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Angst davor, was kommt danach?

26. Juni 2008 um 9:40

Hi,

also kurze Geschichte.

Bin ungeplant SS, trotz Verhütung, da muss uns wohl doch nach 2 Jahren Kondom ein Fehler unterlaufen sein. Naja, erst haben wir gerätselt, aber uns für das Kind entschieden, so hätte unsere Maus ein Geschwisterchen bekommen Sie ist jetzt knapp über 2, beide wären im gleichen Monat geboren und fast genaus 3 Jahre auseinander. Wir waren kurze Zeit sehr glücklich. Bin jetzt 8.SSW. Ich hatte bei ihr das HELLP-Syndrom. Daraufhin wurde ich diesesmal mehr getestet und meine Werte sind jetzt schon schlecht, so dass die wahrscheinlichkeit übermäßig hoch ist, dass es wieder kommt. Mein Blutdruck ist auch jetzt schon zu hoch, obwohl ich normal einen niedrigen habe, mir gehts Hundselend, dachte aber das wäre normale SS_Begleiterscheinungen, die ich nur noch nich kannte. Es wird aber wohl wieder HELLP sein. Laut den Ärzten, war bei 2 und zusätzlich im KH. Alle sagten das gleiche.

Falls jemand HELLP nich kennt: hoher Blutdruck, Eiweiß im Urin, extrem viel Wasser, Leberwerte im Keller, tödlich für Mutter und Kind. Es kann zu Frühgeburten kommen, wo das Kind keine Überlebenschance hat und auch die Mutter kann dabei sterben, wenn die Werte zu schnell fallen und kein KS etc mehr gemacht werden kann.

So bei meiner ersten Geburt, hatte nur das Glück, dass ich gleich auf die Einleitung angesprungen bin und es dadruch überlebt habe und auch Wochentechnisch so weit kam, dass ich in der 36SSW entbunden habe.

Nun mussten wir eine Entscheidung treffen. Wir entschieden uns für unsere Familie, die schon besteht und für die Mutter, also ich, unserer Tochter. Also muss ich abtreiben, lieber jetzt, wie wenn ich das Baby schon spüre und es dann verliere oder ich dabei sterbe und meine Tochter ohne Mama aufwächst. Ich hoffe soweit, auf Euer Verständnis. Ich möchte keine Vorwürfe, denn wir wollten das Kind und sind unendlich traurig.

Nun habe ich Angst, weiß nicht wie ich es verarbeiten soll und damit klar kommen soll. Was ist hinterher? Wie verkraftet man das? Ich hoffe auf Ratschläge und Tipps. Und keine Vorwürfe, ich denke, jeder muss im Leben entscheidungen treffen, die nicht immer einfach sind. Ich bin eigentlich gegen Abtreibungen, aber ich verurteile auch niemanden deswegen. Jeder hat seine Gründe dafür, genau wie ich jetzt. Auch wenn dies bei mir nicht so freiwillig ist.

Liebe Grüße und entschuldigt die länge

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26. Juni 2008 um 10:25

Danke
Ja, im Schwangeren Forum hatte ich auch geschrieben, nur fragt man da ja nich, wie man das verarbeiten soll. Das fände ich eher unpassend, weil alle sich darauf freuen und es etwas wunderbares ist ein Leben zu schenken. In den genuss kam ich ja zum Glück schon.

Vielen Dank

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27. Juni 2008 um 2:02

Hallo
also wegen dem verarbeiten würde ich dich gerne zu uns einladen weil für mich ist euer kind ein sternenkind also du willst es und musst es hergeben das ist schrecklich kannst gerne bei uns trauern oder wo nach dir gerade ist

hier unser forum www.meinsternenkind.foren-city.de

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27. Juni 2008 um 12:41

Danke
@june: Ich werde gerne bei Euch vorbei schauen, vielleicht hilft es mir.

@steffi: Es gibt keinen Prozentsatz an Garantie für ein gutes oder ein schlechtes Ende. Fakt ist, meine Werte sind jetzt schon nicht so super, daher wird es wieder so passieren, die Anfangszeichen sind da. HELLP kommt eigentlich wann es will, von Anfang bis zum Ende. Nur ist es halt so, dass es sehr schnell auftreten kann und man mit Pech nichts mehr machen kann. Es kann auch so sein, dass sie einem zwar das Leben retten, Du aber Dein Kind verlierst, weil es z.B. in der 20SSW passiert. Da hat das Kind keine Chance auf überleben. Die Stastisik gibt Werte der wiederholten Fälle zwischen 12 und 60% her, das ist mir zu viel, um es mit meinem jetztigen Blutbild weiter zu probieren. Ich muss ja auch während der SS an meine Tochter denken. Was ist, wenn ich ins KH muss für lange Zeit? Wer kümmert sich da um sie, mein Mann muss arbeiten und hier ist sonst niemand. Was ist, wenn sie mich nicht retten können? Das sind alles Gedanken und noch viel mehr, die man hat. Darum habe ich mich für meine Tochter entschieden und gegen ihr Geschwisterchen in meinem Bauch.

@lilian: Genau das ist meine Meinung, vielen Dank. Deswegen ist meine Entscheidung so ausgefallen, auch wenn es noch so weh tut. Lieber jetzt, wie später.



Ich danke euch allen für Eure Worte und werde versuchen das beste daraus zu machen und meinen/unseren Weg zu gehen. Damit wir es verarbeiten können und trauern können. Danke

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