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Achtung lang - abbruch mit mifgyne

7. August 2015 um 16:14

Hallo... Und zwar möchte ich hier meine Geschichte erzählen, vllt gibt es sogar hier Frauen, die dasselbe durch haben. Ich (22), Mutter von einem 3 jährigen Sohn, war bis heute Nacht noch schwanger.. Ich war in der 6 Ssw als ich erfuhr das ich schwanger war, ich hab es gleich meinem Freund (nicht der Vater von meinem Sohn) erzählt, dieser seine Reaktion war nicht so toll. Ich war auch nicht begeistert, da ich erst seit 3 Monaten endlich wieder einen guten Job habe und meine Reiterkarriere (Springen) zeigte sich auch langsam mal erfolgreich. Ich dachte mir "nein jetzt nicht" zudem sind mein Freund und ich erst seit knapp 4 Monaten zusammen und es gab jetzt schon nur Streit. Und ich gebe zu, wir waren teilweise wirklich nicht vorsichtig, was ich bitter bereue. Nachdem mein Freund mir klar gemacht hat das er definitiv noch kein Kind will und sogar der Ultraschall beim FA nicht umstimmen ließ, war ich auch bei der Beratungsstelle wegen einem Abbruch. 2 Wochen später, war ich mir immernoch nicht sicher was ich tun soll, habe mir sogar ausgemalt ob ich das auch ohne meinen Freund hinbekomme, es war für mich ein wahnsinniges Hin und Her. Ich bin zur Krankenkasse und hab den Schein geholt, das diese die Kosten vom Abbruch übernimmt. Und dann kam der Sinneswandel von meinem Freund -> Er will das Baby! Und ich hatte schon fast damit abgeschlossen aber ich freute mich dann doch irgendwie auf mein 2. Kind. Doch unsere Streitereien wurden in den letzten Tagen immer heftiger, so daß ich einen Arzt aufsuchte, der den medikamentösen Abbruch macht. Jetzt am Mittwoch hatte ich den Termin um Mifgyne einzunehmen. Mein Freund hat mich hingefahren, ich war stark und bin nach kurzem zögern auch in die Praxis und war auch bald dran. Der FA machte einen Ultraschall und erklärte mir was nun passieren wird. Als er mir die 2 Tabletten gab und den Becher Wasser, bin ich plötzlich in Tränen ausgebrochen und er schickte mich spazieren zum nochmal nachdenken... Ich saß am Rhein und mein Freund neben mir, so geweint hab ich schon lang nicht mehr... Doch er hat mich dann doch mit seiner doch negativen Art dazu bewegt es Zutun.. Ich musste den ganzen Tag weinen, am nächsten Morgen rief ich den Fa ab ob man es doch noch rückwirkend machen kann, doch er entschuldigte sich nur und sagte nein tut mir leid. Gestern Abend hab ich dann Zuhause die Abstossungstabletten genommen, die erste 20.30 Uhr... Die 2. 22.30 Uhr...Es war die Hölle... Ich habe zwischendurch 2 Schmerztabletten nehmen müssen, da ich tatsächlich Wehen hatte und ich merkte auch diese Klumpen, Blutbad ohne Ende. Um etwa 3.45 Uhr verließ mich dann auch mein kleines... Es war heller als der Rest und ich meinte man merkte auch die Unterschiede. Die Schmerzen waren stark und ich bin immernoch sehr weinerlich und bereue es getan zu haben und habe auch die Befürchtungen ewig schuldgefühle haben zu werden. Auch fällt es mir nun schwer rauszugehen oder nur schwangere oder Babys zu sehen.. Ich fühle mich leer und hilflos... Ich muss dazu sagen, mein Freund stand mir die ganze zeit bei, wollte sogar verhindern das ich das Blut sehe.. naja. Nun bereut er es auch... Wie habt ihr eure Trauer verarbeitet? Wie war euer Abbruch? Danke fürs Lesen

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9. August 2015 um 14:00

Es
tut mir unendlich leid, dass Du dies alles durchleben und durchleiden mußtest. Lass die Trauer zu, den Tränen sind sehr heilsam. Ein 2. Schritt in die Richtung ist dann die Aufarbeitung. Dies ist kein leichter Weg, aber ein lohnender.
Denn Du stehst mit Deiner Erfahrung nicht alleine da.
VLG Yankho

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2. September 2015 um 23:04

Engelchens Besuch
Es tut mir so Leid. Ich fühle mit Dir, die Schmerzen, die Qual. Schau Dir das Buch Engelchens Besuch an. http://www.lebensweichen-verlag.de/produkte/engelchens_besuch/
Lass die Liebe Deines Engelchens zu, auch wenn es nicht auf Erden verweilt. Versöhne Dich mit Dir selbst. Du hast keine Wahl, Du musst mit Deiner Entscheidung leben. Aber auch diese hat einen Sinn, eine Aufgabe. Leider erkennt man diese erst viel später. Ich wünsche Dir alles Liebe.

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11. September 2015 um 13:38

In der 8. SSW
warst du bei der Beratung und wann bei der KK?
Zur KK eine Frage: Zahlt die nur mit Beratungsschein?
Bzw. welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Und in welcher SSW warst du letztendlich?
Und warum hast du so lange gewartet?

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12. September 2015 um 20:44
In Antwort auf nicky_12904634

In der 8. SSW
warst du bei der Beratung und wann bei der KK?
Zur KK eine Frage: Zahlt die nur mit Beratungsschein?
Bzw. welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Und in welcher SSW warst du letztendlich?
Und warum hast du so lange gewartet?

Hallo
Also ja, die Krankenkasse übernimmt das nur mit Beratungsschein und wenn dein Einkommen nicht zu "hoch" ist, musst Deine Lohnabrechnung evtl mitnehmen. Den Beratungstermin bei der Diakonie hatte ich bereits 3 Tage nach dem ichs erfahren, bis ich aber zur Kk ging, vergingen etwa 2 Wochen... War einfach hin und her gerissen und wusste nicht ob ichs wirklich machen soll....Jetzt ist es über einen Mobat her und ich muss sagen das es die richtige Entscheidung, meine Schuldgefühle lassen nach und mir geht es deutlich besser, dafür hab ich die ersten Wochen sehr gelitten.

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12. September 2015 um 20:45
In Antwort auf nicky_12904634

In der 8. SSW
warst du bei der Beratung und wann bei der KK?
Zur KK eine Frage: Zahlt die nur mit Beratungsschein?
Bzw. welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Und in welcher SSW warst du letztendlich?
Und warum hast du so lange gewartet?

Ssw
achso, ich war letztendlich 9. Ssw

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14. September 2015 um 21:11

Hallo
Ich hatte genau das gleiche problem... ich wollte das Kind von Anfang an nicht, jetzt kann ich mir mit Sicherheit anhören was ein schlechter Mensch ich bin... aber wenn man unter Depressionen und borderline leidet und jeder Tag ein Kampf ist kann man mich ja wohl auch verstehen wieso ich mich für einen Abbruch entschieden habe Ich wollte auch erst mit den Tabletten diesen Abbruch machen bei der Beratungsstelle habe ich der Frau meine Sicht erklärt und ihr das mit meinem Psychischen Krankheiten gesagt ... ich war glaube ich eh schon laut Errechnung vom FA in der 8 SSW da War das ja eh nicht mehr möglich... nach langen hin und her und warten hatte ich dann meinen Termin in Gütersloh im Klinikum wurde untersucht und der Arzt hat da schon festgestellt ich sei schon in der 11 SSW und der größte Schock War das sich das kleine etwas schon von alleine verabschiedet hat es war krass sowas zu hören also musste ich ausgescharbt werden. Aber ich glaube wenn sich diese heran wachsende leben von alleine verabschiedet ist sowas einfacher Die Schwester von meinem Freund War bei allen Termine und bei der Op im Krankenhaus mit dabei und da viel mir das auch "leichter" mein freund ist leider immer auf Montage und konnte nicht dabei sein aber er hat dann Zuhause auf mich gewartet und wir beiden haben mit diesem "Thema" abgeschlossen und lassen uns jetzt viel zeit uns zu entscheiden ein Kind zu zeugen. Das Kind hat sich bei mir verabschiedet da meine Psyche so krass im Arsch ist das mein Körper und mein Kopf noch nicht dafür bereit sind. Ich wünsche dir und deinem Freund aber weiterhin alles Gute und lasst den Kopf nicht hängen...

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