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Beschäftigungsverbot?

25. Februar 2008 um 9:06

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe eine kurze, für mich sehr wichtige Frage:
In welchem Fall kann man ein Beschäftigungsverbot bekommen?

Bei mir liegt der Fall wie folgt:
1. Ich fahre 50 km zur Arbeit und abends wieder heim, was mich sehr belastet - körperlich (Rückenschmerzen).
2. Seit mein Vorgesetzter von meiner Schwangerschaft weiß, werde ich sehr seltsam behandelt. Z. Bsp. finden Konferenzen statt mit dem ganzen Team - von denen ich gar nichts weiß. Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, für die ich nicht verantwortlich bin. Plötzlich soll ich Samstags arbeiten - was zuvor nie ein Thema war. Kurzum: der seelische Druck ist enorm...

Ich bin jetzt in der zweiten Woche krankgeschrieben.

Aber: sollte ich länger als 6 Wochen krankgeschrieben werden müssen, verzichte ich ja auf 30 Prozent meines Gehalts - muss das denn sein?

Ein Anwalt sagte mir, dass ein Beschäftigungsverbot sich auf die Beschäftigung bezieht - bei mir und meinem Bürojob (bin Redakteurin) daher nicht ausgesprochen werden kann...

Ich kann das nicht ganz glauben...
Wer hat Erfahrung?
Ich wäre um Antworten sehr, sehr dankbar!
Gruß, Steffi (12. SSW)

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25. Februar 2008 um 9:11

Soweit ich weiß
kann jeder Schwangeren ein beschäftigungsverbot ausgeschrieben werden, jeder ist ja individuell schwanger(Lach). Wenn du zum Beispiel Rückenschmerzen bekommst, vom sitzen oder so?!
Auch in der zwolften woche ist das möglich.
Sprich mit deinem Fa offen über die Situation und er wird dich schon wegen der Psych. Situation verstehen können

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25. Februar 2008 um 9:17
In Antwort auf thyrza_12866137

Soweit ich weiß
kann jeder Schwangeren ein beschäftigungsverbot ausgeschrieben werden, jeder ist ja individuell schwanger(Lach). Wenn du zum Beispiel Rückenschmerzen bekommst, vom sitzen oder so?!
Auch in der zwolften woche ist das möglich.
Sprich mit deinem Fa offen über die Situation und er wird dich schon wegen der Psych. Situation verstehen können

Hi Steffi ,...
ich habe auch ein beschäftigungsverbot in der 13 ssw ausgestellt bekommen.

In meinem Job ist es einfach zu gefährlich, Infektionsgefahr...
und mein chef meinte wohl er müsste mir das leben schwer machen ( also seelischer Druck ), und dem Mutterschutzgesetz wäre er nicht gerecht geworden!

Hab mit meinem Fa gesprochen , war auch 2 wochen krank geschrieben und danach hat er mir das Arbeitsverbot ausgestellt...

Lg Eve

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25. Februar 2008 um 9:24

Hi Steffi
hab mal für dich gegoogelt:

Gründe für ein Beschäftigungsverbot können sein: eine Risikoschwangerschaft, die Gefahr einer Frühgeburt, eine Mehrlingsgeburt, eine Muttermundschwäche, besondere Rückenschmerzen oder weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die auf die Schwangerschaft zurückgehen. Die Grenzen zwischen schwangerschafts- und krankheitsbedingten Beschwerden sind oft fließend. Deshalb muss der Arzt entscheiden, ob es sich um eine Krankheit oder um Symptome handelt, die durch die Schwangerschaft hervorgerufen werden. Ferner muss er abwägen, ob Komplikationen zu befürchten sind, die eine Weiterbeschäftigung verbieten. Wichtig: Dazu muss bei der werdenden Mutter nicht unbedingt eine Erkrankung vorliegen.

Droht sich die schwangere Frau durch Tätigkeiten zu gefährden, die ihr nach dem Mutterschutzgesetz sowieso verboten sind, ist es sinnlos, ein individuelles Beschäftigungsverbot auszusprechen. Soll sie beispielsweise ständig schwere Lasten heben, ist statt des Gangs zum Arzt der zum Gewerbeaufsichtsamt ratsam. Denn das ist zuständig für die Einhaltung der Mutterschutzbestimmungen.

Ein generelles Beschäftigungsverbot für Bildschirmarbeit gibt es für Schwangere nicht, sondern - nach eingehender Prüfung des Einzelfalles auch durch den Betriebsarzt - höchstens ein zeitweiliges individuelles Beschäftigungsverbot. Das kann ausgesprochen werden, wenn es an dem betreffenden Arbeitsplatz nicht möglich ist, die notwendigen Pausen einzulegen oder zur Entspannung auch mal eine andere Tätigkeit auszuüben. Der Arzt der werdenden Mutter muss zusammen mit dem Betriebsarzt entscheiden, ob auftretende Beschwerden schwangerschaftsbedingt sind und ob ein teilweises oder komplettes Beschäftigungsverbot wegen eintretender Komplikationen gerechtfertigt ist.

Ich hoffe ich konnnte dir ein wenig helfen.

Alles Gute

Jenny 28. SSW

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25. Februar 2008 um 9:26

Schon mal...
vielen Dank an Euch, die geantwortet haben!
Ich denke, ich konsultiere noch mal den Anwalt und spreche mit meinem FA, der wirklich toll ist - und alles für mich tut.

Im web findet man übrigens ein paar Seiten wenn man googelt unter "Mobbing bei Schwangerschaft" - da gibt es wohl auch ein Urteil dazu.

Ich fände es, wie gesagt, ganz schön heftig, wenn man da "durch" müsste, weil es nichts "körperliches" ist...

Also - DANKE Euch nochmal und alles Gute,
die Steffi

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25. Februar 2008 um 10:02

Wie ist das dann mit der bezahlung???
Bekommt man dann die gleichen Lohn? Oder gibts da auch Kürzungen?
Ich steh nämlich halb davor...Würde an mir liegen.

Grüße

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25. Februar 2008 um 10:05

Du bekommst dann den Durchschnittslohn
der letzten glaub drei monate!

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25. Februar 2008 um 10:21
In Antwort auf thyrza_12866137

Du bekommst dann den Durchschnittslohn
der letzten glaub drei monate!

Also is das net so wie
bei arbeitslosigkeit.
Ich mein ich bin schon in der 21 SSW. Aber GMH hat sich eben verkürzt und in meinen Job is net viel mit schonen und hinsetzten (Elektronikerin). Nun is die Fragen, gleich ganz Beschäftigungsverbot, oder eben krankschreiben und dann Resturlaub noch nehmen.
Was passiert dann mit dem Restlohn?

LG

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25. Februar 2008 um 10:27
In Antwort auf annice_12908991

Also is das net so wie
bei arbeitslosigkeit.
Ich mein ich bin schon in der 21 SSW. Aber GMH hat sich eben verkürzt und in meinen Job is net viel mit schonen und hinsetzten (Elektronikerin). Nun is die Fragen, gleich ganz Beschäftigungsverbot, oder eben krankschreiben und dann Resturlaub noch nehmen.
Was passiert dann mit dem Restlohn?

LG

Nein
bei Arbeitslosigkeit bekommst du ja etwa 67%
vom Lohn, beim Beschäftigungsverbot eben den durchschnittslohn vom Chef. Wenn du dich krank schreiben lässt ist es eigentlich schlechter, weil du nach sechs Wochen Krankengeld bekämst,auch etwa Arbeitslosengeld! Der Rest vom Lohn behält dein Chef, schließlich arbeitest du auch nicht!

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