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Alles so schrecklich (vorsicht, lang)

24. Juni 2007 um 19:17

Hallo ihr Lieben,
ich muss mir jetzt mal ein paar Dinge von der Seele schreiben und hoffe, dass ich von Euch einen Rat bekommen kann.

Zu meiner Situation:
Ich bin 26, studiere (noch ca. 1,5 Jahre), lebe in einer WG und bin in der 9. Woche schwanger - ungewollt und trotz Verhütung. Ein paar Wochen bevor ich davon erfuhr, trennte ich mich von meinem Freund mit dem ich nicht allzu lange zusammen war.

Ich habe mich von meinem Freund getrennt, weil ich merkte, dass ich die Gefühle die er für mich hatte, nicht genau so erwidern konnte; ständig wollte er mehr von mir als ich ihm geben konnte und wollte, er hat mir keine Zeit gegeben, tiefe GEfühle aufzubauen; ständig hat er aus Unsicherheit an mir herum gezerrt und mich versucht zu zwingen, ihn zu lieben und ihm das stündlich zu zeigen und sagen. Die Konsequenz daraus war, dass meine gerade für ihn aufkeimenden zarten Gefühle für ihn zerdrückt und zunichte gemacht wurden bevor sie sich festigen konnten. Sorry, hört sich alles sehr pathethisch an, aber ist wichtig für den weiteren Erzählungsverlauf.

Nach der Trennung, die wirklich schwer war, weil es nicht akzeptieren wollte (Anrufe bis zu 50 am Tag, Sms minütlich, Versuche, Freunde auszuhorchen usw.)erfuhr ich von der SChwangerschaft und war erst einmal total fix und fertig. Ich wollte es ihm nicht sagen, doch der Druck lastete so stark auf mir, dass ich ihm letztendlich doch erzählte.
Er reagierte - na? - freudig darauf. Ich blendete erst einmal alle unsere Probleme für mich aus und überlegte für mich und in vielen GEsprächen mit Familie, Freunden und Pro Familia, wie ich der Situation Herr werden könnte und wie ich es schaffen könnte, dem Kind ein schönes Leben zu bieten. Das waren 3 harte Wochen und am Ende kam ich zu der Einsicht, dass es mit Unterstützung mentaler (Freunde u. Familie) und finanzieller (Vater Staat) zu schaffen ist.
Was ich nicht bedachte ist, dass der Kindsvater sich nun wieder Hoffnungen macht und der ganze Terror von vorne los geht. Und ich meine wirklich Terror. Er ruft mich wieder ständig an, spricht mir den AB voll, beschimpft mich als egoistische Schlampe, wenn ich nicht ans Telefon gehe und mir ihm über unsere Zukunft sprechen will und bombadiert mich Tag und Nacht mir SMS.
JEtzt ist mein Entschluss wieder ins Wanken gekommen. Ich habe so Angst, dass das nie aufhört, dass sich seine Gefühle nie legen und er mir anstatt eine Stütze und Hilfe zu sein, das Leben in Zukunft noch schwerer machen wird, als es sowieso schon aufgrund der Umstände (Studium usw.) werden würde. Ausserdem habe ich Angst, dass ich ihn eines Tages so für seine Penetranz und Respektlosigkeit gegenüber mir und meinen Bedürfnissen, so sehr hassen werde, dass ich zusammenbreche. Dieser Mann ist ein Stalker, der mich fertig macht, weil ich ihn nicht lieben kann.
Kann ich es verantworten, von diesem Menschen ein Kind zu bekommen und mir damit einen Haufen Riesen-Probleme an den Hals zu laden?
Morgen hätte ich einen Termin beim FA um diesem meine Entscheidung mitzuteilen. Ich werde ihn absagen um noch ein paar Tage nachzudenken. Doch momentan glaube ich, dass der einzige Ausweg aus meiner Situation eine Abtreibung ist und das bricht mir fast das Herz.

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24. Juni 2007 um 21:23

Hallo du
Ihr seid nicht verheiratet, also hättest du das alleinige Sorgerecht. Du kannst ihn auch anzeigen, wenns zuviel wird. Oft hören solche dann auf. Ich kann dir nur eines raten: Du sagst, es zerbricht dir das Herz. Dann lasse es sein!!!!!! Höre auf dein Herz, alles andere kann man bestimmt regeln. LG

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24. Juni 2007 um 21:31

Ja genau!
Mach was dein herz dir sagt! Diese entscheidung kann dir keiner abnehmen! Und später geht kein weg zurück!Überleg es dir gut! Sehr gut! Viel glück und alles gute!

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24. Juni 2007 um 21:37

Eine wirklich schwierige Situation..

Hallo caramell,

wäre ich in der Situation gewesen, mein Entscheidung wär' längst klar gewesen und vor Wochen gefällt. Ich hätte kein Interesse daran gehabt, von so jemanden ein Kind in mir zu tragen.

Aber Du hast Dich dafür entschieden. Entweder, weil Du ein Problem mit dem Schwangerschaftsabbruch ansich hast und/oder weil Dir dieses Kind wünschst.

Wenn ein Schwangerschaftsabbruch einen nur unglücklich machen würde, man nicht damit leben könnte, so muss man wohl oder übel mit den Schwierigkeiten leben, die dann da kommen werden.

Insofern kann ich Dir nur raten, Dir zu überlegen, wie Du am besten mit der Situation umgehen und Dich und Dein werdendes Baby vor diesem Mann schützen kannst.

Vielleicht kannst Du rechtlich gegen ihn vorgehen, denn das ist ja wirklich schon Belästigung.
Da Du ja sowieso umziehen werden musst, vielleicht ist es das beste, den Studienort zu wechseln und in eine andere Stadt zu gehen? So bringst Du wenigstens räumliche Trennung zwischen euch und der Zugriff auf Dich wird schwieriger.
Aber es scheint völlig klar, dass er wohl kaum locker lassen wird, vor allem, wenn da in einigen Monaten ein Kind sein wird, dessen Vater er ist.

Eine letzte (zumindest theoretische) Möglichkeit wäre, Dich mit ihm zu arrangieren. Denn auf die eine oder andere Art wird er so oder so für den Rest der Zeit Teil Deines Lebens sein, da er Vater eures gemeinsamen Kindes ist. Ist unschön, ist aber nunmal so.

Sag ihm auf jeden Fall erst mal, dass er Dir und dem Kind mit seinem Verhalten nicht gut tut. Vielleicht besteht ja sogar noch Hoffnung, dass irgendwann die Vernunft bei ihm durchschlägt.

Das ist wirklich eine schlimme Situation - in Deiner Haut würde ich echt nicht stecken wollen. Aber vielleicht gibt es ja Hoffnung, dass es sich zum guten wenden wird...

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft,
R.

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3. Juli 2007 um 10:58

Hey,
dein Kind kann nix für seinen Vater, daher sollte es nicht darunter leiden. Es kann nix für seine Existenz und sollte daher auch nicht "ausbaden", was der Vater für ein Typ ist.
Ich würde dir vorschlagen, die Polizei zu informieren, denn das, was dein Ex da macht ist Belästigung, wenn nicht nicht schon Bedrohung. Sag ihm das das nächste Mal und droh ihm mit einer Anzeige, wenn er nicht aufhört.
Ich wünsche dir und deinem Baby alles Gute und Liebe!!!!

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3. Juli 2007 um 11:58

Ohje ohje...
hi,du kannst nur tun was du für richtig hälst.
kann nur aus eingener erfahrung sagen das ich selbst mal vor dieser entscheidung stand und ich habe damals auch sehr gelitten, habe mich dann als ich in der klink zur abtreibtreibung war...doch umentscheiden für mein kind, er ist nun 9 monate alt ich bin so glücklich mit ihm, hätte ich mich damals für die abtreibung entschieden ich glaub ich wäre selbst auch noch am selben tag gestorben!

aber in einem kann ich dir nicht zustimmen eine abrteibung ist NICHT DER EINZIGE AUSWEG!

lg mira11112

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