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Bekommt das Kind meine "Abneigung" mit?

24. Juli 2018 um 22:22 Letzte Antwort: 1. August 2018 um 17:18

Ich kann mich nicht mit meiner Schwangerschaft anfreunden. Ich habe mich allerdings gegen die abtreibung entschieden. Ich bin aber am überlegen ob ich es zur Adoption freigeben werde, wenn es auf der Welt sein wird. Bis dahin habe ich zwar noch einige Monate Zeit, aber meine Gedanken und Gefühle sind seit Beginn der Schwangerschaft sehr negativ besetzt. Ich will dem Kind nichts schlechtes, es kann ja auch nichts dafür!  Und auch wenn ich die Schwangerschaft und das Kind nicht möchte, ich übernehme trotzdem die volle Verantwortung. Jedenfalls frage ich mich ob das Kind nun auch meine negativen Gedanken und Gefühle zu spüren bekommt? Ob es meine Abneigung spürt? Und ob es später deshalb vielleicht sogar psychisch vorbelastet sein könnte?

Kennt sich jemand damit aus? 

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25. Juli 2018 um 7:13

Das Kind bekommt auf jeden Fall mit, dass du Stress hast, nämlich die Überlegung, es zur Adoption freizugeben.

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25. Juli 2018 um 21:23

Stell dir doch mal frage, warum der Wurm, dich als Mama genau ausgesucht hat. 

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26. Juli 2018 um 10:52

Vor einigen Jahren, als bei uns noch nicht klar war, ob es jemals mit eigenen Kindern klappt, habe ich mich auch mit dem Thema Adoption befasst. Dabei bin ich auch auf einige Artikel gestossen, die sich genau mit deiner Frage befassen. Leider ist es wohl so, dass Babys sehr wohl schon im Mutterleib die Abneigung spüren. Gefühle sind chemische Cocktails und die bekommt das Kind eben über das Blut mit. Trotzdem kann das Kind später bei den Adoptiveltern glücklich werden und die Geborgenheit, Liebe und das Gefühl des Gewohltseins erfahren. Aber es gibt durchaus auch nicht wenige Adoptiveltern, die sich mit ihren psychisch auffälligen Kinder alleine gelassen fühlen. Vor der Adoption werden sie auf Herz und Nieren geprüft und wenn die Kinder dann einige Zeit später zum Teil massive Probleme haben, dann bekommen sie keine Hilfe mehr von den Adoptionsstellen.
Diese Infos waren für mich damals der Grund für die Entscheidung eigene Kinder oder gar keine. Wenn ich schon ein Kind psychisch vers... , dann soll es wenigstens auf meinen/ unseren Mist gewachsen sein. Denn auf die Geschehnisse während der Schwangerschaft und bis zur Adoption hätten wir ja keinerlei Einfluß gehhabt.

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26. Juli 2018 um 13:58

So ein Blödsinn - das Kind kann die Abneigung nicht spüren, das ist esoterischer Blödsinn.
Natürlich kriegt es was vom Stress ab, aber viele Schwangere sind die ganze Zeit lang ziemlich gestresst und ihre Babys sind trotzdem gesund. Lass dir keinen Blödsinn einreden.

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26. Juli 2018 um 17:02

Kein esoterischer Blödsinn! Nennt sich Wissenschaft. Schwer depressive schwangere Frauen erhöhen das Risiko, das auch das Kind späteran Depressionen leidet, bei unerkanntem Diabethes in der Schwangerschaft, kann das Kind gleich nach der Geburt Probleme haben und auch ein erhöhtesRisiko noch Jahre später.

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26. Juli 2018 um 17:46
In Antwort auf mikesch07

Kein esoterischer Blödsinn! Nennt sich Wissenschaft. Schwer depressive schwangere Frauen erhöhen das Risiko, das auch das Kind späteran Depressionen leidet, bei unerkanntem Diabethes in der Schwangerschaft, kann das Kind gleich nach der Geburt Probleme haben und auch ein erhöhtesRisiko noch Jahre später.

Was hat das beides denn damit zu tun? Diabetes hat nix mit Gefühlslagen zu tun und wird per verpflichtendem Suchtest festgestellt und nur weil sie das Kind nicht annehmen kann hat sie deswegen keine pathologische Depression.

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26. Juli 2018 um 18:38

Das sollten Beispiele sein, wie die körperliche oder psychische Verfassung der Mutter Einfluß nehmen kann auf die gesundheitliche Entwicklung des heranwachsenden Kindes. Mehr nicht. Übrigends wahr es damals ein Artikel in der ZEIT, der mich überhaupt erst dazu gebracht hat, mich mit diesem Bereich der Adoption zu befassen. Normalerweise beschäftigt man sich ja nur damit, was man als Adoptiveltern so alles mitbringen muss und dass die Zeit der Eingewöhnung schwierig sein kann. Aber was das Kind möglicherweise "mitbringt", spielt erst mal keine Rolle.

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26. Juli 2018 um 19:40
In Antwort auf mikesch07

Kein esoterischer Blödsinn! Nennt sich Wissenschaft. Schwer depressive schwangere Frauen erhöhen das Risiko, das auch das Kind späteran Depressionen leidet, bei unerkanntem Diabethes in der Schwangerschaft, kann das Kind gleich nach der Geburt Probleme haben und auch ein erhöhtesRisiko noch Jahre später.

Joa, das hängt oft mit genetischer Veranlagung zu tun. Hat aber nicht immer unmittelbar mit dem Stoffwechsel in der Schwangerschaft zu tun. Stress bekommt das Kind durch ausgeschüttete Streßhormone, das mag sein. Und im Bereich Epigenetik ist auch noch viel zu erforschen. Aber einen direkten "Sensor" für Ablehnungsgedanken der Mutter gibt es nicht.

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26. Juli 2018 um 19:51

Die Neigung zu Depressionen kann vererbt werden. Von daher denke ich hat es nicht unbedingt mit dem Stress oder den Depressionen in der Schwangerschaft zu tun, also dass das Kind deswegen depressiv ist, sondern die Veranlagung dazu wurde dann vererbt. 

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26. Juli 2018 um 20:16

denke auch, es ist dein Kind und erbt dein Verhalten mit. Geh die Dinge gelassen an und wenn es dich so süß anlächelt und du dich wiedererkennst, treffe dann deine Entscheidung. 

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27. Juli 2018 um 1:19

Also bitte, ich rede hier von psychologischen Untersuchungen, Berichten von Sozialpädagogen und Erfahrungsberichten von betroffenen Adoptiveltern!! Von ganz normalem Stress, den so gut wie jede Schwangere in der einen oder anderen Form hat, ist doch hier nicht die Rede!! Manche vergleichen hier ja wirklich Äpfel mit Birnen. Habt ihr euch auch nur eine Sekunde mal ernsthaft mit dieser Thematik beschäftigt? Mal einen Fachartikel dazu gelesen? Sicherlich nicht.
Es gibt Schwangere, die ihr Kind zur Adoption freigegen und mit ihrem Kind liebevoll reden. Dem Ungeborenen erklären, dass sie es aus welchen Gründen auch immer nicht durchs Leben begleiten können, es aber trotzdem lieben. Und dann gibt es Frauen, die aus welchen Gründen auch immer, die Schwangerschaft und das Baby ablehnen oder sogar hassen. Mir würden da z. B. Frauen einfallen, die durch Vergewaltigung oder Gewalt in der Beziehung schwanger wurden (und nein, dass muss jetzt nicht auf die TE zutreffen!), aber eine Abtreibung nicht wollten/konnten.
Oder hat hier eine angefangen ihr Baby im Bauch zu hassen, weil sie Stress in der Arbeit hatte? Wohl nicht.

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27. Juli 2018 um 7:12

Wenn das wirklich so wäre, was ist denn dann mit Schwangerschaftsdepressionen? Die können ja selbst bei absolut erwünschten Schwangerschaften zu Hassgefühlen gegenüber dem Ungeborenen führen. Dann müssten diese Kinder ja auch vers*** sein. Also ich denke da gehört schon etwas mehr dazu. Liebe TE, lass dich nicht bekloppt machen. Triff deine Entscheidung zu deinem Wohl und dem des Kindes. Ich bin selber adoptiert und habe gegenüber meiner leiblichen Mutter Verständnis und Dankbarkeit.

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27. Juli 2018 um 10:35

vor allem, sei Dir bewusst - es ist ein Teil von Dir, was Du in Dir trägst. Du klingst für mich aber so, als wäre da ein ''Fremdkörper'' in Dir.

Du bist voller Groll - aber dagegen kannst Du etwas tun, damit sich Deine Gedanken nicht weiter mehr verdüstern. Denn das schadet vor allem DIR und wirkt sich natürlich auch auf das Ungeborene aus. Wie immer, wenn eine werdende Mutter nicht gut für sich sorgt.

Du lehnst die Schwangerschaft ab.

Und wenn ich mir all unsere ''ungewollten'' Kinder so ansehe, hat dieses Wissen ihnen allen nicht gut getan. Unsere Psyche müssen wir erst einmal verstehen, um sich vorstellen zu können, was in einem Mensche vorgeht, dem klar wird - irgendwann - dass es ihn eigentlich gar nicht geben sollte - ihn keiner gewollt hat - also ihn quasi auch nicht lieben konnte.

...
 

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1. August 2018 um 17:18
In Antwort auf rockyroad

Ich kann mich nicht mit meiner Schwangerschaft anfreunden. Ich habe mich allerdings gegen die abtreibung entschieden. Ich bin aber am überlegen ob ich es zur Adoption freigeben werde, wenn es auf der Welt sein wird. Bis dahin habe ich zwar noch einige Monate Zeit, aber meine Gedanken und Gefühle sind seit Beginn der Schwangerschaft sehr negativ besetzt. Ich will dem Kind nichts schlechtes, es kann ja auch nichts dafür!  Und auch wenn ich die Schwangerschaft und das Kind nicht möchte, ich übernehme trotzdem die volle Verantwortung. Jedenfalls frage ich mich ob das Kind nun auch meine negativen Gedanken und Gefühle zu spüren bekommt? Ob es meine Abneigung spürt? Und ob es später deshalb vielleicht sogar psychisch vorbelastet sein könnte?

Kennt sich jemand damit aus? 

Hey!
Ich finde es gut, dass du dich dafür entschieden hast, das Kind zu bekommen!sicher gibt es Gründe, warum du es nicht willst. Und es ist mutig, sich trotzdem dafür zu entscheiden. Auch Adoptivkinder können glücklich sein, oft glücklicher, als die die in ihrer Ursprungsfamilie mit Gewalt etc aufwachsen müssen. Und während einer Schwangerschaft ändert sich einiges. Vielleicht willst du es dann gar nicht mehr hergeben. Meine Schwester wurde mit 18 ungewollt schwanger. Sie hat das Kind behalten aber da sind am Anfang der ss viele viele Tränen geflossen.
Nun ist mein Neffe 18 Jahre alt und ein toller junger Mann, der von seiner Familie geliebt wird. Das Leben läuft nicht immer nach Plan, aber Abtreibung finde ich furchtbar. 
wünsch dir alles Gute!

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