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Baby: Wie Gender-Vorurteilen vorbeugen?

25. November 2019 um 15:16 Letzte Antwort: 27. November 2019 um 14:21

Hallo liebe Menschen, 

diesen Beitrag habe ich ebenfalls im Forum "Psychologie" gepostet. Ich weiss nicht, wo er besser hinpasst.

Im kommenden Frühjahr erwartet meine Partnerin unser gemeinsames Baby. Wir sind uns beide einig, dass wir das Kind so gut es geht vor den leider sehr verbreiteten Gender-Vorurteilen beschützen wollen. Was in der Theorie recht einfach klingt, ist in der Umsetzung aber ziemlich schwierig. Denn wo fängt man da an? 

Meine Partnerin vertritt die Haltung - und ich kann ihr da nicht ganz widersprechen - dass es im Grunde niemanden zu interessieren hat, welches Geschlecht das Kind hat. Denn wenn man mal genauer darüber nachdenkt dient diese Information über ein Baby ja lediglich dazu, sein Verhalten gegenüber den Kind entsprechend anzupassen - sei es beim unmittelbaren Umgang oder über die Wahl der Geschenke etc. Und das ist in der Tat etwas, dass man tatgäglich beobachten kann, wenn Erwachsene mit Babies interagieren. 

Aber darüber hinaus: Wie lässt sich das Kind vom vorhandenen und verbreiteten Gender-Bias so gut es geht schützen?

LG

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25. November 2019 um 17:49

ernsthaft?  das sind eure wichtigsten Gedanken wenn ihr ein baby bekommt? 

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25. November 2019 um 21:24

Ähm, kurz gesagt, gar nicht! Mal ein Bsp. Der Sohn von Freunden hat damals mit gut 2 fast alle Autos gekannt. Damals noch kinderlos, dachte ich mir, dass der Papa wohl fleißig mit Sohnemann geübt hat. Fand ich sehr befremdlich. Dann hab ich selber meinen ersten Sohn bekommen. Und was soll ich sagen. Autos und Fahrzeuge im allgemeinen mag er total, er fragt gezielt danach. Und dann antwortet man halt und er merkt es sich eben auch. Puppen und Kuscheltiere interessieren ihn dagegen gar nicht. Soll ich ihm jetzt ne Puppe an den Bauch binden, damit er sich mehr damit beschäftigt? Ist doch auch Quatsch. Da hat man mit Kind echt andere Probleme. 

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26. November 2019 um 12:45
In Antwort auf coellner78

Hallo liebe Menschen, 

diesen Beitrag habe ich ebenfalls im Forum "Psychologie" gepostet. Ich weiss nicht, wo er besser hinpasst.

Im kommenden Frühjahr erwartet meine Partnerin unser gemeinsames Baby. Wir sind uns beide einig, dass wir das Kind so gut es geht vor den leider sehr verbreiteten Gender-Vorurteilen beschützen wollen. Was in der Theorie recht einfach klingt, ist in der Umsetzung aber ziemlich schwierig. Denn wo fängt man da an? 

Meine Partnerin vertritt die Haltung - und ich kann ihr da nicht ganz widersprechen - dass es im Grunde niemanden zu interessieren hat, welches Geschlecht das Kind hat. Denn wenn man mal genauer darüber nachdenkt dient diese Information über ein Baby ja lediglich dazu, sein Verhalten gegenüber den Kind entsprechend anzupassen - sei es beim unmittelbaren Umgang oder über die Wahl der Geschenke etc. Und das ist in der Tat etwas, dass man tatgäglich beobachten kann, wenn Erwachsene mit Babies interagieren. 

Aber darüber hinaus: Wie lässt sich das Kind vom vorhandenen und verbreiteten Gender-Bias so gut es geht schützen?

LG

Du kannst doch Familie und Freunde bitten, nicht so stereotypische Geschenke zu machen. Auch kannst du bei der Kleidung neutrale Farben nehmen.

Allerdings solltest du die Interessen des Kindes unterstützen.
Ist es ein Junge und er möchte mit Autos spielen ist das genauso in Ordnung, wie wenn er mit Puppen spielt.

Meine Mutter wollte mich auch schützen, und so kam es, das ich als kleines Mädchen mir aussuchen durfte mit was ich spiele. Puppen fand ich immer doof, aber Autos waren toll. Pink war meine Hass-Farbe, aber Pferde/Ponys mochte ich. Und das war alles erlaubt. Ich bin als Mädchen aufgewachsen, fühle mich als Frau wohl und mag Autos, Schusswaffen und Shopping.

Ich würde an eurer Stelle einfach drauf achten, das das Kind glücklich ist.
Und bitte wählt einen eindeutigen Namen, alles andere kann auch gut dazu führen, das eurer Kind später von anderen Kindern gemobbt wird (Kinder können gemein sein!)

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27. November 2019 um 11:24

Man kanns auch irgendwo echt übertreiben.
Bitte ernährt das kleine Kind nicht VEGAN!

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27. November 2019 um 12:11
Beste Antwort

Als "Gedankenexperiment" ganz nett, aber für die Praxis eher irrelevant...

Wenn ihr gegensteuern wollt, dann schaut, dass euer Kind mit möglichst vielen Dingen in Kontakt kommt. Dann kann es sich frei entscheiden und entwickeln.

Und mal in die andere Richtung gedacht: Wenn die Gesellschaft so drauf ist, wie ihr es feststellt und bemängelt, dann sollte das Kind nicht davon abgeschirmt werden, sondern lernen damit umzugehen. Irgendwann geht es nicht mehr nur um Spielzeug und die Farbe der Kleidung - dann muss die Tochter darauf vorbereitet sein, dass man eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein braucht, um Schreinerin zu werden. Oder der Sohn umgekhert, um Kosmetiker zu werden.

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27. November 2019 um 13:52

Ich selbst gabe cersucht, meine Kinder nicht zu  sehr nach Geschlecht zu erziehen, aber letztendlich hat sich das selbst geregelt - mein Sohn hat eher technische Interessen (aber auch musische), mag Fußball und Baustellen, und meine Tochter hat eher musisch-künstlerische Interessen (Ballett, Tanz, Kunstturnen, Klavier) - vor allem schützen kann man sie nicht und die Entwicklung nicht komplett beeinflussen. Eine Freundin von mir hat es ganz krass durchgezogen, inkl Unisex-Namen für die Kinder - aber auch sie hat ähnliche Erfahrungen gemacht.

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27. November 2019 um 14:21

Spätestens im Kindergarten hat man keinen großen Einfluss mehr darauf..

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