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Begleitperson nach Abtreibung

17. Februar 2014 um 8:17

Die ursprünglich angesprochene Lüge war:
"Wäre die Aussage jedoch "Ohne Abholung kein Eingriff", würde ich alles abkürzen, mich auf keine Diskussion einlassen und VOR dem Eingriff behaupten, dass ich abgeholt werde.
Hinterher hat der Abholer eben angerufen und mitgeteilt, dass er verhindert ist "

die florina für sinnvoll hielt weil:
"wenn ich der Meinung bin, es ist sinnvoll und schadet keinem."

Ich habe unten verlinkt:
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf

Aus diesem Text geht eindeutig hervor, dass florinas vorgeschlagene Lüge für den Arzt, der einen Patienten sedieren muss, ein Schaden bedeuten kann, wenn er dem Patienten die Lüge glaubt, keine Maßnahmen für eine nachträgliche Überwachung einrichtet (da unnötig, wird ja abgeholt), der Patient einfach geht, einen Unfall hat, für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt ist und der Arzt nicht glaubhaft machen kann, dass er keinen Fehler gemacht hat. Der Schaden für den Arzt, der nur entstand, weil er seinem Patienten glaubte und weil der sich entgegen der Vereinbarung verzog, dürfte ca. 250000 bis 1 Million Euro betragen.

Anzumerken ist, dass ich von "Patient" rede, es hat also rein gar nichts mit Abtreibung oder nicht, PL oder PC zu tun, sondern rein damit, ob nun sediert wird, was bei einer Vielzahl von Eingriffen vorkommt.


Aber solche Kleinigkeiten, dass man jemanden ruinieren könnte (dass die Haftpflicht dem Arzt das zahlt, wird die Haftpflicht auch noch mal diskutieren wollen), sind natürlich irrelevant, relevant sind nur Gefühle, um die dreht sich die ganze Welt:
"Wenn man immer ehrlich wäre würde man bewusst es in Kauf nehmen , dass jemand dadurch verletzt wird..."

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17. Februar 2014 um 8:38

Genau,
du hast eine Meinung:
"ich hab da eine andere meinung."

Sonst nichts. Keine Argumente, gar nichts.

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17. Februar 2014 um 8:41

Es würde schon der Thread
genügen.

Denn dem könntest du meinem ersten Post entnehmen:
"Auch wenn du wohl recht hast,

würde ich trotzdem gerne kurz wissen, warum du dir sicher bist, dass das in allen Fällen so sein muss?"
dass ich zur Florinas Ansicht tendierte, dass die Praxen da eigentlich übertreiben und man gehen soll wenn es einem gut geht und sich keinen Kopf wegen der fehlenden Begleitung machen soll.

Nun, wie du bemerkst, bin ich auf einmal dagegen.

Kann das daran liegen, dass "ich drehe mir die welt wies mir passt"-Typ bin? Macht eigentlich keinen Sinn, denn ich finde dieses dabehalten immer noch übertrieben und blödsinnig, man kann ja auch mit ein paar Bierchen nach Hause kommen, da sollte eine ausreichend nachlassende Sedierung nicht anders sein.

Trotzdem bin ich nun dagegen. Und zwar gerade weil ich mir die Welt nicht so mache, wie sie mir passt, sondern sie versuche so wahrzunehmen wie sie ist, und da ist halt aktuell in D die Welt so, dass der Arzt für Unfälle nach Sedierung voll haftbar ist. Wußte ich bisher nicht. Weiß ich nun, deshalb ändere ich meine Meinung.


Und deshalb ist die Behauptung:
"Mr "ich drehe mir die welt wies mir passt""
lächerlich, da sie unmittelbar durch Lesen des Threads widerlegt wird.


"Getroffene Hunde bellen sage ich da nur."
Du bellst hier.


Und ihr alle bellt, wenn ich euch sage, dass es falsch ist einen Menschen 6 Monate vor der Geburt zu töten. Da bellt ihr rum, es wäre kein Mensch.

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17. Februar 2014 um 8:45

Nochmal hier oben, damits jeder sehen kann:
Die Praxismitarbeiter meinen es nicht nur gut, wenn sie eine Begleitperson für den Nachhauseweg zur "Pflicht" machen, sondern sie haben rechtlich die Pflicht, einen Patienten nach einer entsprechenden Sedierung entweder dazubehalten oder nur mit Begleitung nach Hause zu schicken. Dies gilt für alle entsprechenden Sedierungen, nicht nur für Abtreibung.

Dies ergibt sich daraus, dass wenn der Arzt den Patienten alleine und zu früh entlässt, dass er dann VOLL für SÄMTLICHE Schäden, die im Rahmen des Haimwegs des Patienten entstehen, haftet:
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf


Das bedeutet, die Praxis geht ein Haftungsrisiko von zehntausenden Euro ein, wenn sie einen Patienten nach Sedierung ohne Begleitung gehen lässt. Ferner kann es auch berufsrechtliche oder gar strafrechtliche Konsequenzen haben.


Somit muss eine Praxis so handeln. Es handelt sich um keine von der Praxis ausgehende Schikane, sondern die Praxis ist rechtlich dazu gezwungen.

(Diesen Post nochmal, damit nachvollzogen werden kann, warum die Praxen so handeln)

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17. Februar 2014 um 9:00
In Antwort auf birkir_12165290

Nochmal hier oben, damits jeder sehen kann:
Die Praxismitarbeiter meinen es nicht nur gut, wenn sie eine Begleitperson für den Nachhauseweg zur "Pflicht" machen, sondern sie haben rechtlich die Pflicht, einen Patienten nach einer entsprechenden Sedierung entweder dazubehalten oder nur mit Begleitung nach Hause zu schicken. Dies gilt für alle entsprechenden Sedierungen, nicht nur für Abtreibung.

Dies ergibt sich daraus, dass wenn der Arzt den Patienten alleine und zu früh entlässt, dass er dann VOLL für SÄMTLICHE Schäden, die im Rahmen des Haimwegs des Patienten entstehen, haftet:
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf


Das bedeutet, die Praxis geht ein Haftungsrisiko von zehntausenden Euro ein, wenn sie einen Patienten nach Sedierung ohne Begleitung gehen lässt. Ferner kann es auch berufsrechtliche oder gar strafrechtliche Konsequenzen haben.


Somit muss eine Praxis so handeln. Es handelt sich um keine von der Praxis ausgehende Schikane, sondern die Praxis ist rechtlich dazu gezwungen.

(Diesen Post nochmal, damit nachvollzogen werden kann, warum die Praxen so handeln)

Und auch der Vollständigkeit halber,
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf

gemäß Seite 120, rechte Spalte oben, könnte es sogar für die Praxis verpflichten sein, den Patienten sogar körperlich am Gehen zu hindern:
"In einem Kommentar zur BGH-Entscheidung
erwähnt Biermann für einen
solchen Fall die Möglichkeit, mit
maßvoll dirigierendem Einsatz von
körperlicher Gewalt uneinsichtige
Patienten nach Sedation am Verlassen
der Praxis zu hindern und sie so
vor sich selbst zu schützen"*1)."

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17. Februar 2014 um 9:08

Was ist an dem Satz:
"Dies gilt für alle entsprechenden Sedierungen, nicht nur für Abtreibung."
nicht verständlich?

"jetzt tun dir die ARMEN ÄRZTE quasi leid?"
Es geht nicht um Gefühle, sondern darum, was ist, in dem Fall eben die Haftung von Ärzten für ihre Patienten. Das ich es gut fände, dass jeder, der mit dem Töten von wehrlosen und unschuldigen Menschen sein Geld verdient, dabei Pleite geht und sich dann einen anderen Job sucht, ist selbstverständlich, aber ändert nichts daran, dass es diese Haftung gibt und in diesem Thread erwähnt werden sollte.

Man sollte doch wissen, warum die Ärzte das machen.

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17. Februar 2014 um 9:19
In Antwort auf birkir_12165290

Nochmal hier oben, damits jeder sehen kann:
Die Praxismitarbeiter meinen es nicht nur gut, wenn sie eine Begleitperson für den Nachhauseweg zur "Pflicht" machen, sondern sie haben rechtlich die Pflicht, einen Patienten nach einer entsprechenden Sedierung entweder dazubehalten oder nur mit Begleitung nach Hause zu schicken. Dies gilt für alle entsprechenden Sedierungen, nicht nur für Abtreibung.

Dies ergibt sich daraus, dass wenn der Arzt den Patienten alleine und zu früh entlässt, dass er dann VOLL für SÄMTLICHE Schäden, die im Rahmen des Haimwegs des Patienten entstehen, haftet:
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf


Das bedeutet, die Praxis geht ein Haftungsrisiko von zehntausenden Euro ein, wenn sie einen Patienten nach Sedierung ohne Begleitung gehen lässt. Ferner kann es auch berufsrechtliche oder gar strafrechtliche Konsequenzen haben.


Somit muss eine Praxis so handeln. Es handelt sich um keine von der Praxis ausgehende Schikane, sondern die Praxis ist rechtlich dazu gezwungen.

(Diesen Post nochmal, damit nachvollzogen werden kann, warum die Praxen so handeln)

Da fällt mir auf,
es kann sein, dass das Haftungsrisiko auf die Begleitung übergeht.

@die, die schonmal abgeholt haben:
Habt ihr was unterschreiben müssen beim Abholen?
Und was stand da drin?


In dem Artikel steht nämlich auch die Überlegung drin, dass man sich vom Begleiter unterschreiben lässt, dass für die nächsten 24 Stunden eine Überwachung sichergestellt ist und der Patient nicht allein gelassen wird. In dem Fall gäbe es ein Haftungsrisiko für den Begleiter.

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17. Februar 2014 um 9:29
In Antwort auf florina911

Und
warum findest Du es dann falsch, dass ich meinen Angehörigen die Schwangerschaft verschwiegen habe?

Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass der Entschluß feststand, sie also lediglich "informiert" worden wären.
Meine Mutter ist gesundheitlich angeschlagen, warum sollte sie in Aufregung versetzt werden, erkläre mir das mal bitte!

Dabei gehts doch ganz bestimmt um die Hoffnung, meine Mutter könnte sich als PL entpuppen und mich irgendwie doch noch umstimmen, stimmts?

Dann gebt das so doch einfach mal zu!!

Räumt doch ein, dass eure Sichtweise, wann Lügen und Verheimlichen okay oder nicht okay ist, eben doch PL-orientiert ist - dann ist es ja auch in Ordnung.

Hm
ich finde es auch nicht richtig, dass Du Deine Abtreibung verheimlicht hast.

Allerdings beziehe ich das auch auf den Kindsvater - der hätte in meinen Augen ein Recht gehabt, zu wissen, dass er Vater ... hätte werden können.

Und das Schutzargument betreffend Deine Mutter und Oma - nun, es ist bequem; ich denke, deshalb führst Du es auch immer an.
Es befreite Dich einfach vor Auseinandersetzungen mit Mutter und Oma. Weil Du Dir jetzt sagen kannst, und auch irgendwie sagst: ich hab es ja nur zum Besten meiner Lieben verheimlicht.

Gleichzeitig hast Du ihnen damit aber auch ihre Entscheidungsfreiheit abgesprochen, einfach weggenommen. Die Möglichkeit, sauer auf Dich zu sein, enttäuscht von Dir zu sein, sich von Dir zu distanzieren.
Und damit hast Du zu einem großen Teil auch eigennützig gehandelt.


Die Hoffnung, Mutter und Oma hätten Dich umstimmen können - wäre eine tolle Möglichkeit gewesen, richtig.
Aber primär stünde hier für mich wirklich die Ehrlichkeit gegenüber dem Erzeuger (und der Familie) im Raum.
Auch wenn hier argumentiert wird, dass man ja keine Pflicht hätte, den von der Schwangerschaft zu informieren - ich sehe hier zumindest eine ethisch-moralische Verpflichtung diesbezüglich.
Er ist an der Zeugung des Kindes ja auch beteiligt gewesen, es ist ja auch sein Kind. Und das Recht, sich zu dessen Schicksal wenigstens äußern zu dürfen, sollte er dann schon auch haben.

Aber Du hattest ja mal irgendwann, wenn ich das richtig erinnere gesagt, dass Du es weder der einen noch der anderen Seite hättest sagen können, weil die sich auch kennen, und es so dann irgendwie doch alle erfahren hätten.

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17. Februar 2014 um 9:57
In Antwort auf an0N_1269329299z

Hm
ich finde es auch nicht richtig, dass Du Deine Abtreibung verheimlicht hast.

Allerdings beziehe ich das auch auf den Kindsvater - der hätte in meinen Augen ein Recht gehabt, zu wissen, dass er Vater ... hätte werden können.

Und das Schutzargument betreffend Deine Mutter und Oma - nun, es ist bequem; ich denke, deshalb führst Du es auch immer an.
Es befreite Dich einfach vor Auseinandersetzungen mit Mutter und Oma. Weil Du Dir jetzt sagen kannst, und auch irgendwie sagst: ich hab es ja nur zum Besten meiner Lieben verheimlicht.

Gleichzeitig hast Du ihnen damit aber auch ihre Entscheidungsfreiheit abgesprochen, einfach weggenommen. Die Möglichkeit, sauer auf Dich zu sein, enttäuscht von Dir zu sein, sich von Dir zu distanzieren.
Und damit hast Du zu einem großen Teil auch eigennützig gehandelt.


Die Hoffnung, Mutter und Oma hätten Dich umstimmen können - wäre eine tolle Möglichkeit gewesen, richtig.
Aber primär stünde hier für mich wirklich die Ehrlichkeit gegenüber dem Erzeuger (und der Familie) im Raum.
Auch wenn hier argumentiert wird, dass man ja keine Pflicht hätte, den von der Schwangerschaft zu informieren - ich sehe hier zumindest eine ethisch-moralische Verpflichtung diesbezüglich.
Er ist an der Zeugung des Kindes ja auch beteiligt gewesen, es ist ja auch sein Kind. Und das Recht, sich zu dessen Schicksal wenigstens äußern zu dürfen, sollte er dann schon auch haben.

Aber Du hattest ja mal irgendwann, wenn ich das richtig erinnere gesagt, dass Du es weder der einen noch der anderen Seite hättest sagen können, weil die sich auch kennen, und es so dann irgendwie doch alle erfahren hätten.

Nein,
da hast Du was falsch verstanden.

Der Erzeuger wußte bescheid. Er hat sich sogar von seiner "anständigen" Seite gezeigt und hätte jede Entscheidung akzeptiert.
Da ich aber um jeden Preis und dauerhaft mit dieser Person abschließen mußte, hatte Redpoll mal die Idee geäußert, man hätte ihm ja die Schwangerschaft und auch das Kind verheimlichen können, um so trotz Kind keinen Kontakt pflegen zu müssen.

In dem Zusammenhang meinte ich dann, dass es unmöglich gewesen wäre, unbemerkt ein Kind zu bekommen, da man in der selben Ortschaft lebte.


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17. Februar 2014 um 12:09

Interessante Erkenntisse:
Habe mir nun mal die Mühe gemacht und rumtelefoniert - mit einer Praxis und dem städtischen KH.
Es ist durchaus etwas verschwommen.

Auskunft einer Praxismitarbeiterin:
Abholung sei absolut notwendig, ohne die läuft nix!
Auf meine Frage, wie verfahren wird, wenn ich niemanden organisieren kann, hieß es tatsächlich, dann könne ich nicht abtreiben (ein junges Mädel könnte hier durchaus in Panik geraten).

Gut, sie nahm sich Zeit und erklärte, dass es dabei ja NUR um mein Wohlergehen ginge.
Ich fragte, wie vorgegangen wird, wenn mein Abholer absagt oder sich gewaltig verspätet und die Praxis schließt?

Dann wurde es interessant, denn plötzlich wurde alles doch nicht mehr so eng genommen:
Das Feldbett würde definitiv nicht ausgepackt werden, eine Möglichkeit der stationären Überbrückung der 24-Std. gibt es nicht.

Ihre Reaktion war unsicher... "ähm, naja... hmmm... bislang ist bei uns noch nie etwas passiert infolge von Narkosenachwirkungen und eine Verlegung ins KH ist nach einem solchen Eingriff...Achtung: UNNÖTIG!

Fazit: im Zweifelsfall, ehe der Feierabend dran glauben muß, werden sämtliche Vorgaben dann doch über Bord geworfen, sie betonte, dass sie eben NUR bis 16.00 Uhr geöffnet hätten !


Dann rief ich im städtischen KH an, wollte hören, wie dort verfahren wird.
Zu meinem Erstaunen erfuhr ich, dass man auch dort Abtreibungen durchführt (das wußte ich bis dato NICHT ).
Dies sei ein kleiner ambulanter Eingriff und man müsse NICHT abgeholt werden, man dürfe sich lediglich nicht selbst hinters Steuer setzen. Ich hakte nach, dass ich diesbezüglich was von "Verpflichtung" gehört habe - nein, sei nicht nötig!


Natürlich ist PL nun absolut der Ansicht, man dürfe bzgl. der Abholung nicht schwindeln, denn es kann bei fehlender Begleitung tatsächlich passieren, dass einem der Eingriff zunächst -im Zweifelsfall sogar gänzlich- versagt wird, wenn man im Vorfeld angibt, nicht abgeholt zu werden.

Übrigens:
Vom Taxi abgeholt zu werden gilt dann, wenn man "zu Hause betreut wird ", das Eine schließt das Andere ja nicht aus - also niemand braucht Angst haben, ein Kind bekommen zu müssen weil er alleine ist

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17. Februar 2014 um 12:22
In Antwort auf birkir_12165290

Und auch der Vollständigkeit halber,
http://www.slk-kliniken.de/uploads/media/Haftung_beim_Tod_sedierter_Patienten_02.pdf

gemäß Seite 120, rechte Spalte oben, könnte es sogar für die Praxis verpflichten sein, den Patienten sogar körperlich am Gehen zu hindern:
"In einem Kommentar zur BGH-Entscheidung
erwähnt Biermann für einen
solchen Fall die Möglichkeit, mit
maßvoll dirigierendem Einsatz von
körperlicher Gewalt uneinsichtige
Patienten nach Sedation am Verlassen
der Praxis zu hindern und sie so
vor sich selbst zu schützen"*1)."

Spätestens
wenn die Praxis schließt, dürften sich die Prioritäten deutlich verlagern

Übrigens mal ehrlich, nur weil es irgendwann irgendwo mal zu einem tragischen Zwischenfall durch Narkosenachwirkungen gekommen ist, soll nun alle Welt die Konsequenzen tragen und im Zweifelsfall von einer Abtreibung absehen und ein Kind bekommen? Dem Arzt zu Liebe?

Carn, bleib bitte realistisch, Deine Genauigkeit ist löblich, aber das steht in keinster Relation.

Zumal man das Autofahren somit ganz verbieten müßte, denn jeder Autofahrer stellt auch ohne erkennbare Gründe eine potentielle Gefahr für sich und andere dar - Unfälle aus ungeklärter Ursache gibts genug!


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17. Februar 2014 um 12:24
In Antwort auf florina911

Interessante Erkenntisse:
Habe mir nun mal die Mühe gemacht und rumtelefoniert - mit einer Praxis und dem städtischen KH.
Es ist durchaus etwas verschwommen.

Auskunft einer Praxismitarbeiterin:
Abholung sei absolut notwendig, ohne die läuft nix!
Auf meine Frage, wie verfahren wird, wenn ich niemanden organisieren kann, hieß es tatsächlich, dann könne ich nicht abtreiben (ein junges Mädel könnte hier durchaus in Panik geraten).

Gut, sie nahm sich Zeit und erklärte, dass es dabei ja NUR um mein Wohlergehen ginge.
Ich fragte, wie vorgegangen wird, wenn mein Abholer absagt oder sich gewaltig verspätet und die Praxis schließt?

Dann wurde es interessant, denn plötzlich wurde alles doch nicht mehr so eng genommen:
Das Feldbett würde definitiv nicht ausgepackt werden, eine Möglichkeit der stationären Überbrückung der 24-Std. gibt es nicht.

Ihre Reaktion war unsicher... "ähm, naja... hmmm... bislang ist bei uns noch nie etwas passiert infolge von Narkosenachwirkungen und eine Verlegung ins KH ist nach einem solchen Eingriff...Achtung: UNNÖTIG!

Fazit: im Zweifelsfall, ehe der Feierabend dran glauben muß, werden sämtliche Vorgaben dann doch über Bord geworfen, sie betonte, dass sie eben NUR bis 16.00 Uhr geöffnet hätten !


Dann rief ich im städtischen KH an, wollte hören, wie dort verfahren wird.
Zu meinem Erstaunen erfuhr ich, dass man auch dort Abtreibungen durchführt (das wußte ich bis dato NICHT ).
Dies sei ein kleiner ambulanter Eingriff und man müsse NICHT abgeholt werden, man dürfe sich lediglich nicht selbst hinters Steuer setzen. Ich hakte nach, dass ich diesbezüglich was von "Verpflichtung" gehört habe - nein, sei nicht nötig!


Natürlich ist PL nun absolut der Ansicht, man dürfe bzgl. der Abholung nicht schwindeln, denn es kann bei fehlender Begleitung tatsächlich passieren, dass einem der Eingriff zunächst -im Zweifelsfall sogar gänzlich- versagt wird, wenn man im Vorfeld angibt, nicht abgeholt zu werden.

Übrigens:
Vom Taxi abgeholt zu werden gilt dann, wenn man "zu Hause betreut wird ", das Eine schließt das Andere ja nicht aus - also niemand braucht Angst haben, ein Kind bekommen zu müssen weil er alleine ist

Man darf nicht
"Natürlich ist PL nun absolut der Ansicht, man dürfe bzgl. der Abholung nicht schwindeln,"
Vertragspartner bezüglich Dinge, die für den Vertrag und vor allem für den Vertragspartner wichtig sind, anlügen, egal was für ein Vertrag das ist.


"Fazit: im Zweifelsfall, ehe der Feierabend dran glauben muß, werden sämtliche Vorgaben dann doch über Bord geworfen, sie betonte, dass sie eben NUR bis 16.00 Uhr geöffnet hätten"

"Dies sei ein kleiner ambulanter Eingriff und man müsse NICHT abgeholt werden, man dürfe sich lediglich nicht selbst hinters Steuer setzen"

Diesen potentiellen Vertragspartnern scheinen Haftungsrisiken nicht wichtig zu sein. Ist also eher unwichtig, ob man ihnen noch eines aufbrummt, scheint ihnen ja egal zu sein.


Spricht dafür, bei einer ambulanten Behandlung bei der entsprechenden Praxis/Klink anzurufen und so wie florina mal nachzubohren, ob das denen wichtig ist oder nicht. Wenns ihnen nicht wichtig ist, dann sollte man sich deswegen keinen Kopf machen. Wenn es die Praxis/Klink aber wichtig nimmt, dann sollte man nicht lügen.

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17. Februar 2014 um 12:42
In Antwort auf birkir_12165290

Man darf nicht
"Natürlich ist PL nun absolut der Ansicht, man dürfe bzgl. der Abholung nicht schwindeln,"
Vertragspartner bezüglich Dinge, die für den Vertrag und vor allem für den Vertragspartner wichtig sind, anlügen, egal was für ein Vertrag das ist.


"Fazit: im Zweifelsfall, ehe der Feierabend dran glauben muß, werden sämtliche Vorgaben dann doch über Bord geworfen, sie betonte, dass sie eben NUR bis 16.00 Uhr geöffnet hätten"

"Dies sei ein kleiner ambulanter Eingriff und man müsse NICHT abgeholt werden, man dürfe sich lediglich nicht selbst hinters Steuer setzen"

Diesen potentiellen Vertragspartnern scheinen Haftungsrisiken nicht wichtig zu sein. Ist also eher unwichtig, ob man ihnen noch eines aufbrummt, scheint ihnen ja egal zu sein.


Spricht dafür, bei einer ambulanten Behandlung bei der entsprechenden Praxis/Klink anzurufen und so wie florina mal nachzubohren, ob das denen wichtig ist oder nicht. Wenns ihnen nicht wichtig ist, dann sollte man sich deswegen keinen Kopf machen. Wenn es die Praxis/Klink aber wichtig nimmt, dann sollte man nicht lügen.

Moment,
Die Dame, die zunächst meinte, ohne Abholung keine Abtreibung, tätigte dann diese Aussage, dass sie nur bis 16.00 anwesend seien und mehr konnte sie dazu nicht sagen.
Es war deutlich, dass sie meinte, ab 16.00 Uhr könne man es dann eben auch nicht ändern und dann müsse man eben alleine gehen!
Also ein und dieselbe Praxis!!

Man muß auch bedenken, dass es evtl. Gegenden gibt, wo sich keine Praxis finden läßt, die anders reagiert als die hiesige, die ich zuerst kontaktierte.

Carn, Du weißt genau dass es bei medizinisch notwendigen Eingriffen kein Versagen der Behandlung geben kann - also hast Du natürlich leicht reden wenn Du betonst, dass Du von sämtlichen Eingriffen unter Narkose sprichst und nicht speziell von Abtreibungen.
Du kennst den Unterschied!


Und nochmal, wenn es möglich WÄRE, dass eine Behandlung ohne Abholung ausgeschlagen wird, die eine Fehlgeburt verhindert, wie wichtig wäre Dir dann das Anlügen des Vertragspartners?


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17. Februar 2014 um 13:44
In Antwort auf florina911

Spätestens
wenn die Praxis schließt, dürften sich die Prioritäten deutlich verlagern

Übrigens mal ehrlich, nur weil es irgendwann irgendwo mal zu einem tragischen Zwischenfall durch Narkosenachwirkungen gekommen ist, soll nun alle Welt die Konsequenzen tragen und im Zweifelsfall von einer Abtreibung absehen und ein Kind bekommen? Dem Arzt zu Liebe?

Carn, bleib bitte realistisch, Deine Genauigkeit ist löblich, aber das steht in keinster Relation.

Zumal man das Autofahren somit ganz verbieten müßte, denn jeder Autofahrer stellt auch ohne erkennbare Gründe eine potentielle Gefahr für sich und andere dar - Unfälle aus ungeklärter Ursache gibts genug!


Wie lägen Deine Prioritäten denn
in folgendem Fall:

Eine Autofahrerin erwischt, unter den Nachwirkungen einer Narkose stehend, Deine Kinder und verletzt sie schwer - lebenslange Pflegefälle.
Ihnen noch einigermaßen ein glückliches und erfülltes Leben zu bescheren, kostet Unmengen Geld.

Die Autofahrerin hat keine Kohle.

Und nun erfährst Du, dass die Autofahrerin gerade aus einer Arzt-Praxis von einer Abtreibung kommt, und Arzt und Personal eben nicht sichergestellt hatten, dass sie bleibt, bis die Wirkungen der Narkose komplett aufgehoben waren.

Der Arzt ist Millionär.

Würdest Du darauf verzichten, den Arzt in die Haftung zu nehmen?
Das wäre ja nur konsequent - und auch moralisch integer.

Oder willst und forderst Du alles?
Freiheit für die Frauen/die Patienten allgemein, selbst entscheiden zu können, ob und wann sie nach einem Eingriff wieder gehen.
Und gleichzeitig für den Fall, dass diese "Freiheit" dann "schiefgeht", die Frau/der Patient oder aber Dritte zu Schaden, möglicherweise zu Tode kommen, dann doch die Haftung für den Arzt?

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17. Februar 2014 um 13:48
In Antwort auf florina911

Moment,
Die Dame, die zunächst meinte, ohne Abholung keine Abtreibung, tätigte dann diese Aussage, dass sie nur bis 16.00 anwesend seien und mehr konnte sie dazu nicht sagen.
Es war deutlich, dass sie meinte, ab 16.00 Uhr könne man es dann eben auch nicht ändern und dann müsse man eben alleine gehen!
Also ein und dieselbe Praxis!!

Man muß auch bedenken, dass es evtl. Gegenden gibt, wo sich keine Praxis finden läßt, die anders reagiert als die hiesige, die ich zuerst kontaktierte.

Carn, Du weißt genau dass es bei medizinisch notwendigen Eingriffen kein Versagen der Behandlung geben kann - also hast Du natürlich leicht reden wenn Du betonst, dass Du von sämtlichen Eingriffen unter Narkose sprichst und nicht speziell von Abtreibungen.
Du kennst den Unterschied!


Und nochmal, wenn es möglich WÄRE, dass eine Behandlung ohne Abholung ausgeschlagen wird, die eine Fehlgeburt verhindert, wie wichtig wäre Dir dann das Anlügen des Vertragspartners?


Ja,
"Also ein und dieselbe Praxis!!"
denen scheint es nicht wichtig zu sein. Deswegen ist es dumm von denen zuerst auf einer Begleitung zu bestehen und dann wegen Feierabend rumzumaulen; in dem Fall muss man sich zumindest wegen den Problemen der Praxis wenn man ohne Begleitung heeht keine Gedanken machen; die wollen offensichtlich den Ärger, wenn doch mal was passiert.

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17. Februar 2014 um 14:04
In Antwort auf birkir_12165290

Ja,
"Also ein und dieselbe Praxis!!"
denen scheint es nicht wichtig zu sein. Deswegen ist es dumm von denen zuerst auf einer Begleitung zu bestehen und dann wegen Feierabend rumzumaulen; in dem Fall muss man sich zumindest wegen den Problemen der Praxis wenn man ohne Begleitung heeht keine Gedanken machen; die wollen offensichtlich den Ärger, wenn doch mal was passiert.

Würdest Du mir bitte noch
meine letzte Frage beantworten?

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17. Februar 2014 um 14:40

Die zahlt
aber nur bis max 2,5 Mio.

Und Florinas Kinder sind noch SEHR klein. Im Laufe des Lebens käme da einiges an Kosten für Pflege, Umbau Wohnung, Haus, Therapien etc. zusammen.

Für die Differenz müsste die Verursacherin also selbst aufkommen.


Außerdem war das nicht die Frage.
Die Frage lautet, ob Florina den Arzt, für den Fall, dass etwas passiert, tatsächlich nicht belangen würde.

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17. Februar 2014 um 15:00


Das mit den Begleitpersonen sollte man nicht unterschätzen, wenn man sich zur Verfügung stellt, bei der besten Freundin, bei einer Freundin oder sogar bei Unbekannten im Internet. Ich selbst habe eine Freundin, meine Mitbewohnerin, zur Abtreibung begleitet. Es war der letzte Termin, sie war wirklich haarscharf an der Frist. Ich habe die getröstet, dann nach Hause begleitet. Monate später machte sie mir Vorwürfe, ich hätte ihr mehr "Mut" (d.h. Mut, das Kind zu bekommen) machen sollen, in der Situation habe ich falsch reagiert, sie hätte ein paar nette Worte gebraucht. Dass ich ihr vor der Praxis noch sagte: Keine Angst, du packst das schon, in einer Stunde ist alles vorbei, machte sie mir zum Vorwurf, als hätte ich sie zur Abtreibung gedrängt. Ich wäre in Zukunft viel vorsichtiger und würde meine Hilfe auch nicht anbieten.

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17. Februar 2014 um 16:44
In Antwort auf florina911

Würdest Du mir bitte noch
meine letzte Frage beantworten?

Mein Hirn verbiegt sich etwas dabei,
mir ein tatsächliches Szenario dafür zu überlegen.

Aber wenn ein Arzt sich in der Art einer unterlassenen Hilfeleistung strafbar zu machen droht, dann ist es eh in seinem Interesse, wenn man ihn mit einer Lüge dazu bringt, sich doch gesetzeskonform zu verhalten.

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17. Februar 2014 um 18:54
In Antwort auf an0N_1269329299z


Es ist für Dich - um mal an Carns Beispiele anzuknüpfen - das Gleiche, ob man aus Eigennutz lügt, der eigenen Vorteile wegen, oder ob man lügt, um einem anderen Menschen im Extremfall das Leben zu retten?

Tut mir leid, DAS verstehe ich nicht.

Richtig!
Ich fand Carn's Beispiel mit den Juden ganz nett. Ich finde Notlügen tatsächlich akzeptabel, wenn man damit ein Menschenleben retten kann. Lügen, um ein ebensolches beenden zu können, weil es einem selber am meisten Nutzen bringt, ist moralisch doppelt falsch. Dürfte einleuchten.

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17. Februar 2014 um 19:09
In Antwort auf florina911

Nein,
da hast Du was falsch verstanden.

Der Erzeuger wußte bescheid. Er hat sich sogar von seiner "anständigen" Seite gezeigt und hätte jede Entscheidung akzeptiert.
Da ich aber um jeden Preis und dauerhaft mit dieser Person abschließen mußte, hatte Redpoll mal die Idee geäußert, man hätte ihm ja die Schwangerschaft und auch das Kind verheimlichen können, um so trotz Kind keinen Kontakt pflegen zu müssen.

In dem Zusammenhang meinte ich dann, dass es unmöglich gewesen wäre, unbemerkt ein Kind zu bekommen, da man in der selben Ortschaft lebte.


Du sagtest
Dein Ex habe Dich psychisch fertig gemacht oder sowas in der Richtung. Es ging also nicht nur um Unlust, mit jemandem Kontakt zu haben, sondern um eine echte Belastung, die Du hättest vermeiden können, indem Du Deinem Freund die Schwangerschaft nicht auf die Nase bindest. Wenn jemand sich mies verhält, muss er damit rechnen, dass andere sich von ihm abschotten, um sich zu schützen. Hättest Du die Schwangerschaft verheimlicht, weil Du einen besseren Mann gefunden hast und einfach keine Lust mehr auf den Ex hattest, dann wäre das absolut nicht ok gewesen. Ich glaube, der Unterschied dürfte Dir auch klar sein.

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18. Februar 2014 um 6:25
In Antwort auf birkir_12165290

Mein Hirn verbiegt sich etwas dabei,
mir ein tatsächliches Szenario dafür zu überlegen.

Aber wenn ein Arzt sich in der Art einer unterlassenen Hilfeleistung strafbar zu machen droht, dann ist es eh in seinem Interesse, wenn man ihn mit einer Lüge dazu bringt, sich doch gesetzeskonform zu verhalten.

Siehste
Dann ist "Lügen erlaubt -Lügen verboten" eben doch PL-orientiert.
Mich stört einfach nur, dass man das nicht zugeben kann!

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18. Februar 2014 um 7:03
In Antwort auf florina911

Siehste
Dann ist "Lügen erlaubt -Lügen verboten" eben doch PL-orientiert.
Mich stört einfach nur, dass man das nicht zugeben kann!

Du und vor allem zimt
erwecken aber den Eindruck, dass ihr glaubt, es wäre rein von PL oder PC abhängig und von nichts anderem, geradezu nur davon, ob man jetzt das "Gefühl" hat, es sei ein Mensch oder es sei kein Mensch.

Aber auch wenn man heute die Schönheits-OP machen will, damit man rechtzeitig zum Frühlingsbeginn den Look der Saison drauf hat und keine Depressionen wegen dem schlechten Aussehen erleidet, und man lügt den Arzt bezüglich Begleitung an, ist das immer noch falsch.

Und selbst wenn ich PC wäre, fände ich das Lügen zwecks Fristeinhaltung fragwürdig, weil man ja immer noch nach Holland fahren kann, kostet halt nur ein bischen mehr. Man setzt also durch eine bewusste Lüge zwecks eigenem Geldvorteil den Arzt einem Haftungsrisiko aus. Das ist egal wie ich es wende.

Und genau den Teil will vor allem zimt nicht verstehen, dass es bei der Bewertung hier einen Anteil hat, der nichts mit der Frage PC oder PL zu tun hat.

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18. Februar 2014 um 7:11
In Antwort auf an0N_1269329299z

Wie lägen Deine Prioritäten denn
in folgendem Fall:

Eine Autofahrerin erwischt, unter den Nachwirkungen einer Narkose stehend, Deine Kinder und verletzt sie schwer - lebenslange Pflegefälle.
Ihnen noch einigermaßen ein glückliches und erfülltes Leben zu bescheren, kostet Unmengen Geld.

Die Autofahrerin hat keine Kohle.

Und nun erfährst Du, dass die Autofahrerin gerade aus einer Arzt-Praxis von einer Abtreibung kommt, und Arzt und Personal eben nicht sichergestellt hatten, dass sie bleibt, bis die Wirkungen der Narkose komplett aufgehoben waren.

Der Arzt ist Millionär.

Würdest Du darauf verzichten, den Arzt in die Haftung zu nehmen?
Das wäre ja nur konsequent - und auch moralisch integer.

Oder willst und forderst Du alles?
Freiheit für die Frauen/die Patienten allgemein, selbst entscheiden zu können, ob und wann sie nach einem Eingriff wieder gehen.
Und gleichzeitig für den Fall, dass diese "Freiheit" dann "schiefgeht", die Frau/der Patient oder aber Dritte zu Schaden, möglicherweise zu Tode kommen, dann doch die Haftung für den Arzt?

Niemand
sagte, dass Patienten nicht in der Praxis bleiben sollten, bis die Nachwirkungen der Narkose komplett aufgehoben wird.
Nur bietet man hierzu keinerlei Möglichkeiten!

Dann sehe ich einen großen Unterschied darin, ob man sich gleich selbst hinters Steuer klemmt oder zu Fuß den Heimweg antritt.

Von mir aus kann man das Abholen per Taxi zur Pflicht machen, dem Patienten für zwei Tage den Führerschein entziehen, ihn 24 Std. stationär aufnehmen - ABER es geht gar nicht, dass der Eingriff im Zweifelsfall verweigert wird, weil die Frau von privater Seite aus keine Begleitperson organisieren kann!

Passieren kann dennoch immer etwas.
Stelle Dir vor, eine korpulente Frau wird von einem zierlichen jungen Mädel ganz vorbildlich abgeholt.
Sie laufen auf dem Gehsteig an einer Strasse entlang, der korpulenten Dame versagt der Kreislauf, sie kippt auf die Fahrbahn, die junge Frau hat keine Möglichkeit sie zu halten, ein Autofahrer weicht aus und fährt dabei die Kinder um!





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18. Februar 2014 um 8:27
In Antwort auf an0N_1194777199z


Das mit den Begleitpersonen sollte man nicht unterschätzen, wenn man sich zur Verfügung stellt, bei der besten Freundin, bei einer Freundin oder sogar bei Unbekannten im Internet. Ich selbst habe eine Freundin, meine Mitbewohnerin, zur Abtreibung begleitet. Es war der letzte Termin, sie war wirklich haarscharf an der Frist. Ich habe die getröstet, dann nach Hause begleitet. Monate später machte sie mir Vorwürfe, ich hätte ihr mehr "Mut" (d.h. Mut, das Kind zu bekommen) machen sollen, in der Situation habe ich falsch reagiert, sie hätte ein paar nette Worte gebraucht. Dass ich ihr vor der Praxis noch sagte: Keine Angst, du packst das schon, in einer Stunde ist alles vorbei, machte sie mir zum Vorwurf, als hätte ich sie zur Abtreibung gedrängt. Ich wäre in Zukunft viel vorsichtiger und würde meine Hilfe auch nicht anbieten.

Da kann ich wirklich nur sagen
Es war ihre eigene Entscheidung. Sie ist erwachsen. Wenn sie jetzt meint, die Schuld an ihrem gegenwärtigen Zustand auf dich abwälzen zu müssen, zeugt dies auf einen miesen Charakter. Wer zu schwach ist, zu seinen eigenen entscheidungen zu stehen, hat bei mir verspielt.

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18. Februar 2014 um 10:25
In Antwort auf an0N_1194777199z


Das mit den Begleitpersonen sollte man nicht unterschätzen, wenn man sich zur Verfügung stellt, bei der besten Freundin, bei einer Freundin oder sogar bei Unbekannten im Internet. Ich selbst habe eine Freundin, meine Mitbewohnerin, zur Abtreibung begleitet. Es war der letzte Termin, sie war wirklich haarscharf an der Frist. Ich habe die getröstet, dann nach Hause begleitet. Monate später machte sie mir Vorwürfe, ich hätte ihr mehr "Mut" (d.h. Mut, das Kind zu bekommen) machen sollen, in der Situation habe ich falsch reagiert, sie hätte ein paar nette Worte gebraucht. Dass ich ihr vor der Praxis noch sagte: Keine Angst, du packst das schon, in einer Stunde ist alles vorbei, machte sie mir zum Vorwurf, als hätte ich sie zur Abtreibung gedrängt. Ich wäre in Zukunft viel vorsichtiger und würde meine Hilfe auch nicht anbieten.

@ matschbiene
Deine Freundin sucht einen Sündenbock, wo sie ihre eigene Unzufriedenheit über ihre Entscheidung abwälzen kann.

Es war aber ihre Entscheidung und nicht deine. Sie wird erwachsen gewesen sein, niemand - zumindest nicht du - hat sie zu der Entscheidung gezwungen. Hättest du sie bequatscht das Kind unbedingt zu bekommen, so könnte sie dir auch das heute übel nehmen, wenn es eigentlich gar nicht ihre Überzeugung gewesen ist und sie heute nicht damit klar käme.

Wenn sie dir nun Vorwürfe macht, dann würde ich mal ein ernstes Wörtchen mit ihr sprechen. Das ist nämlich nicht nur unfair, sondern auch falsch anderen Leuten die Schuld für die eigenen Entscheidungen aufzubrummen!

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18. Februar 2014 um 10:42
In Antwort auf birkir_12165290

Da fällt mir auf,
es kann sein, dass das Haftungsrisiko auf die Begleitung übergeht.

@die, die schonmal abgeholt haben:
Habt ihr was unterschreiben müssen beim Abholen?
Und was stand da drin?


In dem Artikel steht nämlich auch die Überlegung drin, dass man sich vom Begleiter unterschreiben lässt, dass für die nächsten 24 Stunden eine Überwachung sichergestellt ist und der Patient nicht allein gelassen wird. In dem Fall gäbe es ein Haftungsrisiko für den Begleiter.

Haftungsrisiko
Ich hatte schon ein paar Mal eine Sedierung und wurde im Anschluss abgeholt, keiner meiner Begleiter musste jemals irgendwas unterschreiben!

Ich denke, dass ein Haftungsrisiko auch nicht auf die Begleitung übergehen kann. Denn wenn der Patient sich plötzlich aufgrund der nachwirkenden Medikation langmacht, mit dem Kopf auf die Betonstraße schlägt, Atemaussetzer bekommt oder sein Herz beginnt zu rasen, so kann die Begleitung dafür nicht haftbar gemacht werden. Sie ist eben keine ausgebildete Pflegekraft und auch kein Arzt. Sie kann lediglich dafür sorgen, dass der Patient nicht allein ist und mit bestem Gewissen versucht wird ihn sicher nach Hause zu bringen. Und auch bei der Betreuung zu Hause ist man abgelenkt. Da reicht ein Klogang, wo etwas passieren kann oder nachts beim Schlafen. Nun kannst du aber gewiss keiner Begleitung verbieten die nächsten 24 Stunden aufs Klo zu gehen oder nachts zu schlafen.

Die Übertragung des Haftungsrisiko dürfte also schwierig werden.

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18. Februar 2014 um 15:21
In Antwort auf birkir_12165290

Du und vor allem zimt
erwecken aber den Eindruck, dass ihr glaubt, es wäre rein von PL oder PC abhängig und von nichts anderem, geradezu nur davon, ob man jetzt das "Gefühl" hat, es sei ein Mensch oder es sei kein Mensch.

Aber auch wenn man heute die Schönheits-OP machen will, damit man rechtzeitig zum Frühlingsbeginn den Look der Saison drauf hat und keine Depressionen wegen dem schlechten Aussehen erleidet, und man lügt den Arzt bezüglich Begleitung an, ist das immer noch falsch.

Und selbst wenn ich PC wäre, fände ich das Lügen zwecks Fristeinhaltung fragwürdig, weil man ja immer noch nach Holland fahren kann, kostet halt nur ein bischen mehr. Man setzt also durch eine bewusste Lüge zwecks eigenem Geldvorteil den Arzt einem Haftungsrisiko aus. Das ist egal wie ich es wende.

Und genau den Teil will vor allem zimt nicht verstehen, dass es bei der Bewertung hier einen Anteil hat, der nichts mit der Frage PC oder PL zu tun hat.

Ich verstehe schon worauf
Du hinaus möchtest.
Dann frage ich Dich nochmal:
Angenommen Arzt verweigert Eingriff um Fehlgeburt in 6. Ssw zu verhindern weil Begleitung fehlt, bietet keinen stationären Aufenthalt an und macht sich damit auch NICHT strafbar.
Für die Behandlung hat man noch eine Woche Zeit und kann locker in die Schweiz düsen, da dort keine Begleitung gefordert wird.
Also einfach die Umstände umgekehrt vorstellen!

Nun gehe ich davon aus, dass Du das Flunkern der Patientin dann anders werten würdest, WEIL Du PL bist.
Ich finde eine Fehlgeburt in der ganz frühen Woche weniger dramatisch als zum Austragen gezwungen zu werden.

Ausserdem wirst Du doch hoffentlich zugeben, dass diese Theorie, bei Fristüberschreitung nach Holland fahren können (was ja obendrein noch strafbar ist), wirklich arg arg unrealisisch ist.

Wenn ich mich um die Haftbarkeit des Arztes sorge, dann lasse ich ich mich mit dem Taxi in meine Wohnung bringen und verweile dort im Bett.
So bringe ich weder mich noch andere in Gefahr.

Und natürlich kann es auch dann noch völlig irre laufen und es semmelt mich auf der Toilette hin, ich breche mir das Genick und meine Eltern ziehen den Arzt zur Rechenschaft.

Und aufgrund dieses Restrisikos bzw. dem "Arzt zu Liebe" soll man nun ernsthaft im Extremfall die Frist verstreichen lassen und nach Holland düsen, wo evtl. eine ähnliche Problematik wartet?
Ebenfalls alleine per Bahn zurück reisen und so evtl. noch Passanten gefährden weil der ganze Stress die Nachwirkungen noch begünstigt (z.B. Schwächeanfall am Bahnsteig und stoße Kind versehentlich vor den herannahenden Zug)?
Ernsthaft?






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18. Februar 2014 um 16:09
In Antwort auf an0N_1194777199z


Das mit den Begleitpersonen sollte man nicht unterschätzen, wenn man sich zur Verfügung stellt, bei der besten Freundin, bei einer Freundin oder sogar bei Unbekannten im Internet. Ich selbst habe eine Freundin, meine Mitbewohnerin, zur Abtreibung begleitet. Es war der letzte Termin, sie war wirklich haarscharf an der Frist. Ich habe die getröstet, dann nach Hause begleitet. Monate später machte sie mir Vorwürfe, ich hätte ihr mehr "Mut" (d.h. Mut, das Kind zu bekommen) machen sollen, in der Situation habe ich falsch reagiert, sie hätte ein paar nette Worte gebraucht. Dass ich ihr vor der Praxis noch sagte: Keine Angst, du packst das schon, in einer Stunde ist alles vorbei, machte sie mir zum Vorwurf, als hätte ich sie zur Abtreibung gedrängt. Ich wäre in Zukunft viel vorsichtiger und würde meine Hilfe auch nicht anbieten.

In diesem
Fall ging es ja sicher um die gesamte Zeit vor dem Abbruch. Als Freundin und Mitbewohnerin hast Du sie sicher durch den gesamten Konflikt, in dem sie sich wohl befunden hat, begleitet.
Eine reine Begleitung für den Heimweg kann man da sicherlich nicht vergleichen!

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18. Februar 2014 um 16:11
In Antwort auf fusselbine

Haftungsrisiko
Ich hatte schon ein paar Mal eine Sedierung und wurde im Anschluss abgeholt, keiner meiner Begleiter musste jemals irgendwas unterschreiben!

Ich denke, dass ein Haftungsrisiko auch nicht auf die Begleitung übergehen kann. Denn wenn der Patient sich plötzlich aufgrund der nachwirkenden Medikation langmacht, mit dem Kopf auf die Betonstraße schlägt, Atemaussetzer bekommt oder sein Herz beginnt zu rasen, so kann die Begleitung dafür nicht haftbar gemacht werden. Sie ist eben keine ausgebildete Pflegekraft und auch kein Arzt. Sie kann lediglich dafür sorgen, dass der Patient nicht allein ist und mit bestem Gewissen versucht wird ihn sicher nach Hause zu bringen. Und auch bei der Betreuung zu Hause ist man abgelenkt. Da reicht ein Klogang, wo etwas passieren kann oder nachts beim Schlafen. Nun kannst du aber gewiss keiner Begleitung verbieten die nächsten 24 Stunden aufs Klo zu gehen oder nachts zu schlafen.

Die Übertragung des Haftungsrisiko dürfte also schwierig werden.

Macht Sinn!

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