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An die Österreicher --> Frühkarenz?!

12. Januar 2012 um 22:55 Letzte Antwort: 13. Januar 2012 um 15:38

Hallo.

Ich hab mal ne frage zum Thema Frühkarenz.

Ich bin jetzt in der 10ssw (9+1)
Bin seit Sonntag im Krankenstand, da ich nen Grippalen Infekt habe und es mir meinen Kreislauf immer zusammen haut. Musste sogar nachts zum notdienst. hatte echt schon sorge da mein blutdruck nur mehr bei 107 war.

Seit ich von der SS erfahren habe, leide ich täglich unter Kopfschmerzen,schwindel und Rückenproblemen. Zudem hab ich verstopfungen und schmerzen im UL.

Naja, jedenfalls ist meine Chefin nicht grad erfreut wenn ich Montags anrufe und sage das ich im KS bin da der Dienstplan immer ne Woche vorher am Mittwoch gemacht wird und ich ja mit eingetragen bin.
Jetzt hat sie zu mir schon 3 mal gesagt, ich soll in die Frühkarenz gehen, es geschieht Ihr leichter und mir auch, da ich mich einfach mehr schonen kann.

Ich bin EH-Kauffrau. Zwar nicht so ne schwere Arbeit aber, ich muss trotzdem bis zu 15kg heben. kisten mit bier (leer und voll) (karton voller butter) etc.
Zudem muss ich mich ständig bücken und strecken. das auch ziemlich im UL sticht und zerrt...

Ich weiß ja, das man nicht so einfach Frühkarenz gehen kann...

WER KENNT SICH DA AUS?????????


DANKE

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12. Januar 2012 um 23:15

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Hy bin aus wien.kannrt nur dan in frühk. gehen wenn es wirklich einen grund gibt .was dir und dem kind schaden würde. Der fa müßte dir nen ausführlichen befund schreiben und mit dem befund müßtest du zum amtsarzt. Sind seit jänner 011 total streng. denn das was du aufgezählt hast sind ganz normale nebenerscheinungen einer ss.

Alles gute

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12. Januar 2012 um 23:18

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Achja und ne freistellung geht erst ab der 15ssw.mußte auch bis zur 15ssw in dauer krankenstand gehn.

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12. Januar 2012 um 23:21


danke schonmal.

freistellung? wie sieht die aus und was muss man dafür machen?

nicht das ich nicht arbeiten wollte...aber muss irgendwie meiner chefin beibringen, das ich nicht frühkarenz bekommen werden,

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12. Januar 2012 um 23:24

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Freistellung = frühkarenz

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12. Januar 2012 um 23:27


dachte da wär jetzt ein unterschied...

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12. Januar 2012 um 23:28

Darf ich fragen
warum du in frühkarenz gegangen bist?

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13. Januar 2012 um 0:11

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Lange geschichte hatte eierstockkrebs und habe nur mehr einen eiestock. Zähle deshalb grenzwertig zu den risiko schwangeren

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13. Januar 2012 um 11:16

Das tut mir leid

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13. Januar 2012 um 11:24

Hallo
also ich bin aus OÖ und genau soweit wie du 9+1..
und was soll ich sagen ich bekomme den frühkarenz...
bin bürokauffrau und hab eigentlich nicht wirklich ne anstrengende arbeit...aber mein kreislauf spielt verrückt, bin schon 4x zusammen geklappt und war deswegen auch schon im KH, hab mit meinem FA darüber geredet er meinte lt. Ministerium wäre es erst ab der 15 Woche möglich, da es sein kann das alles ab der 12 woche wieder vorbei ist.
da ich mir aber auch bei einem sturz den finger gebrochen hab, hat er mit das attest gleich ausgestellt am 19. jänner muss ich zum amtsarzt und der entscheidet dann,
aber mein FA meinte es wäre kein problem mehr...sowohl ich auch zwillinge bekomme.

also red mit deinem fa der wird dir sicherlich helfen.

glg

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13. Januar 2012 um 15:38

Gründe für Frühkarenz
Mit deinen Anzeichen bekommst du keine Frühkarenz. Ich war auch in der 6.SSW im Spital weil ich zusammengebrochen bin. Habe Blutdruck unter 100, Kreuzschmerzen und und und... Vor der 15.SSW kriegt man sowieso keine! Es sei denn es ist wirklich was gaaaanz schlimmes passiert.
Dein Chef muss dir deinen Arbeitsplatz so ermöglichen dass er schwangerengerecht ist.
Und auch wenn dir der FA was schreibt - damit musst du erst zum Amtsarzt und der entscheidet!! Und wenn nicht ausdrücklich einer der gesetzlichen Gründe für Frühkarenz oben steht keine Chance!!


FRÜHKARENZ:
1) Anämie mit Hämoglobin im Blut 8.5 g/dl mit zusätzlicher kardiopulmonaler Symptomatik
2) Auffälligkeiten im pränatalen Ultraschall mit drohendem Risiko einer Frühgeburt unter laufender Therapie (z.B. Polyhydramnion)
3) Belastete Anamnese mit status post spontanem Spätabort oder Frühgeburt eines Einlings (16. bis 36. SSW)
4) Insulinpflichtiger Diabetes Mellitus (IDDM), wenn schwer einstellbar
5) Kongenitale Fehlbildungen
6) Mehrlinge
7) Organtransplantierte (z.B. Niere, Herz) Schwangere (hohe Rate an Frühgeburtlichkeit, Wachstumsretardierung und mütterlicher Morbidität)
8) Plazenta praevia totalis bzw. partialis ab 20. SSW
9) Präeklampsie, E-P-H-Gestose
10) Sonographisch bewiesene subamniale oder subplazentare Einblutungszonen (Hämatome) mit klinischer Symptomatik
11) Status post Konisation
12) Thromboembolische Geschehen in der laufenden Schwangerschaft
13) Uterusfehlbildungen
14) Verdacht auf Plazenta increta/percreta inklusive Narbeninvasion ab 20. SSW
15) Vorzeitige Wehen bei Zustand nach Tokolyse im Krankenhaus
16) Wachstumsretardierung mit nachgewiesener Mangelversorgung des Feten
17) Zervixinsuffizienz: Zervixlänge unter 25mm Länge und/oder Cerclage in laufender Schwangerschaft
18) Grunderkrankungen der Schwangeren (internistischer, pulmologischer, neurologischer, psychiatrischer Art) werden vom jeweiligen Facharzt /Fachärztin begutachtet und selbige/r beantragt eine Freistellung, wenn tatsächlich eine Gefährdung für Mutter oder Kind vorliegt

Hinweise:
1) Vorzeitiger Mutterschutz ist erst ab Ende der 15. SSW möglich (Ausnahme: besondere Begründung)
2) Nicht angeführte Pathologien sind im Einzelfall zu entscheiden
3) Hyperemesis, Lumbalgie, Blutungen in der Frühgravidität, Hypotonie mit Kollapsneigung stellen keine Freistellungsgründe dar sondern begründen lediglich einen Krankenstand
4) Die Tatsache, dass es sich um eine ältere Schwangere handelt ( 35 Jahre) ergibt nicht automatisch einen Freistellungsgrund

Eine werdende Mutter darf über die Achtwochenfrist hinaus nicht beschäftigt werden, wenn nach einem von ihr vorgelegten Zeugnis einer/eines Amtsärztin/Amtsarztes oder einer Arbeitsinspektionsärztin/eines Arbeitsinspektionsarztes Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet wäre.

Medizinische Indikationen, die ein solches Zeugnis begründen, sind in" Anlage 1" dargelegt. Die Begründung für einen Antrag auf Freistellung gemäß _3 Abs. 3 MSchG obliegt der Fachärztin/dem Facharzt des jeweiligen medizinischen Fachgebietes, in dessen Bereich die Indikation für die Freistellung fällt.

Gefahren für die Sicherheit oder Gesundheit am Arbeitsplatz können keine Freistellung gemä__3 Abs. 3 MSchG bewirken.

Liegen Gefahren für die Sicherheit oder Gesundheit von werdenden Müttern am Arbeitsplatz vor, ist eine Änderung der Arbeitsbedingungen anzustreben. Besteht kein geeigneter Arbeitsplatz, ist die werdende Mutter von dem/der Arbeitgeber/in von der Arbeit freizustellen (_2 b MSchG).

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