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Abtreibung - Wie Beziehung fortführen?

18. August 2015 um 21:40

Liebe Leserinnen,

ich bin nun seit rund zwei Jahren mit meinem Freund zusammen. Vor einem halben Jahr haben wir uns schweren Herzens für eine Abtreibung entschieden. Es war eine operativer Eingriff nötig, da ich die Schwangerschaft erst in der achten Woche getestet habe. Wir haben uns hauptsächlich aus finanziellen Gründen gegen das Kind entschieden und weil wir unsere Beziehung noch als zu frisch für ein Kind empfunden haben. Mein Freund ist ein Spätzünder in Sachen Beziehung gewesen und ich bin seine erste Freundin. Ich bin mittlerweile 26, er 30 Jahre alt.

Mittlerweile bereuen wir beide die Abtreibung sehr. Ich leide unter Schuldgefühlen. Wir sprechen regelmäßig darüber und dann kommen auch bei ihm immer stärkere Emotionen hoch.

Es gibt keine Möglichkeit die Abtreibung ungeschehen zu machen. Meine Hoffnung ist hier auf Menschen zu treffen, die Ähnliches erlebt haben und uns weiterhelfen können, damit unsere Beziehung nicht daran zerbricht.

Wir haben damals einen symbolischen Abschied arrangiert. Einen Abschiedsbrief in einer Flasche ins Meer geworfen. Dass wir den Brief zusammen geschrieben haben, hat uns geholfen unser beiderseitige Gefühle besser zu verstehen und nachzuvollziehen.

Ich habe niemandem von der Abtreibung erzählt. Hat jemand Erfahrung mit Paar- oder Einzeltherapie? Werden die Kosten von der Kasse übernommen?

Vorwürfe von Abtreibungsgegnerinnen sind gerechtfertigt. Ich bereue es und es hat mein Leben grundlegend verändert. Es gibt keinen Weg zurück und ich versuche einen Weg zu finden.

Vielen Dank.

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21. August 2015 um 21:44

Du hast keine vorwürfe verdient
hallo nia,
ich glaube kaum eine frau, wenn überhaupt trifft diese entscheidung leichtfertig.
es ist sehr mutig von dir dass du so offen schreibst und ich glaube das kann auch der schlüssel zum darüber hinwegkommen/sich verzeihen sein.
sich einen fehler einzugestehen ist wichtig und aus dieser erfahrung kann man lernen.
du kannst womöglich andere frauen damit helfen und dazu beitragen sie davor zu "bewahren".
sieh es als chance und werde aktiv, antworte auf beiträge, die dich ansprechen oder wo du die verzweiflung herausliest, die du empfunden hast.
das bringt zwar nicht euer baby zurück aber es ist trotzdem etwas gutes.
mit therapien diesbezüglich kenne ich mich nicht aus,
ich hab mal was von www.rahel-ev.de gehört und www.kostbare-kinder.de probier es doch mal da.
ich hoffe eure beziehung übersteht das und wer weiß vielleicht habt ihr ja irgendwann tatsächlich ein oder sogar mehrere gemeinsame kinder.
lg

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25. August 2015 um 11:08

Wie mit Abtreibung fertig werden?
Hallo,
Bei mir ist es zwar schon ein Jahr her, aber ich leide bis heute sehr. Im August letzten Jahres erfuhr ich, daß ich schwanger bin. Mein Freund und ich waren zu diesem Zeitpunkt erst 6 Monate zusammen. Für mich stand von Anfang an fest das Kind zu behalten. Mein freund freute sich, als er die Nachricht hörte total, und am Nachmittag als wie uns trafen sprach von seiner Seite alles gegen ein Kind. Ich konnte mich mit dem Gedanken eine Abtreibung vorzunehmen nicht anfreunden da ich bereits einen Sohn aus erster Ehe habe, und er ein totales Wunschkind war. Ich empfand meine Schwangerschaft als wunderschön und habe diese Zeit jeden Tag genossen. Mein Freund redete mit mir selten oder eigentlich gar nicht über die ungewollte Schwangerschaft. Ich hatte den Eindruck, daß seine Meinung fest stand. Aus Angst ihn zu verlieren entschied ich mich für eine Abtreibung. Ich hatte totale Angst damit nicht fertig zu werden. Ich hatte einen Termin zum medikamentösen Abbruch. Zwei Tage später begann eine leichte Blutung. Ich musste zur Kontrolle. Außer eine leichte Blutung passierte nichts. Bei der Kontrolle legte der Arzt mir eine Tablette in den Muttermund um Wehen einzuleiten. Nach zwei Stunden trat eine starke Blutung ein. Auch viel Gewebe kam mit. Am nächsten Tag musste ich erneut zur Kontrolle. Bei der Kontrolle stellte sich raus, das die Schwangerschaft immer noch bestand. Dieser lange Prozeß war für mich dir Hölle. Zu allen Terminen begleitete mich mein Freund aber darüber geredet haben wir nie. Wenn ich ihm erzählen wollte wie es mir geht, blockte er das Gespräch ab. Am 09.09.14 wurde dann der operative Eingriff (Absaugung ) durchgeführt. Ich sehe jeden Tag diese Bilder vor mir, wie ich auf dem Stuhl liege und die Nadel für die Narkose gelegt wird. Als ich aufwachte fing ich heftig an zu weinen. Die Schwester meines Freundes ist nun schwanger mit Zwillingen und daran zerbreche ich. Ich habe Angst vor Familientreffen weil ich ihren Bauch wachsen sehe die ganzen Gespräche über die Schwangerschaft ertrage ich kicht. Niemand weiß von der Abtreibung. Ich lebe damit ziemlich einsam. Meinem Freund schrieb ich mal von meinen Gedanken und Gefühlen, aber es folgte keine Reaktion. Mein Wunsch nach einem zweiten Kind wird seitdem immer größer. Ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben mit der Entscheidung irgendwie umgehen und leben zu können. Wenn ich den Verstand von heute hätte, hätte ich dieses Kind bekommen und hätte im schlimmsten Fall zwei Kinder alleine groß gezogen. Aber ich leide darunter so sehr, daß ich meine Gedanken kaum in Worte fassen kann.
Ich bedanke mich schon mal und schicke liebe Grüße

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27. August 2015 um 20:28

Danke!
Vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Es hilft sehr, zu wissen, dass man nicht allein ist.

An koenigskind: Wenn man sich andere Beiträge zu dem Thema Abtreibung ansieht, findet man so viele üble Vorwürfe. Das Schlimme ist, dass ich die meisten davon auch verstehen kann. Ich hätte mir vor der ungewollten Schwangerschaft auch nicht vorstellen können, dass ich mich je für eine Abtreibung entscheiden würde. Ich glaube, deshalb fällt es mir auch um so schwerer mich meinen engsten Freunden zu öffnen. Zum einen ist das Thema super heikel und zum anderen widerspreche ich mir nun selbst.

An sternenkind: Danke, dass du dich so öffnest. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen antworten und ihre Erfahrungen teilen. Mich würden auch männliche Sichtweisen interessieren aber die sind selten öffentlich. Es tut mir leid was dir passiert ist und ich kann vieles was du schreibst sehr gut nachvollziehen. Ich hatte auch ein großes Problem mit Schwangeren in meinem Umfeld und habe sie gemieden. Es ist zum Glück mit der Zeit besser geworden.

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11. September 2015 um 21:41
In Antwort auf sternenkind090914

Wie mit Abtreibung fertig werden?
Hallo,
Bei mir ist es zwar schon ein Jahr her, aber ich leide bis heute sehr. Im August letzten Jahres erfuhr ich, daß ich schwanger bin. Mein Freund und ich waren zu diesem Zeitpunkt erst 6 Monate zusammen. Für mich stand von Anfang an fest das Kind zu behalten. Mein freund freute sich, als er die Nachricht hörte total, und am Nachmittag als wie uns trafen sprach von seiner Seite alles gegen ein Kind. Ich konnte mich mit dem Gedanken eine Abtreibung vorzunehmen nicht anfreunden da ich bereits einen Sohn aus erster Ehe habe, und er ein totales Wunschkind war. Ich empfand meine Schwangerschaft als wunderschön und habe diese Zeit jeden Tag genossen. Mein Freund redete mit mir selten oder eigentlich gar nicht über die ungewollte Schwangerschaft. Ich hatte den Eindruck, daß seine Meinung fest stand. Aus Angst ihn zu verlieren entschied ich mich für eine Abtreibung. Ich hatte totale Angst damit nicht fertig zu werden. Ich hatte einen Termin zum medikamentösen Abbruch. Zwei Tage später begann eine leichte Blutung. Ich musste zur Kontrolle. Außer eine leichte Blutung passierte nichts. Bei der Kontrolle legte der Arzt mir eine Tablette in den Muttermund um Wehen einzuleiten. Nach zwei Stunden trat eine starke Blutung ein. Auch viel Gewebe kam mit. Am nächsten Tag musste ich erneut zur Kontrolle. Bei der Kontrolle stellte sich raus, das die Schwangerschaft immer noch bestand. Dieser lange Prozeß war für mich dir Hölle. Zu allen Terminen begleitete mich mein Freund aber darüber geredet haben wir nie. Wenn ich ihm erzählen wollte wie es mir geht, blockte er das Gespräch ab. Am 09.09.14 wurde dann der operative Eingriff (Absaugung ) durchgeführt. Ich sehe jeden Tag diese Bilder vor mir, wie ich auf dem Stuhl liege und die Nadel für die Narkose gelegt wird. Als ich aufwachte fing ich heftig an zu weinen. Die Schwester meines Freundes ist nun schwanger mit Zwillingen und daran zerbreche ich. Ich habe Angst vor Familientreffen weil ich ihren Bauch wachsen sehe die ganzen Gespräche über die Schwangerschaft ertrage ich kicht. Niemand weiß von der Abtreibung. Ich lebe damit ziemlich einsam. Meinem Freund schrieb ich mal von meinen Gedanken und Gefühlen, aber es folgte keine Reaktion. Mein Wunsch nach einem zweiten Kind wird seitdem immer größer. Ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben mit der Entscheidung irgendwie umgehen und leben zu können. Wenn ich den Verstand von heute hätte, hätte ich dieses Kind bekommen und hätte im schlimmsten Fall zwei Kinder alleine groß gezogen. Aber ich leide darunter so sehr, daß ich meine Gedanken kaum in Worte fassen kann.
Ich bedanke mich schon mal und schicke liebe Grüße

Der Schmerz hört nie auf
Hallo,
ich denke, es ist eine Wunde mit der man leben lernen muss, so schwierig es ist. Verdrängen wäre der falsche Weg. Vielleicht hilft es Abschiedsrituale durchzuführen, wichtig aber ist das dem ungeborenen Kind ein ehrendes Andenken zu bewahren und einen Platz im Herzen zu geben. Und um Verzeihung bitten, aber auch sich selber zu vergeben. Trotzdem, der Schmerz hört wohl nie auf.

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30. September 2015 um 20:49
In Antwort auf radim_12267066

Danke!
Vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Es hilft sehr, zu wissen, dass man nicht allein ist.

An koenigskind: Wenn man sich andere Beiträge zu dem Thema Abtreibung ansieht, findet man so viele üble Vorwürfe. Das Schlimme ist, dass ich die meisten davon auch verstehen kann. Ich hätte mir vor der ungewollten Schwangerschaft auch nicht vorstellen können, dass ich mich je für eine Abtreibung entscheiden würde. Ich glaube, deshalb fällt es mir auch um so schwerer mich meinen engsten Freunden zu öffnen. Zum einen ist das Thema super heikel und zum anderen widerspreche ich mir nun selbst.

An sternenkind: Danke, dass du dich so öffnest. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen antworten und ihre Erfahrungen teilen. Mich würden auch männliche Sichtweisen interessieren aber die sind selten öffentlich. Es tut mir leid was dir passiert ist und ich kann vieles was du schreibst sehr gut nachvollziehen. Ich hatte auch ein großes Problem mit Schwangeren in meinem Umfeld und habe sie gemieden. Es ist zum Glück mit der Zeit besser geworden.

Problem mit schwangeren in deiner umgebung
hallo, du schreibst, du hattest auch Probleme mit schwangeren in deiner Umgebung. wieviel Zeit ist bei dir verstrichen , bis du besser damit umgehen konntest? bei mir ist es nun ein jahr her. aber irgendwie wird es immer schlimmer. mein freund sagte mir vorhin, das wir am 10.10 auf einem Geburtstag eingeladen sind. ich bekomme jetzt schon Herzrasen und Bauchschmerzen, wenn ich nur an diesen Tag denke

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1. Oktober 2015 um 18:53

Hallo nia
Erst einmal muss ich sagen dass ich es klasse finde dass du und dein Freund euch einander anvertraut,dass sind doch die besten Voraussetzungen dass eure Beziehung das übersteht.
Ich persönlich habe im April diesen Jahres einen Abbruch gemacht,ich bin seit sieben Jahren mit meinem Mann zusammen davon drei verheiratet wir haben eine wunderbare Tochter (6J.) .doch leider hatten wir damals so Grosse Probleme dass wir uns für den Abbruch entschieden haben. Die ersten Tage danach hat mein Mann sich rührend um mich gekümmert,aber wie gesagt nur die ersten Tage,danach wurde das ganze von uns beiden tod geschwiegen,doch seit einiger Zeit geht es mir richtig mies,ich denke unentwegt darüber nach was gewesen wäre wenn ich unserem Kind die Chance gegeben hätte leben zu dürfen. Wenn ich versuche mit meinem Mann darüber zu reden blockt er nur ab und schenkt dem überhaupt keine Reaktion,für ihn ist die Sache einfach abgehackt.mittlerweile weiss ich nicht mehr wie es mit unserer Ehe weiter gehen soll,denn von "harmonischem Familienleben" kann man hier nicht mehr reden.

So das sind meine Erfahrungen,ich hoffe für dich dass ihr es schafft weiterhin so toll zusammen zu halten.
Lg

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7. März 2018 um 14:01

Der Thread ist ja uralt aber vielleicht kann ich aus Sicht eines Mannes etwas anfügen.

Meine Ex hatte schon zwei kleine Kinder, als ich sie kennenlernen durfte - toll war, die kids haben mich sehr schnell "Papa" genannt - das hat auf mich positiv gewirkt und ich habe als kompletter Singleboy ein Interesse an einer Familie bekommen - das habe ich immer noch.

Ich lernte sie kennen zu einem Zeitpunkt, als ich mit einem familiärem Verlust zu kämpfen hatte und war nicht so, wie ich mich kannte.
Ausgeglichen und Kompromissbereit bekommt man alles besser hin und trifft die besseren Entscheidungen.

Von Anfang an fand ich sie interessant und habe die Beziehung zwischen uns ernst genommen.

Auf den Vater der Kinder war ich nicht eifersüchtig, mir war aber auch von Anfang an bewusst, dass er einen Platz in ihrem Leben hatte. 

Auch wenn meine Ex Freundin genau das Gegenteil über mich denkt - das Gummi lasse ich nur weg, wenn ich mit den Konsequenzen leben
kann. 

Nach Monaten wurde sie schwanger - kurz vor dem sicheren Ausbildungsplatz.
Sie hatte vorher leider keine Möglichkeit, mit den zwei Kindern. Also war eine Ausbildung sehr wichtig, damit man nicht abhängig ist, zB vom Partner.

Mir gingen ganz viele Dinge durch dem Kopf aber ich habe es nicht als schlimm empfunden oder negativ gesehen.
Ich empfand, es war die Ausbildung die wichtig war erstmal. Sie wohl auch zu einem Teil.

Und so habe ich zur Abtreibung gestimmt.
Mit Ausbildung wäre es viel einfacher in die Zukunft zu blicken.

Ich kam mit zum Frauenarzt und habe die Zeit, die diese Tabletten brauchen, um den Abbruch vorzunehmen, mit ihr verbracht und war für sie da.

Dieser Abbruch hat mich wirklich fertig gemacht, war eifersüchtig auf den Vater der Kinder.
Sah alles mit anderen Augen. 
Niemals einen Stellenwert haben können wie er es hat. 

Meine Ex Freundin hat mir vorgeworfen, ich wollte es eh nicht, im Streit.
Oder ich wäre finanziell nicht in der Lage für drei Kinder zu ssorgen.

Sie hat es jedem verschwiegen in ihrer Familie,  einfach nichts sagen. Ich habe es jemand erzählen müssen. Auf eine Art habe ich mich gefreut darüber.

Sie hat die Ausbildung mittlerweile wohl fertig und hat es dadurch nun einfacher im Leben und die Abtreibung hatte Sinn für sie und ihre Zukunft.

Sie wirkte schon anders, als sie Schluss machte und wir uns trennten. 
Habe mich immer nur lächerlich gefühlt und sie war eh fertig mit mir  und alles in der Beziehung hatte sich bewahrheitet wie ich es erwartet habe.


Ich hoffe und wünsche ihr,  sie hat das gut verkraftet lange und im Kopf abgehakt.
Vielleicht hilft ihr dieses Vorurteile gegenüber mir haben dabei. 
Von allen Frauen, die ich kannte, hat es genau die richtige getroffen - sie ist wirklich eine tolle Mutter.

Mir selbst geht es nicht mehr aus dem Kopf.
Alles, dazu die Kinder von ihr - seit der Abtreibung konnte ich nicht mehr diese Papa Sache und ich war eifersüchtig auf den Vater der Kinder. 
Wollte nicht auf ein Kindergarten Papa Kind Tag, usw. 

Mir fehlen nun Dinge und Werte, die ich nicht ersetzen könnte. 
Das Single Leben ist nicht mehr attraktiv und der
Gedanke an Kinder und Familie macht mich traurig.

Es wird niemals wieder Kontakt geben, kein reden etc.  -  es lief zuviel ab.
also fresse ich das alles und weiß zumindest, dass sie es besser so hat.

Seit dem vertraue ich nicht mehr und kann dieses Thema nur ruhen lassen.

Wenn es möglich wäre, zurück in der Zeit zu reisen, ich würde das Kind nicht nur haben wollen, ich hätte es ihr ganz bewusst gesagt, anstatt von "erst Ausbildung und danach dann ein Kind" zu reden.... 


Ciao 
 

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16. März um 18:24

hallo,

@0815303, dein beitrag hat mich sehr beschäftigt, weil er die sicht eines mannes zeigt, was mir in meiner derzeitigen situation etwas verstehen hilft. und dass der kommentar so neu ist, hat mich dazu gebracht, meine geschichte ebenfalls zu schreiben.

bei mir ist leider alles noch sehr frisch. seit wenigen monaten war ich mit meinem neuen partner zusammen, aber meine alte beziehung noch nicht richtig "verarbeitet".
es war eine schwierige zeit, denn auch mein neuer partner hatte probleme und ich fühlte mich allein gelassen, als ich bemerkte schwanger zu sein. wir haben uns in diesen wochen auch nicht gesehen, was von ihm ausging, und haben alles nur telefonisch besprochen.
es fühlte sich nicht richtig an, ich hatte angst, alleine gelassen zu werden und niemanden zu haben: die alte beziehung beendet, die neue beziehung nach kurzer zeit so labil - ich war völlig überfordert. mein neuer partner war anfangs meiner meinung, schwenkte dann aber doch kurz vorher um - mir fehlte halt, ich war verzweifelt und sah den einzigen ausweg darin. 

mich dazu entschieden zu haben, fühlte sich dann befreiend an - es dann tatsächlich zu machen war furchtbar - ich werde diesen tag wohl nie vergessen. danach - und bis jetzt - bin ich verstandesmäßig der ansicht, dass das in der situation die richtige entscheidung war, aber gefühlsmäßig belastet es mich stark und auch ich kann keine schwangeren um mich herum ertragen.

mein neuer partner stand, soweit er konnte, hinter mir und der entscheidung. danach haben wir uns wieder öfter sehen können und wir haben uns - meiner meinung nach - auch wieder angenähert und waren eigentlich auf einem guten weg, die beziehung nun unter besseren sternen anlaufen zu lassen.
in den letzten wochen hat er sich aber nach und nach zurückgezogen, was mir sehr weh tut. nun offenbarte er mir, dass er die sitaution wohl anfangs verdrängt hat und es ihm aber nun schwer zu schaffen macht. er sagte, dass sich diese entscheidung gegen dieses kind mit ihm, wie eine entscheidung gegen ihn anfühlte - und DAS tut weh, denn ich liebe ihn sehr. ich liebe ihn und habe nun vielleicht keine chance mehr, ihm das zu beweisen, weil er mir vielleicht nicht mehr vertrauen kann.

meinem neuen (noch?-)partner geht es also ähnlich wie 0815303, weil er es in seinen augen nicht "wert" war, vater unseres kindes zu werden, oder werden zu dürfen. aber das stimmt nicht, er kann meine situation nicht nachvollziehen und schottet sich in seine gedankenwelt ab. ich hoffe so sehr, dass er uns noch eine chance geben kann, denn ich wünsche mir nichts mehr als eine gemeinsame zukunft - und ein kind - mit ihm.

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Von: lina120518
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