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Beleghebamme

12. Februar 2013 um 18:03 Letzte Antwort: 15. März 2013 um 15:34

Hallo Mädels!

Ich habe ja gestern schon einen Theread eröffnet, wie das Gespräch mit meiner Hebamme verlief und was mich daran verunsichert hat (hatte etwas den Eindruck, dass sie einer Spontangeburt skeptisch gegenüber steht).
Wen es interessiert, der Beitrag schwirrt gerade auf Seite 2 rum...

Nun hätte ich noch eine Frage allgemein zum Thema "Beleghebamme".
Ich hab mal so allgemein versucht, mich in die Hebammen reinzuversetzen...

Ist es für eine "normale" Hebamme, die im Schichtdienst arbeitet, nicht eher "egal" wie lange die Geburt dauert und wie sie letztlich endet?
Im Gegenteil, ist ja fast bequemer für sie wenn es während ihrer Schicht NICHT zur Geburt kommt!

Die Beleghebamme muß bleiben bis zum Schluß, was natürlich schon zermürbend sein kann, wenn die Geburt sehr lange dauert.
Und falls sie dann pauschal für eine Geburt bezahlt wird (was ich nicht genau weiß), kann ihr ja eigentlich eine schnelle Geburt, also auch ein geplanter KS wesentlich lieber sein, oder?

Ich frage mich einfach, ob eine Beleghebamme wirklich besser ist, wenn man eine schöne, normale Geburt erleben möchte??

Was meint ihr denn dazu?

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12. Februar 2013 um 19:24

Was habt ihr denn für Erfahrungen
gemacht?

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12. Februar 2013 um 19:53

Hey
hab dir zu deinem Thread gestern ja schon was geschrieben.
Also ich denke einer GUTEN Hebamme ist es egal wie schnell das Kind auf die Welt kommt, eine gute Hebamme ist nur daran interessiert dass es Mutter und Kind gut geht.
Und ich denke es gibt mit Sicherheit genug Hebammen in Krankenhäusern die nur das Beste wollen genauso wie Beleghebammen. Aber wenn du solche Gedanken hast nach dem Gespräch mit deiner solltest du dich vielleicht wirklich mal mit einer anderen unterhalten, hoffentlich hast du dann da gleich das Gefühl es passt und sie versucht alles damit dein Baby natürlich auf die Welt kommt.

So viel ich weiß zahlt man bei einer Beleghebamme die Rufbereitschaft selbst, wie dann die Geburt selbst abgerechnet wird über die Krankenkasse weiß ich nicht. Aber bei den normalen Vorsorgen unterschreibt man ja auch für die Zeit, also wird sie schon stundenweise was bekommen denk ich.

Wie gesagt, ich hoffe du findest eine bei der alles passt!

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12. Februar 2013 um 21:01

Normalerweise
Musst du bei einer Beleghebamme die Rufbereitschaft selber bezahlen. Ich war im geburtshaus und da gibt es auch keinen Schichtwechsel und ich hatte nie das Gefühl, dass das für die Hebammen dort ein Problem ist. Solche Hebammen machen den Job i. d. R. jedoch nicht des Geldes wegen, sondern weil sie davon überzeugt sind.

Ich weiß nur von anderen, dass sie der Schichtwechsel genervt hat, wenn die folgende Hebamme schlecht war (sie unsympathisch war).

Ich persönlich finde eine Beleghebamme gut, jedoch musst du dich mit ihr verstehen und vor allem Vertrauen darin haben, dass sie deine Interessen vertritt. Eine Alternative wäre sonst auch eine Doula .

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12. Februar 2013 um 21:07

Hallo!
ich habe mich ebenfalls für eine beleghebamme entschieden. ich wollte, dass die hebamme mich und meine vorgeschichte kennt und von anfang an einfach dabei ist.
ich bin aber in einem hebammen-team.. das heisst ich habe nicht nur eine hebamme, sondern 3.. diese wechseln sich mit der rufbereitschaft ab. sie sagten mir aber auch, das die, die gerufen wird, bis zum ende der geburt bleibt. nur unter bestimmten voraussetzungen (z.b. 24 stunden geburt) kann es dann sein, dass sie mal tauschen oder eine weitere hebamme aus dem team dazuholen, aber auch nur, damit gewährleistet ist, dass konzentriert gearbeitet werden kann. und die hebamme die dann kommt, kenne ich ja auch, schlimm wäre es also nicht

ich denke, wenn eine beleghebamme keine lust auf so lange geburten bzw arbeitszeiten hätte, würde sie es nicht anbieten

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13. Februar 2013 um 10:43

Eine Beleghebamme
bei der es schnell zum KS kommt, wird über kurz oder lang keine Patientinnen mehr haben, weil sie einen schlechten Ruf haben wird.
Ich denke, man wird nicht Hebamme, weil der Rubel rollen muss, sondern weil es ein Wunschberuf ist. Hebamme ist wahrscheinlich einer der wenigen Berufe, die man wirklich mit Herzblut macht, oder gar nicht.

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13. Februar 2013 um 11:02
In Antwort auf svana_12104509

Eine Beleghebamme
bei der es schnell zum KS kommt, wird über kurz oder lang keine Patientinnen mehr haben, weil sie einen schlechten Ruf haben wird.
Ich denke, man wird nicht Hebamme, weil der Rubel rollen muss, sondern weil es ein Wunschberuf ist. Hebamme ist wahrscheinlich einer der wenigen Berufe, die man wirklich mit Herzblut macht, oder gar nicht.

Die Realität ist
leider eine ganz andere.
Hebammen stehen unter enormem finanziellen Druck und müssen auf jeden Fall zusehen, dass sie irgendwie klarkommen. UNter den Hebammen herrscht ganz viel uneinigkeit. Die Hebammen im KH sind fast immer aus einem anderen Holz geschnitzt als die freiberuflichen.

Die meisten Hebammen sind der Krankenschwester näher als der "eigentlichen" Hebamme, so wie sie früher praktiziert hat.
Keine Hebamme wird sich im KH gegen einen Arzt auflehnen und ihren Job gefährden. Deshalb ist es so entscheidend, welche Einstellung die CHefetage hat, die Hebammen machen nicht, was sie wollen, sondern tun das, was ihnen gesagt wird.
Deshalb ist es so wichtig, "unparteiische" Fachleute mit zur Geburt ins KH zu bringen. Die Beleghbamme wird meines Wissens pro Geburt bezahlt und viele sind dem Kaiserschnitt nicht abgeneigt, weil sie wohl für die Beendigung der Geburt auf diese Weise genausoviel verdient. Ganz viele Hebammen schieben deshalb aus Druck großzügiger in den OP

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13. Februar 2013 um 13:18

Hmm
Also meine beleghebamme bietet auch hausgeburten an und hat zu mir gesagt, dass ein KS das letzte ist was sie anstrebt.. Für sie selbst wäre der gedanke eines KS ja auch ein graus..

schwarze schafe gibt es mit sicherheit überall, ABER es ist und bleibt doch immer noch die entscheidung der gebärenden was gemacht wird.. und wenn man nicht das vertrauen in die beleghebamme hat, dass sie im sinne der gebärenden handelt, dann kann man sich das auch sparen

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13. Februar 2013 um 15:25
In Antwort auf idoya_12045375

Die Realität ist
leider eine ganz andere.
Hebammen stehen unter enormem finanziellen Druck und müssen auf jeden Fall zusehen, dass sie irgendwie klarkommen. UNter den Hebammen herrscht ganz viel uneinigkeit. Die Hebammen im KH sind fast immer aus einem anderen Holz geschnitzt als die freiberuflichen.

Die meisten Hebammen sind der Krankenschwester näher als der "eigentlichen" Hebamme, so wie sie früher praktiziert hat.
Keine Hebamme wird sich im KH gegen einen Arzt auflehnen und ihren Job gefährden. Deshalb ist es so entscheidend, welche Einstellung die CHefetage hat, die Hebammen machen nicht, was sie wollen, sondern tun das, was ihnen gesagt wird.
Deshalb ist es so wichtig, "unparteiische" Fachleute mit zur Geburt ins KH zu bringen. Die Beleghbamme wird meines Wissens pro Geburt bezahlt und viele sind dem Kaiserschnitt nicht abgeneigt, weil sie wohl für die Beendigung der Geburt auf diese Weise genausoviel verdient. Ganz viele Hebammen schieben deshalb aus Druck großzügiger in den OP

Genau
das ist meine Sorge!
Im ungünstigsten Fall hatte sie vielleicht am Tag zuvor eine lange Geburt oder, oder, oder...

Was mach ich denn jetzt?

Wenn Du sagst es gubt Unterschiede zwischen KH-Hebamme und freiberuflicher Hebamme, meinst Du die im KH (Schichtdienst) seien eher zu empfehlen?

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13. Februar 2013 um 15:29

Rufbereitschaft
fällt dirt NICHT an...
Die verlangen einfach keine, wenn ich das so richtig verstanden habe.
Überlege schon, was ich ihr geben könnte! Vielleicht auch im Voraus, so als Motivationshilfe...

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13. Februar 2013 um 15:45
In Antwort auf berlin_13021259

Genau
das ist meine Sorge!
Im ungünstigsten Fall hatte sie vielleicht am Tag zuvor eine lange Geburt oder, oder, oder...

Was mach ich denn jetzt?

Wenn Du sagst es gubt Unterschiede zwischen KH-Hebamme und freiberuflicher Hebamme, meinst Du die im KH (Schichtdienst) seien eher zu empfehlen?

Ich würde dort
mal hingehen und mit mindestens einer sprechen. Es scheint, als hättest du ein ganz gutes feeling dafür, wie sie eingestellt sind. Ich würde genau diese Bedenken direkt ansprechen und danach entscheiden.

Ist das Geburtshaus überhaupt keine Option?

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13. Februar 2013 um 16:27
In Antwort auf idoya_12045375

Ich würde dort
mal hingehen und mit mindestens einer sprechen. Es scheint, als hättest du ein ganz gutes feeling dafür, wie sie eingestellt sind. Ich würde genau diese Bedenken direkt ansprechen und danach entscheiden.

Ist das Geburtshaus überhaupt keine Option?

Geburtshaus
Also ich habe mal in einem angerufen und die haben mich direkt abgewiesen wegen der Vorgeschichte.
Sie meinten, man solle das Schicksal nicht unnötig herausfordern.
Und wenn man bedenkt dass so ein Uterusriss (auch wenn er so selten ist dass man ihn fast ausblenden kann) eben ein akuter Notfall mit Lebensgefahr darstellen würde, dachte ich mir, ich will es nicht komplett übertreiben und "leichtsinnig" werden.

Aber ich werde auf jeden Fall nochmal ein weiteres Haus anrufen!
Kann man so einfach mit einer Hebamme im KH sprechen? Ich hab noch nie gehört dass man sowas kann, ich kenne nur das herkömmliche Vorgespräch mit dem Arzt!

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15. März 2013 um 12:17

Vertrag kündigen!
Ich habe mich nun endgültig entschlossen, den Vertrag zu kündigen.
Meint ihr der Grund, dass sie geneigt ist, großzügig den KS zu indizieren ist da ausreichend?

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15. März 2013 um 13:08
In Antwort auf berlin_13021259

Vertrag kündigen!
Ich habe mich nun endgültig entschlossen, den Vertrag zu kündigen.
Meint ihr der Grund, dass sie geneigt ist, großzügig den KS zu indizieren ist da ausreichend?

...
Ich weiß zwar nicht, was im Vertrag drin steht, aber ich denke der Grund, dass du ihr gegenüber kein Vertrauen hast, finde ich ausreichend.
Wie weit bist du denn? Hast du eine Rechtsschutz? Es ist schwierig etwas zu sagen, wenn man den Vertrag nicht kennt.

Wenn du hier keine ausreichende Antwort bekommst, würde ich hier und/oder im Babyforum fragen, ob es Juristen gibt, die dir helfen können.

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15. März 2013 um 14:21
In Antwort auf berlin_13021259

Vertrag kündigen!
Ich habe mich nun endgültig entschlossen, den Vertrag zu kündigen.
Meint ihr der Grund, dass sie geneigt ist, großzügig den KS zu indizieren ist da ausreichend?

Gegen das Argument
mit dem KS wird sie sich wehren und es verneinen. Es muss ein Grund sein, der für dich bei Vertragsabschluss nicht ersichtlich war und der sich erst im Verlaufe der Betreuung herausgestellt hat oder etwas, was Du bei Vertragsabschluss nicht wusstest.
Das Gute ist, dass SIE etwas von dir wil. Ich glaube kaum, dass Sie die Vertragserfüllung einklagen wird, bzw. Schadensersatz verlangen wird.
Ich würde es erstmal freundich versuchen, einfach ganz normal mit ihr reden und sagen, dass Du dir die Geburt mit ihr nicht (MEHR) vorstellen kannst. Dass Du dir vorher das und das vorgestellt hast und sich nun herausgestellt hat, dass es so und so ist (damit könntest du deine Erklärung zum Vertragsabschluss wegen Irrtums nachträglich anfechten).
Wie gesagt, wenn sie Geld möchte, muss sie vor Gericht und das dort ausfechten. Ich glaube nicht, dass sie das tun wird, es ist zeitaufwenidig und nervraubend. Ich denke, sie wird sauer sein, aber damit muss sie in ihrem Job, der nunmal allein vom Vertrauen abhängt leben. Wenn sie versucht, Frauen mit einem Vertrag an sich zu binden, dann kommt es eben auch mal vor, dass jemand an diesen Vetrag nicht mehr gebunden sein will.

Viel ERfolg!

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15. März 2013 um 14:28
In Antwort auf idoya_12045375

Gegen das Argument
mit dem KS wird sie sich wehren und es verneinen. Es muss ein Grund sein, der für dich bei Vertragsabschluss nicht ersichtlich war und der sich erst im Verlaufe der Betreuung herausgestellt hat oder etwas, was Du bei Vertragsabschluss nicht wusstest.
Das Gute ist, dass SIE etwas von dir wil. Ich glaube kaum, dass Sie die Vertragserfüllung einklagen wird, bzw. Schadensersatz verlangen wird.
Ich würde es erstmal freundich versuchen, einfach ganz normal mit ihr reden und sagen, dass Du dir die Geburt mit ihr nicht (MEHR) vorstellen kannst. Dass Du dir vorher das und das vorgestellt hast und sich nun herausgestellt hat, dass es so und so ist (damit könntest du deine Erklärung zum Vertragsabschluss wegen Irrtums nachträglich anfechten).
Wie gesagt, wenn sie Geld möchte, muss sie vor Gericht und das dort ausfechten. Ich glaube nicht, dass sie das tun wird, es ist zeitaufwenidig und nervraubend. Ich denke, sie wird sauer sein, aber damit muss sie in ihrem Job, der nunmal allein vom Vertrauen abhängt leben. Wenn sie versucht, Frauen mit einem Vertrag an sich zu binden, dann kommt es eben auch mal vor, dass jemand an diesen Vetrag nicht mehr gebunden sein will.

Viel ERfolg!

Noch was
ihre Einstellung zum KS ist in deinem speziellen Fall wesentlicher Vartragsbestandteil und mit ihrer Einstellung (egal, ob nun nach ihrer Auffassung richtig oder falsch) hat sich erst im Verlaufe der Betreuung herausgestellt. Hättest du diese Einstellung (über die ich im Detali garnicht mehr mit ihr diskutieren würde) vorher gekannt, hättest du den Vetrag mit ihr nicht abgeschlossen. Du hast dich bei Vetragsabschluss geirrt und fichst das nun an. Damit bist du meiner Meinung nach raus.

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15. März 2013 um 15:34
In Antwort auf idoya_12045375

Noch was
ihre Einstellung zum KS ist in deinem speziellen Fall wesentlicher Vartragsbestandteil und mit ihrer Einstellung (egal, ob nun nach ihrer Auffassung richtig oder falsch) hat sich erst im Verlaufe der Betreuung herausgestellt. Hättest du diese Einstellung (über die ich im Detali garnicht mehr mit ihr diskutieren würde) vorher gekannt, hättest du den Vetrag mit ihr nicht abgeschlossen. Du hast dich bei Vetragsabschluss geirrt und fichst das nun an. Damit bist du meiner Meinung nach raus.

Einerseits
denke ich das auch, andererseits bräuchte man in dem Fall dann gar keinen Vertrag abschließen, da sich ja meistens irgendwelche Gründe finden (unsympathisch, kein Vertrauen etc.) um den Vertrag zu kündigen.

Erst neulich erzählte sie mir dass sich eine Frau einfach nicht gemeldet hat und anderswo entbunden hat.
Jetzt kann ich mir mittlerweile gut vorstellen woran das lag!

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