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Angst vor zweiter Fehlgeburt

21. Mai um 20:52

Liebe alle,

Mein Mann (32 J) und ich (31 J) hegen schon lange einen Kinderwunsch. Uns wurde mitgeteilt, dass wir nur durch künstliche Befrüchtung eine Chance auf ein Kind hätten (Beweglichkeit der Spermien ist sehr niedrig). So starteten wir letztes Jahr mit einer ICSI, der zweite Versuch war ein Volltreffer. Ich hatte aber von Beginn an wiederkehrende Krämpfe, welche mehrfach am Tag kamen, für 30 Min geblieben sind und dann wieder abflachten. Der Herzschlag konnte Ende Dezember in der 7 Woche nachgewiesen werden. Eine Woche später hatte ich keine Krämpfe mehr, ich hatte grosse Angst vor einer Fehlgeburt. Bei einer Notfalluntersuchung wurde festgestellt, dass das Kind aufgehört hat sich zu entwickeln. Es folgte ein medikamentös eingeleiteter Abgang. Das war mitte Januar. Das HCG war bis Ende April nachweisbar. Es war eine schwere Zeit. Zudem wurden viele in dieser Zeit schwanger in meinem Umkreis, teilweise fühlte ich einen gewissen Neid und Wut auf meinen Körper, dass er das Halten einer Schwangerschaft "nicht auf die Reihe bekommt".

Anfang Mai hatte ich dann wieder Krämpfe in der Mitte vom Unterleib (als würde sich die Gebärmutter zusammen ziehen), ich hatte Angst, dass es sich um eine Entzündung handelt, da der HCG Wert so langsam sank. Zu meinem Erstaunen wurde mir mitgeteilt, dass ich schwanger bin (HCG bei 145). Ich freute mich so und konnte es kaum glauben, dass es nun plötzlich doch klappen sollte. Ich redete mir ein, dass es doch nun klappen müsste. Nur machte es mir grosse Sorgen, dass die Schwangerschaft so anfing wie die letzte endete: mit Krämpfen. Abgesehen von den Krämpfen spannen meine Brüste etwas mehr, keine Übelkeit, keine erhöhte Müdigkeit etc.

Die Krämpfe wurden jedoch besser, meist waren sie nur noch nachts da. Tagsüber war es mehr ein Gefühl als ob ich meine Tage bekäme. Ich war überzeugt, dass sich nichts bilden würde und hatte gestern vor dem ersten ultraschall einen gefühlten Puls von 120. Es kam anders. Die Gynäkologin schätzt mich bei 5+1 ein, eine Fruchthöhle war zu sehen. Ich war sehr erleichtert.

Nun habe ich aber seit heute Nacht gar keine Anzeichen mehr (als mir dies das letzte mal bewusst wurde, war auch der Puls des Babys nicht mehr nachweisbar).
Ich hatte keinen einzigen Krampf die ganze Nacht, nur heute ein Ziehen rechts (teilweise wie Seitenstechen, das Ziehen zieht sich je nach dem bis rechts in den Oberschenkel). Nach der letzten Fehlgeburt bei meiner ersten Schwangerschaft bin ich in grosser Sorge und halt auch sehr sensibilisiert.

Meine Gynäkologin habe ich heute angerufen, sie meinte ich müsste abwarten. Solange es nicht blutet, wird der Ultraschall von heute nicht anders aussehen als gestern. Ich solle sicher 1 Woche warten. Mein Mann denkt, es sei doch schön wenn ich keine Krämpfe mehr habe, ich soll mich entspannen... Das ist leichter gesagt als getan. Das schlimme ist, dass ich meinen Körper gut kenne und in der Vergangenheit schon oft recht hatte, wenn ich etwas befürchtete. Ich konnte bei der Arbeit heute an nichts anderes denken und horche in mich hinein und habe grosse Angst vor einer weiteren Fehlgeburt. Ich habe so ein ungutes Gefühl. Ich würde mich gerne mit jemandem austauschen. Kennt jemand dieses Stechen auf einer Seite, oder hat jemand sonst Tipps für mich? Ich bin dankbar für euren Input. <3

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21. Mai um 23:12
In Antwort auf hope87

Liebe alle,

Mein Mann (32 J) und ich (31 J) hegen schon lange einen Kinderwunsch. Uns wurde mitgeteilt, dass wir nur durch künstliche Befrüchtung eine Chance auf ein Kind hätten (Beweglichkeit der Spermien ist sehr niedrig). So starteten wir letztes Jahr mit einer ICSI, der zweite Versuch war ein Volltreffer. Ich hatte aber von Beginn an wiederkehrende Krämpfe, welche mehrfach am Tag kamen, für 30 Min geblieben sind und dann wieder abflachten. Der Herzschlag konnte Ende Dezember in der 7 Woche nachgewiesen werden. Eine Woche später hatte ich keine Krämpfe mehr, ich hatte grosse Angst vor einer Fehlgeburt. Bei einer Notfalluntersuchung wurde festgestellt, dass das Kind aufgehört hat sich zu entwickeln. Es folgte ein medikamentös eingeleiteter Abgang. Das war mitte Januar. Das HCG war bis Ende April nachweisbar. Es war eine schwere Zeit. Zudem wurden viele in dieser Zeit schwanger in meinem Umkreis, teilweise fühlte ich einen gewissen Neid und Wut auf meinen Körper, dass er das Halten einer Schwangerschaft "nicht auf die Reihe bekommt".

Anfang Mai hatte ich dann wieder Krämpfe in der Mitte vom Unterleib (als würde sich die Gebärmutter zusammen ziehen), ich hatte Angst, dass es sich um eine Entzündung handelt, da der HCG Wert so langsam sank. Zu meinem Erstaunen wurde mir mitgeteilt, dass ich schwanger bin (HCG bei 145). Ich freute mich so und konnte es kaum glauben, dass es nun plötzlich doch klappen sollte. Ich redete mir ein, dass es doch nun klappen müsste. Nur machte es mir grosse Sorgen, dass die Schwangerschaft so anfing wie die letzte endete: mit Krämpfen. Abgesehen von den Krämpfen spannen meine Brüste etwas mehr, keine Übelkeit, keine erhöhte Müdigkeit etc.

Die Krämpfe wurden jedoch besser, meist waren sie nur noch nachts da. Tagsüber war es mehr ein Gefühl als ob ich meine Tage bekäme. Ich war überzeugt, dass sich nichts bilden würde und hatte gestern vor dem ersten ultraschall einen gefühlten Puls von 120. Es kam anders. Die Gynäkologin schätzt mich bei 5+1 ein, eine Fruchthöhle war zu sehen. Ich war sehr erleichtert.

Nun habe ich aber seit heute Nacht gar keine Anzeichen mehr (als mir dies das letzte mal bewusst wurde, war auch der Puls des Babys nicht mehr nachweisbar).
Ich hatte keinen einzigen Krampf die ganze Nacht, nur heute ein Ziehen rechts (teilweise wie Seitenstechen, das Ziehen zieht sich je nach dem bis rechts in den Oberschenkel). Nach der letzten Fehlgeburt bei meiner ersten Schwangerschaft bin ich in grosser Sorge und halt auch sehr sensibilisiert.

Meine Gynäkologin habe ich heute angerufen, sie meinte ich müsste abwarten. Solange es nicht blutet, wird der Ultraschall von heute nicht anders aussehen als gestern. Ich solle sicher 1 Woche warten. Mein Mann denkt, es sei doch schön wenn ich keine Krämpfe mehr habe, ich soll mich entspannen... Das ist leichter gesagt als getan. Das schlimme ist, dass ich meinen Körper gut kenne und in der Vergangenheit schon oft recht hatte, wenn ich etwas befürchtete. Ich konnte bei der Arbeit heute an nichts anderes denken und horche in mich hinein und habe grosse Angst vor einer weiteren Fehlgeburt. Ich habe so ein ungutes Gefühl. Ich würde mich gerne mit jemandem austauschen. Kennt jemand dieses Stechen auf einer Seite, oder hat jemand sonst Tipps für mich? Ich bin dankbar für euren Input. <3

Erstmal tief durchatmen. 
Jede Schwangerschaft ist anders.  Stress doch bitte nicht so.

Hast du schonmal Bryophyllum Pulver genommen? 
Das passt gut zu deiner Unruhe. 
Frag einfach dein Arzt oder Hebamme.

Ich drück dir dir Daumen <3

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26. Mai um 15:07

Ich habe manchmal einen stechenden Schmerz nur auf einer Seite. Bei mir ist soweit alles gut. 

Dennoch empfehle ich dir die Ruhe zu bewahren und ein paar Tage zu warten. Dann zum Arzt zu gehen deine Ängste zu schildern, da er sicher deine Vorgeschichte kennt, wird er/sie sicher nochmwl nach sehen. Jede SS läuft anders ab. Viel Glück und Ruhe 

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29. Mai um 21:59
In Antwort auf letty

Ich habe manchmal einen stechenden Schmerz nur auf einer Seite. Bei mir ist soweit alles gut. 

Dennoch empfehle ich dir die Ruhe zu bewahren und ein paar Tage zu warten. Dann zum Arzt zu gehen deine Ängste zu schildern, da er sicher deine Vorgeschichte kennt, wird er/sie sicher nochmwl nach sehen. Jede SS läuft anders ab. Viel Glück und Ruhe 

Liebe Letty,

Vielen lieben Dank für deine Worte. Wie weit bist du den? Wie fühlst Du dich so? Ich war am Montag beim Arzt und konnte den Herzschlag sehen. ❤️ Der nächste Termin ist erst am 6.6.19. Habe schon Sorgen, dass es wieder so wie das letzte Mal ist und der Herzschlag weg ist. Die Krämpfe sind wieder da, heute hatte ich einen starken, ansonsten eher so ein Geühl wie am ersten Tag der Periode. Würde mich freuen, mich etwas mit Dir auszutauschen. 

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29. Mai um 22:05
In Antwort auf nadu2.0

Erstmal tief durchatmen. 
Jede Schwangerschaft ist anders.  Stress doch bitte nicht so.

Hast du schonmal Bryophyllum Pulver genommen? 
Das passt gut zu deiner Unruhe. 
Frag einfach dein Arzt oder Hebamme.

Ich drück dir dir Daumen <3

Liebe Nadu

Herzlichen Dank für den Tip! Natürluch hast Du recht, es ist nur ziemlich schwer kühlen Kopf zu bewahren nach der letzten Fehlgeburt. Ab  Mitte Juni werde ich eine Hebamme haben, vielleicht hilft das auch schon ein wenig. Vielen Dank fürs Daumen drücken, das schätze ich sehr!

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30. Mai um 9:10
In Antwort auf hope87

Liebe Letty,

Vielen lieben Dank für deine Worte. Wie weit bist du den? Wie fühlst Du dich so? Ich war am Montag beim Arzt und konnte den Herzschlag sehen. ❤️ Der nächste Termin ist erst am 6.6.19. Habe schon Sorgen, dass es wieder so wie das letzte Mal ist und der Herzschlag weg ist. Die Krämpfe sind wieder da, heute hatte ich einen starken, ansonsten eher so ein Geühl wie am ersten Tag der Periode. Würde mich freuen, mich etwas mit Dir auszutauschen. 

Ich bin noch sehr am Anfang erst 7+3 und ich habe ziehen, manchmal Krämpfe manchmal garnichts.

Leider hatte ich schon einen Abort und kann deine Sorgen und Ängste gut verstehen 

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30. Mai um 16:04

Liebe Letty,

Dann sind wir knapp eine Woche auseinander. Ich bin heute 6+4. Ab der 8. Woche, also bei dir, soll das Risiko ja drastisch sinken. Es tut mir sehr leid zu hören, dass Du auch schon einen Abort hattest. Wie weit warst Du da? Wie hast du das verarbeitet? Ich konnte lange gar nicht darüber spechen und auch heute weiss es praktisch niemand. Ich habe aber eigentlich gedacht, dass ich das gut verarbeitet hätte. Bin etwas über mich selber überrascht und wie ängstlich ich momentan bin. Heute z.b wieder ein Tag und eine Nacht ohne Krämpfe und schon habe ich Panik. War nun extra noch im Wald mit dem Hund und habe mich etwas bewegt um zu schauen ob das etwas auslöst, aber nichts. Jetzt bin ich zeitlich ca soweit wie beim letzten Mal, als das Kind sich nicht mehr weiter entwickelte. Daher vermutlich auch meine grossen Ängste. Nächster Arzttermin ist erst heute in einer Woche... 

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30. Mai um 16:19
In Antwort auf hope87

Liebe Letty,

Dann sind wir knapp eine Woche auseinander. Ich bin heute 6+4. Ab der 8. Woche, also bei dir, soll das Risiko ja drastisch sinken. Es tut mir sehr leid zu hören, dass Du auch schon einen Abort hattest. Wie weit warst Du da? Wie hast du das verarbeitet? Ich konnte lange gar nicht darüber spechen und auch heute weiss es praktisch niemand. Ich habe aber eigentlich gedacht, dass ich das gut verarbeitet hätte. Bin etwas über mich selber überrascht und wie ängstlich ich momentan bin. Heute z.b wieder ein Tag und eine Nacht ohne Krämpfe und schon habe ich Panik. War nun extra noch im Wald mit dem Hund und habe mich etwas bewegt um zu schauen ob das etwas auslöst, aber nichts. Jetzt bin ich zeitlich ca soweit wie beim letzten Mal, als das Kind sich nicht mehr weiter entwickelte. Daher vermutlich auch meine grossen Ängste. Nächster Arzttermin ist erst heute in einer Woche... 

Bei mir war es in der ca 11. Woche. Ich kam anfangs überhaupt nicht damit zu recht und umso mehr ich darüber redete desto besser konnte ich damit umgehen. Unwahrscheinlich viele Menschen verlieren ihr Kind oder haben eine Totgeburt...an fühlt sich nicht mehr so einsam und schuldig sich mit solchen Menschen aus zu tauschen!
Ich habe auch oft Angst. Aber keine Symptome muss nicht heißen das was nicht stimmt. Viel wichtiger ist das du guckst das es dir gut geht. Du zur Ruhe kommst. Stress übt sich ja auch negativ aus. Ich hatte Albträume in der Nacht vor dem Eigentlich Abort. Der Körper wird dir klare singnale gebenm
Ich habe auch flott Angst aber habe auch Vertrauen darin das alles gut wird. Vielleicht kommt dein Körper nunit den anderen Hormon Level besser zurecht? Es gibt viele die kaum bis keine Symptome haben. 

Ich drücke dir von Herzen die Daumen das alles gut geht und wird. Gerne bleiben wir im Kontakt um zu sprechen und oder gegenseitig runter zu fahren bezüglich der Ängste 
 

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