Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Auch ohne Indikation eine Fruchtwasseruntersuchung?...

Auch ohne Indikation eine Fruchtwasseruntersuchung?...

14. Januar 2008 um 18:52 Letzte Antwort: 23. Januar 2008 um 4:15

Hallo!

Bin in diesem Forum neu, aber habe mir fast alle Beiträge zu diesem Thema angeschaut.
Mein Mann und ich sind sicher, eine Fruchtwasseruntersuchung ist sehr sinnvoll, vor allem in Bezug auf eine etwaige Behinderung des Kindes.(Und man kann zweifelsfrei bestimmen, welches Geschlecht es hat ) Bin jetzt 15.+4 SSW, 30 Jahre und ohne Beschwerden. In beiden Familie liegt keine Erbkrankheit vor und doch habe ich das Bedürfnis, mich abzusichern. Die Vorstellung, ein behindertes Kind zu bekommen und ein Leben lang zu pflegen, es wegzugeben, wenn man im Alter einfach keine Kraft mehr dazu hat oder bei noch schwereren Behinderungen das Kind nur an Apparaten überleben kann-für mich und meinen Mann eine Horrorvorstellung. Da ich nun weder einer Risikogruppe angehöre oder vorbelastet bin, müssten wir auch diese Untersuchung selbst finanzieren-ca.300-500 Euro... Echt der Hammer!!! Wer hat von Euch Erfahrungen oder kann was berichten, wenn keine Indikation vorliegt??? Wahrscheinlich fragen sich jetzt einige, warum dann der ganze Aufwand-Tja, vielleicht bin ich einfach nur unsicher. Wenn unter der Geburt was passiert, kann es ja auch zu Behinderungen kommen. JA, dann nehme ich mein Schicksal an! Aber wenn ich Trisomien oder andere schreckliche Sachen vorher untersuchen lassen kann, dann bin ich ruhiger. Natürlich stehen die Risiken nach einer FU auch noch im Raum... Ich weiss echt nicht mehr weiter... WER KANN HELFEN??

Mehr lesen

17. Januar 2008 um 10:03

Fruchtwasseruntersuchung
Hallo, ich habe bei meinem ersten Kind auch eine FU machen lassen, war damals 29J., es gab keine Indikation außer meiner Ängste und einer Cousine mit Down Syndrom, der Arzt sagte damals zu mir, dass das Verwandtschaftsverhältnis eigentlich zu entfernt ist.
Aber, er hat es trotzdem gemacht und wohl vor der Krankenkasse rechtfertigen können. Bei der Untersuchung kam raus, dass alles in Ordnung ist.
Meine Tochter kam im Februar 2005 mit einem komplizierten Herzfehler zur Welt (der nicht genetisch veranlagt ist) also nicht bei der FU feststellbar war. Damals wollte ich auch eine Feindiagnostik per Ultraschall durchführen lassen von dem mir mein Arzt diesmal abrat weil keine Indikation bestand. Wie soll auch eine Indikation bestehen, wenn man diesen Fehler eben erst beim Feinultraschall erkennen kann??? Die Krankenkasse, mit der ich vorab telefonierte, sagte ich müsse die Untersuchung selbst zahlen, wenn der Arzt eben keine Indikation .......blablabla.
Heute würde ich nicht so schnell nachgeben!!!! Ich habe die Untersuchung nicht machen lassen und wir waren bei der Geburt mit dieser Diagnose und aller Dramatik echt überfordert!!! Zum Glück ist alles gut gegangen. Hätte ich nur auf mein Gefühl gehört.

Jetzt bin ich wieder schwangen, und habe auch diesmal eine FU machen lassen, auch diesmal eigentlich keine Indikation, ich wurde von mehreren Ärzten und Schwestern vor der FU gefragt, wieso ich diese Untersuchung machen möchte und diesmal habe ich gesagt, dass ich Angst habe, dass ich wieder ein krankes Kind bekomme, diesmal kann ich nicht 2-3Monate nonstop in einer Klinik verbringen, ich hab ja noch eine Tochter zuhause. Ich denke, dass kein Arzt und auch keine Krankenkasse wirklich Probleme macht, wenn man wirklich glaubhaft rüberbringt, dass man große Ängste hat.
Rede einfach nochmal mit dem Arzt über deine Ängste.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht bezahlt wird.

Gefällt mir
21. Januar 2008 um 18:46
In Antwort auf lisbet_12636241

Fruchtwasseruntersuchung
Hallo, ich habe bei meinem ersten Kind auch eine FU machen lassen, war damals 29J., es gab keine Indikation außer meiner Ängste und einer Cousine mit Down Syndrom, der Arzt sagte damals zu mir, dass das Verwandtschaftsverhältnis eigentlich zu entfernt ist.
Aber, er hat es trotzdem gemacht und wohl vor der Krankenkasse rechtfertigen können. Bei der Untersuchung kam raus, dass alles in Ordnung ist.
Meine Tochter kam im Februar 2005 mit einem komplizierten Herzfehler zur Welt (der nicht genetisch veranlagt ist) also nicht bei der FU feststellbar war. Damals wollte ich auch eine Feindiagnostik per Ultraschall durchführen lassen von dem mir mein Arzt diesmal abrat weil keine Indikation bestand. Wie soll auch eine Indikation bestehen, wenn man diesen Fehler eben erst beim Feinultraschall erkennen kann??? Die Krankenkasse, mit der ich vorab telefonierte, sagte ich müsse die Untersuchung selbst zahlen, wenn der Arzt eben keine Indikation .......blablabla.
Heute würde ich nicht so schnell nachgeben!!!! Ich habe die Untersuchung nicht machen lassen und wir waren bei der Geburt mit dieser Diagnose und aller Dramatik echt überfordert!!! Zum Glück ist alles gut gegangen. Hätte ich nur auf mein Gefühl gehört.

Jetzt bin ich wieder schwangen, und habe auch diesmal eine FU machen lassen, auch diesmal eigentlich keine Indikation, ich wurde von mehreren Ärzten und Schwestern vor der FU gefragt, wieso ich diese Untersuchung machen möchte und diesmal habe ich gesagt, dass ich Angst habe, dass ich wieder ein krankes Kind bekomme, diesmal kann ich nicht 2-3Monate nonstop in einer Klinik verbringen, ich hab ja noch eine Tochter zuhause. Ich denke, dass kein Arzt und auch keine Krankenkasse wirklich Probleme macht, wenn man wirklich glaubhaft rüberbringt, dass man große Ängste hat.
Rede einfach nochmal mit dem Arzt über deine Ängste.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht bezahlt wird.

Fruchtwasseruntersuchung
Hallo "emilioundemely"!

War ein paar Tage nicht online... Danke für Deine Antwort. Nach Rücksprache mit meiner Frauenärztin, welche partout keine Indikation gefunden hat und ansich wohl auch keine richtige Lust hatte, eventuell einen anderen Weg zu finden, die FU über eine Überweisung laufen zu lassen, habe ich mich nun entschlossen, es nicht zu machen. Die Selbstkosten ohne Indikation belaufen sich nach grober Schätzung der Ärztin zwischen 400-500 Euro. Das sind Kosten, welche ich einfach nicht zahlen kann. Zumal wir in 4 Wochen nach Thüringen ziehen und ich ab März anders krankenversichert bin. Die Frist, diese FU machen zu lassen, wäre diese Woche verstrichen und in unserer kleine Stadt wäre eh nix zu machen gewesen mit einem Termin in der Gyn unseres KHs. Zumal ja auch kein "dringender Verdacht" vorliegt. Die Kündigung der jetzigen Krankenkasse und die "Bettelei" zur Übernahme der Kosten ist mir einfach zu blöde!!! Hatte eh den Eindruck, meine Ärztin hat es nicht so mit Vorinformationen zu allen möglichen Untersuchungen. Habe mir mehr oder weniger alles selbst zusammen gesucht an Infos oder über Freundinnen von diversen Möglichkeiten erfahren. Meistens zu knapp, um agieren zu können. Naja, ich warte jetzt mal den nächsten U-Schall ab und bin derweil guter Dinge. Was anderes bleibt mir nicht übrig. Ich neige eh zum Pessimismus, aber das nützt weder mir noch meinem Bauchzwerg etwas, wenn ich mir jetzt die Rübe zerdenke, oder?! Ich kann nur hoffen ,dass mein/e neue/r Arzt/Ärztin etwas agiler in Sachen Aufklärung und Infos ist und ich nicht wieder ins Klo greife mit meiner Arztwahl. Wobei das hier auch wieder nur über "Vitamin B" lief, mit der Arztsuche. Mein Mann wechselt aller 2-3 Jahre den Dienstort und es ist wahrlich nicht einfach, in eine Praxis aufgenommen zu werden. Nicht mal, wenn man mit dem Kopf unterm Arm kommt, ist man gnädig und darf Patientin werden. Alles schon erlebt... Nun gut, vielleicht will ja auch ne höhere Macht nicht, dass ich die Untersuchung machen lasse-ich warte einfach ab. Vielen Dank für die lieben Tipps!!! Bis bald sagt katemarmelade

Gefällt mir
23. Januar 2008 um 4:15

Ich würde dir abraten,
Wie ich gelesen habe, habt ihr euch entschieden die untersuchung nicht zu machen. Das finde ich gut so.Auch das man die Untersuchung selbst zahlen muß wenn keine indikation dazu gegeb ist. Irgendwie hab ich das Gefühl das Ihr recht leichtsinnig mit dem Leben eures Kindes umgeht. Einerseits seit ihr sehr besorgt das es nicht gesund ist andereseits würdet Ihr nur um das rauszufinden dem Kind ein Gr0ßes Risiko aussetzen. Wenn doch in eurer Familie nichts ausschlaggebendes Vorhanden ist was auf ein Risiko hindeutet, dann nehmt es doch so hin. Klar versteh ich auch eure Angst aber jetzt stell ich euch mal eine etwas blöde Frage (in euren Augen) So geht mal davon aus das alles super läuft, das Kind ist gesund und irgendwie durch einen Verkehrsunfall ect. ist das Kind dann Pflegebedürftig und Behindert. Was würdet ihr dann tun??? Und wenn bei der Geburt was schief geht dann nimmst du es so wie es ist, irgendwie ist das ein Wiederspruch, nehm es jetzt schon wie es ist. und macht dir keinen so großen Kopf was alles sein kann, denn da findest du noch genug Untersuchungen um irgendetwas rauszufinden, die ärzte sollten lieber über die Gefahren aufklären!!! Sorry wenn der eintrag nicht nach deinem Sinn war. Ich wünsche euch wirklich alles liebe und viel Glück für euer Baby.

Gefällt mir