noch viel kaputter, als es jetzt schon ist.
Danke für`s lesen, ich musste mir den ganzen Kram jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

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30. November 2007 um 22:58

Hallo
Bist du dir sicher, dass dir das Weihnachtsgeld zusteht? In eminem Vertrag steht nämlich drin, dass das Weihnachtsgeld freiwillig gezahlt wird und dass eine regelmäßige jährliche Zahlung nicht zu weiteren Zahlungen verpflichtet! Ich glaube, das steht so in den meisten Verträgen drin...ist quasi Standard. Schau nochmal in deinen Vertrag, wenn es dir zugesichert wird, dann würd eich mir Rechtsauskunft holen.

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30. November 2007 um 23:10
In Antwort auf an0N_1234822299z

Hallo
Bist du dir sicher, dass dir das Weihnachtsgeld zusteht? In eminem Vertrag steht nämlich drin, dass das Weihnachtsgeld freiwillig gezahlt wird und dass eine regelmäßige jährliche Zahlung nicht zu weiteren Zahlungen verpflichtet! Ich glaube, das steht so in den meisten Verträgen drin...ist quasi Standard. Schau nochmal in deinen Vertrag, wenn es dir zugesichert wird, dann würd eich mir Rechtsauskunft holen.

Hallo
Also bei mir steht das so nicht drin - nur, daß Urlaubs - und Weihnachtsgeld je zu 50% gezahlt wird, es sei denn, das Arbeitsverhältnis wird beendet. Dann würden diese Zuwendungen nur noch anteilig gezahlt.

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1. Dezember 2007 um 0:08

Also meiner...
hat total besch... reagiert, obwohl ich zur der zeit schon das zweite mal im krankenhaus gewesen bin.

habe aber trotzdem diesen monat weihnachtsgeld bekommen.
glaube aber trotzdem nicht das ich dort nochmal arbeiten werden...

lg. tanja + luis 6 wochen

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1. Dezember 2007 um 0:52

Danke für eure Antworten!!
...also, natürlich möchte ich, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, nach der Elternzeit nicht wieder in diese Praxis zurück.
Ich kann nur so lange Elternzeit nehmen, wie ich das Elterngeld bekomme. Das heißt, ich muß, sobald das Kind ein Jahr alt ist, zumindest wieder halbtags arbeiten. Sonst kommen wir finanziell nicht klar.
Und dann einen neuen Job zu finden - in meinem Beruf, halbtags, mit Kleinkind....ich hoffe natürlich sehr, daß ich etwas finde, aber die Chancen sind eher schlecht. Aber wer weiß,was sich bis dahin ergeben hat. Ist ja noch etwas hin.

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1. Dezember 2007 um 1:05
In Antwort auf irene_12529640

Danke für eure Antworten!!
...also, natürlich möchte ich, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, nach der Elternzeit nicht wieder in diese Praxis zurück.
Ich kann nur so lange Elternzeit nehmen, wie ich das Elterngeld bekomme. Das heißt, ich muß, sobald das Kind ein Jahr alt ist, zumindest wieder halbtags arbeiten. Sonst kommen wir finanziell nicht klar.
Und dann einen neuen Job zu finden - in meinem Beruf, halbtags, mit Kleinkind....ich hoffe natürlich sehr, daß ich etwas finde, aber die Chancen sind eher schlecht. Aber wer weiß,was sich bis dahin ergeben hat. Ist ja noch etwas hin.

Nicht so toll...
Als ich in der Arbeit bekannt gegeben habe, dass ich schwanger bin.... wurde mein Vertrag gar nicht verlängert und ich wurde gekündigt...

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1. Dezember 2007 um 12:10

Und nochmal hallo
Ich habe gerade mit meiner Kollegin telefoniert und erfahren, daß sie ganz normal Weihnachtsgeld bekommen hat.
Meine Chefin hatte es aber bei mir so aussehen lassen, als würde sie dieses Jahr generell kein Weihnachtsgeld auszahlen ( was so auch nicht rechtens wäre! ).
Ich weiß von einem anderen Tierarzt, daß mir definitiv dieses Weihnachtsgeld zusteht.
Das heißt, ich habe kommende Woche ein ernstes Gespräch mit meiner Chefin vor der Brust. Ich kann sowas überhaupt nicht gut, muß momentan sowieso für jeden Mist losheulen, und wenn ich sauer bin erst recht. Mir graut es davor, vor dieser Tyrannin in Tränen auszubrechen.
Wünschte,ich hätte das schon hinter mir!!
Keine Ahnung, warum diese Frau - wie gesagt selbst zweifache Mutter!! - mir jeden Stein in den Weg legt, den sie finden kann.
Als sie von meiner Schwangerschaft erfuhr, hat sie mir als erstes erzählt, daß sie damals bei ihrer Schwangerschaft sofort ihre Stelle als Assistenzärztin frei gemacht hat, weil sie ihrem Chef nicht zur Last fallen wollte...und statt dessen hat sie dann in einer anderen Praxis bis kurz vor der Entbindung hospitiert...ohne Lohn zu fordern versteht sich! Wie löblich, oder??
Bin sowas von wütend auf diese Frau. Zumal ich mir in den letzten Jahren wirklich den A.... für diese Praxis aufgerissen habe. Zu Beispiel war es selbstverständlich, daß ich, wenn Frau Doktor mit ihrer Familie 3 Wochen im Sommerurlaub war, die Tiere versorge, die Blumen giesse, den Rasen sprenge..auch am Wochenende.
Aber ich wollte mich jetzt hier nicht selbst bemitleiden. Bin wie gesagt nur so unendlich wütend, und kann einfach nicht begreifen, daß sich jemand so unfair verhält.

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1. Dezember 2007 um 12:13

Also
ich würde mir den Streß nicht mehr antun. Schreib ihr schriftlich mit der Bitte das Weihnachtsgeld zu überweisen, da es dir ja zusteht. Per Einschreiben natürlich. Reagiert sie nicht, musst du zum Anwalt.
Ich bin aber der Meinung das dir das Weihnachtsgeld nicht zusteht. So steht es im Mutterschutzgesetz. Einmalzahlungen werden nicht einberechnet. Bitte lese voher nochmal das Mutterschutzgesetz, Kapital Entgeltfortzahlung bei Beschäftigungsverbot. Nicht das du umsonst das jetzt machst

lg Sandra

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1. Dezember 2007 um 12:17

Hab
gerade nachgelesen. Das Urlaubs und Weihnachtsgeld steht dir nicht zu, da es Einmalzahlungen sind und die nicht mit einberechnet werden. Sorry da hast du keine Chance.

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1. Dezember 2007 um 12:21

Bist du sicher,
daß dir das Weihnachtsgeld vertraglich zusteht? Lies deinen Vertrag mal ganz genau, meistens steht da nämlich, daß das Weihnachtsgeld bzw. 13. Gehalt eine freiwillige, jederzeit widerrufbare Leistung ist, auf die KEIN Anspruch besteht.

Falls es bei dir tatsächlich so gereglet ist, daß es IMMER gezahlt wird, dann würde ich es auch einklagen. Ich sehe die Situation für dich nämlich so, daß du dort nach deiner Elternzeit u.U. sowieso nicht mehr lange beschäftigt sein wirst. Von daher vielleicht auch gegen Ende der Elternzeit gleich neue Bewerbungen schreiben.

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1. Dezember 2007 um 12:25

Bei Beschäftigungsverbot
ist egal wie oft das Weihnachtsgeld gezahlt wurde. Es steht dir nicht zu. Lese das Mutterschutzgesetz oder google im Internet. Wenn du Weihnachtsgeld und Beschäftigungsverbot eingibst, dann steht es da schwarz auf weiß. Bevor du dich lächerlich machst

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1. Dezember 2007 um 13:00

Danke für eure Antworten
ich habe natürlich schon einiges zu dem thema gegoogelt, damit ich mich nicht in die Nesseln setze.
Man liest zum Teil sehr wiedersprüchliches.
Der Chef einer Freundin (eben auch ein Tierarzt) hat vor seinem Veterinärstudium Jura studiert; er musste bis jetzt seinen schwangeren Angestellten immer auch das Weihnachtsgeld zahlen, trotz Beschäftigungsverbot.
Er hat mir jetzt geraten, mich trotzdem nochmal bei der Tierärztekammer zu erkundigen, auch wenn er sich sicher ist, daß das Geld gezahlt werden muß.
Ich werde am Montag einfach bei der Kammer anrufen bevor ich irgendetwas unternehme, dann weiß ich es ganz sicher.
Ich werde berichten, was dabei rausgekommen ist.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und einen schönen ersten Advent!

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1. Dezember 2007 um 13:45

Du
musst beim Gewerbeausichtsamt anrufen. Nur die könnnen dir die richtige Antwort geben. Die sind nämlich für dich zuständig. Alle anderen kannst du auf deren Antwort nicht gehen, da dir das vor Gericht nicht hilft. Und es steht im Mutterschutzgesetz, das das Weihnachtsgeld bei Beschäftigungsverbot nicht gezahlt werden muss. Da kannst du nichts gegen das Gesetz machen. Auch wenn ein anderer Tierarzt das gesagt hat.

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1. Dezember 2007 um 13:46

Du musst beim Gewerbeausichtsamt anrufen
musst beim Gewerbeausichtsamt anrufen. Nur die könnnen dir die richtige Antwort geben. Die sind nämlich für dich zuständig. Alle anderen kannst du auf deren Antwort nicht gehen, da dir das vor Gericht nicht hilft. Und es steht im Mutterschutzgesetz, das das Weihnachtsgeld bei Beschäftigungsverbot nicht gezahlt werden muss. Da kannst du nichts gegen das Gesetz machen. Auch wenn ein anderer Tierarzt das gesagt hat.

lg Sandra

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1. Dezember 2007 um 17:46

Mutterschutzgesetz und Sonderleistungen
Ich habe jetzt nochmal im Leitfaden zum Mutterschutzgesetz vom Bundesministerium nachgelesen, und da steht folgendes zum Thema 13. Monatsgehalt und Sonderleistungen:
"Das Mutterschutzgesetz trifft hierfür keine ausdrückliche Regelung. Ob und in welcher Höhe Jahressonderleistungen gezahlt werden, ergibt sich im Einzelfall aus dem Inhalt der jeweiligen Vereinbarung ( Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Einzelarbeitsvertrag ).
Nach der Rechtssprechung dürfen weder in kollektivrechtlichen Verträgen (Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung) noch in Arbeitsverträgen bei arbeitsleistungsbezogenen Jahressonderzahlungen (Sondervergütungen mit reinem Entgeltcharakter) die Fehlzeiten aufgrund mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote und Mutterschutzfristen anspruchsmindernd berücksichtigt werden."

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