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Arbeitsrecht bei kleinen Betrieben

12. Dezember 2007 um 15:09

Hallo,
ich brauche dringend Eure Hilfe.
Ich bin in der 17. SSW und am Montag kam mein Chef mit der Bitte ihn von meinem Anspruch auf meinen Arbeitsplatz zu entbinden. Allerdings will ich das nicht, da ich es als Perspektive sehe. Leider ist es so, dass ich die einzige Angestellte bin.
Meine Fragen: Habe ich bei dieser Betriebsgröße überhaupt ein Recht auf den Arbeitsplatz? Gilt dieses Recht auch wenn ich nach 1 1/2 Jahren nur noch Teilzeit arbeiten will oder muss ich Vollzeit einsteigen?
Vielleicht war ja schon mal jemand von Euch in einer ähnlichen Situatiob.
Ich bin Euch für jeden Tipp dankbar. Beim Jugendamt krieg ich nichts raus, weil ich seit Tagen keinen erreiche und wenn doch keiner Bescheid weiß.
Tausend Dank und liebe Grüße,
Aline

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12. Dezember 2007 um 15:15

Egal ob klein oder groß, Teil- oder Vollzeit
Deinen Anspruch hast Du immer.

Stell Dir mal vor, da würde man große von kleinen Betrieben unterscheiden...das würde in einer Katastrophe enden!

Außerdem kann sich Dein Chef für den Zeitraum, indem Du nicht arbeiten gehst, Jemanden suchen.

Wie lange willst Du denn zu Hause bleiben?

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12. Dezember 2007 um 15:18

Kein Anrecht auf eine 1/2 Stelle
Dein Arbeitgeber ist nur dann verpflichtet, Dir eine halbe Stelle anzubieten, wenn der Betrieb mehr als 15 Beschäftigte hat. Ich kenne mich diesbezüglich gut aus, da ich selbst in dieser Situation bin. Ich musste mir von meinem Chef schriftlich geben lassen, dass er mich auch als Halbtagskraft wieder einstellen wird.

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12. Dezember 2007 um 15:32

BITTE
Wendet Euch bei solchen detaillierten Fragen nicht an das Forum! Da gibt es in der Regel nur Schwachsinn als Antwort. Zeitweise sind mal richtige Antworten dabei ... aber die Menge hier meint wirklich sie hätten aufgrund der Kinder alle Ansprüche dieser Welt beim Arbeitgeber.

Redet mit Euren Chefs! Holt Euch Expertenrat bei den Angestellen- bzw. Arbeiterkammern! Wer eine Rechtschutzversicherung hat kann auch einen Anwalt konsultieren!

Nur mal kurz zur Info....viele Arbeitgeber kämpfen um ihr Überleben und meinen es nicht immer böse! Ganz speziell natürlich die kleineren Betriebe!

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12. Dezember 2007 um 15:38
In Antwort auf frigg_12057853

Egal ob klein oder groß, Teil- oder Vollzeit
Deinen Anspruch hast Du immer.

Stell Dir mal vor, da würde man große von kleinen Betrieben unterscheiden...das würde in einer Katastrophe enden!

Außerdem kann sich Dein Chef für den Zeitraum, indem Du nicht arbeiten gehst, Jemanden suchen.

Wie lange willst Du denn zu Hause bleiben?

an dana2071:

Will auf jeden 1 1/2 Jahre Zuhause bleiben und ab dann Teilzeit bis der Zwerg zur Schule kommt.
Das mit dem Zeitvertrag hab ich auch gesagt, aber

Das verunsichert mich alles. Die vom Jugendamt sind halt auch nicht wirklich ne Hilfe. Von da hab ich das mit den großen und kleinen Betrieben!

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12. Dezember 2007 um 15:43

Ganz Unrecht...
...hat meine Vorrednerin nicht.

Ich (meines Zeichens Dipl. Juristin - aber nicht unbedingt ein Profi im ArbeitsR) gehe auch eher davon aus, dass du keinen Anspruch auf ne Teilzeit-Stelle hast. Dir steht die Elternzeit zu, und dann wieder dein "alter" Job, dein Chef muss sich aber nicht nur nach dir richten. Er kann sich allerdings auch eine Vertretung für dich auf befristeter Basis einstellen. Diese Möglichkeit besteht, von daher kann dich dein Chef also eigentlich auch nicht einfach "rausschmeißen".

Soweit du nicht im Saarland oder Bremen lebst - ich denke woanders gibt es die Arbeitnehmerkammern nämlich nicht - solltest du zusehen, dass du einen Anwalt konsultierst. Solltest du ein nur geringen Einkommen haben, steht dir die Beratung auch gegen 10,-- zu. Du musst dies aber direkt mit dem Anwalt besprechen. Dieser günstige Tarif steht dir als sog. "Beratungshilfe" zu.

Da du nur in einem kleinen Betrieb bist, gehe ich mal davon aus, dass du auch nicht in einer Gewerkschaft bist, andernfalls stehen dir auch da Spezialisten zur Verfügung.

LG Kathi 10+2

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12. Dezember 2007 um 16:01
In Antwort auf katia_12559090

BITTE
Wendet Euch bei solchen detaillierten Fragen nicht an das Forum! Da gibt es in der Regel nur Schwachsinn als Antwort. Zeitweise sind mal richtige Antworten dabei ... aber die Menge hier meint wirklich sie hätten aufgrund der Kinder alle Ansprüche dieser Welt beim Arbeitgeber.

Redet mit Euren Chefs! Holt Euch Expertenrat bei den Angestellen- bzw. Arbeiterkammern! Wer eine Rechtschutzversicherung hat kann auch einen Anwalt konsultieren!

Nur mal kurz zur Info....viele Arbeitgeber kämpfen um ihr Überleben und meinen es nicht immer böse! Ganz speziell natürlich die kleineren Betriebe!

Hallo diedritte,

Mein Chef ist in diesem Fall nicht der richtige Ansprechpartner. Ziemlich enttäuschend was hier schon alles kam.
Viele leere Versprechungen Ich hab hier noch nichts geschenkt bekommen.
Vielleicht findest Du es egoistisch Aber ich nehm seit 2 Jahren Rücksicht und bekomm nix dafür. Irgendwann reichts halt mal

Jugendamt floppt hier leider auch total, ich bekomm keine vernünftige Antwort, geschweige denn dass man jemand mit Ahnung ans Tel. bekommt.

Ich bin froh, wenn mir jemand helfen kann!

LG, Arcopatz

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12. Dezember 2007 um 16:05
In Antwort auf tanka_11868492

Hallo diedritte,

Mein Chef ist in diesem Fall nicht der richtige Ansprechpartner. Ziemlich enttäuschend was hier schon alles kam.
Viele leere Versprechungen Ich hab hier noch nichts geschenkt bekommen.
Vielleicht findest Du es egoistisch Aber ich nehm seit 2 Jahren Rücksicht und bekomm nix dafür. Irgendwann reichts halt mal

Jugendamt floppt hier leider auch total, ich bekomm keine vernünftige Antwort, geschweige denn dass man jemand mit Ahnung ans Tel. bekommt.

Ich bin froh, wenn mir jemand helfen kann!

LG, Arcopatz

Ganz ehrlich...
...das Jugendamt ist auch keine Rechtsberatungsstelle.
Ich frage mich, wie du auf die Idee kommst, dass die da Ahnung davon haben könnten??
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch bei den dortigen Sachbearbeitern manches Mal die rechte Hand nicht weiß, was die Linke tut. Also wende dich an Leute, die eine juristische Ausbildung genossen haben.

LG Kathi

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12. Dezember 2007 um 16:05
In Antwort auf tanka_11868492

an dana2071:

Will auf jeden 1 1/2 Jahre Zuhause bleiben und ab dann Teilzeit bis der Zwerg zur Schule kommt.
Das mit dem Zeitvertrag hab ich auch gesagt, aber

Das verunsichert mich alles. Die vom Jugendamt sind halt auch nicht wirklich ne Hilfe. Von da hab ich das mit den großen und kleinen Betrieben!

Wieso Jugendamt?
Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht das Jugendamt, ehrlich gesagt.

Wie schon gesagt wurde, suche einen Anwalt auf und kläre die Sache erst mit ihm.

Je nachdem, was er Dir dann sagt, solltest Du das persönliche Gespräch mit Deinem Chef suchen, immerhin sagst Du, dass Du die einzige Angestellte bist, da sollte man umso mehr an einem Strang ziehen.

LG

MissSophie 10+5

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12. Dezember 2007 um 16:08

Jap
Hab auch ne juristische Ausbildung genossen und kann mich nur anschließen. Wende dich an einen Anwalt oder auch an die Gewerkschaft, wenn du in so einer Mitglied bist - die haben meist auch sehr gut Ahnung.
Aber rein auf das Rechtsgefühl der Forenmitglieder kannst du dich nicht verlassen!!!

LG Mia

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12. Dezember 2007 um 16:43

Wie gut...
...dass ich im letzten Semester Arbeitsrecht belegt habe.

Du hast einen Rechtsanspuch darauf, dass dein Arbeitsplatz aufgrund von Elternzeit für die Dauer von 3 Jahren PRO KIND( gibt auch Ausnahmen mit 4 Jahren auf Antrag) für dich erhalten bleibt.

Auf Teilzeitarbeit muss sich der Betreib nur dann einlassen, wenn es betriebsbedingt auch möglich und machbar ist. D. h. du hast keinen Anspruch auf deine Stelle in Teilzeit.
Desweiteren darfst du WÄHREND der Elternzeit bis zu 30 Std in der Woche arbeiten. Dies auch nur dann, wenn es betrieblich möglich ist.

Du hast nach der Elternzeit keinen Anspruch darauf genau den Arbeitsplatz zu bekommen, die du vor der Elterzeit hattest. Dein AG darf dir einen vergleichbaren Arbeitsplatz anbieten, z. B. in einer anderen abteilung oder an einem anderen Standort. Liegt der Standort allerdings erheblich von dem Standort entfernt, an dem dein alter Arbeitsplatz war, musst du dich damit nicht abfinden.


Ein Kündigung während Schwangerschaft, Mutteschutz und Elterzeit ist ausgeschlossen. Aber es kann eine Kündigung zum ende der Elternzeit erfolgen.

Viele Grüße

Isa

... das ist nicht mein Rechtsgefühl, sondern dass was ich gelernt habe.

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