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Angst vor noch einer Eileiterschwangerschaft

7. Januar 2008 um 10:25 Letzte Antwort: 8. Januar 2008 um 9:03

Hallo ihr lieben,
ich lese oft eure Beiträge und ich kann allen hier nach fühlen, da ich vor einem Jahr selber die schlimme Erfahrung gemacht habe.
Im Sommer 2006 Hatte ich der 7. Woche eine Fehlgeburt, es war grausam und ich denke immer noch an mein kleines Baby und es tut immer noch sehr weh, im Dezember 2006 haben wir einen neuen versuch gestartet, ich war voller Hoffnung ich dachte damals das dieses mal alles gut gehen würde aber plötzlich war das pünktchen in meiner Gebärmutter kleiner wie vor her und meine FÄ meinte ich hätte wieder eine Fehlgeburt und wurde Ausgescharbt,nach dem aber die ganzen Schwangerschaftssymptome nicht nach ließen hatte meine FÄ bemerkt das der HCG wert viel zu hoch ist und ich mußte dierekt ins Krankenhaus eine Notop machen ich hatte noch Glück das beide Eileiter erhalten geblieben sind, eine Woche später mußte ich dann wieder Operiert werden weil sich eine große Zyste im Eierstock gebildet hatte, es war furchtbar köperlich wie auch psychisch ging es mir sehr schlecht, selbst heute noch, (es ist jetzt ein Jahr her) habe ich immer noch schmerzen auf der linken Seite, bei der letzten Kontrolluntersuchung vor 5 Monaten konnte die FÄ nichts sehen, sie meinte alles wäre in ordnung, ich werde jetzt eh noch mal zur kontrolle gehen ich hoffe das sich nicht wieder eine Zyste gebildet hat.
Durch diese ganzen erfahrungen wollte ich nichts mehr von Baby planung hören und auch die Ärzte hatten mir nahe gelegt erst mal ein halbes Jahr zu warten, der Psyschiche schmerz ist immer noch da und ich glaube er wird mich immer begleiten.
Jetzt ist wieder dieser große Wunsch nach einem Baby da, aber ich weiß nicht wie mein Freund darüber denkt denn für ihn war es genauso schlimm wie für mich und wenn ich daran denke was vor einem Jahr war kommt diese Angst und ich habe totale hemmungen Schwanger zu werden, vor einer Woche kam meine Periode drei Tagen zu spät und ich hatte dann ein totales Gefühlschaos zwischen freude und angst.
Ich wünsche mir sehr Schwanger zu werden und endlich ein Baby zu bekommen aber ich habe so Angst das wieder alles schief geht, ich kann diese Angst einfach nicht überwinden, ich bewundere Frauen die diese Kraft aufbringen nach drei Monaten dierekt wieder schwanger zu werden ich hätte auch gern ein bißchen davon.
Leider kann meine FÄ mir auch nicht die Garantie geben vielleicht wird ja irgendwann alles gut.
Es tut mir leid das mein Beitrag so lange geworden ist, aber es hat gut getan es mir von der Seele zu schreiben, danke fürs lesen und vielleicht hat ja einer von euch einen guten Rat für mich.
Birdy

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7. Januar 2008 um 12:12

Hallo Birdy
Ich kann Deine Ängste sehr gut verstehen !!
Und es tut mir sehr leid was du durchmachen mußtest !!
Diese Angst das es wieder eine EES wird oder es einfach nicht gut geht das macht mir auch Angst !!
Ich bin jetzt auch gerade erst dabei alles zu verarbeiten!!
Diese Anzeichen die ich für Einbildung hielt oder einer anderen Krankheit zuschrieb waren wirklich Schwangerschaftsanzeichen und ich wünsche sie mir so sehr zurück, das Hormon sinkt jetzt sehr bei mir so das es sich mit Heulkrämpfen und Angstgefühlen breit macht, das wirklich nicht angenehm ist !!
Ich denke wir sollten es schaffen keine Angst vor einer neuen Schwangerschaft zu haben einfach die Hoffnung nicht aufgeben an ein Happy End zu glauben !! Komisch ich schreibe das so cool dabei geht es mir nicht anders als Dir !!
Wünsch Dir alles liebe
Wir schaffen das !!!

Bussi Sony

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7. Januar 2008 um 12:21

Es tut mir leid fuer dich...
Hallo liebe Birdy,

Deine Angst kann ich sehr gut nachvollziehen. Du hast soviel im Dezember 2006 erlebt. Wenn ich es richtig habe: 3 OP's kurz hinter einander. Das verarbeitet man auch nicht so schnell denke ich. Es tut mir leid. Dus hast recht, dass du erst mal eine Zeit um koerperlich und seelisch wieder heil zu werden brauchtest.

Ich moechte zu deiner Angst sagen, dass es tatsaechlich ist, dass die Angst immer waehrend einer neuen SS da sein wird, aber...wenn die SS dann weiter geht, dann wird sie auch ein bisschen niedriger. Nun ja, das war bei mir so. Als ich vorbei dem Punkt des Endes meiner ehemaligen SS war, ging es mir ein bisschen besser, obwohl ich noch immer Angst hatte, dass es wieder schiefgehen koennte. Ich dachte auch die ganze Zeit: "Wie lange darf ich jetzt schwanger bleiben?" Trotz dieser negativen Gedanke, versuchte ich auch positiv zu denken und manchmal zu meinem neuen Kind im Bauch auf eine liebevolle Weise zu reden. Ich dachte, dass, wenn es dann doch vielleicht wieder schief gehen koennte, dann brauche ich mich hinterher, keine Gedanken zu machen, dass ich dieses Kind dann weniger als mein erstes Kind geliebt habe.

Bei mir ist es leider dann auch wieder schief gegangen, aber trotz der Trauer, bin ich fuer diese zweite SS dankbar und habe ich gute Hoffnung fuers naechste Mal. Die Angst wird dann auch wieder riessig sein. Das weiss ich.

Das Glauben, dass ich irgendwann Mutter sein werde, habe ich aufgegeben, aber die Hoffnung noch nicht. Ich habe die zwei Sache getrennt. Keiner kann mir die Garantie geben, dass es tatsaechlich dieses Mal dann endlich gut gehen wird. Ich kann nur hoffen und die Hoffnung nicht aufgeben. Ausserdem kann ich mich wieder vorbereiten, wie ich auch bei meiner zweiten SS gemacht habe, dass es wieder falsch gehen kann. Realistisch bleiben, ohne sich total von der Angst behersschen zu lassen. Ablenkung suchen, das Kind trotz der Angst schon ein 'bisschen' lieben, warten, hoffen, beten, mit Anderen ueber seine Aengste reden, versuchen positiv zu bleiben denken.

Das Risiko einer neuen SS angehen bedeutet also auch das Risiko eines neuen Kindstods angehen, egal in welcher SSW. Ich hoffe, dass ich keine ESS mehr bekomme (hatte schon 2 im gleichen Eileiter) und auch keine FG, aber keiner kann mir versprechen, dass ich sie nicht doch noch mal oder neu erleben soll. Risikos angehen gehoert zum Leben, wie Tod auch zum Leben gehoert.
Jetzt denke ich, wenn es das dritte Mal wieder falsch gehen wird, dann ist das so. Danach siehe ich dann weiter. Trauern und Weitermachen, mein Ziel nicht aus meinen Augen verlieren. Ich moechte gerne Kinder und jetzt nicht mehr das Risiko angehen, bedeutet, dass ich die Hoffnung auf eigene Kinder aufgebe und das moechte ich nicht.

Ich glaube, dass meine zwei Kinder im Himmel bei meinem gestorbenen Vater sind. Diese Gedanke gibt mir Kraft und Trost.

Ich hoffe Birdy, dass du etwas an meine Nachricht hast. Entschuldigung, dass es so lange geworden ist. Ich hoffe auch, dass du nicht den Mut aufgibst, dass du und deinen Mann irgendwann wieder genug Mut gesammelt habt, es nochmal erneut zu versuchen. Lass euch Zeit.

Alles Liebe und Gute, ich denke an dich!
Liebe Gruesse,
Cindy






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7. Januar 2008 um 13:19

Liebe birdy,
schön, dass Dein Wunsch erneut erwacht ist! Ich habe Deinen ganzen Text gelesen und diese Geschichten sollen Dir Mut machen:

Meine Schwester hatte eine ESS, konnte sich ca. 1 1/2 Jahre später kaum über die nächste Schwangerschaft freuen, vor lauter Angst. Und siehe da, alles bestens, mein Neffe ist bereits 3 Jahre alt!!! Ohne Probleme brachten sie dann sogar ein zweites zustande, mit viiiiieeeel weniger Angst!!!

Meine Schwiegermutter hat 3 Kinder. Zwischen den "erfolgreichen" Schwangerschaften hatte sie jeweils eine FG im jeweils 5. Monat und das vor so vielen Jahren, da ging man noch ganz anders damit um und dabei vor usw.... Aber, sie bekam jeweils wieder im Anschluss Kinder!!!
Genaugenommen hat sie es bis heute nur schwer verkraftet, denn als ich selbst neulich eine FG+AS (6. SSW) hatte, war sie "fast getroffener" als ich selbst.
Übrigens sitze ich hier mit einer 10 cm Eierstockzyste, die nach der AS wuchs und wuchs und hoffe ohne OP davonzukommen. Aber das ist etwas anderes, weiter mit noch mehr Mut:
Ich habe bereits eine Tochter, sie ist 16 Monate alt!!!

Ich kenne sooooo viele Frauen die x Mal schwanger waren und so und soviele Kinder haben, es ist schrecklich, aber scheint ja fast "an der Tagesordnung" zu sein.
Ich will mich auch nicht mit meiner Ein-Kind-Familie abfinden und weiter daran glauben, dass es wieder gut gehen kann!

Solltest Du also schwanger sein, meinen "Neid" hast Du sicher!!!
Genieße jeden Tag!!!

Alles alles Gute und einen lieben Gruß, Vera

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7. Januar 2008 um 14:44

Hallo Birdy!
Ich kann deine Angst sehr gut verstehen. Ich kann aber auch aus eigener Erfahrunf sagen, es lohnt sich nicht aufzugeben.
Ich selbst hatte Ende Oktober 2006 eine ESS mit Blut im Bauchraum. Ich wurde noch am gleichen Tag operiert, wobei mir ein Eileiter entfernt werden musste. Das wäre unser 3.Kind geworden. Bis heute habe ich unser kleines Sternchen nicht vergessen. Nach 3 Monaten durften wir wieder üben und ich bin dann auch gleich wieder schwanger geworden. Bei dem ersten US sah die Frauenärztin leider nichts auf dem US außer einer Fruchthöhle, sie konnte eine 2. ESS nicht ausschließen. Meine Angst war riesengroß auch dieses Kind gehen lassen zu müssen. Eine Woche später war ich wieder da und man sah das kleine Herzchen schlagen. Ende Oktober 2007 (1 Jahr und 5 Tage nach meiner ESS) wurde unsere kleine Tochter gesund und munter geboren.
Heute ist sie 10 Wochen alt und ein richtiger kleiner Sonnenschein.
Direkt nach meiner ESS hätte ich gesagt, wir probieren es nicht mehr und heute bin ich so froh, dass ich mir es doch noch einmal anderst überlegt habe.
Ich wünsche dir alles Gute und vielleicht hälst du ja auch bald dein Baby in den Armen.
Petra mit Jule (10 Wochen)

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8. Januar 2008 um 9:03

Danke an euch alle
das ihr mir geantwortet habt und das ihr mir Mut macht,
ich hoffe das ich in diesem Jahr genug Mut und Optimismus aufbringen kann um es noch mal zu versuchen, ich denke ja auch immer, wenn ich aus Angst es nicht versuche dann werde ich mir nie den Wunsch nach meinem Baby erfüllen, aber immer dann wenn ich endlich den Mut habe und dann vor habe mit meinem Freund über Babyplanung zu sprechen dann kommen immmer wieder die gleichen Bilder und Gedanken in mir hoch, damals als ich blutungen hatte und der FA im Krankenhaus meinte das ist nicht schlimm das ist altes Blut und er dann Ultraschall machte meinte ich noch ob mein Freund den auch mal gucken könnte er hätte unser Baby noch nie gesehen und wir dann beide gespannt auf dem Bildschirm guckten und die Herztöne weg waren oder bei der Eileiterschwangerschaft als die Fruchthülle kleiner war als vor her und diese ganzen OPs, immer dann kriege ich so ein mulmiges Gefühl im Bauch als wenn mir einer in den Bauch boxt, mir steigen dann generel die Trennen in die Augen und ich stehe dann da mit riesiger Angst und riesiger Sehnsucht und so hart wie es sich anhört weiß ich in diesem Moment nicht was stärker ist.
Ich denke ich werde noch mal mit meiner FÄ sprechen vielleicht kann sie mir ja auch noch mal gut zu sprechen so wie ihr es alle getan habt das ist echt lieb von euch. Ich werde berichten wenn ich eine Entscheidung getroffen habe.
Danke Birdy

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