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Beschäftigungsverbot in der Kita?

6. März 2018 um 17:39

Hallo ihr Lieben,
ich habe da mal was auf dem Herzen liegen.
Ich befinde mich in der 5 SSW meiner ersten Schwangerschaft. Beschäftigt, bin ich in einer Kindertageseinrichtung, im U-3Bereich. Vor meiner Schwangerschaft wurde ein grenzwertiger Rötelschutz festgestellt, zudem keine Immunität für Hepatitis A & B (vom BAD).
Heute waren dann beim FA die Werte für Röteln - ich bin immun.

Morgen muss ich allerdings erneut zum BAD, da ich mich zurzeit im Beschäftigungsverbot befinde.

Meine Frage lautet nun: Erhält eine Erzieherin ein BV für die nicht vorhandene Immunität von Hepatitis? Und ist bei einer von euch ebenfalls mal der Fall eingetreten?

LG Sunny

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6. März 2018 um 18:04

Das weiß ich jetzt nicht, aber was ist mit Zytomegalie? Gerade im Kleinkinderbereich eine Krankheit auf deren Imunität du dich unbedingt testen lassen solltest. Solltest du diesen Titer nicht haben, darfst du nicht arbeiten.

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6. März 2018 um 18:06

P.s. Der vorletzte Absatz ist wichtig für dich:

Zytomegalie
Zytomegalie ist eine weit verbreitete, aber recht unbekannte Virusinfektion. Eine Erstinfektion bei einer Schwangeren ist selten, ebenso eine Übertragung des Virus auf das Ungeborene. Dennoch besteht für infizierte Kinder ein geringes Risiko für schwere Entwicklungsstörungen. Wichtig ist deshalb, durch Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen einer Ansteckung vorzubeugen.
Das Zytomegalie-Virus gehört zur Gruppe der Herpesviren. Es wird über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Sperma, Urin und Blut übertragen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Wochen. Bei Menschen mit gesundem Immunsystem verläuft die Krankheit in der Regel wie eine leichte Grippe, deshalb bleibt eine Zytomegalie-Infektion oft unbemerkt. Da das Virus auch nach dem Ausheilen der Infektion lebenslang im Körper bleibt, ist ein Wiederaufflammen der Infektion möglich.

Infektionsrisiko in der Schwangerschaft
Etwas mehr als die Hälfte der Schwangeren trägt Zytomegalie-Viren in sich, weniger als vier von 100 Frauen infizieren sich während der Schwangerschaft neu. Die Viren werden nur selten auf das Ungeborene übertragen.

Durch einen Test auf entsprechende Antikörper kann eine Infektion bei der Mutter nachgewiesen werden. Er gibt jedoch keinen sicheren Aufschluss darüber, ob auch das Kind infiziert ist. Zudem gibt es gegen Zytomegalie keine Behandlungsmöglichkeit, die wissenschaftlich abgesichert ist. Der Test ist also wenig aussagekräftig und hat keine Konsequenzen. Er ist daher kein Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge und muss privat bezahlt werden.

Mögliche Folgen
Die allermeisten Babys, die sich im Mutterleib infiziert haben, werden gesund geboren. Falls das Virus zu Erkrankungen oder Fehlbildungen beim Kind führt, betreffen diese vor allem das Nervensystem. Spätfolgen der seltenen Infektion können daher körperlich-geistige Entwicklungsstörungen sein.

Wichtig: Vorbeugung
Für Schwangere ist Hygiene die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme. Dazu gehört z.B. häufiges Händewaschen. Hygiene ist dann besonders wichtig, wenn man viel mit kleinen Kindern und deren Ausscheidungen zu tun hat. Schwangere ohne Zytomegalie-Antikörper dürfen deshalb nicht mehr als Erzieherinnen arbeiten, wenn sie während ihrer Arbeit Kinder wickeln müssen.
Infizierte Mütter können das Virus beim Stillen auf das Kind übertragen. Besonders groß ist das Risiko für Frühgeborene. Deshalb kann es ratsam sein, bei einem positiven CMV-Antikörper-Nachweis  auf das Stillen zu verzichten.

 

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6. März 2018 um 18:07

Noch mal p.s. Sorry:

Hepatitis
Die Hepatitis ist eine meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursachte Leberentzündung. Die am häufigsten vorkommenden Infektionen unterscheidet man abhängig vom Virustyp in Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis C. Während Hepatitis A und B spontan ausheilen können, kann eine Hepatitis C chronisch werden und die Leber dauerhaft schädigen.
Das Hepatitis B-Virus findet sich in unterschiedlicher Konzentration in Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret und Speichel. Häufig wird es bei sexuellen Kontakten übertragen. Kondombenutzung vermindert zwar das Infektionsrisiko, schließt aber nicht alle Übertragungsmöglichkeiten aus. Der einzig wirksame Schutz ist eine Impfung.

Eine Impfung schützt auch gegen Hepatitis A, die sogenannte Reisehepatitis. Sie wird hauptsächlich über verschmutztes Trinkwasser und Nahrungsmittel übertragen. Gegen Hepatitis A und B gibt es auch Kombinationsimpfstoffe. Hepatitis C wird vor allem durch Blut übertragen. Gegen Hepatitis C steht kein Impfstoff zur Verfügung. Die Infektion kann medikamentös behandelt werden.
Grundsätzlich ist eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B in der Schwangerschaft möglich, es ist jedoch wichtig, den Nutzen sorgfältig gegen ein mögliches Risiko abzuwägen.
Eine Hepatitis während der Schwangerschaft muss ernst genommen werden, da das Risiko für eine Frühgeburt erhöht ist. Eine Hepatitis-B-Erkrankung der Mutter kann in seltenen Fällen über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden. Dies kann zu Leberschäden führen oder das Kind zum Virusträger machen. Häufiger ist eine Übertragung von der Mutter auf das Kind kurz vor oder während der Entbindung.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird das Blutserum im letzten Schwangerschaftsdrittel auf eine Hepatitis-Infektion untersucht, damit das Kind im Fall eines positiven Befundes gleich nach der Geburt geimpft werden kann.

 

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6. März 2018 um 18:25

Danke dir für deine schnelle Antwort!
Zytomegalie, kam bisher gar nicht zur Sprache. 
Werde ich dann morgen mal ansprechen! 

Ich bin bin mal gespannt was dabei raus kommt. Problem ist auch, dass ich durch die Schwangerschaft jetzt schon sehr schlapp und müde bin. Ich traue mir die Arbeit nicht so ganz zu, da eine Leistung von mir erwartet wird. Auf der anderen Seite wurde ich quasi letzte Woche direkt vom Kindergarten nach Hause geschickt, verabschiedet und aus der WhatsApp Gruppe entfernt. Fühlt sich echt super an und dann muss ich da wohl wieder zurück... 
normalerweise würde mein Vertrag Ende Juli auslaufen. 

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6. März 2018 um 18:31
In Antwort auf sunnyx9

Danke dir für deine schnelle Antwort!
Zytomegalie, kam bisher gar nicht zur Sprache. 
Werde ich dann morgen mal ansprechen! 

Ich bin bin mal gespannt was dabei raus kommt. Problem ist auch, dass ich durch die Schwangerschaft jetzt schon sehr schlapp und müde bin. Ich traue mir die Arbeit nicht so ganz zu, da eine Leistung von mir erwartet wird. Auf der anderen Seite wurde ich quasi letzte Woche direkt vom Kindergarten nach Hause geschickt, verabschiedet und aus der WhatsApp Gruppe entfernt. Fühlt sich echt super an und dann muss ich da wohl wieder zurück... 
normalerweise würde mein Vertrag Ende Juli auslaufen. 

Na das ist aber echt nett. Dann wollen sie doch gar nicht, das du wieder kommst und wenn dein Vertrag ja eh nur bis Ende Juli läuft ...
Dein Frauenarzt kann auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, wenn er die Schwangerschaft in Gefahr sieht (stress oder Mobbing z.B.). Ich weiß ja nicht wie dein Verhältnis mit ihm ist, aber vielleicht macht er das. Meiner hat das gemacht, weil sich das Verbot vom Betriebsarzt so fürchterlich lang hingezogen hat (und bei uns bekommt jeder ein Verbot) und ich ständig krankgeschrieben war, was ja irgendwann auch eine Reduzierung deines Gehaltes führt. Aber er hätte es auch ausgestellt, wenn es bei uns kein reguläres Verbot gegeben hätte. Ich würde mal mit ihm reden, denn das was deine Kollegen da abziehen, ist ja wirklich nicht gerade sehr Schangerenfreundlich.
Zytomegalie wird leider oft vergessen, ist aber in deinem Berufszweig unglaublich wichtig.

Ich drück dir die Daumen

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6. März 2018 um 18:53

Ganz genau, bis zum 31.07.2018

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6. März 2018 um 19:02
In Antwort auf elisabethlilly

Na das ist aber echt nett. Dann wollen sie doch gar nicht, das du wieder kommst und wenn dein Vertrag ja eh nur bis Ende Juli läuft ...
Dein Frauenarzt kann auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, wenn er die Schwangerschaft in Gefahr sieht (stress oder Mobbing z.B.). Ich weiß ja nicht wie dein Verhältnis mit ihm ist, aber vielleicht macht er das. Meiner hat das gemacht, weil sich das Verbot vom Betriebsarzt so fürchterlich lang hingezogen hat (und bei uns bekommt jeder ein Verbot) und ich ständig krankgeschrieben war, was ja irgendwann auch eine Reduzierung deines Gehaltes führt. Aber er hätte es auch ausgestellt, wenn es bei uns kein reguläres Verbot gegeben hätte. Ich würde mal mit ihm reden, denn das was deine Kollegen da abziehen, ist ja wirklich nicht gerade sehr Schangerenfreundlich.
Zytomegalie wird leider oft vergessen, ist aber in deinem Berufszweig unglaublich wichtig.

Ich drück dir die Daumen

Ich denke auch nicht, dass Sie sich über mich freuen. Die Leitung fragte direkt in der Gemeinde, wann sie jemanden neues einstellen dürfte. War ein super Gefühl 

Mein FA ist da leider nicht so mitfühlend, er schickte mich direkt zum BAD und möchte damit nicht viel zutun haben.

Mein Hausarzt ist da zum Beispiel ganz anders aber der darf mir ja leider kein Verbot ausstellen. 

Ich hoffe mit dem Betriebsarzt kann man gut reden!

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