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An Alle die vor der Entscheidung einer Abtreibung stehen

6. Oktober 2016 um 22:16

Hallo,

ich möchte meine Zeilen an all diejenigen richten, die vor der schweren Entscheidung stehen abtreiben oder nicht.
Mein Abbruch ist jetzt gut 7 Monate her.
Mein Herz wußte, dass der Weg der Abtreibung der Falsche ist.
Ich habe mich so unter Druck gesetzt gefühlt (mein Mann wollte das Kind nicht, wir haben bereits 3 Kinder) und war so voller Angst ein zusätzliches Kind vorallem alleine nicht zu schaffen.

Seitdem ist mein Leben nicht mehr dasselbe, ich trauere jeden Tag um mein Kind und kann es mir nicht verzeihen, was ich getan habe.
Ich habe die Entscheidung nicht frei getroffen, sondern mich beeinflussen lassen und die rationalen Gründe in den Vordergrund gestellt.

Bitte hört auf eure Innere Stimme und entscheidet euch im Zweifel für das Kind, egal was euer Mann oder Freund sagt,
denn kein Mann der Welt ist es wert, sich gegen das Baby zu entscheiden.

Gestern wäre mein ET gewesen und ich schreibe euch dies hier unter Tränen...
Wie stolz wäre ich, wenn ich jetzt mein Kind in den Armen halten könnte und nun sitze ich hier und mein (für mich) falsches Handeln wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.

Allen viel Kraft & Liebe im Herzen!

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6. Oktober 2016 um 22:16

Hallo,

ich möchte meine Zeilen an all diejenigen richten, die vor der schweren Entscheidung stehen abtreiben oder nicht.
Mein Abbruch ist jetzt gut 7 Monate her.
Mein Herz wußte, dass der Weg der Abtreibung der Falsche ist.
Ich habe mich so unter Druck gesetzt gefühlt (mein Mann wollte das Kind nicht, wir haben bereits 3 Kinder) und war so voller Angst ein zusätzliches Kind vorallem alleine nicht zu schaffen.

Seitdem ist mein Leben nicht mehr dasselbe, ich trauere jeden Tag um mein Kind und kann es mir nicht verzeihen, was ich getan habe.
Ich habe die Entscheidung nicht frei getroffen, sondern mich beeinflussen lassen und die rationalen Gründe in den Vordergrund gestellt.

Bitte hört auf eure Innere Stimme und entscheidet euch im Zweifel für das Kind, egal was euer Mann oder Freund sagt,
denn kein Mann der Welt ist es wert, sich gegen das Baby zu entscheiden.

Gestern wäre mein ET gewesen und ich schreibe euch dies hier unter Tränen...
Wie stolz wäre ich, wenn ich jetzt mein Kind in den Armen halten könnte und nun sitze ich hier und mein (für mich) falsches Handeln wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.

Allen viel Kraft & Liebe im Herzen!

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8. Oktober 2016 um 19:58

...
Danke für die Zeilen. Ich stehe bzw stand gerade vor dem selben Problem. Das Kind passt überhaupt nicht in meine Lage... Ich bin schon alleinerziehend und jetzt wieder schwanger, von einem Mann der mich verlassen hat und nichts mehr mit mir und vor allen Dingen nichts mit dem Ungeborenen zu tun haben will. Aber ich habe mich jetzt für das Kind entschieden und danke den Leuten wie dir, die meine Entscheidung nochmal unterstreichen. Es tut mir sehr leid, was du erleben musstest und das es dir jetzt so auswegslos erscheint. Aber bitte geb dich nicht auf. Deine Kinder brauchen dich und ich weiß, dass dein kleiner Stern dir das verziehen hat. Du bist eine Frau mit Herz und das drückst du mit diesen Zeilen hier auch sehr stark aus. Ich wünsche dir viel Kraft und Energie für die nächste Zeit. Du darfst loslassen und dir selbst vergeben!

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8. Oktober 2016 um 21:03

...
Ich denke, das ist doch ganz normal, dass du im Moment so denkst. Aber es wird auch wieder eine Zeit kommen, in der du deinen Entscheid richtig findest. Du hast eine Entscheidung getroffen, das müssen wir alle immer wieder, und es ist einfach menschlich, Entscheidungen im Nachhinein anzuzweifeln. Du wirst nie wissen, wie es wäre, wenn du dich anders entschieden hättest. Aber du wirst mehr als einmal zu dem Schluss kommen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, da bin ich ganz sicher. Verfolge weiter deinen Traum von den idealen Bedingungen und er wird eines Tages wahr! Für die momentane Zeit der Trauer wünsche ich dir viel Kraft

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8. Oktober 2016 um 21:08

.
Für mich war die Entscheidung von Anfang an klar. Trotzdem habe auch ich ein komisches Gefühl dabei. Ich habe auch über die Zeit nach dem Abbruch nachgedacht und wie ich damit umgehen werde. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mir danach schlecht gehen wird, aber um nie zu vergessen, warum ich so gehandelt habe, habe ich eine Liste mit allen Gründen geschrieben, die gegen die Schwangerschaft sprechen. Immer wenn ich Zweifel haben werde, kann ich mir also nochmals vor Augen führen, warum es die richtige Entscheidung war. Oft ist es auch einfach so, dass man nie wirklich zu 100% mit der momentanen Situation zufrieden ist, auch das habe ich mir klar gemacht. Oder man vergisst warum man sich für den Abbruch entschieden hat, da man ja danach wieder in einer anderen Situation ist.
Einer der vielen Gründe, warum eine Schwangerschaft für mich nicht in Frage kommt, ist ebenfalls der Vater, von dem ich mich vor kurzem getrennt habe.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Vater sehr wichtig ist. Unglücklicherweise hatte mein Vater, als ich klein war, nie Zeit für mich, da er damals an seiner Promotion und Habilitation gearbeitet hat. Also die Zeit heilt alle WundenFühl dich gedrückt

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8. Oktober 2016 um 21:10

Es
schmerzt mich, dass Du gerade so durchs Leid gehst. Dass Du um Dein Kind trauerst, und es doch nicht mehr zurückholen kannst. Und dass Dich am ET da eine große Welle erfaßt ist verständlich.
Ich persönlich würde Dir raten, die Abtreibung und was dazu geführt hat aufzuarbeiten, dass es Dich eben nicht Dein weiteres Leben lang begleiten muß, sondern Du wieder frei und froh sein kannst. Auch wenn Du Dir dies jetzt gerade gar nicht vorstellen kannst.
VLG Yankho

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8. Oktober 2016 um 21:15


Bei mir ist es jetzt ein paar Jahre her, aber die Monate danach habe ich auch getrauert. Nicht bereut, das nicht, aber mir ging oft durch den Kopf, bei verschiedenen Gelegenheiten - zum Beispiel einer Schulabschlussfeier - dass ich nie wissen werden, was für ein Kind das geworden wäre, mit welchen Fähigkeiten und Interessen. Und das ging mir nicht nur durch den Kopf, es tat auch weh.
Nach ein paar Monaten war das vorbei und heute bin ich nur froh, dass ich das Kind nicht bekommen habe. Die Trauer ist eine Zeit, durch die man durch muss, das ist sicher normal, wenn die Gefühle der Abtreibung gegenüber ambivalent waren.

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8. Oktober 2016 um 21:20


Es gibt zwei Tage in meinem Leben, die ich gerne vergessen will: der Tag, an dem ich mein Kind abtreiben ließ, und der Tag des Geburtstermins. Es fing vor knapp 2 Jahren an. Ich lernte einen Mann kennen, so dachte ich damals. Ich wurde nach einigen Monaten schwanger. Damals hatte ich einen Infekt und musste Medikamente nehmen, aber da ich schon zwei gesunde Jungs hatte, machte ich mir keine Sorgen und freute mich auf das Baby.
Nur mein Partner war da ganz anderer Meinung und verlangte von mir, dass ich es abtreiben lasse. In einer Trotzphase sagte ich ihm: Ok, du bist weg und das Kind auch. Ich schmiss ihn aus meiner Wohnung und blieb mit meinen Sorgen und dem ungeborenen Baby alleine. Ich wusste, dass ich das auch schaffen kann... Ich überlegte tagelang, was das Beste wäre, ich wusste es nicht. Ich entschloss mich abzutreiben. Nachdem ich alle Formalitäten erledigt hatte, bekam ich den Termin im Krankenhaus. Ich war nervös und wollte einfach nur sterben. Ich kam in den OP und es wurde alles vorbereitet. Keine der Schwestern oder Ärzte sprachen mir Mut zu oder fragten auch nur, warum ich es tat. Als ich dann wieder aufwachte, merkte ich den Schmerz. Nicht den körperlichen, sondern den seelischen Schmerz. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Abtreibung. Du zerstörst im Endeffekt zwei Leben, das des Kindes und dein eigenes. Du wirst nie wieder in deinem Leben vergessen, was du getan hast. Es wird dich immer verfolgen und dich nicht loslassen. Man sieht auf der Strasse schwangere Frauen oder glückliche treusorgende Eltern mit Kinderwagen. Wenn ich könnte, würde ich die Uhr zurück stellen und dieses Baby bekommen. Und eines weiß ich: Mein Leben wird nie wieder so sein, wie es mal war.
Egal, in welcher Situation man sich befindet, es ist kein Grund zur Abtreibung!

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8. Oktober 2016 um 21:23

...
Mein Kind wäre heute 3 Monate und sieben Tage alt, wenn mein Freund nicht immer wieder auf mich eingeredet hätte: Wir sind zu jung, können dem Kind keine Zukunft geben, usw. Dass es mein Herz ist, welches immer zerspringt, wenn ich ein Baby sehe, ist ihm egal. Zwei Monate, nachdem die Schwangerschaft abgebrochen worden ist, hat er sich von mir getrennt. Er hat gesagt, wann immer ich über unseren kleinen Engel reden muss, soll ich ihn anrufen. Ich wollte so oft reden. Ich bin nachts Schweiß gebadet aufgewacht und habe geweint und geweint und geweint. Die Träume, so real. Ich bin im Krankenhaus und gebäre mein Kind, habe es im Arm, küsse es und die kleine Hand umfasst meinen Finger. Ich bin so glücklich, könnte die ganze Welt umarmen...Doch dann wache ich auf und der Schmerz zerreißt mir das Herz. Was habe ich getan? Es tut so weh.

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8. Oktober 2016 um 21:39


Als ich deinen Beitrag gelesen habe, muss ich weinenich erinnere mich meine Geschicht. Ich erfuhr im September 2006 von meiner Schwangerschaft. Ich habe bereits eine kleine Tochter, die damals 3 Jahre alt war. Ich habe mich, obwohl es nicht geplant war, sehr gefreut auf das Baby. Als ich meinem damaligen Freund von der Schwangerschaft erzählte, machte er mir gleich klar, dass er mich dann mit den zwei Kindern alleine lassen würde ... Ich war alleine, Tag ein Tag aus mit dem Gedanken zwei Kinder völlig alleine zu erziehen. Aber ich wollte das schaffen! Hätte ich gewusst, was ich heute weiß!
Mir kamen die dümmsten Gedanken, wie soll ich eine gute Mutter sein, wie soll ich das alles schaffen? Ich habe mich dann doch für eine Abtreibung entschieden. Es war grausam. Ich wollte im letzten Moment noch vom Stuhl hüpfen, aber die Narkose wirkte bereits und ich konnte mich nicht mehr mitteilen. Als ich wach wurde, fing mein neues Leben an. Aber es ist ein Leben, das ich nicht mal meinem schlimmsten Feind wünsche. Albträume quälen mich manchmal und ich bereue zutiefst diese Entscheidung. Ich kann das nie wieder gut machen, egal was ich tue.
Dass ich mich so beeinflussen lassen habe, dass jemand es geschafft hat, mich so im Stich zu lassen und damit den Tod meines Kindes in Kauf genommen hat!
Liebe Mutter! Macht es nicht! Ihr schafft es auch ohne Mann und ohne Geld!

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