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Alles so kompliziert.. brauche bitte ernsthafte Ratschläge..

26. Juni 2012 um 13:08

Hallo Ihr Lieben,

ich könnte dringend ein paar ernst gemeinte Ratschläge von Euch gebrauchen.
Ich bin in der 9.Ssw und überlege hin und her, was ich tun soll. Auf der einen Seite denke ich, ich kann es einfach nicht bekommen, aber auf der anderen Seite....

Aber erstmal die Fakten:

- Ich bin alleinerziehend mit einem knapp 18 Monate alten Sohn, vom Vater habe ich mich noch in der Schwangerschaft getrennt, da er sehr cholerisch und ein notorischer Lügner ist, wir haben viele Probleme, aber er hat regelmäßig Kontakt zu seinem Sohn, wenn auch nicht sehr häufig, da er 400km entfernt lebt.

- Der Zwerg war damals kein Wunschkind, die Pille hat nicht gewirkt, aber ich bin froh, mich letzten Endes für meinen kleinen Schatz entschieden zu haben. Nachdem ich ja bereits einmal die Erfahrung gemacht hatte, dass die Pille bei mir versagt hat, habe ich mit meinem jetzigen Freund mit Kondomen verhütet. Aber was soll ich sagen?! Irgendwie ging auch das daneben..

- Doch ich kenne aben auch all die Nachteile, die es hat, wenn man alleinerziehend ist und ich weiß, mit zwei Kindern würde ich das nicht schaffen.

- Seit 2,5 Monaten bin ich mit meinem neuen Freund zusammen, den ich aber seit fast 13 Jahren kenne. Damals hatten wir eine Beziehung, die nach zwei Jahren ziemlich eskalierte. Er wurde dennoch mein bester Freund und in all der Zeit haben wir uns stark verändert, so dass wir einen neuen Versuch gewagt haben.

- Aber von Anfang an gab es immer wieder Probleme, da wir gewissermaßen noch die "Altlasten" mit uns rumschleppen.

- Außerdem hat er Angst, der Verantwortung, die er auf Dauer meinem Sohn gegenüber hätte, nicht gewachsen zu sein. Wie könnte ich bei all den Problemen, ein Kind mit ihm in die Welt setzen, wenn wir es ohne gemeinsames Kind schon kaum schaffen??

- Aufgrund meiner ersten Schwangerschaft habe ich meinen Job verloren. Mein Vertrag war befristet und lief in der Elternzeit aus. Da es sich um ein Volontariat gehandelt hat, konnte ich es nicht komplett beenden. Soll heißen, ich bin 30 und habe (wegen eines abgebrochenen Studiums) noch nicht viel vorzuweisen.
Ich möchte meinem Kind (oder kindern) ja was bieten können und nicht dauerhaft Hartz4 beziehen.

- Jetzt beziehe ich leider Hartz4 und stelle fest, wie schwierig es ist, meinen alten Job und Kind miteinander zu vereinbaren. Die Arbeitszeiten sind unmöglich, es gibt viele Überstunden, etc. Dennoch möchte ich in dem Bereich bleiben, weil ich meine Arbeit einfach über alles liebe und da auch noch was erreichen will. Nur wie soll da mit zwei Kindern funktionieren, wenn es mit einem schon so schwierig ist??

- Meine Eltern, vor allem meine Mutter, hatten bei der ersten Schwangerschaft echte Bedenken wegen des Jobs, meiner Zukunft usw. Leider sind vor allem die negativen Befürchtungen wahr geworden. Heute lieben sie den Zwerg, aber meine Mutter meinte auch, nochmal macht sie sowas nicht mit. Ich verstehe ihre Ängste und Sorgen, aber gerade mit einem zweiten Kind wäre ich mehr denn je auf ihre Unterstützung angewiesen. Klar kann es sich zum guten Wenden, aber was wenn nicht??

- Die Mutter meines Freundes weiß bisher nicht mal, dass wir zusammen sind, da sie damals gegen mich war, weil ich ein Jahr älter war und sie ihn übertrieben bemuttert hat. Ich passte da nicht in ihre Vorstellungen. Wie würde sie also reagieren, wenn er ihr auch noch erzählen würde, dass ich schwanger von ihm bin. Nach dem Motto: "Sie will Dir ein Kind anhängen.."

- Mein Freund sagt zwar, er würde Verantwortung für das Kind übernehmen, aber er wüsste nicht, was es für unsere Beziehung bedeutet, wenn ich mich dafür entscheide. Auf der einen Seite hat er auch Angst, er könnte es irgendwann bereuen, aber dennoch ist er im Grunde eher für einen Abbruch, da auch bei ihm vieles dagegen spricht.

Das ist alles so furchtbar viel. Mein Verstand sagt mir, auch wenn ich irgendwann sicher ein zweites Kind möchte, dann eigentlich unter anderen Voraussetzungen. Andererseits habe ich durch meinen Sohn vor Augen, wie toll ein Kind ist und wie sehr es das eigene Leben bereichert. Mein Freund kann gerade das eben nicht wirklich nachvollziehen.

Vielleicht habt Ihr ja ein paar Vorschläge für mich, wie man die einzelnen Punkte in den Griff bekommen könnte..

Ich fürchte im Moment einfach, egal wie ich entscheide, es wird falsch sein..

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26. Juni 2012 um 18:10

Mein Freund..
hat zwar einen festen Job und verdient zwar nicht die Welt, aber doch ganz ok. Allerdings steckt er gerade mitten in einer Fortbildung bzw. Prüfung. Zudem ist es bei ihm so, dass er sehr unregelmäßige Arbeitszeiten hat und mich, was einen Wiedereinstieg in meinen Job anginge, kaum entlasten könnte.

Ich denke schon, dass ich sehr zielstrebig bin, wenn es um die mir gesetzten Ziele geht. Auch mit Streß kann ich gut umgehen und funktioniere teilweise erst dann so richtig..

Aber abgesehen vom Job, was wohl tatsächlich das größte Problem darstellt, ist es eben auch so, dass mein Freund zwar irgendwann gerne Kinder will, auch mit mir, aber eben nicht jetzt. Das ist ihm alles zu früh und zu schnell. Wir haben, wie gesagt, so schon so viele Probleme. Und ich sehe an meinem Sohn wie schwer alles ohne Vater ist und noch wird. Wie könnte ich da guten Gewissens ein zweites Kind in die Welt setzen, auf die Gefahr hin, dass auch dieses Kind ohne "richtigen" Vater groß wird?!

Wenn wir wenigstens wirklich daran glauben würden, dass wir es gemeinsam irgendwie schaffen können, was ich zum Teil tue, aber er leider nicht wirklich...

Dir erstmal vielen Dank..

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26. Juni 2012 um 20:28

Bibble41
Hallo Bibble41,
Du weißt jetzt, dass Du schwanger bist und weißt nicht was Du tun sollst. Aber es kann gar nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung treffen kannst, auf die Du in vielen Jahren stolz sein kannst.
Es scheinen viele Punkte gegen das Kind zu sprechen. Aber die logischen Argumente des Verstandes zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut. Denn das Herz hat seine Günde wovon der Verstand nichts weiß.
Du möchtest den Kindern etwas bieten können. Dies kannst Du auf jeden Fall. Z.B. eine verantwortungsvolle Mutter. Denn sonst würdest Du Dich nicht mit all den Fragen auseinander setzten. Und Du gibst den Kindern die Chance die unterschiedlichsten Facetten des Lebens kennenzulernen.
Aber Du weißt nicht wie Du alles in den Griff bekommen kannst. Gerne kannst Du Dich dazu an ausweg-pforzheim.de wenden, die werden Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
LG itemba

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27. Juni 2012 um 12:27

Ich brauche bitte..
ein paar Ideen oder Vorschläge, wie man irgendwas davon in den Griff bekommen könnte!! Irgendwelche Anregungen, wie ich meinen Freund davon "überzeugen" könnte, dass wir das alles schaffen können....
Oder einfach ein paar Tipps wie ich am Besten zu einer Entscheidung komme.

Ich bin ja schon in der 9.SSW, deshalb ist es relativ dringend. Und allein bin ich bisher nicht wirklich weiter gekommen..

Vielen Dank schonmal..

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15. Juli 2012 um 17:05

Alles spricht dagegen...
Du hast nur ein was positives, die Erfahrung wie toll ein Kind sein kann!

Alles andere spricht dagegen!

Für mich hört es sich nicht so an, als würdest einen Ratschlag wollen. Es hört sich viel mehr danach an, als würdest du eine Seelische Unterstützung für den Abbruch brauchst!

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15. Juli 2012 um 17:09
In Antwort auf curlykristy

Alles spricht dagegen...
Du hast nur ein was positives, die Erfahrung wie toll ein Kind sein kann!

Alles andere spricht dagegen!

Für mich hört es sich nicht so an, als würdest einen Ratschlag wollen. Es hört sich viel mehr danach an, als würdest du eine Seelische Unterstützung für den Abbruch brauchst!

...
Auch wenn es kitschig klingt!

Aber nur wenn du das tust, was dein Herz dir sagt, wirst du mit dir selbst im Reinen sein!

Geht in dich und überlege genau was du willst, nicht was andere von dir erwarten!

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15. Juli 2012 um 23:41

Hi
Ich find es super mutig, dass du damals dein Kind bekommen hast, obwohl es in diesem Moment auch nicht alles leicht war. . Und du sagst ja jetzt auch, dass das Kind dein Leben bereichert hat. Und wie schön wäre es für deinen Sohn, jetzt ein Geschwisterchen zu bekommen? ich wünsche mir das schon lagen für mein Kind, und als ich einmal dachte ich wäre schwanger hab ich mich riesig für ihn gefreut (obwohl es für mich eigentlich nicht gepasst hat und es ist ja auch nichts geworden). Zwei Jahre Abstand ist meiner Meinung nach das Beste für Kinder. Dann können sie sich normalerweise in ein paar Jahren gut miteinander beschäftigen und fühlen sich weniger alleine.
Du bist jetzt schon 30 und möchtest nicht weiter von Harz IV leben, was ich gut verstehe. Im finanziellen war es allerdings bei mir anders, da hat sich mit dem Baby vieles, wenn nicht fast alles zum Guten gewendet. Trotz ziemlich widriger äußerlichen Situation. Meine Ausbildung hatte ich zum Teil, aber jetzt habe ich genau die Ausbildungsstelle, die ich immer wollte, aber nicht bekommen hatte. Trotz Kind. Bin eben dahin gegangen, wo kinderfreundliche Chefs waren. Und die gibt es. Ich glaube deshalb, das man die Situation im Vorhinein nicht einschätzen kann. Wohnst du in einer großen Stadt? Hast du alle Arbeitsstellen und Ausbildungsstellen schon abgeklappert? Ich bin einfach umgezogen damals, dahin wo ich die Arbeitsstelle bekommen habe.
Wegen der Mutter von deinem Freund: Die kann doch denken, was sie will, du weißt ja, dass du ihm das Kind nicht anhängen willst. Und ausserdem sind 2 für die Entstehung eines Kindes notwendig. So ein machistisches Denken (Frau ist für Verhütung alleine zuständig) ist echt ätzend!
Deine Mutter wird sich auch wieder beruhigen, wenn das Kind dann da ist. Kleinen Babys kann normalerweise niemand widerstehen . Pessimistisches Denken im Voraus hilft niemanden. Die Situation ist wie sie ist: du bist schwanger und wirst sehen, wie es weitergeht, aber ihre Ängste und Sorgen helfen dir nicht dabei. In der Psychologie gibt es einen Begriff: "Self-fulfilling-Prophecy", der besagt, dass durch die Einstellung die man hat, die Dinge einen negativen positiven Lauf nehmen. Weil man mit einer solchen Einstellung dann in die Bewerbungsgespräche usw. geht und nur noch schwarz denkt. Dadurch wird die Kreativität gehemmt und es werden keine Lösungen mehr gefunden. Und die Erwartungen die andere Menschen haben, können uns da beeinflussen. Also bitte sie, ihre Ängste und Sorgen für sich zu behalten, da sie nichts besser machen. Wenn du ihr das sachlich erklärst, versteht sie vielleicht, was du meinst. Hab ein bisschen mehr Selbstvertrauen in dich und deine Fähigkeiten! Eine Zeit lang Harz IV zu bekommen ist ok, hab ich auch gemacht, bis ich meine Ausbildung anfangen konnte. Der Staat profitiert auf längere Sicht ja von den Kindern. Und du scheinst ja sehr fleißig und ehrgeizig zu sein, so dass du nicht mehr Zeit vom Staat leben wirst, als notwendig. Das ist voll und ganz gerechtfertigt.
Lass dich ganz fest drücken!!!!! Wenn du mehr schreiben willst, tu das. In welcher Hinsicht hat dein Kind denn dein Leben bereichert?

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16. Juli 2012 um 8:12

Irgendwie
hängt vieles von Deinem Freund ab. Wenn er das mit Dir zusammen durchsteht, ist alles einfacher. Wie alt ist er denn? Wenn er im gleichen Alter ist, dann sollte er sich eigentlich in den Hintern kneifen und Verantwortung für sich und die, die zu ihm gehören, übernehmen können. Mit 30 kann man nicht gut sagen: Es ist noch zu früh. Feigheit ist dann wohl eher das Problem, meinst Du nicht?

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16. Juli 2012 um 8:17

Also
mir würde die entscheidung in deiner situation nicht schwerfallen.
aber du hast dich doch innerlich schon dazu entschieden, dass Kind zu behalten oder? kannst du wirklich nicht auf deine familie bauen, die dich unterstützt?

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Von: abeni_12301517
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16. Juli 2012 um 1:20
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