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Angst

24. Juni 2010 um 11:39

Hallo.

Mein Name ist Ria, ich bin 26 und in der 8ten Woche schwanger... ungeplant.
Bin sehr verzweifelt und weiß nicht was ich tun soll.
Wie gesagt bin ich ungeplant schwanger geworden - trotz Pille danach. Mit dem Vater des Kindes bin ich nicht zusammen. Wir kennen uns jetzt seit 3 Monaten und verstehen uns grad im Moment nicht gut weil die Situation uns beide sehr belastet. Er setzt mich enorm unter Druck. Zb. 'wenn du keine gute Mutter bist lasse ich dir das Kind wegnehmen', usw.
Eine Zukunft sehe ich für uns beide nicht. So wie er sich verhält möchte ich ihn am liebsten nie mehr sehen.
Er möchte das Kind behalten, allerdings wohnt er in Frankreich und kann somit nicht immer für das Kind und auch für mich da sein. Umziehen wird er nicht, das haben wir schon geklärt... und ich möchte ehrlich gesagt nicht zu ihm ziehen.
Jedenfalls denke ich schon seit 2 Wochen nach und komme nicht zu einer klaren Entscheidung. Meine Geschwister wissen von der Schwangerschaft und auch einige Freunde - sie stehen zum Glück alle hinter mir, egal wofür ich mich entscheide. Große Angst habe ich vor meinen Eltern. Ich habe jetzt viele Jahre studiert und sie haben mich immer unterstützt, auch wenns ein Kunststudium ist, wo man ja nicht grad die besten Zukunftsaussichten hat, aber ich wollte das immer machen. Jedenfalls glaube ich, sie werden extrem enttäuscht sein von mir und von den Umständen unter denen ich Schwanger geworden bin. Das würde mir sehr leid tun weil ich sie nicht verletzen möchte, sie waren immer für mich da...
Was mir besonders Sorgen macht ist meine berufliche Zukunft. Wie gesagt studiere ich Kunst (noch 1 Jahr bis zum Abschluss) und möchte mich noch weiterbilden um später auch eine Chance auf einen Job zu haben der mir gefällt. Nur, geht das mit Kind? Ich habe solche Angst davor irgendwann dazusitzen, mit Kind, ohne Geld und ohne Unterstützung. Kinder waren in meinem Leben nie geplant, aber ich denke mir, wenn ich eines habe, möchte ich dass es ihm gut geht. Nur selbst aufgeben will ich mich nicht. Damit würde es mir nicht gut gehen und dann im Endeffekt meinem Kind auch nicht. Ich will keine Mutter sein die ihr Kind hasst weil sie es im Leben zu nichts gebracht hat... Deshalb möchte ich auch mit Kind weiter studieren. Das würde allerdings bedeuten dass ich das Kind nach der Geburt für 5 Monate schon in Tagesbetreuung oder zu meiner Schwester geben müsste um mein Studium zu beenden.
Alles in allem habe ich einfach große Angst. Angst vor dem Versagen, vor dem alleine sein, also ohne Partner... davor der Situation nicht gewachsen zu sein und auch davor andere zu enttäuschen. Deshalb hab ich auch die kleine Stimme in meinem Kopf die mich daran hindert mich für das Kind zu entscheiden. Die Stimme geht nicht weg und schreit nur 'neinneinneinnein...'

Ich bin verzweifelt.

Danke fürs lesen - hoffe auf Antworten,
Ria

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24. Juni 2010 um 19:51

Ria762
Hallo Ria,
wie groß Deine Verzweiflung ist kann ich nur erahnen, wenn ich Deine Zeilen lese. Fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Du mußt Dich nicht aufgeben, Dein Leben wird nur anders. Bunter, fröhlicher, reicher. Ein Studium ist auch mit Kind machbar, dies sehe ich an meiner eigenen Verwandtschaft.
Dass Deine Schwester das Kind mit betreuen würde, wäre ein gutes Fundament.
Die Angst dem ganzen nicht gewachsen zu sein, diese Angst treibt viele Schwangeren um. Denn man merkt die Veränderung am Körper und weiß, nichts ist mehr so, wie es einmal war. Aber wir wachsen alle mit unseren Aufgaben und wir wachsen in unsere Aufgaben hinein. Damit die Stimme die nein schreit weg geht, brauchst Du eine Perspektive, wie Du Dir Dein Leben mit diesem Kind vorstellen kannst. Um diese zu erhalten, kannst Du Dich gerne bei ausweg-pforzheim.de melden. Denn Du möchtest, dass es Deinem Kind gut ginge, ich bin davon überzeugt, dass es einem Kind bei Dir gut ginge, denn Du hast dazu genügend Verantwortungsbewußtsein.
Es kann sein, dass Deine Eltern zunächst nicht begeistert sind. Aber da ist noch nicht da letzte Wort gesprochen. Mir sind schon manche Eltern begegnet, die ihrer schwangeren Tochter böse Steine in den Weg geschmissen haben, aber als sie das 1. Mal den Enkel sahen, waren alle Vorurteile und Bedenken verschwunden und sie wurden zu großartigen Helfern. Und wenn Deine Eltern sehen, dass Du nicht das Ziel hast das Studium zu kicken und ihre Unterstützung umsonst gewesen wäre, dann wird sich die Situation entspannen. Du nimmst Deinen Eltern nichts weg, sondern Du beschenkst sie mit einem Enkel.
Es kann nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung treffen kannst, auf die Du in vielen Jahren stolz zurückblicken kannst. Es mögen jetzt viele logische Argumente gegen das Kind sprechen, aber es kann sein, dass die alle nur noch wenig wiegen, wenn das Herz weh tut (vor-abtreibung.de, Seite Risiken)
LG Itemba

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27. Juni 2010 um 20:58

Liebe ria,

ich will dir heute gern noch auf deinen beitrag antworten, auch wenn er schon langsam nach unten rutscht
du hast schon einiges von dir erzählt und man spürt dir ab, dass du dir viele gedanken machst. das find ich prima, denn du machst dir deine entscheidung nicht leicht.
es tut mir leid für dich, dass du deiner beziehung zu dem vater deines babys kaum noch eine chance geben kannst, das stellt man sich bestimmt anders vor
trotzdem hast du eigentlich schon sehr gute ideen entwickelt, wie dein leben auch mit kind aussehen könnte. wenn deine schwester dazu bereit wäre, hätte dein baby ja eine sehr enge, vertraute person und du könntest studium und mutter sein gut miteinander verbinden.
du musst dich tatsächlich nicht selbst aufgeben, und du hast liebevolle menschen um dich, die dich unterstützen, das ist ein ganz großes plus auf deinem konto
deshalb vermute ich auch, dass deine eltern nach dem ersten schreck auf deiner seite bleiben werden. wer würde sich nicht letztlich über einen enkel freuen?
dir fällt es noch schwer, dich für dein kind zu entscheiden.
kannst du es wagen mal in dich hinein zu hören wie dein baby über dich denkt? wenn du so von herzen gerne kunst studierst stelle ich mir vor, dass du auch sehr kreativ und phantasievoll bist. vielleicht kannst du dein baby ein bild von seinem leben mit dir zeichnen lassen. ich wünsch dir von herzen eine richtig gute perspektive für dein weiteres leben und würde mich sehr freuen, wenn du wieder scheibst.
liebe grüße
deine linda


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