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An alle, die meine Geschichte kennen und mitverfolgt haben..

24. Oktober 2008 um 19:43

Nun.. meine komplette Lebensgeschichte ist ja sowieso schon in diesem Forum..
Schon komisch.. dass ich immer wieder offener mit wildfremden Menschen reden kann, als mit irgendwem sonst..
Naja, mal zum Thema.. (eigentlich ja schon Offtopic, da es nichts mehr mit Abtreibung zu tun hat..)

Da gibts nun also meinen Verlobten, den ich sehr liebe und der die Vaterschaft anerkennen will.
Gut, wir haben durch das Ganze zur Zeit Probleme. So scheint es mir jedenfalls..
Jedoch merke ich auch, wie er versucht, dass alles gut geht..
Hauptsächlich gibts die Probleme auf die Entfernung.. ich habe ihn nicht vor mir.
Manchmal verstellt er sich, tut so, als sei alles in Ordnung.
Manchmal IST alles in Ordnung und ich bilde mir ein, es wäre nicht so..
Dieses Problem besteht nicht, wenn wir zusammen sind..
Wenn ich an unsere Zukunft denke, habe ich oft Angst, ob alles gut geht..
(leider auch viel aus finanzieller Sicht..)
Wenn ich daran denke, ihn zu lassen und meinen eigenen Weg zu gehen, empfinde ich sehr große Traurigkeit und Verzweiflung. Und als ob sich all meine Hoffnungen einfach in Luft auflösen..
Zudem habe ich durch ihn wie eine zweite Familie gefunden. Seine Mutter und die Schwestern stehen mir einfach sehr nah.

Nun gibt es aber immernoch meinen Arbeitskollegen, der biologische Vater des Babys.
Ich hatte anfangs eine ziemliche Wut auf ihn, weil er so einfach sagte, ich müsse das Kind "wegmachen". Diese Wut hat sich mit der Zeit nun soweit gelegt. Wir sagen uns kurz "Hallo" und "wie gehts" . Er hatte wohl mit jemanden darüber gesprochen, was passiert war, streitet es aber ab. Es wunderte mich etwas, dachte ich doch, es sei ihm komplett egal.
Im allgemeinen ist er ein guter Kollege, kommt mit allen gut aus, ist ein guter zuverlässiger Arbeiter. Im Privatleben habe ich ihn leider als weniger zuverlässig erlebt. Kenne ihn ja aber auch kaum.
Schon komisch, er wollte das Kind nicht. Er habe "zuviele Probleme" zur Zeit. Fragte mich aber mehrmals (auch nachdem feststand, ich behalte das Kind) ob ich mit ihm Urlaub machen würde in seinem Heimatland. Meinte mal, er sei "verliebt" in mich (na ob ich das glaube? ich weiß ja nicht.. Männer labern soooviel wenn der Tag lang ist ), sagte das allerdings auch vor seinen Freunden und zu seinen Freunden. Meinte so "she's perfect!" o.o (ihr wisst am besten, ich bins nicht und ER sollte das auch wissen!!)
Das Thema war für mich abgehakt. Zum einen bereue ich's ohnehin, weil ich meinen Freund wirklich von Herzen liebe, außerdem hat ER (mein Kollege) mich sowieso schon indirekt abgelehnt, als er das Kind nicht wollte.
Er weiß, dass ich bald weg gehe für mehrere Monate.
Er selbst sagte, er wird in Urlaub gehen 1 Monat und danach sich beruflich weiter orientieren, also nicht mehr in derselben Firma beschäftigt sein.
Im Grunde haben wir kaum mehr was gemeinsam, "nur" ein Baby..
Ich wollte Abstand nehmen, sehe ihn aber jeden Tag auf der Arbeit.
Er schaut mir wieder mehr und mehr hinterher. Klar reagiere ich, einfach aus dem Grund, weil er der Vater ist.. so kenne ich ihn ja kaum.. habe eigentlich eine eher gute Meinung von ihm, außer unser "Zwischenfall".

Es ist schwer. Oft fängts schon am Morgen vor Arbeitsbeginn an, dass ich sehr traurig einfach nur bin.
Kann garnicht so genau sagen, warum.
Glaube, man sieht einen Menschen evt. irgendwie anders, wenn man weiß.. das ist der Vater meines Kindes.. Derjenige ist was Besonderes, ohne dass man ihn unbedingt liebt..
Vielleicht wärs einfacher, wenn mit meinem Freund alles in Ordnung wäre.. oder wenn er wenigstens in der Nähe wäre..
Ach, ich weiß nicht, ob das überhaupt jemand versteht.
Ich lebe selber momentan eigentlich nur so vor mich hin und zähle die Tage, neben dem Stress der Vorbereitungen..

Er will mich nun evt. anrufen, hat er gesagt.. Was will er? Ich denke, er will mal wieder nur eine Nacht mit mir verbringen. Aber das kann doch nicht sein Ernst sein..? Nach allem? Ich bekomme auch schon langsam nen Baby"bäuchlein".. Nicht gerade Erotik pur für ne "heiße Affaire" denke ich..
Will er was Bestimmtes reden..? Schätze ihn ganz ehrlich nicht so ein, als ob er irgendwas bereden wolle..
Ich habe keine Ahnung, wie ich reagieren soll.
Sollte er doch reden wollen.. hätte er als leibl. Vater nicht das Recht dazu..?
Ich weiß nicht, ob es gut ist, überhaupt Kontakt zu haben.
Jedoch ertrage ich weder die Situation auf der Arbeit, noch die Situation, so wie sie jetzt ist, mit meinem Freund..
Beides tut sehr weh.
Ich fühle mich sehr fern von meinem Freund, auch wenn mein Herz nach ihm schreit.. ich weiß, ich bin in seiner Nähe glücklich, fühle mich sicher, wohl und geborgen.
Auch der Sex ist ganz anders.. habe wirklich das Gefühl, da ist Liebe mit dabei. So wars dann auch ganz anders, als ich es je vorher erlebt habe.
Aber habe viel Angst vor der Zukunft.

Ich fliege in 5 Wochen.. es ist alles mitten in der Planung. Ich kann den Flug weder verschieben noch stornieren. Habe einen Zwischenmieter mittlerweile und ab Dezember kein Zimmer mehr hier in D.

Nun, warum habe ich selbst das Bedürfnis, mit meinem Kollegen zu reden? Mich zu treffen? Es geht keinesfalls um Sex. In der Hinsicht hatte ich bei ihm kaum was gefühlt und bei meinem Freund war's das komplette Gegenteil.
Sollte ich mich treffen? Einige Dinge klären?
Oder ist das "zu gefährlich?" Wird das zuviel durcheinander bringen?
Soll ich ihn ignorieren und die Augen zu machen, bis die Wochen der Warterei vergangen sind?
Im Grunde weiß ich ja, es wird alles gut werden.. habe halt nur Angst. So war ich schon immer.
Aber es tut auch einerseits weh, den "Vater meines Kindes" einfach gehen zu lassen bzw. abzuweisen..
Versteht das irgendjemand?

Sorry, fürs lange Topic.. wollte nur mal wieder Ordnung in mein Gefühlsleben bringen, bevors zu spät ist..

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24. Oktober 2008 um 20:06

Ramona2511
Hallo Ramona2511,
es freut mich zu hören, daß Du Dein Kind behalten möchtest und daß Du jetzt bald zu Deinem Verlobten fliegen kannst.
Ich persönlich fände es zu gefährlich mich mit ihm zu treffen. Wenn er etwas besprechen möchte, dann kann er dies schriftlich oder telefonisch tun.
Du hast gemerkt, daß er nur verliebt ist, aber an der Reaktion Deines Freundes kannst Du wahre Liebe ablesen. Und diese würde ich um nichts aufs Spiel setzen. Da ihr so eng aufeinandersitzt ist dies tatsächlich sauschwer, mache es Dir nicht noch durch ein Treffen schwieriger. Es ist von ihm schon dreist Dir das Angebot zum Urlaub zu machen. Ich glaube er hat nicht verstanden, welch eine tiefe Verletzung er Dir zugefügt hat.Deine Gefühle sinds aufs Tiefste verletzt worden von ihm, da hilft erst mal nur Abstand.
LG Itemba

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26. Oktober 2008 um 0:12

Schlimme situation...
kann mich auch nicht so reinversetzen,sorry.

ist doch klar das dien kollege dich noch interessiert und umgekehrt genauso,immerhin erwartet ihr ein gemeinsames kind welches euch ein leben lang bindet!

ich hab echt respekt davor wie dein freund das so akzeptieren kann. ehrlich. wahnsinn.
ich glaub ich könnte es an seiner stelle nicht.

ich würde deinen kollegen nur als erzeuger ansehen und wenn sogar dein freund die vaterschaft anerkennen möchte solltest du ihn also auch mehr als vater ansehen.
versuch dich mehr auf ihn,dich und das baby zu konzentrieren.
wenn du weiterhin dir das leben so schwer machst mit deinen kollegen wird das ncoh eure beziehung zerstören.

mach dir mal lieber gedanken um dienen freund,denn mit ihm lebst du zusammen. ihn hast du betrogen und verletzt...da versteh ich garnicht wieso du mehr an den kindesvater denkst als an ihn.

meiner meinung nach liebst du deinen freund nicht und hast gefühle für deinen kollegen,dem erzeuger des kindes.
also so denke ich darüber.

wirklich guten rat geben kann ich dir garnicht da ich mich echt nicht in so eine situation reinversetzen kann.
ich stell es mir aber seeehr schlimm vor.

alles gute weiterhin

LG *anja*

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26. Oktober 2008 um 8:23

Vielleicht
Huhu^.^

vielleicht hast du Recht rassami, dass der Kontakt zum Erzeuger auf kleinster Stufe erhalten bleiben sollte, aber ganz davon überzeugt bin ich nicht.

So wie ich das sehe, wird ihr (Fast)Mann die Vaterschaft anerkennen, somit ist er (rechtlich) der Kindsvater. Der "Erzeuger" ist lediglich vergleichbar mit einem Samenspender (wenn man so will).

Ich persönlich würde mir den Namen des Erzeugers aufschreiben, ihn irgendwo sicher verwahren und vergessen.

Denn welches Kind will irgendwann mal hören "Überraschung! Du bist gar nicht unser Kind, sondern ich bin damals fremd gegangen und du bist nur entstanden, weil die Verhütung versagt hat! Dein echter Vater hatte zwar kein Interesse an dir, aber hier: seine Adresse."

Evtl. etwas zugespitzt, aber egal.

Außerdem halte ich es
a) für beziehungskritisch, dass du über Jahre hinweg kontakt zu dem Mann hälst, mit dem du deinen Freund so schwer verletzt hat und
b) nicht für besonders einfach, da er dann im Ausland ist (bzw. du) und es sicher auch mal eine Frau in seinem Leben geben wird, die es nicht toll finden wird, wenn ihr Kontakt haltet.

So seh ich die Situation und ich finde ihr (beide!) solltet (gemeinsam!) einen Weg finden, der nicht nur für dich, sondern auch für deinen Freund und das Kind gut ist.

bye
Nelke

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26. Oktober 2008 um 10:54

Danke für eure Antworten
es ist immer gut, eine Sache aus verschiedenen Sichtweisen zu sehen.

@Itemba
Ja, es stimmt. Es verletzt sehr, er hat schon einen Sohn und jetzt soll dieses Baby sofort weg, besser gestern als morgen. Dazu fragt er mich auch noch am selbigen Tag nach Geld und ich leih ihm natürlich noch 150 Euro.. (wovon ich auch nur 100 wieder zurück hab)
Und im Falle einer Abtreibung, die hätte ich selbst zahlen müssen, weil ich ganz knapp übern Satz gekommen bin. Ich hatte es ihm gesagt, aber er machte keinerlei Anstalten, einen Teil dazu zu geben. Und ich selbst frage grundsätzlich nie nach Geld.. Dieser Egoismus mir gegenüber macht mich fertig! Und ich bekomme wirklich so'ne Wut auf ihn, wenn ich daran denke. Und trotzdem kann ich ihn nicht hassen. Manchmal denke ich, ich müsste öfter mal den Mund aufmachen.. Aber gut, das Thema hat sich ja nun erledigt..
Ich schätze mal, Abstand ja.. Also Augen zu und durch die nächsten 5 Wochen. Danach trennen sich unsere Wege sowieso für immer..

@sternennacht2
Ein unsichtbares Band.. trifft es auch. Ich erinnere mich öfter an meinen Ex Mann und unseren Sohn.. Er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten (hat lediglich meine Augen bekommen) Ich schwankte beim Vater immer zwischen Hass und Liebe. Diese Liebe war aber nicht, wie zu einem Mann.. es war mehr, wie zu einem Bruder, weil ich immer meinen Sohn in ihm gesehen habe.. Daraufhin wirkte er stets irgendwie hilflos und unschuldig für mich. Naja.. komische Dinge passieren heutzutage..
Mein Kollege fühlt sich ganz sicher in seiner Männlichkeit bestätigt. Das macht alleine schon die Mentalität.. Schätze mal, gleichzeitig "fürchtet" er sich davor, was ein Kind alles mit sich bringt.. Dann hatte er noch so nen Spruch losgelassen damals.. Seine Eltern würden mich ja noch nicht einmal kennen.. >.>
Werde mich übrigens auch aus Südamerika weiterhin melden!!

@marylou0602
Das Problem ist ja, ich lebe (noch) nicht mit meinem Freund zusammen.. uns trennen ca. 14 Stunden Flug. Als es passierte habe ich ihn monatelang nicht zuvor gesehen.. Ich selbst sehe dies nicht als Entschuldigung.. Da ich es selbst kaum verstehe, ist das Einzige, was ich dazu sagen kann, es wäre mir NIE auch nur in den Sinn gekommen, wäre mein Freund bei mir gewesen..
Ich liebe meinen Freund sehr.. Aus der Entfernung ist es sehr schwer, aber sobald wir zusammen sind, einfach unbeschreiblich. ER schafft es, dass ich in seiner Nähe mich einfach nur glücklich fühle. Solange er da ist, kann kommen was will, ich fühle mich nie schlecht.
Ja, ich habe Gefühle für meinen Kollegen, aber das sind andere.. Es ist keine Liebe (oder Verliebtsein), da bin ich mir sicher.. Denke, es hat hauptsächlich was mit dem Kind zu tun..

@rassami und rotenelke
Habe nicht mit meinem Freund drüber geredet, habe meinen Kollegen bisher auch nicht getroffen. Mein Freund würde es wohl so hinnehmen.. sich aber ziemlich schlecht dabei fühlen..
Zwecks Kontakt.. ich werde ihn einmalig vor meiner Abreise nach seiner E-Mail Adresse fragen. Dann kann ich auch Bilder von seinem Kind schicken. Persönlich Kontakt zu halten wird, glaube ich, zu sehr belastend für jeden sein, so wie rotenelke es erwähnt hat.
Meinen Kollegen als "Samenspender" zu sehen.. könnte helfen, aus der Entfernung.
Schwierig werden jetzt die nächsten 5 Wochen noch, aber egal. Augen zu und durch.

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