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Bereuen Kind bekommen zu haben

23. Februar 2015 um 12:17

Ich entschuldige mich jetzt schon mal falls ich hier falsch bin. Ich bin auf einen Beitrag, aus dem Jahr 2008, gestoßen wo eine Frau bereut ihr Kind bekommen zu haben und es nicht lieben kann. Ich weiß nicht mal wie ich diesen Beitrag hier nennen soll.. Aber ich muss mir das einfach von der Seele schreiben. Ich bin mit 18 Jahren schwanger geworden, jetzt bin ich 19 und mein Baby ist 8 Monate alt. Seit ein paar Wochen denke ich sehr viel nach, wie es wäre hätte ich mich anders entschieden. ich würde am liebsten die Zeit zurück drehen und mich anders entscheiden... ich weiß nicht was los ist, ich versteh mich selbst kaum. Ich hatte eine super Schwangerschaft und auch wie die Hebamme meint "vorzeige Geburt". Ich hab mein Baby so geliebt, war stolz und hab es nicht bereut. War sogar der Meinung, dass ich noch weitere Kinder bekommen möchte. Doch jetzt, jetzt denke ich mein Kind bleibt Einzelkind und überhaupt warum hab ich sie bekommen? Ich war mit dem Kindsvater 5 Jahre zusammen und jetzt Merk wie naiv ich eigentlich war zu glauben, dass ich mit ihm für immer zusammen bleibe und wir eine Familie sind. Mir wird richtig schlecht bei dem Gedanken. Er hat mich die ganze Zeit nur verarscht und ich war einfach so dumm und hab alles mit mir machen lassen. Jetzt bin ich alleine, alleine mit Kind, dass ich nicht mehr zu lieben glaube. Hätte ich mich anders entschieden hätte ich vermutlich in 2 Monaten mein Abi, könnte und Ausland, einfach frei sein machen was ich will... Ich heule oft und fühl mich einfach so schlecht. Wie kann man als Mutter sowas nur denken? Ich weiß nicht mit wem ich darüber reden soll alle denken ich bin eine gute Mutter ich stille und wir gehen zum babyschwimmen und und und. Aber das bin ich nicht. Ich bin froh wenn mein Kind mal beim Vater ist was nicht oft und nicht lange passiert. Ich denke sogar darüber nach zu sagen das er das Kind nehmen soll und ich Unterhalt bezahle. Bitte verurteilt mich nicht ich weiß nicht was ich machen soll...

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23. Februar 2015 um 14:54

Dass
Du Dich hier öffnest und über Deine wahren Gedanken und Gefühle schreibst ist der erste Schritt in die richtige Richtung, denn allein geht man ein.Es kann nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung triffst, die für Dich und Dein Kind gut ist. Es hört sich so an, als wären Deine Bedürfnisse die letzten 8 Monate etwas in den Hintergrund gerückt. Und jetzt heißt es nach einem Weg zu suchen, wo es auch Dich wieder geben darf.
VLG Yankho

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23. Februar 2015 um 16:04

PN
Habe Dir eine PN geschrieben.

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23. Februar 2015 um 20:08

Postnatale Depression!
Ich stimme dieser Vermutung zu, hört sich nämlich sehr stark danach an. Lass es am besten einmal von einem Fachmann ergründen.

Und nein, du bist keine schlechte Mutter, sondern eher eine fabelhafte Mutter! Eine Mutter, die erkennt, wann sie an ihre Grenzen kommt und wann es auch fürs Kind enger wird! Du denkst darüber nach, es dem Vater zu geben und du zahlst den Unterhalt, ihr tauscht also die Rollen! FInde ich persönlich sehr mutig und lobenswert von dir und du brauchst du dafür absolut nicht zu schämen!

Es ist eine Schande eher, dass es in unserer Gesellschaft noch immer so gehandhabt wird, dass der Vater Unterhalt zahlen kann und das reicht dann, nichts weiter, seine Pflicht ist in unseren Augen getanen! Wenn eine Frau das erwägt, gibt es bald Mord und Totschlag, was ich absolut nicht verstehen kann!

Aber bevor du dir jetzt den Kopf noch weiter zerbrichst, geh erstmal zu einem Arzt uns lass dich auf postnatale Depressionen untersuchen.

Keine Angst, du bist kein schlechter Mensch, absolut nicht

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23. Februar 2015 um 21:38

...
Danke für die Antworten.. Ich hatte selbst schon die Vermutung auf eine postnatale Depression. Naja aber zu meiner Ärztin Trau ich mich nicht. Mir ist das so unnangenehm... Dann werden alle sagen "Ja seht ihr sie ist so jung, ich wusste dass sie es nicht schafft." Momentan sind alle sehr stolz wie ich das alles geschafft habe, besonders meine Eltern. Dann kann ich Ihnen doch jetzt nicht sagen das ich mein Kind abgeben möchte/nicht mehr will? bis vor 3 Monaten hätte ich mein Baby nie freiwillig irgendwo abgeschoben und jetzt? und ja, vielleicht ist mein Leben zu sehr in den Hintergrund gerückt ich war vor 2 Wochen das erste Mal alleine weg für 3 Stunden. Davor waren ich und mein Baby keine Sekunde getrennt. Sie ist sehr Mama fixiert, schläft nur an der Brust ein und aus der Flasche trinken klappt leider auch nicht so ganz... Also ist es auch eher schwierig und mit meinen Gewissen kann ich auch nicht vereinbaren das sie irgendwo ist und weint und zu ihrer Mama will. Ich denke auch, wenn ich ihrem Vater das so sagen würde, würde er es nicht verstehen und überhaupt bin ich mir nicht mal sicher ob er sie nehmen würde. Ich finde das auch so unfair er lebt sein Leben wie davor, kann machen was er möchte. Sie sie vielleicht an jedem Wochenende bei ihm und er macht nur schöne Sachen mit ihr... Seine Reaktion darauf das wir irgendwann wenn sie so weit sein sollte ja die Woche aufteilen könnten: "Ne ich muss arbeiten, dann muss ich sie ja um 7 Uhr in den Kindergarten bringen" JA! Ich muss auch zur Schule, muss sie sogar früher als 7 Uhr in den Kindergarten bringen... Das ist doch auch nicht fair?! außerdem muss ich sagen, ich denke nicht das er es überhaupt hinbekommen würde... Wenn er auf sie aufpasst ist er immer, wirklich immer bei seinen Eltern. Wenn sie weint, gibt er sie mir.... Ich muss dazusagen das die Beziehung zwischen ihm und mir sehr kompliziert ist. Wir sind in der Schwangerschaft zusammengezogen, als unsere Tochter 4 Monate alt haben wir uns getrennt, ich bin zurück zu meinen Eltern. Die gemeinsame Wohnung haben wir gekündigt. Nach einem Monat bei meinen Eltern hab ich eine neue Wohnung gefunden. Als ich eingezogen bin, hab ich ihn aus Mitleid miteinziehen lassen und wir wollten es noch mal versuchen. Hat nicht geklappt! Jetzt sind wir wieder getrennt, aber er zieht einfach nicht aus. es ist meine Wohnung und eigentlich hat er kein Recht hier zu sein, trotzdem geht er einfach nicht. Er sucht angeblich eine Wohnung, aber ich glaub das nicht und irgendwie glaubt auch kein anderer daran.. Das geht jetzt 2-3 Monate so und das belastet zusätzlich

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24. Februar 2015 um 1:09

Du hast Dein Baby so geliebt
... da war aber auch Deine Welt in Ordnung. Jetzt hast Du eine Trennung hinter Dir und wie ich aus Deinen Zeilen herauslese, glaubst Du, dass jetzt alle Arbeit nur an Dir hängen bleibt, was Du als ungerecht empfindest. Es wundert mich daher nicht, dass Du frustriert bist. Regle dies. Der Vater kann und soll sich auch an der Erziehung beteiligen. Das ist auch für das Kind das Beste.

Solange Du Dein Baby stillst, kann Dich keiner so leicht ersetzen. Das kann einerseits belastend sein, ist aber andererseits auch ein Privileg. Mittlerweile wird Deine Kleine aber auch feste Nahrung zu sich nehmen und wenn Du genug Geduld hast, kannst Du sie auch an die Flasche gewöhnen. Fülle diese mit abgepumpter Milch, das klappt am besten. Du kannst auch überlegen, Dir regelmässig eine Babysitterin oder eine Tagesmutter zu leisten, die Dir das Kind zeitweise abnimmt. Kinder bleiben gut bei Leuten, die sie regelmässig sehen und die sich mit ihnen beschäftigen. Dann brauchst Du Dir auch kein Gewissen machen, wenn Du Dein Kind bei jemandem lässt.

Dass Eure Beziehung nicht gehalten hat, hat nicht unbedingt was mit Deinem Alter zu tun. Ihr wart 5 Jahre zusammen. Das ist eine lange Zeit und eher ungewöhnlich in so jungen Jahren. Ihr wärt weit nicht die ersten, die sich jung kennenlernen und ein Leben lang zusammen bleiben. Deine Hoffnung auf ewiges Glück war nicht ganz unbegründet. Manchmal trennen sich leider die Wege zweier Menschen wieder. Das betrifft auch ältere Paare und manche Mutter steht, unabhängig von ihrem Alter, irgendwann alleine mit ihren Kindern da. Wenn man Angst davor hat, bleibt man lieber ein Leben lang kinderlos, doch eigentlich ist dies absurd. Es gibt keine Garantien im Leben und deswegen wird man sich nicht die Chance auf sein Glück verbauen.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wenn Du Dich gefangen hast, die Welt auch wieder rosiger aussieht. Zweifle nicht an Deiner Liebe zu Deinem Kind. Die geht nicht so einfach weg. Schau, dass Du Unterstützung bekommst und betrachte Deine Situation mal von einer anderen Seite: Der Vater kann scheinbar sein Leben so weiterleben, wie er will. Doch wieviele Väter wünschen sich mehr Kontakt und mehr Rechte im Bezug zu ihren Kindern. Ein Vater, der nicht mehr so viel am Leben seiner Kinder teilhat, verpasst vieles und verliert zunehmend die Bindung zu seinem Kind. Du hast das Privileg, die wichtigste Person im Leben Deiner Tochter zu sein. Nähre diese Beziehung und Du wirst irgendwann eine beste Freundin an Deiner Seite haben. Sie wird je länger je mehr danach streben zu sein wie Du. Sie wird Dich bewundern und Dich anbeten. Sowas ist unbezahlbar. Lass Dir das nicht nehmen.

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24. Februar 2015 um 1:10


Versaut. Geht's noch...

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24. Februar 2015 um 20:05

Ich kritisiere nicht ihre Wahrnehmung
sondern DEINE. Was für eine unmögliche Aussage, ihr Kind habe ihr Leben versaut. Sie war glücklich mit dem Kind, bis die Beziehung zerbrochen ist. Schon mal überlegt, dass Selbstzweifel verschiedene Ursachen haben können?

Und Du meinst, Du hilfst ihr, indem Du ihr erstmal glauben machst, ihr Leben sei versaut und sie solle doch mal ihr Kind weggeben. Klasse! Die Betreuung des Kindes jemand anderem zu überlassen, ist durchaus eine Möglichkeit, aber sicher nicht die erste, die sie ins Auge fassen sollte. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten dazwischen, über die sie mal nachdenken und die sie ausprobieren kann. DAS ist Hilfe, auch wenn Du glaubst, wie immer, die einzig richtige Lösung parat zu haben.

Und erzähl mir bitte nichts von Kindern, die keine Flasche wollen. Ich habe Kinder, schon vergessen? Und ich habe mich, im Gegensatz zu Dir, mit diesem Problem schon mehrfach auseinandergesetzt. Ich gebe hier meinen Rat basierend auf persönlichen Erfahrungen weiter. Halte Dich aus Dingen raus, von denen Du keine Ahnung hast. Die Dummen aus dem Muttiland haben Dir, zumindest was der Umgang mit Kindern angeht, nämlich einiges voraus.

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25. Februar 2015 um 5:28


Du sagst Ihr, sie solle ihr Kind weg geben und appellierst dann an mein Gewissen, was meine Ratschläge angeht?

Ich sage weder, dass sie sich anstellt, noch dass mit ihr was nicht stimmt noch dass sie sich zusammenreissen soll. Ich sehe auch nicht, wo Du sowas herausliest. Ich habe ihr auf freundliche Weise ehrlich gemeinte Ratschläge gegeben, die nicht weniger hilfreich sein dürften als Deine, im Gegenteil.

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26. Februar 2015 um 21:50

Wie es weiter geht...
Ich hab mich meinen Eltern anvertraut. Das war sehr erleichternd. Ich hab viel geweint und geredet. Ich bin momentan ein paar Tage zurück zu meinen Eltern gegangen. Und der Vater meiner Tochter zieht am Wochenende endlich aus. Ich fühl mich schon viel besser. Meine Mutter hatte sogar angeboten das sie sich kümmern würde wenn ich wirklich nicht mehr kann... Oder wenn ich ins Ausland gehen möchte. Naja aber das werde ich nicht machen. Ich weiß das meine Eltern immer für mich da sind und wenn es mir mal über den Kopf wächst ich sie dort auch mal abgeben kann.

Mit der Schule mache ich auch weiter. Meine Familie meinte immer ich soll eine Ausbildung machen, oder Praktikum, weil ich dann mein Fachabitur hätte. Aber nein, ich muss/will noch die 13. Klasse beenden. Weil ich mir sonst immer denken würde "wegen dem Baby hast du kein Abi gemacht" und das will ich ihr und mir nicht antun. Meine Eltern wissen das jetzt und unterstützen mich dabei.

Ich glaube die ganze Situation kam nur durch den Stress mit dem Kindsvater... Ich weiß, dass ich wegen unserem Kind immer mit ihm verbunden bleibe und um ehrlich zu sein macht mich das ganz verrückt.... Er versteht nicht warum ich so "gemein" zu ihm bin und zu meinen Eltern renne... Und vielleicht auch, weil sich mein Körper nach der Schwangerschaft so verändert hat und ich denke wer will mich so noch? Klingt vielleicht sehr oberflächlich, aber mich stören meine Schwangerschaftsstreifen und meine veränderte Brust sehr...

Trotz allem, wünschte ich mir immer noch ich hätte sie 10 Jahre später bekommen.... Den Gedanken werde ich nicht los! Trotzdem möchte ich nicht, dass mein Kind im Heim oder sonst wo anders aufwächst. Ich will das sie glücklich ist und ihr so viel wie möglich bieten.
Und vielleicht könnte ich ja im Studium zusammen mit ihr ins Ausland.... Wenn ihr Vater das zulässt...

Und ich hoffe das wir irgendwann geregelte Zeiten haben wo sie bei ihrem Vater ist... Und in der Babyfreien Zeit bin ich einfach mal ich, mach was ich will, bleib weg so lange ich will, ... Ich hoffe das klappt auch so wie ich es mir vorstelle.

Diese ganze Situation hat mich so verändert. Ich wollte immer mehrere Kinder haben, selbst nach der Geburt noch. Doch jetzt denke ich, dass sie mein einziges Kind bleiben wird. Naja vielleicht ändert sich das noch mal in 10-15 Jahren und mit dem richtigen Partner an der Seite...

Danke für die Antworten. Ich hab mich in jeder Antwort irgendwo wieder gefunden. Bin einfach immer noch hin und her gerissen von meinen Gefühlen dass ich ein eigentlich tolles Kind habe, aber auch gleichzeitig meine "Freiheit" und Unbeschwertheit vermisse...

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27. Februar 2015 um 20:36

Richtig
Manche habe auch früh Kinder und nehmen die anderen Ziele, wie Karriere und Reisen, in Angriff, wenn die Kinder selbständig sind.

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1. März 2015 um 8:09

Du fühlst dich ...
... von ihm verarscht, das kann ich nachvollziehen. Du stehst da mit Kind, glaubst, allein zu sein. Lebenspläne fliegen dahin ... Aber dein Kind verarscht dich nicht. Da tut sich ein neuer Plan auf. Eine Krise, wie jetzt gerade, heißt nicht Untergang. Sondern Aufbruch in Neues.
Du schreibst "glaube, mein Kind nicht lieben zu können". Wenn du dein Kind lieben willst (!), wird es einen Weg geben.
Das ist eine Entscheidung. Zu der musst du dich evtl. durcharbeiten. Das ist auch schmerzlich, weil du enttäuscht worden bist. Aber du trägst alles in dir, es zu schaffen.

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