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Beschäftigungsverbot

18. April 2009 um 15:56 Letzte Antwort: 19. April 2009 um 13:57

Hallo zusammen,
ich bin in der 18+2 SSW und habe seit 4 Wochen Bauchweh, so als würde ich eine schlimme Regelblutung bekommen und der Bauch wird wie bei Wehen immer wieder hart. Ich hatte auch schon mehrere Fehlgeburten.
Dann war ich bei meinem Arzt, da war seine Vertretung eine Frau da, die hat mich vor 4 Wochen für 1 1/2 Wochen krank geschrieben. Ich und der FA haben dann einen Brief von meiner Krankenkasse bekommen, das bei dieser Diagnose doch ein Beschäftigungsverbot in Frage kommt. Er meinte ich könne eigentlich wieder arbeiten gehen.Nachdem ich das 2 Wochen gemacht habe, ich bin täglich 11 Stunden unterwegs, muss viel während der Arbeit stehen und wenn ich nach Hause komme, wartet mein Sohn auf mich, also auch nichts mit Ausruhen, sind die Schmerzen wieder richtig schlimm geworden und ich kann auch Nachts kaum schlafen, weil es so weh tut. Nun bin ich wieder zu dem Arzt und habe ganz klar gesagt, ich möchte das Beschäftigungsverbot. Er tut aber so, als verlange ich von ihm wer weiss was. Hat mich nicht mal krank geschrieben, sondern nach Hause geschickt, mit den Worten er denke mal darüber nach und er will nicht das jede dann kommt und von ihm ein Beschäftigungsverbot möchte. Ich bin echt sprachlos und kam mir vor, wie eine die keinen Bock zum Arbeiten hat, dem ist aber nicht so. Ich bin 37 und nicht mehr die Jüngste und nach den Fehlgeburten möchte ich nichts riskieren. Habe ich ihm auch so gesagt. Habt ihr damit Erfahrungen? Könnt ihr mit Tips geben?

DANKE und viele Grüße

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18. April 2009 um 18:29

Beschäftigungsverbot
Ich kann Dir nur raten Dir 1. einen anderen Arzt zu suchen, denn das kann ja wohl garnicht angehen. Noch dazu ist das eine RisikoSS ab 35 Jahre und wenn Du noch dazu Beschwerden hast, dürfte der sogenannte Facharzt garnicht lange überlegen oder Dich zumindest weiter krank schreiben.
2.würde ich Dir raten mit Deinem Arbeitgeber zu sprechen, dieser kann Dir auch dieses Beschäftigungsverbot austellen,noch dazu wenn es von der Krankenkasse empfohlen wird. Der Arbeitgeber ist auch bestrebt dass Dir nichts passiert. Du erhälst dann Deinen Lohn weiter wie zuvor, der Arbeitgeber zahlt Dir Deinen Lohn weiter und bekommt ihn dann glaub ich von der KK erstattet.
Ich selbst habe auch in der 12SSW aufgrund von Blutungen ein BV erhalten. Meine Ärztin hat mir dies ausgestellt, sagte aber auch, dass sie nicht dazu verpflichtet ist sondern der Arbeitgeber. Ich hätte es auch nicht gedacht, aber es ist anscheinend so.

LG ela

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19. April 2009 um 11:10

Hallo Jasmin,
danke für deine Antwort. Es tröstet mich schon langsam dass es anderen auch so geht. Ja es gibt mehrere Kriterien für mich für ein Beschäftigungsverbot: Alter, Fehlgeburten und eben die Beschwerden. Hab die letzten beiden Nächte kaum geschlafen wegen der Bauchschmerzen. Ich komm mir jetzt schon richtig blöd vor, ihn nochmal darauf anzusprechen, weil er mir das Gefühl gibt, nicht arbeiten zu wollen. Ich habe den Frauenarzt schon mal gewechselt, gleich am Anfang, weil die Ärztin bei der ich vorher war, einen recht schlechten Ruf hat. Er hat eigentlich einen guten Ruf ...
Mein Hausarzt ist da schwierig, der schickt mich wieder zum Frauenarzt, weil er sich nicht traut schwangere Frauen zu behandeln. Ich rufe morgen früh einfach nochmal meinen FA an und frage nach, ob er sich nun Gedanken gemacht hat, oder ob es problemlos zu verantworten sei, dass ich täglich 9 Stunden arbeite plus 3 Stunden Autofahrt, ohne Gefahr für das Kind oder mich. Obwohl ich es echt unmöglich finde. Bei den meisten Frauen in meinem Umfeld war das kein Problem, nur leider wohnen die zu weit weg um das ich zu deren Arzt kann.

Viele Grüße
Jacqueline

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19. April 2009 um 11:18

Such dir
notfalls einen anderen Arzt! Meine ehemalige Ärztin wollte mir auch kein Beschäftigungsverbot bekommen, weil die Übelkeit doch nach der 12. Woche schlagartig aufhört... DAS - ICH - NICHT - LACHE!!!

Kam dann in der 14. Woche zu ihr, mittlerweile hatte ich zwei KH-Aufenthalte hinter mir und ich hatte eine gesicherte Hyperemesis-Diagnose. Die wollte mir das Verbot trotzdem nicht geben. Bin dann zu einer anderen Ärztin und die gab es mir *puh*


Grüße von Rügen

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19. April 2009 um 13:57

FA tut so ...
... als müsse er dafür zahlen oder so? Ich versteh das überhaupt nicht. Vor allem weil die Krankenkasse mit dem Vorschlag auf mich zugekommen ist und mein FA hat auch einen Brief von der Kasse bekommen, wo er nur noch ausfüllen braucht. Ich gehe ja gern arbeiten, aber mein Kind steht mir nunmal näher und ich möchte kein unnützes Risiko eingehen.

Mit meinem Arbeitgeber brauch ich nicht zu reden ... seine Einstellung zu schwangeren Frauen ist: ich zahl denen lieber eine Abtreibung, bevor die mir länger ausfallen. Wobei mir seine Meinung egal ist, meine Kollegen ist superlieber und deshalb geh ich gern hin.

Naja mein Plan ist, ich rufe morgen in der Praxis bei meinem FA an, und werde gleich der Schwester sagen, dass ich mein Beschäftigungsverbot abholen will, ob es schon fertig sei.

Weiss jemand von Euch ob das Beschäftigungsverbot befristet ist, oder ob es bis zum Beginn des Mutterschutzes dauert?

Ich melde mich morgen bei Euch, wie es gelaufen ist.

Danke für alle Zuschriften, Ihr macht mir Mut für Morgen!!!

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