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Angst vor einem Mädchen

28. Oktober 2016 um 10:18 Letzte Antwort: 30. Oktober 2016 um 10:38

Liebe Frauen in der Community, 

ich bin schwanger (juhu) und unser Kind ist quietschfidel, gesund und munter. Wir freuen uns wirklich so sehr darüber und auch, auf das Elternsein. Mein Mann wünscht sich von Herzen ein ansolutes Papakind - also eine Tochter. Ich hingehen möchte einen Sohn. Bei der Nackenfaltenmessung meinte man, es wird ein Junge. Ich: "Oh, wie toll!", mein Mann: "Oh...ich freue mich...Auch, wenn es ein Junge wird." Heute, 19. Ssw, hat meine Frauenärztin gesagt, dass es tendenziell ein Mädchen wird, wir aber die Feindiagnostik abwarten sollen, da ihr Gerät nicht gerade das Neueste ist.
Nun komme ich zu meinem persönlichen Dilemma. Ich habe wirklich große Angst vor einem Mädchen. Aber nicht, was die Meisten denken, weil es vielleicht doch ein Mädchen wird. Nein. Meine Mutter wollte immer zwei Mädchen. Die hat sie auch bekommen. 
Ich habe wirklich schreckliche Angst davor, dass das Verhältnis zwischen mir und meiner (vielleicht) Tochter so schrecklich wird, wie zwischen mir und meiner Mutter. Meine Schwester war ihr Sonnenschein und ich nur die lästige Erinnerung an den Mann, von dem sie sich nach meiner Geburt hat scheiden lassen.
Meine Kindheit war die Hölle. Töchter von Müttern, mit einer extremen, narzisstischen Persönlichkeitsstörung, wissen bestimmt, wovon ich rede.  Ohne meine Oma, bei der ich seit der 7. Klasse aufgewachsen bin, wäre ich wohl nicht die Frau, die ich heute bin. Auch, wenn sie immer gesagt hat, dass ich ein ganz anderer Typ bin, habe ich wahnsinnige Angst, dass das Verhältnis so besch***** wird, wie zwischen meiner Mutter und mir. Das will ich nicht. Niemals. Doch genau davor hab ich Angst. Könnt ihr verstehen, was ich meine? Ich werde alles tun, damit sie die Liebe bekommt, die ich schmerzlich von meiner Mutter vermisst habe. Dennoch habe ich einfach große Angst davor.

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28. Oktober 2016 um 10:30

Erstmal Glückwunsch zum Zwergi.
Ich wollte, hätte ich es mir aussuchen können, lieber ein Mädchen...und was wird es? Natürlich ein Junge :P
Trotzdem sind es unsere Zwerge und du wirst dich an den Gedanken gewöhnen. Auch viele Töchter haben zu ihrer Mutter ein gutes Verhältnis und warum solltest du ein Mädchen nicht so lieben können wie einen Jungen? Es wächst in deinem Bauch...es war ein Wunschkind von euch beiden. Verbann deine negativen Gedanken. Was deine Mutti angeht ist sicherlich schlimm und du hast sicher für die Situation nix gekonnt. Jetzt liegt es an dir alles besser zu machen wenn der Sonnenschein erstmal da ist und dich anlächelt, dann wirst du sie auch nicht mehr hergeben wollen  Fühl dich gedrückt!

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28. Oktober 2016 um 10:35

Liebes was es wird können wir nicht beeinflussen.  Aber du kannst beeinflussen wie du dein Kind erziehst und es leinen wirst. Ich hatte auch keine tolle Kindheit aber weiß auf jedenfall was ich anders machen muss und werde. 
WenN es ein Mädchen wird such dir doch Unterstützung? ! Du schaffst das du bist nicht deine Mutter. Habe keine Angst. Angst lähmt uns Menschen 

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28. Oktober 2016 um 12:29

Hallo!

Auch wenn es ein Mädchen wird, wird es sicherlich die gleiche Liebe von dir bekommen. Es ist deine Chance, es besser zu machen als deine Mama. Zumal dein Leben ja anders verläuft als das deiner Mama. Weil es ja ein Wunschkind ist! 

Ich würde mir darüber keinen Kopf zerbrechen. Du kannst es ja sowieso nicht ändern. Und viele Mütter wären froh, wenn das Kind einfach nur gesund ist (soll kein Angriff sein, aber ich hatte auch eine FG und wäre froh, wenn es das nächste Mal einfach klappen würde, egal welches Geschlecht das Baby hat). 

Man kann sich oft damit nicht identifizieren, wenn man z.B. einen Buben möchte. aber Mädchen sind doch toll! Wenn sie größer sind kann man mit ihnen Shoppen gehen, mit ihnen Puppen spielen. Mädchen sachen machen. Jungs in der Pubertät gehen doch  ungern shoppen, oder? 

Ich will damit nur sagen, dass du ganz entspannt sein kannst. Du kannst es nicht ändern. und wenn es ein Mädchen wird, dann mach es besser. Mach es auf deine Weise. Schon alleine weil du weißt, was es heißt wenn man vernachlässigt wird. Sag dir einfach immer wieder vor, "ich verfalle nicht in das Muster von meiner Mama..." "ich mach es auf meine Weise". 

Meine Mama kann heute noch nicht so starke Gefühle mir gegenüber zulassen. ich hatte immer alles, aber dieses Kuscheln und der Körperkontakt als ich älter wurde... das kenne ich nicht. umarmungen oder küsschen. 
Bei meinem Kind mache ich das alles anders. Ich knutsche es so oft ab und nehme es in den Arm. Das hab ich mir auch vorgenommen, wenn es älter ist, zu tun! 

Alles Gute. Du schaffst das schon! 

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28. Oktober 2016 um 14:20

Vielen Dank für das "Mutzusprechen", wenn man das so nennen kann.
Wie geschrieben, freuen wir uns sehr auf das Elternsein und natürlich, dass es gesund ist. Außerdem habe ich mir geschworen, dass es anders wird. Das wird es auch. Es ist halt nur diese undefinierbare Angst, die sich schwer beschreiben lässt. Wenn es eine Tochter wird, dann hoffe ich, dass ich so liebevoll mit ihr umgehen werde, wie meine Oma mit mir. Sie ist mein absolutes Vorbild. Keine Ahnung, wie ich es anders beschreiben soll. Undefinierbare Angst - oder Angst, es so falsch zu machen wie meine Mutter.... versteht ihr? Das heißt ja nicht, dass es so wird, oder ich dann unsere (vielleicht) Tochter weniger liebe. Das bezweifle ich stark. Wenn ich den Herzschlag höre, die Bewegungen schon jetzt leicht spüre und dann das Bild auf dem Monitor sehe....wird mir warm ums Herz und mein Mann freut sich eh - egal ob Junge oder Mädchen. Das ist unser Wunschkind und ich liebe es jetzt schon. Nur wie gesagt, ist da die Angst, dass es so werden könnte. Vielleicht wisst ihr, was ich mit der unterschwelligen Angst meine. Ist halt schwer zu beschreiben. Klar bin ich nicht wie sie. Trotzdem  ... wisst ihr, was ich sagen will?

Ein Kind ist das größte Geschenk. Ich weiß. Und jeder, der mich kennt, blockt sofort mit den Worten ab: "Quatsch. Niemals."
Doch hier hoffe ich nicht sofort abgeblockt zu werden. Denn das Gefühl der Angst davor -wenn auch unterschwellig- ist trotzdem da. 

Angst macht starr - stimmt. Dennoch muss ich sie ansprechen und dazu stehen.

Ihr habt bestimmt auch vor etwas Angst und vielleicht kennt ihr das, dass man euch abblockt. Freunde und Familie hören kurz zu und sagen: "wird schon nicht." Etc... Dennoch tragt ihr sie in euch...nennen wir es mal die Befürchtungen oder Bedenken.

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28. Oktober 2016 um 15:04

Huhu..

..meine Mutter war und ist auch alles andere als ein Vorbild, allerdings wollte ich erst recht immer gern ein Mädchen, um zu zeigen, dass ich es besser machen werde..meine Tochter ist jetzt 4 und ich gebe mein bestes, perfekt ist niemand!

Versuch es genauso zu sehen...freu dich auf dein Mädchen und beweise, dass du es besser kannst ! Du bist du und du hast es in der Hand, deinem Kind alles zu geben, was du nicht hattest.

Alles Gute

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28. Oktober 2016 um 16:31
In Antwort auf tilda_12279728

Vielen Dank für das "Mutzusprechen", wenn man das so nennen kann.
Wie geschrieben, freuen wir uns sehr auf das Elternsein und natürlich, dass es gesund ist. Außerdem habe ich mir geschworen, dass es anders wird. Das wird es auch. Es ist halt nur diese undefinierbare Angst, die sich schwer beschreiben lässt. Wenn es eine Tochter wird, dann hoffe ich, dass ich so liebevoll mit ihr umgehen werde, wie meine Oma mit mir. Sie ist mein absolutes Vorbild. Keine Ahnung, wie ich es anders beschreiben soll. Undefinierbare Angst - oder Angst, es so falsch zu machen wie meine Mutter.... versteht ihr? Das heißt ja nicht, dass es so wird, oder ich dann unsere (vielleicht) Tochter weniger liebe. Das bezweifle ich stark. Wenn ich den Herzschlag höre, die Bewegungen schon jetzt leicht spüre und dann das Bild auf dem Monitor sehe....wird mir warm ums Herz und mein Mann freut sich eh - egal ob Junge oder Mädchen. Das ist unser Wunschkind und ich liebe es jetzt schon. Nur wie gesagt, ist da die Angst, dass es so werden könnte. Vielleicht wisst ihr, was ich mit der unterschwelligen Angst meine. Ist halt schwer zu beschreiben. Klar bin ich nicht wie sie. Trotzdem  ... wisst ihr, was ich sagen will?

Ein Kind ist das größte Geschenk. Ich weiß. Und jeder, der mich kennt, blockt sofort mit den Worten ab: "Quatsch. Niemals."
Doch hier hoffe ich nicht sofort abgeblockt zu werden. Denn das Gefühl der Angst davor -wenn auch unterschwellig- ist trotzdem da. 

Angst macht starr - stimmt. Dennoch muss ich sie ansprechen und dazu stehen.

Ihr habt bestimmt auch vor etwas Angst und vielleicht kennt ihr das, dass man euch abblockt. Freunde und Familie hören kurz zu und sagen: "wird schon nicht." Etc... Dennoch tragt ihr sie in euch...nennen wir es mal die Befürchtungen oder Bedenken.

Das hast du schön geschrieben! Und keiner will dir was unterstellen! 

ich verstehe deine Angst sehr gut. aber mehr als mut zusprechen kann man auch leider nicht tun! entspann dich einfach und warte ab...  

vielleicht wirst du durch dein baby dann auch einen besseren kontakt zu deiner mutter bekommen und sie wird eine tolle oma sein! das kann man nie wissen! 
meine mutter und ich haben jetzt seit ich ausgezogen bin und mama bin ein besseres verhältnis. sie ist eine tolle oma! 
meistens lassen sich die alten sachen durch ein kleines wesen leichter aus der welt schaffen... oder man rauft sich einfach des kindes willen zusammen! 
was kann man wissen! 

weiß sie schon das sie oma wird? 

liebe grüße

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29. Oktober 2016 um 20:35

Vielen Dank für eure Reaktionen. Wir werden das schon packen.

Meine Mutter weiß, dass sie Oma wird. Erzählt leider trotzdem nur von sich und das sie im Kreissaal dabei ist. Nunja...schön wäre mal zwischendurch die Frage, wie es uns und dem Kind im Bauch geht, oder zu fragen, ob ich sie dabeihaben will, statt das festzulegen... Was soll ich dazu sagen, außer, dass ich darüber nachdenken will?!

Ich habe mir noch mal eure Antworten durchgelesen. Vielen Dank!! Ein bisschen mehr Glaube an uns selbst, kann viele Zweifel mindern.

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30. Oktober 2016 um 10:38

ich würde es mir auch überlegen, und bei so einem intimen moment, auch wenn ich meine mama gern habe und sie mir wichtig ist, hätte ich sie nie dabeihaben wollen. 
letztendlich kannst das nur du entscheiden. aber mal ehrlich, es ist der moment an dem euer kind zur welt kommt. ich finde halt das da mann und frau das alleine erleben sollten! 
jeder wie er will. aber die geburt meines kindes würde ich mit keinem anderen als dem vater meines kindes teilen wollen. 

und in deinem fall, könnte es dann sein, dass sie die geburtsgeschichte überall herumerzählt, weil sie ja dabei war... und es dich dann wieder ärgert, weil es ja DEIN kind und DEINE geschichte ist. 

alles liebe! 

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