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Arbeite in der Pflege, wann Arbeitgeber Bescheid geben???

29. Mai 2007 um 22:20

Hallo!

Ich mach mir grad etwas Sorgen, da ich grad erfahren habe, dass ich schwanger bin (5. SWW) und ich mit körperbehinderten Jugendlichen arbeite. Diese sind teilweise ca. 50 Kg schwer und es muss ihnen geholfen werden, beim Transfer von Rolli in den Stuhl, oder aufs Bett zum Lagern. Teilweise können sie keinerlei Gewicht übernehmen. Wir sind nicht immer zu zweit, damit wir uns das Gewicht teilen, manchmal eben auch allein. Bzw. ist ja selbst ein 50 kg - Mensch zu zweit zu schwer.

Ich hab einfach Angst, dass ich durch die körperliche Anstrengung ne FG auslöse.. Dazu müsste ich aber meinem AG das bald sagen.. Nächste Woche arbeite ich wieder (hab grad Urlaub) dann bin ich in der 6. Woche. Aber immer noch sehr früh.. oder? was meint ihr?

lg, Nele

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29. Mai 2007 um 22:23

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ich würde es jetzt schon sagen, habs auch in der 7 oder 8 Woche gesagt..sicher ist sicher! Gerade bei diesen arbeiten!!

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29. Mai 2007 um 22:26

Sag es ruhig schon!...
hallöchen!...
zwar sagt man "generell", dass man es dem arbeitgeber so um die 12.ssw herum sagen soll, da dann die schwangerschaft als "sicher" gilt, aber es gibt natürlich auch außnahmefälle wie bei dir. da du nciht "nur" im büro am schreibtisch sitzt, solltest du es deinem arbeitgeber nächste woche sagen. gerad in den ersten 12wochen solltest du überanstrengung vermeiden und auch nicht schwer heben (schon gar nicht ca. 50kg!!)
... dein AG muss rücksicht auf dich nehmen und sich eine lösung einfallen lassen.
ich würde dir also raten es zu sagen bevor du dich vielleicht übernimmst!...
also dann: immer schön ruhig alles angehen und dich schonen...
eine schöne schwangerschaft wünsch cih dir,
lg,
anne + little romeo inside (27.ssw)

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30. Mai 2007 um 7:25

Hallo Nele,
ich habe es auch schon in der 6. Woche meinem AG gesagt, denn ich bin in der Altenpflege. Man kann da nicht warten bis paar Wochen rum sind, ja das stimmt. Ich habe positive Erfahrung damit gemacht, denn meine Kollegen wissen nun Bescheid und verstehen auch, wenn ich Hilfe hole, oder auch manche Bewohner, die, die z.B.gar nicht hinstehen, auch gar nicht mache. Ich freue mich sehr daüber und sage dies auch den Kollegen, denn so sehen sie, daß es nicht selbstverständlich ist, aber das Leben meines kleinen Schatzes setze ich nicht aufs Spiel. Was für Dich auch interessant ist, gib bei google einfach mal Mutterschutzgesetz ein und schau mal rein, da muß sich Dein AG dran halten, sonst haftet er, wenn Dir oder Deinem Krümel was passiert. So genug jetzt, wenn Du noch Fragen hast hilf ich Dir gerne. Liebe Grüße

Patricia (11+1)

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30. Mai 2007 um 7:58

Auf alle Fälle sofort sagen!!!
Dein FA wird dir bestimmt dann auch ein Beschäftigungsverbot erteilen. Zumindest dann , wenn dein Chef dich sonst nirgends einsetzen kann, wo du nicht schwere Lasten tragen musst oder Infektionsgefahren ausgesetzt bist.

Habe es auch sofort gesagt ( arbeitete beim Kieferorthopäfen) und da wir sehr viele Kinder /Jugendliche hatten, bekam ich sofort von meinem Chef bzw Arzt ein Beschäftigungsverbot. Ist nicht schön, aber sicher ist sicher.

LG Cadence4+Bobelsche

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30. Mai 2007 um 8:30

Sag es ihm so bald wie möglich
Ob deine Tätigkeiten für ein Beschäftigungsverbot ausreichen weiß ich nicht, aber Dein Arbeitgeber sollte sicherstellen daß Du nicht in die Situation kommst wo Du so schwer heben mußt. Außerdem darfst Du nicht mehr mit infektiösem Material (Blut, Ausscheidungen etc.) und Gefahrenstoffen wie Desifektionsmittel in Berührung kommen. Nicht mehr nach 20.00 Uhr arbeiten, keine Bereitschaft...etc. Dein Arbeitgeber muß Deine Schwangerschaft übrigens melden!!! Achte darauf daß er das auch tut, denn es gibt leider viele Arbeitgeber die die Vorschriften umgehen möchten. (weiß ich aus eigener Erfahrung) Soweit ich weiß muß er dem Gewerbeaufsichtsamt mitteilen welche Tätigkeiten du machst und die sagen dann ob du Arbeiten darfst oder nicht. Du kannst da ja auch mal unverbindlich anrufen und fragen wie das in der Pflege mit Behinderten ist, welche Vorschriften es da gibt. Diese Leute sind eigentlich immer sehr nett. Und du hast gleich eine Grundlage für das Gespräch mit Deinem Chef falls er nicht sehr einsichtig ist. Falls es zu einem Beschäfigungsverbot kommt, erhältst Du weiterhin Dein normales Gehalt und Dein Arbeitgeber kann sich das Geld von der Krankenkasse wiederholen. Alles Gute!

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30. Mai 2007 um 9:14
In Antwort auf linda1986

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ich würde es jetzt schon sagen, habs auch in der 7 oder 8 Woche gesagt..sicher ist sicher! Gerade bei diesen arbeiten!!

Ich hab
damals aauch sehr früh bescheid gegeben.
Direkt als ich den Mutterpass erhalten hatte.
Bekam auch sehr schnell Beschäftigungsverbot vom FA, habe allerdings zu dem zeitpunkt in der Dialyse gearbeitet und das ist durch das hohe Infektionsrisiko absolut tabu für Schwangere.

Bedenke auch, das Du nicht mehr den vollen Schichtdienst machen darfst, Sonn- und Feiertage anders gehandhabt werden und Du auch nur noch bis (ich glaube)20 Uhr arbeiten darfst, ebenso darfst Du keinen Dienst mehr alleine machen.

Dies alles kann man aber erst "umsetzen", wenn dein Arbeitgeber informiert ist.

Also ich würde es auch direkt jetzt schon sagen.

LG
Susi mit Paula inside (35.Ssw)

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30. Mai 2007 um 11:24

Hey, vielen dank für eure hilfreichen Antworten!!
es hat mir total geholfen, das alles zu lesen. Ich werds jetzt auch sicher nächste Woche (6.SWW) sagen. Weil ich muss da jetzt einfach an mich denken. Und sollte man noch warten mit dem sagen, dann kanns auch passieren, dass man vielleicht in der 13.SWW eine FG hat... Und so provoziere ich ja nur, dass etwas schief gehen könnte... DAnke euch!!!

lg, Nele

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